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Aggression und Gewalt in der Schule - Wie kann der Sportunterricht darauf einwirken, um ein sozial kompetentes Verhalten zu erwerben?

Title: Aggression und Gewalt in der Schule -  Wie kann der Sportunterricht darauf einwirken, um ein sozial kompetentes Verhalten zu erwerben?

Diploma Thesis , 2006 , 77 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Oliver Leeb (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Summary Excerpt Details

Angriffe von Jugendlichen gegen Mitmenschen, Vandalismus und Körperverletzungen treten gehäuft auf und stellen Pädagogen und Psychologen vor neue Herausforderungen.
Ziel meiner Arbeit ist, die Entstehung von Aggression und Gewalt aus einer wissenschaftlichen Perspektive zu betrachten, die notwendigen Schlüsse daraus zu ziehen und für die praktische Arbeit im Unterricht umzusetzen. Kennt man die Ursachen, so besitzt man eine hilfreiche Grundlage für den Umgang mit schwierigen Situationen. Gerade als Lehrer sollte man wissen, wie man mit Problemen dieser Art umgeht und welche Möglichkeiten es gibt, Aggressionen zu hemmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. EINLEITUNG

1. BEGRIFFSKLÄRUNG: AGGRESSION, GEWALT, SELBSTBEHAUPTUNG UND MOBBING

1.1. UNTERSCHEIDUNG DER BEGRIFFE AGGRESSION UND GEWALT

1.1.1. Erklärung des Begriffs Gewalt

1.1.2. Erklärung des Begriffs Aggression

1.2. ERKLÄRUNG DES BEGRIFFS SELBSTBEHAUPTUNG

1.3. ERKLÄRUNG DES BEGRIFFS MOBBING

2. AUSDRUCKSFORMEN DER AGGRESSION

2.1. OFFEN-GEZEIGTE UND VERDECKT-HINTERHÄLTIGE AGGRESSIO

2.2. KÖRPERLICHE UND VERBALE AGGRESSION

2.3. AKTIV-AUSÜBENDE UND PASSIV-ERFAHRENDE AGGRESSION

2.4. DIREKTE UND INDIREKTE AGGRESSION

2.5. NACH AUßEN-GEWANDTE UND NACH INNEN-GEWANDTE AGGRESSION

3. URSACHEN FÜR AGGRESSIONEN

3.1. AGGRESSIONSTHEORIEN

3.1.1. Instinkttheorie

3.1.2. Theorie des sozialen Lernens

3.1.2.1. Instrumentelles Lernen

3.1.2.2. Lernen durch Beobachtungen

3.1.3. Theorie des aversiven Reizes

3.1.3.1. Die Frustrations- Aggressions- Hypothese

3.1.3.2. Schmerzliche Erfahrungen und Aggression

3.2. AGGRESSION IN DER FAMILIE

3.2.1. Aufwachsen in gewalttätigen Familien

3.2.2. Inkonsequenz der Eltern als Ursache für aggressives Verhalten bei Kindern

3.2.3. Aggressivität durch Liebesdefizit in der Kindheit

3.2.4. Die Gesellschaft als möglicher Aggressionsauslöser bei Kindern und Jugendlichen

3.2.4.1. Unsicherheit und Perspektivlosigkeit in unserer Gesellschaft

3.2.4.2. Materialistische Einstellungen statt Werte und Normen

3.2.4.3. Medien als mögliche Ursache für Aggression und Gewalt

4. GEWALT IN DER SCHULE UND IM UNTERRICHT

4.1. GEWALTFORMEN DER SCHÜLERINNEN UNTEREINANDER

4.2. GEWALT VON LEHRERINNEN GEGEN SCHÜLERINNEN

4.3. GEWALT VON SCHÜLERINNEN GEGENÜBER LEHRERINNEN

4.4. KONFLIKTE MIT AUSLÄNDISCHEN SCHÜLERINNEN IN SCHULEN

4.5. STRUKTURELLE GEWALT

5. PRÄVENTIONS- UND INTERVENTIONSMÖGLICHKEITEN IN DER SCHULE

