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Legespiele im Mathematikunterricht der Grundschule unter besonderer Berücksichtigung des Tangrams

Title: Legespiele im Mathematikunterricht der Grundschule unter besonderer Berücksichtigung des Tangrams

Examination Thesis , 2006 , 128 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Uta Heider (Author)

Mathematics - Geometry
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Der Geometrieunterricht in der Grundschule wird bis heute noch vernachlässigt. Als Grund geben die Lehrerinnen und Lehrer häufig an, dass der Unterrichtsstoff der Arithmetik durchgearbeitet werden müsse und für geometrische Themen deshalb zu wenig Zeit übrig bleibe oder aber die Erstellung und Bereitstellung von geeigneten Materialien erfordere einen zu hohen Aufwand.
Diese Einstellung schlägt sich auch in den in NRW zugelassenen Lehrbüchern für Mathematik nieder. So enthalten im Durchschnitt nicht mehr als 11,8 % der Seiten eines Mathematikbuchs geometrische Aufgabenstellungen. Bedenkt man die Tatsache, dass Geometrieaufgaben flächenmäßig wesentlich mehr Platz in Anspruch nehmen als beispielsweise Additionsaufgaben, so macht der in Mathematikbüchern für die Grundschule behandelte Lehrstoff der Geometrie nur einen kleinen Bruchteil aus.
Dabei ist Geometrie im Unterricht mindestens genauso wichtig wie die Vermittlung von arithmetischen Rechenfertigkeiten, da die Schüler im Alltag immer wieder mit geometrischen Sachverhalten konfrontiert werden (z.B. Verkehrsschilder, Straßenkarten, etc). „Speziell mit der Geometrie werden die Herausbildung des logischen Denkens und des Vorstellungsvermögens […] in Zusammenhang gebracht."
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Warum sollten Spiele im Unterricht eingesetzt werden? Eine didaktisch- methodische Begründung

2.1. Das Spiel – Versuch einer allgemeinen Begriffsbestimmung

2.2. Didaktisch- methodische Begründung

2.2.1. Spiele im Unterricht

2.2.2. Spiele im Mathematikunterricht

3. Parkettierungen

3.1. Begriffsbestimmung und parkettierfähige Formen

3.2. Einsatz von Parkettierungen im Unterricht

4. Was sind Legespiele?

4.1. Dominos

4.1.1. Das Domino

4.1.2. Die Augendominos (Occulide)

4.1.3. Die Farbdominos (Coloride)

4.2. Tangramme

4.2.1. Synthetograme

4.2.2. Analytograme

4.3. Puzzles

4.3.1. Bildpuzzles (Pictoide)

4.3.2. Codepuzzles (Kryptoide)

4.4. Räumliche Legespiele

5. Ziele der Legespiele und deren Einsatz im Mathematikunterricht

5.1. Legen mit Plättchen

5.2. Tetromino

5.3. Domino – das klassische Legespiel und weitere Varianten

5.4. Räumliche Legespiele

6. Das Tangram im Mathematikunterricht

6.1. Geschichte des Tangrams

6.2. Herstellung des Spieles und Sachanalyse der einzelnen geometrischen Spielformen

6.2.1. Die Dreiecke

6.2.2. Das Parallelogramm

6.2.3. Das Quadrat

6.3. Spielregeln des Tangrams

6.4. Didaktische Anmerkungen

6.4.1. Differenzierungsmöglichkeiten

6.4.2. Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den pädagogischen Nutzen von Legespielen im Mathematikunterricht der Grundschule. Das primäre Ziel ist es, die didaktischen Potenziale dieser Spiele aufzuzeigen, um den oftmals vernachlässigten Geometrieunterricht durch handlungsorientierte und motivierende Ansätze zu bereichern und das logische Denken sowie das räumliche Vorstellungsvermögen der Schüler zu fördern.

  • Didaktisch-methodische Begründung des Spieleinsatzes
  • Systematische Klassifizierung verschiedener Legespielfamilien
  • Bedeutung von Parkettierungen als geometrische Grundlage
  • Förderung geometrischer Grunderfahrungen durch Tangramme
  • Entwicklung von Strategien zur Problemlösung

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Spiel - Versuch einer allgemeinen Begriffsbestimmung

„Wenn Mark Twain […] erklärt: ‚Arbeit ist das, was man tun muß, und Spiel ist das, was man nicht tun muß’ […]“9, so ist es verständlich, dass dem Spiel in der Schule immer noch das Image des bloßen Zeitvertreibs und der Beliebigkeit anhaftet. Oftmals wird das Spiel auch als Belohnung am Ende einer Stunde eingesetzt.

Der englische Philosoph und Politiker John Locke stellt die wichtige Bedeutung des Spiels für Kinder heraus: „Die größte Kunst ist, den Kindern alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel zu machen.“10 Damit stellt sich zunächst einmal die Frage, was überhaupt unter einem Spiel zu verstehen ist.

Landläufig versteht man unter ‚Spiel’ eine Aktivität, die zweckfrei und lediglich zur Zerstreuung unternommen wird.

