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Tod und Sterben. Psychologische Bewältigungsstrategien bei Kindern

Title: Tod und Sterben. Psychologische Bewältigungsstrategien bei Kindern

Term Paper , 2006 , 21 Pages

Autor:in: Isa Straub (Author)

Social Work
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Die Grundlage dieser Hausarbeit ist das Bilderbuch „ Adieu, Herr Muffin“ von Ulf Nilsson. Ich habe mich für dieses Buch entschieden, da es für mich eine sehr interessante Herangehensweise an das schwierige Thema Tod und kindliche Bewältigungsstrategien dazu aufzeigt. Der gesellschaftliche Umgang mit dem Thema Tod hat eine grundsätzliche Wandlung erfahren, wodurch sich auch die kindliche Erfahrung von Tod und Sterben und der Umgang damit verändert hat. Oft ist die erste Konfrontation mit dem Tod der Tod eines Haustieres. Das Buch ist ein Versuch, auf diesem Hintergrund Kindern und Eltern eine Hilfestellung anzubieten, um ein solches Ereignis zu bewältigen. Gleichzeitig enthält es Anregungen um grundsätzlich über das Thema Tod, Sterben und „was kommt danach“ zu sprechen.

Mit dieser Hausarbeit möchte ich untersuchen, mit welchen Konzepten das Buch Kinder an den Tod heranführt und welche Bewältigungsstrategien der Autor dabei zugrunde legt. Dazu werde ich zuerst den Inhalt des Buches wiedergeben. Als zweites mache ich einen knappen Exkurs über die aktuellen mit Tod und Sterben verbundenen Vorstellungen. Drittens stelle ich psychologische Bewältigungsstrategien von Kindern für Tod und Sterben dar. Viertens werde ich „Adieu, Herr Muffin“ dahingehend untersuchen, welche dieser Theorien sich in dem Buch wiederfinden lassen. Zuletzt werde ich der Frage nachgehen, wie auf diesem Hintergrund das Buch zu bewerten ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Bilderbuch „Adieu, Herr Muffin“

2.1. Ulf Nilsson – Kurzbiografie

2.2. Darstellung des Inhalts

3. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Todesvorstellungen

3.1. Gesellschaftlicher Wandel im Umgang mit Tod und Sterben

3.2. Todesvorstellungen von Kindern

4. Bewältigungsstrategien von Tod und Sterben (Coping- Strategien)

4.1. Trauern als wichtige Coping – Strategie

4.2. Bedingungen für das Gelingen von Trauerarbeit

4.3. Antizipatorisches Trauern

5. Welche Copingstrategien lassen sich in dem Buch „Adieu, Herr Muffin“ und bei seiner Verwendung erkennen?

5.1. Die im Buch dargestellten Geschichten

5.1.1. Sterbevorbereitung und Sterben des Herrn Muffin

5.1.2. Der Entwicklungsprozeß des Kindes

5.2. Copingstrategien beim Lesen bzw. bei der Verwendung des Buches

5.2.1. Hilfsmittel und Leitfaden für die Eltern und Unterstützer des Kindes

5.2.2. Die eigene Leseerfahrung des Kindes

6. Bewertung

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht, mit welchen psychologischen Konzepten das Bilderbuch „Adieu, Herr Muffin“ von Ulf Nilsson Kindern das Thema Tod und Sterben nahebringt und welche Coping-Strategien dabei zugrunde gelegt werden, um dem Kind bei der Trauerbewältigung zu helfen.

  • Gesellschaftlicher Wandel und wissenschaftliche Sicht auf Todesvorstellungen von Kindern
  • Analyse psychologischer Bewältigungsstrategien (Coping) bei Kindern
  • Rolle von Bilderbüchern als Medium der Trauerarbeit
  • Die Darstellung des Sterbeprozesses in „Adieu, Herr Muffin“ aus der Perspektive des Sterbenden und des Kindes
  • Praktische Bedeutung des Buches für Eltern und Unterstützer bei der Begleitung trauernder Kinder

Auszug aus dem Buch

3.2. Todesvorstellungen von Kindern

Besonders kleinen Kindern wurde lange Zeit abgesprochen, dass sie die emotionalen und kognitiven Fähigkeiten haben, Tod zu begreifen und Trauer zu empfinden. Innerhalb der Literatur „herrscht große Uneinigkeit, in Bezug auf die Frage, in welchem Alter und in welcher Form Kinder sich einen Begriff von Tod bilden können.( Iskenius-Emmler 1988, S.161) Ein wichtiger Grund dafür besteht in der großen Uneinigkeit über die Frage, wann davon gesprochen werden kann, dass die Bedeutung des Todes vom Kind erfasst worden ist. Einige Autoren, wie z.B. Erna Furman (1977) und John Bowlby (1983) vertreten die Ansicht, dass bereits 2- 3-Jährige eine Vorstellung davon haben, was Totsein bedeutet. Andere wiederum wie z.B. Maria Nagy (1948), Erich Stern (1957), A. Gesell/F.Ilg (1964 / 1968) behaupten, dass diese Vorstellungen erst sehr viel später – teilweise erst in der Pubertät – gebildet werden.

Allen gemeinsam aber ist die entwicklungspsychologische Sichtweise, dass es eine Stufenfolge in der Todesvorstellung von Kindern gibt .

