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Lebenszykluskosten und die Beurteilung der Preiswürdigkeit neuer Gebrauchsgüter durch Konsumenten

Title: Lebenszykluskosten und die Beurteilung der Preiswürdigkeit neuer Gebrauchsgüter durch Konsumenten

Seminar Paper , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tim Wenzel (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Jeden Tag treffen wir als Konsumenten Kaufentscheidungen, die beinhalten, dass wir uns vor der Realisierung des Kaufes mit dem Produkt und den mit ihm konkurrierenden Alternativen auseinandersetzen. Durch eine realistische und betriebswirtschaftlich begründete Abwägung dieser Substitutionsbeziehung, ist es dem Kunden möglich, die für ihn optimale Produktvariante auszuwählen, also nicht jene mit minimalen Anschaffungskosten, sondern jene mit minimalen Gesamtkosten, die im folgenden als Lebenszykluskosten (LCC) begriffen werden. Um den Ausdruck der LCC zu konkretisieren, sollen unter ihm alle über den gesamten Konsumentenzyklus hinweg anfallenden Kosten verstanden werden. Dieses beinhaltet nicht nur den Einstandspreis, sondern auch die Kosten für Betrieb, Unterhalt, Instandhaltung, Energie und Entsorgung. So besitzt der Preis in der Fülle der zur Verfügung gestellten Informationen eine Indikatorfunktion. Der Konsument beurteilt die Preiswürdigkeit eines Gebrauchsgutes anhand der ihm bekannten Informationen. Unter Preiswürdigkeit wird das wahrgenommene Verhältnis zwischen Produktnutzen und dem zu zahlenden Preis verstanden, wobei in die Bewertung des Nutzens nicht nur der Preis des Gutes, sondern auch Dienstleistungen, Service, Garantien und LCC einfließen können. Erfolgt eine positive Preiswahrnehmung des Konsumenten im Sinne der Preiswürdigkeit, so hat dies einen signifikanten Einfluss auf sein Kaufverhalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Motivation

1.2 Zielsetzung

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Zeitpräferenz und Diskontierung

2.1 Individuelle Diskontierungsraten

2.2 Produktspezifische Diskontierungsraten

2.3 Attributspezifische Diskontierungsraten

3 Empirische Untersuchungen zur Effizienz von intertemporalen Entscheidungen im Zusammenhang mit LCC

3.1 Die Hypothesen

3.2 Der Versuchsaufbau

3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Modell der Zeitpräferenz und Diskontierung zu erläutern und dessen Relevanz für die Preisbeurteilung durch Konsumenten anhand empirischer Untersuchungen zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie zeitliche und produktspezifische Präferenzen die Bewertung von Gebrauchsgütern beeinflussen und inwieweit Konsumenten in der Lage sind, effiziente intertemporale Entscheidungen unter Berücksichtigung von Lebenszykluskosten (LCC) zu treffen.

  • Grundlagen der Zeitpräferenz und Diskontierung in Konsumentscheidungen
  • Modelle zur Bestimmung individueller, produkt- und attributspezifischer Diskontierungsraten
  • Analyse der Konsumentenwahrnehmung von Lebenszykluskosten
  • Empirische Untersuchung zur Effizienz von Kauf- und Finanzierungsentscheidungen
  • Einfluss soziodemographischer Faktoren auf das Entscheidungsverhalten

Auszug aus dem Buch

2.1 Individuelle Diskontierungsraten

In der Literatur gibt es verschiedene Ansätze, um Beziehungen zwischen individuellen Eigenschaften und individuellen Diskontierungsraten herzustellen.

Ungeduld kann als Oberbegriff für die Einordnung von individuellen unterschiedlichen Diskontierungsraten herangezogen werden. Allgemein kann gesagt werden, dass Personen, die z. Bsp. ihr Geld für die Sicherung ihrer Zukunft anlegen, als weniger ungeduldig bezeichnet werden können, als Individuen deren Augenmerk gegenwartsbezogen ist. Somit besitzen Menschen, die sehr ungeduldig sind auch gleichzeitig relativ hohe Diskontierungsraten. Zur Verdeutlichung soll ein Beispiel herangezogen werden. Wenn Kinder zwischen zwei Kaugummis heute oder Vieren morgen eine Wahl treffen müssten, so würde sich mit großer Wahrscheinlichkeit die Mehrheit der Kinder für den „sofortigen Genuss“ entscheiden. Dieses spiegelt eine starke Ungeduld wieder. In diesem Zusammenhang hat Fischer die Hypothese entwickelt, dass Ungeduld und Alter negativ korreliert sind.

