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Trägt das Cotonou-Abkommen zur langfristigen und nachhaltigen Entwicklung Afrikas bei?

Título: Trägt das Cotonou-Abkommen zur langfristigen und nachhaltigen Entwicklung Afrikas bei?

Trabajo Escrito , 2004 , 23 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Melanie Thiem (Autor)

Política - Región: África
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Afrika ist heute die Region der Welt, die mit rund 40 % den größten Anteil der EU-Entwicklungshilfe erhält (vgl. Schneider 2004: 4). Obwohl der Anteil der Weltbevölkerung, der unter der Armutsgrenze lebt in den letzten 30 Jahren gesunken ist, leben die Hälfte aller Menschen in Afrika noch immer in Armut. Dabei gilt als arm, wer täglich weniger als einen US-Dollar zur Verfügung hat (vgl. Schneider 2004: 3). Die Ursachen für diese Armut und die mangelnde Entwicklung sind vielfältig. Besonders im Fall von Afrika spielen historisch begründete Ursachen eine entscheidende Rolle. Das Verhältnis zwischen Europa und Afrika war jahrzehntelang geprägt von Kolonialismus und Sklavenhandel. Fast alle afrikanischen Staaten waren Ziel der europäischen Ausbeutung (vgl. Schmidt 2002: 717). Auch die immer noch bestehende wirtschaftliche Rückständigkeit, das Fehlen stabiler politischer Systeme, Krankheiten wie AIDS oder die zahlreichen bewaffneten Konflikte verhindern die fortschreitende Entwicklung Afrikas. Diese Probleme werden durch die übergeordneten Kernziele des zurzeit bestehenden entwicklungspolitischen Abkommens (Cotonou-Abkommen) zwischen der EU und Afrika aufgegriffen. Sie definieren die Bekämpfung und schließlich die Beseitigung der Armut, die weltwirtschaftliche Integration und die nachhaltige Entwicklung Afrikas als die Prioritäten der Zusammenarbeit. Die Europäische Union unterhält seit Jahrzehnten Entwicklungsbeziehungen zu Afrika, die in mehreren Verträgen und Abkommen festgelegt und immer wieder modifiziert wurden. Trotz dieser Vielzahl von entwicklungspolitischen Abkommen zwischen der EU und Afrika konnten noch immer keine langfristigen und durchschlagenden Entwicklungserfolge, vor allem im Hinblick auf die Armutsbekämpfung, in Afrika erreicht werden. Am 23. Juni 2000 unterzeichneten die EU und 77 afrikanische, karibische und pazifische Staaten nach langen kontroversen Verhandlungen ein neues entwicklungspolitisches Kooperationsabkommen, das so genannte Cotonou-Abkommen. Dieses soll die Entwicklungszusammenarbeit und die Partnerschaft zwischen der EU und Afrika neu beleben, stärken und zu langfristigen Entwicklungserfolgen führen. Die hier vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern das Cotonou-Abkommen zu einer langfristigen und nachhaltigen Entwicklung Afrikas beiträgt. Genau genommen bezieht sich der Vertrag von Cotonou auf die Entwicklungszusammenarbeit der EU mit den so genannten AKP-Staaten. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Hintergrund des Cotonou-Abkommens

3. Allgemeine Darstellung und Ziele des Cotonou-Abkommens

4. Drei Säulen der Zusammenarbeit des Cotonou-Abkommens

4.1. Die politische Dimension

4.2 Die handels- und wirtschaftspolitische Zusammenarbeit

4.3 Beteiligung nichtstaatlicher Akteure am entwicklungspolitischen Prozess

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themenfelder

Die Arbeit untersucht, inwieweit das Cotonou-Abkommen effektiv zur langfristigen und nachhaltigen Entwicklung afrikanischer Staaten beiträgt. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob die gewählten Maßnahmen in den zentralen Bereichen der politischen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit geeignet sind, die Armutsbekämpfung und Integration in die Weltwirtschaft zu fördern.

  • Historische Analyse der EU-Entwicklungszusammenarbeit (von Lomé zu Cotonou)
  • Die politische Dimension: Demokratisierung, Menschenrechte und Good Governance
  • Handels- und wirtschaftspolitische Strategien sowie die Herausforderung der Liberalisierung
  • Rolle und Einbindung nichtstaatlicher Akteure im Entwicklungsprozess
  • Bewertung von Erfolgschancen und strukturellen Hindernissen

Auszug aus dem Buch

4.1. Die politische Dimension

Wie bereits einleitend erwähnt, sind die Ursachen für Armut sehr vielfältig. Armut bedeutet nicht nur ein zu geringes Einkommen, sondern liegt in wirtschaftlichen wie auch gesellschaftlichen Missständen begründet (vgl. Medienhandbuch 2004/2005: 167). Dazu gehören unter anderem eine schlechte Regierungsführung, die Missachtung demokratischer und rechtsstaatlicher Prinzipien sowie der Menschenrechte. Mit dieser Problematik beschäftigt sich die erste Säule der Zusammenarbeit zwischen der EU und Afrika gemäß dem Cotonou-Abkommen.