Eine sehr prägnante und konkretere Definition für das Spiel hat der Niederländer Johan Huizinga formuliert:

Spiel ist eine freiwillige Handlung oder Beschäftigung, die innerhalb gewisser festgesetzter Grenzen von Zeit und Raum nach freiwillig angenommenen, aber unbedingt bindenden Regeln verrichtet wird, ihr Ziel in sich selber hat und begleitet wird von einem Gefühl der Spannung und Freude und einem Bewusstsein des 'Andersseins' als das 'gewöhnliche Leben'.11

Dies entspricht weitestgehend der Spielpraxis im Unterricht der Grundschule. Jedoch sind die Persönlichkeit und der momentane Zustand des Schülers bzw. der Schülerin Faktoren, die das Spiel beeinflussen. Was für den einen noch ungezwungenes Spiel ist, kann für den anderen bereits eine anstrengende Tätigkeit sein, die das „Gefühl der […] Freude“12 vermissen lässt. „Wie bei jeder kreativen Tätigkeit gilt die triviale Feststellung: man nimmt sie freiwillig an, erzwungenes Spiel oder verordnete Mathematikbeschäftigung gibt es nicht.“13

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die aktuelle Vernachlässigung des Geometrieunterrichts in Grundschulen und motiviert den Einsatz von Legespielen zur Förderung logischen Denkens.

2. Warum sollten Spiele im Unterricht eingesetzt werden? Eine didaktisch- methodische Begründung: Das Kapitel definiert den Spielbegriff aus pädagogischer Sicht und diskutiert dessen Funktion als motivierendes Element im Lernprozess.

3. Parkettierungen: Der Abschnitt erläutert die mathematischen Grundlagen von Parkettierungen als Voraussetzung für das Verständnis von Legespielen und deren Anwendung im Unterricht.

4. Was sind Legespiele?: Hier erfolgt eine systematische Einteilung der Legespiele in die Ordnungen Dominos, Tangramme und Puzzles inklusive ihrer jeweiligen Unterfamilien.

5. Ziele der Legespiele und deren Einsatz im Mathematikunterricht: Dieses Kapitel stellt konkrete Ziele und Einsatzbeispiele dar, von Plättchen-Legen bis hin zu räumlichen Modellen wie dem Soma-Würfel.

6. Das Tangram im Mathematikunterricht: Der Schwerpunkt liegt auf der Geschichte, der geometrischen Sachanalyse der Spielsteine sowie didaktischen Hinweisen zur Differenzierung im Unterricht.

7. Fazit: Das Fazit fasst die positiven Lerneffekte der Legespiele zusammen und betont deren Rolle bei der Gestaltung eines handlungsorientierten Mathematikunterrichts.

Schlüsselwörter

Legespiele, Mathematikunterricht, Geometrie, Grundschule, Tangram, Domino, Parkettierungen, Problemlösestrategien, Lernmotivation, handlungsorientiertes Lernen, Raumvorstellung, Didaktik, Geometrische Grundformen, Zerlegungsgleichheit, Spieltheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Legespielen in den Mathematikunterricht der Grundschule, um geometrische Konzepte handlungsorientiert zu vermitteln.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen umfassen die didaktische Begründung des Spieleinsatzes, die Systematik von Legespielen (Dominos, Tangramme, Puzzles) und die praktische Anwendung im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Potenziale von Legespielen zur Förderung des geometrischen Verständnisses und der Motivation der Schüler aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachdidaktische Hausarbeit, die auf einer theoretischen Aufarbeitung mathematischer Lernspiele basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung, die mathematische Analyse von Parkettierungen, die Kategorisierung von Legespielen und die detaillierte Betrachtung des Tangrams.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Legespiele, Mathematikunterricht, Geometrie, Grundschule, Tangram und Problemlösestrategien.

Warum ist das Tangram besonders wichtig für den Geometrieunterricht?

Das Tangram erlaubt durch die Zerlegung eines Quadrats in sieben geometrische Formen vielfältige Übungen zur Kongruenz, Symmetrie und Flächeninhalt.

Welche Rolle spielt die Differenzierung beim Tangram?

Es werden fünf Schwierigkeitsstufen definiert, die von einfachen Vorlage-Auslegungen bis hin zu komplexen, gedanklichen Verkleinerungen reichen.

Was ist das Besondere an der im Anhang enthaltenen Tangramgeschichte?

Die Geschichte „Das kleine Quadrat“ dient dazu, geometrische Formen in eine erzählerische Form zu bringen, um das entdeckende Lernen und die Kreativität der Kinder zu fördern.

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Details

Title
Legespiele im Mathematikunterricht der Grundschule unter besonderer Berücksichtigung des Tangrams
College
University of Wuppertal
Grade
1,0
Author
Uta Heider (Author)
Publication Year
2006
Pages
128
Catalog Number
V58319
ISBN (eBook)
9783638525497
ISBN (Book)
9783640861385
Language
German
Tags
Legespiele Mathematikunterricht Grundschule Berücksichtigung Tangrams
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Uta Heider (Author), 2006, Legespiele im Mathematikunterricht der Grundschule unter besonderer Berücksichtigung des Tangrams, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58319
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