Neben dem Alter finden sich in der Literatur weitere individuelle Eigenschaften, die Einfluss auf die Höhe von r nehmen, wie z. Bsp. das Einkommen, die Selbstkontrolle von Individuen oder das Folgen oder Bestimmen von Trends. So sollen Besserverdiener geringer und Innovatoren relative hohe Diskontierungsraten aufweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Untersuchung durch die Bedeutung von Lebenszykluskosten bei Kaufentscheidungen und definiert die Forschungsziele sowie den Aufbau der Arbeit.

2 Zeitpräferenz und Diskontierung: Hier werden theoretische Grundlagen zur Messung von Zeitpräferenzen und verschiedenen Diskontierungsansätzen (individuell, produkt- und attributspezifisch) vorgestellt.

3 Empirische Untersuchungen zur Effizienz von intertemporalen Entscheidungen im Zusammenhang mit LCC: Dieses Kapitel beschreibt den Versuchsaufbau einer empirischen Studie mit 361 Probanden und analysiert die Ergebnisse in Bezug auf fünf aufgestellte Hypothesen.

4 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, diskutiert die Bedeutung für die Unternehmenspraxis und identifiziert weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Lebenszykluskosten, LCC, Zeitpräferenz, Diskontierungsrate, Konsumentenverhalten, intertemporale Entscheidungen, Preiswürdigkeit, Kaufentscheidung, Effizienz, Produktnutzen, Finanzierungsentscheidung, Gebrauchsgüter, Konsumentenpräferenzen, Verhaltensökonomie, soziodemographische Effekte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Konsumenten bei der Beurteilung von Gebrauchsgütern zwischen dem Einstandspreis und den zukünftigen Kosten (Lebenszykluskosten) abwägen und welche Rolle ihre persönliche Zeitpräferenz dabei spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft ökonomische Modelle der Diskontierung mit verhaltenswissenschaftlichen Aspekten der Konsumentscheidung, insbesondere im Hinblick auf langfristige Kosten und die Effizienz der Entscheidungsfindung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, wie Konsumentenpräferenzen zeitlich und produktspezifisch bestimmt werden können und inwieweit Konsumenten befähigt sind, rationale Entscheidungen über Lebenszykluskosten hinweg zu treffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Herleitung von Diskontierungsmodellen sowie auf eine empirische Analyse einer Studie mit 361 Probanden, die verschiedene hypothetische Kauf- und Finanzierungssituationen bewerten mussten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Diskontierungsmodellen und eine detaillierte Auswertung empirischer Untersuchungen, bei denen Probanden effiziente Produktwahlen treffen mussten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Lebenszykluskosten (LCC), Diskontierungsraten, intertemporale Entscheidungen, Konsumentenverhalten und die Preiswürdigkeit von Gebrauchsgütern.

Inwiefern beeinflusst das Alter die Diskontierungsrate?

Basierend auf den Ausführungen von Irving Fisher wird die Hypothese aufgestellt, dass Ungeduld und Alter negativ korreliert sind, was bedeutet, dass jüngere Konsumenten tendenziell höhere Diskontierungsraten aufweisen könnten.

Was untersuchten Liebermann und Ungar in ihrer Studie?

Sie untersuchten, ob Konsumenten bei der Auswahl von Klimaanlagen in der Lage sind, effiziente Entscheidungen zu treffen, wenn sie zwischen unterschiedlichen Einstandspreisen und verschiedenen Lebenszykluskosten abwägen müssen.

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Details

Title
Lebenszykluskosten und die Beurteilung der Preiswürdigkeit neuer Gebrauchsgüter durch Konsumenten
College
University of Osnabrück
Grade
1,7
Author
Tim Wenzel (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V58097
ISBN (eBook)
9783638523844
ISBN (Book)
9783656799870
Language
German
Tags
Lebenszykluskosten Beurteilung Preiswürdigkeit Gebrauchsgüter Konsumenten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Wenzel (Author), 2006, Lebenszykluskosten und die Beurteilung der Preiswürdigkeit neuer Gebrauchsgüter durch Konsumenten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58097
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