5.1. DAS SCHULKLIMA ALS FAKTOR FÜR AGGRESSIONSABBAU IN VERBINDUNG MIT GRUPPENARBEIT UND GRUPPENZUSAMMENGEHÖRIGKEIT

5.2. DIE STÄRKUNG DES SELBSTBEWUSSTSEINS IN VERBINDUNG MIT GEWALTVERZICHT

5.3. KONFLIKTINTERVENTION

5.3.1. Untaugliche Mittel der Konfliktintervention

5.3.2. Voraussetzungen für den gewaltfreien Umgang mit Konflikten

6. PRÄVENTIONS- UND INTERVENTIONSMÖGLICHKEITEN IM FACH „BEWEGUNG UND SPORT“

6.1. AGGRESSIONSABBAU DURCH LAUFTHERAPIE

6.1.1. Motorische Ausdauerleistungsfähigkeit

6.1.2. Ziele des Ausdauerlaufs mit Kindern und Jugendlichen

6.1.3. Durchführungsprinzipien des Lauftrainings

6.1.4. Hinführen zum Laufsport im Sportunterricht

6.1.4.1. Kleine Spiele im Sportunterricht

6.1.4.2. Der Orientierungslauf im Sportunterricht

6.2. AGGRESSIONSABBAU DURCH KAMPFSPORT

6.2.1. Durchboxen im Leben – Trainingscamp Lothar Kannenberg

6.2.1.1. Organisation und Rahmenbedingungen

6.2.1.2. Die Philosophie des Camps

6.2.1.3. Der Ablauf

6.3. AGGRESSIONSABBAU DURCH ERLEBNISPÄDAGOGIK

6.3.1. Interaktionsspiele im Sportunterricht

6.3.1.1. Praxisbeispiele für Interaktionsspiele

RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Entstehung von Aggression und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen aus einer wissenschaftlichen Perspektive zu beleuchten und daraus konkrete Ansätze für die pädagogische Arbeit abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie der Sportunterricht präventiv und interventiv genutzt werden kann, um sozial kompetentes Verhalten zu fördern und aggressivem Verhalten entgegenzuwirken.

  • Wissenschaftliche Grundlagen zu Entstehung, Ausdrucksformen und Ursachen von Aggression und Gewalt.
  • Analyse schulischer Konfliktfelder und Interventionsmöglichkeiten bei Gewalthandlungen.
  • Darstellung sportpädagogischer Ansätze wie Lauftherapie, Kampfsport und Erlebnispädagogik zum Aggressionsabbau.
  • Konkretisierung durch pädagogische Praxisbeispiele und Projekte zur Förderung sozialer Kompetenzen.

Auszug aus dem Buch

6.2.1. Durchboxen im Leben – Trainingscamp Lothar Kannenberg

Im Jahr 2002 gründete der Boxtrainer und Jugendhelfer Lothar Kannenberg das Boxcamp „Durchboxen im Leben“. Das Trainingscamp befindet sich auf Gut Kragenhof in der Nähe von Kassel (Deutschland). Seine Aufgabe ist es, aufgegebene Jugendliche mit übelster Vorgeschichte wieder ins „Leben“ zurückzuholen. Diese Jugendlichen sind großteils Betrüger, Schläger und Räuber, aufgegeben von Sozialarbeitern und Eltern. Lothar Kannenberg war selbst einmal in solch einer Situation und daher hat er es sich zur Aufgabe gemacht, diesen hoffnungslosen Jugendlichen zu helfen. Für seine Arbeit wurde er im Jahr 2005 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Darstellung der Problematik von Gewalt in der Schule und des Ziels, Sportunterricht als Mittel zur Förderung sozialer Kompetenz zu nutzen.

1. Begriffsklärung: Aggression, Gewalt, Selbstbehauptung und Mobbing: Erläuterung und wissenschaftliche Abgrenzung der zentralen Begriffe für ein besseres Verständnis des Phänomens.