Ein entwickeltes Todeskonzept besteht aus vier aufeinander folgenden Dimensionen:

- Nonfunktionalität (Belebt – Unbelebt)

- Irreversibilität ( der Tod ist unwiderruflich )

- Universalität ( alle Lebewesen müssen irgendwann sterben )

- Kausalität (Biologische Ursachen)

Auch nach Furman durchläuft die Entwicklung des Todesbegriffs verschiedene Phasen: „Am Anfang steht das Interesse des Kindes am Unterschied zwischen lebendig und tot, und es lernt, diese Unterscheidung zu machen. Auf späteren Stufen kommt es zu verbalen Symbolen, zum Wissen über verschiedene Formen und Ursachen von Tod, über die Riten und Gebräuche bei der Beerdigung, über die Unvermeidlichkeit des Todes für alle Lebewesen und schließlich zur Fähigkeit, den Tod abstrakt zu formulieren in Zusammenhang mit religiösen und philosophischen Vorstellungen.“ ( Vgl. Iskenius-Emmler, 1988 )

Diese Reihenfolge hat den Vorteil, dass sie in den religiösen und philosophischen Vorstellungen auch die Jenseitsvorstellungen einschließt. Nach Gesell / Ilg taucht die Thematik, was danach kommt im Alter von ca. 8 Jahren auf. (vgl. Gesell/Ilg, 1964, S. 167 und 479)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin begründet ihre Themenwahl und skizziert das Ziel, die psychologischen Konzepte zur Trauerbewältigung in Ulf Nilssons Bilderbuch zu untersuchen.

2. Das Bilderbuch „Adieu, Herr Muffin“: Dieses Kapitel liefert biografische Informationen zum Autor und eine inhaltliche Zusammenfassung des Bilderbuchs.

3. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Todesvorstellungen: Es wird der gesellschaftliche Wandel im Umgang mit dem Tod sowie die entwicklungspsychologische Perspektive auf kindliche Todesvorstellungen dargelegt.

4. Bewältigungsstrategien von Tod und Sterben (Coping- Strategien): Dieser Teil definiert den Begriff Coping und beschreibt Trauerprozesse sowie Bedingungen für eine gelungene Trauerarbeit bei Kindern.

5. Welche Copingstrategien lassen sich in dem Buch „Adieu, Herr Muffin“ und bei seiner Verwendung erkennen?: Die Arbeit analysiert, wie das Buch die Sterbegeschichte nutzt, um kindliche Bewältigungsprozesse anzustoßen, und welche Bedeutung es als Orientierungshilfe hat.

6. Bewertung: Die Autorin resümiert, dass das Buch wissenschaftlich fundiert ist und ein schwieriges Thema kindgerecht sowie religionsneutral aufbereitet.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Tod, Sterben, Kinder, Bilderbuch, Coping, Trauerarbeit, Bewältigungsstrategien, Entwicklungspsychologie, Todesvorstellungen, Trauer, Antizipatorisches Trauern, Ulf Nilsson, Adieu Herr Muffin, Identifikation, Resilienz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht psychologische Strategien zur Bewältigung von Tod und Sterben bei Kindern anhand des Bilderbuchs „Adieu, Herr Muffin“ von Ulf Nilsson.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die entwicklungspsychologische Perspektive auf kindliche Todesvorstellungen, Definitionen von Coping-Strategien und die Analyse von Trauerprozessen in der Kinderliteratur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, mit welchen Konzepten das Buch „Adieu, Herr Muffin“ Kinder an das Thema Tod heranführt und welche psychologischen Bewältigungsmechanismen der Autor dabei nutzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse zu psychologischen Aspekten der Trauer und der Anwendung dieser Theorien auf den Inhalt und die Rezeption des gewählten Bilderbuchs.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine wissenschaftliche theoretische Grundlegung zu Todeskonzepten und Coping-Strategien sowie eine detaillierte Untersuchung, wie diese Aspekte in der Geschichte des Herrn Muffin und in der Identifikation des Kindes mit dem Buch zur Anwendung kommen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Trauerarbeit, kindliche Todesvorstellungen, Coping-Strategien, psychologische Entwicklung und Bilderbuch als Medium der Trauerbegleitung charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Darstellung des Todes in „Adieu, Herr Muffin“ von anderen Kinderbüchern?

Das Buch zeichnet sich dadurch aus, dass es den Sterbeprozess und die Vorbereitung darauf auch aus der Perspektive des Sterbenden darstellt und dabei bewusst auf einen explizit religiösen Hintergrund verzichtet.

Welche Rolle spielen die Briefe im Bilderbuch für die Bewältigungsstrategie des Kindes?

Die Briefe dienen als Projektionsfläche für das Kind, um eigene Ängste auszusprechen, das Sterben zu verarbeiten und durch das Trösten des Hamsters (und damit sich selbst) eine adaptive, antizipatorische Trauerarbeit zu leisten.

Warum wird die „Disengagementtheorie“ im Kontext des Herrn Muffin zitiert?

Die Theorie wird genutzt, um das Verhalten des alten Meerschweinchens, das sich zunehmend in Erinnerungen zurückzieht und sich auf das Ende einstellt, psychologisch zu beschreiben und einzuordnen.

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Details

Title
Tod und Sterben. Psychologische Bewältigungsstrategien bei Kindern
College
Free University of Berlin
Course
Copingstrategien
Author
Isa Straub (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V58122
ISBN (eBook)
9783638524032
ISBN (Book)
9783638752459
Language
German
Tags
Psychologische Bewältigungsstrategien Umgang Sterben Kindern Copingstrategien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isa Straub (Author), 2006, Tod und Sterben. Psychologische Bewältigungsstrategien bei Kindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58122
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