Ziel der politischen Dimension ist es „ein stabiles und demokratisches Umfeld für die Umsetzung der entwicklungspolitischen Strategie zu schaffen“ (Schilder 2000: 6), um somit die Erreichung der Kernziele zu unterstützen. Durch diese explizite Betonung des politischen Dialogs geht der Cotonou-Vertrag weiter als all seine Vorgänger.

Lange hatten sich die AKP-Länder gegen die Verpflichtung der Achtung der Menschenrechte und die Verwirklichung demokratischer Prinzipien als Grundlage der Kooperation gewehrt, da sie dies als eine Einmischung in ihre internen Angelegenheiten betrachteten. Erst mit der Revision des Lomé IV-Vertrages 1995 machte die EU die Gewährung von Leistungen von der Beachtung der Menschenrechte und Förderung demokratischer Strukturen abhängig. Dabei schrieb die EU kein spezielles Demokratiemodell vor, sondern es ging ihr vornehmlich um die Einhaltung bestimmter Strukturprinzipien wie Pluralismus und Konkurrenz in Form von Wahlen (vgl. Schmidt 2002: 5). Neben der stärkeren Berücksichtigung der Menschenrechte und demokratischer Prinzipien ist das Prinzip der „Good Governance“ ein weiteres Kernelement der politischen Dimension.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die prekäre Entwicklungssituation in Afrika und stellt das Cotonou-Abkommen als neuen, hoffnungsvollen Rahmen für die EU-Entwicklungszusammenarbeit vor.

2. Historischer Hintergrund des Cotonou-Abkommens: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung von den ersten Abkommen der EWG über die Lomé-Verträge nach und bewertet deren überwiegend ernüchternde Bilanz.

3. Allgemeine Darstellung und Ziele des Cotonou-Abkommens: Hier werden die Struktur, das finanzielle Volumen und die übergeordneten Kernziele des Abkommens zur Armutsbekämpfung und Integration in die Weltwirtschaft dargelegt.

4. Drei Säulen der Zusammenarbeit des Cotonou-Abkommens: Das Kapitel analysiert detailliert die drei Schwerpunkte politische Dialogführung, wirtschaftspolitische Handelskooperation und die Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Herausforderungen durch globale Probleme wie AIDS und bewertet die Zukunftsaussichten für eine nachhaltige Entwicklung.

Schlüsselwörter

Cotonou-Abkommen, Europäische Union, Afrika, Entwicklungszusammenarbeit, Armutsbekämpfung, Good Governance, Menschenrechte, Handelsliberalisierung, Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen, Nachhaltigkeit, Weltwirtschaft, Demokratisierung, Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, Lomé-Abkommen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit des Cotonou-Abkommens als Instrument der EU zur Förderung einer langfristigen und nachhaltigen Entwicklung in den afrikanischen AKP-Staaten.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der politischen Dimension (Demokratie und Menschenrechte), der wirtschafts- und handelspolitischen Zusammenarbeit sowie der neuen Rolle der Zivilgesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Es soll geprüft werden, ob die im Vertrag definierten Strategien und Maßnahmen tatsächlich geeignet sind, die Kernziele der Armutsbekämpfung und der nachhaltigen Entwicklung zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Vorgehensweise, indem sie die vertraglichen Regelungen von Cotonou mit den Erfahrungen aus den Vorgängerabkommen (Lomé I-IV) vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine allgemeine Vorstellung des Cotonou-Abkommens und eine detaillierte Prüfung seiner drei zentralen Säulen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen das Cotonou-Abkommen, Good Governance, Armutsbekämpfung, Handelsliberalisierung und die Rolle nichtstaatlicher Akteure.

Warum ist das Prinzip der „Good Governance“ für das Abkommen so wichtig?

Es dient als Bedingung für die Kooperation; bei Verstößen, wie etwa schwerer Korruption, kann die Hilfeleistung der EU eingeschränkt oder ausgesetzt werden.

Welche Kritik übt die Autorin an der aktuellen wirtschaftspolitischen Ausrichtung?

Die Autorin stellt in Frage, ob afrikanische Staaten, die von Krisen wie AIDS oder Verschuldung belastet sind, die hohen Anpassungskosten einer schnellen Marktöffnung überhaupt tragen können.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Trägt das Cotonou-Abkommen zur langfristigen und nachhaltigen Entwicklung Afrikas bei?
Universidad
University of Constance
Calificación
2,0
Autor
Melanie Thiem (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
23
No. de catálogo
V58214
ISBN (Ebook)
9783638524759
ISBN (Libro)
9783656521228
Idioma
Alemán
Etiqueta
Trägt Cotonou-Abkommen Entwicklung Afrikas
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Melanie Thiem (Autor), 2004, Trägt das Cotonou-Abkommen zur langfristigen und nachhaltigen Entwicklung Afrikas bei?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58214
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