2. Ausdrucksformen der Aggression: Klassifizierung verschiedener Arten von Aggression, wie z. B. offen vs. verdeckt oder körperlich vs. verbal.

3. Ursachen für Aggressionen: Analyse psychologischer Theorien und Einflüsse aus dem familiären und gesellschaftlichen Umfeld auf das aggressive Verhalten junger Menschen.

4. Gewalt in der Schule und im Unterricht: Untersuchung von Gewaltformen zwischen den verschiedenen Akteuren im Schulalltag sowie das Phänomen struktureller Gewalt.

5. Präventions- und Interventionsmöglichkeiten in der Schule: Vorstellung von Strategien zur Gestaltung eines positiven Schulklimas, Konfliktintervention und Gewaltverzicht.

6. Präventions- und Interventionsmöglichkeiten im Fach „Bewegung und Sport“: Detaillierte Beschreibung sportpädagogischer Konzepte wie Lauftherapie, Kampfsport und Erlebnispädagogik als Mittel zur Förderung sozialer Kompetenzen.

Schlüsselwörter

Aggression, Gewalt, Schule, Sportunterricht, Konfliktlösung, Prävention, Intervention, Lauftherapie, Kampfsport, Erlebnispädagogik, soziale Kompetenz, Selbstwertgefühl, Pädagogik, Disziplin, Verhaltensauffälligkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Aggression und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext und untersucht, wie der Sportunterricht dazu beitragen kann, sozial kompetentes Verhalten zu fördern und aggressives Verhalten abzubauen.

Welche Themenfelder stehen im Fokus?

Die Schwerpunkte liegen auf den wissenschaftlichen Grundlagen von Aggression, der Analyse der Ursachen (Familie, Gesellschaft, Medien), Gewaltformen im Schulalltag sowie praktischen pädagogischen Präventions- und Interventionsstrategien im Sport.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aus den wissenschaftlich betrachteten Ursachen von Gewalt konkrete, praktisch umsetzbare Möglichkeiten für Lehrkräfte im Sportunterricht abzuleiten, um Aggressionen zu hemmen und die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse verschiedener Aggressionstheorien, psychologischer Ansätze sowie die Untersuchung praktischer Projekte und erlebnispädagogischer Methoden im Schulsport.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Gewalt- und Aggressionsursachen sowie eine praxisorientierte Beschreibung von Interventionsmöglichkeiten, wobei der Fokus auf dem Einsatz von Bewegung und Sport liegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Aggression, Gewalt, Prävention, Intervention, Sportunterricht, soziale Kompetenz und Erlebnispädagogik.

Was ist das „Durchboxen im Leben“ Trainingscamp?

Es handelt sich um ein spezielles Projekt von Lothar Kannenberg in Deutschland, das darauf abzielt, schwer erziehbare oder kriminelle Jugendliche durch einen geregelten Tagesablauf, Sport und klare Regeln sowie Rituale zurück in ein sozial integriertes Leben zu führen.

Warum spielt der Orientierungslauf eine Rolle?

Der Orientierungslauf wird als sportpädagogisches Mittel eingesetzt, da er neben der körperlichen Komponente auch kognitive Fähigkeiten (Orientierung, Problemlösung) fordert und durch kooperative Übungen die Gruppengemeinschaft festigt.

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Details

Title
Aggression und Gewalt in der Schule - Wie kann der Sportunterricht darauf einwirken, um ein sozial kompetentes Verhalten zu erwerben?
College
University of Education Weingarten Kärnten Viktor Frankl
Grade
2,0
Author
Oliver Leeb (Author)
Publication Year
2006
Pages
77
Catalog Number
V58180
ISBN (eBook)
9783638524452
ISBN (Book)
9783638693929
Language
German
Tags
Aggression Gewalt Schule Sportunterricht Verhalten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Leeb (Author), 2006, Aggression und Gewalt in der Schule - Wie kann der Sportunterricht darauf einwirken, um ein sozial kompetentes Verhalten zu erwerben?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58180
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