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Der spanische Konjunktiv/Subjunktiv - Semantische Hintergründe

Title: Der spanische Konjunktiv/Subjunktiv - Semantische Hintergründe

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dirk Müller (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Summary Excerpt Details

Der spanische Konjunktiv (im folgenden Subjunktiv, Subjuntivo oder Subj.) ist in der heutigen Sprachwissenschaft, ebenso wie die Konjunktive vieler anderer romanischen Sprachen, ein viel diskutiertes Thema.
Sowohl Studierenden als auch Wissenschaftlern wird der Gebrauch des Subjuntivos häufig zum Problem.

Viele spanische Muttersprachler sind bis heute noch der Meinung, dass man den Ausländer daran erkennt, dass er sich zu häufig im Konjunktiv ausdrückt, da es im allgemeinen Sprachgebrauch nicht häufig der "Norm" des Gesprochenen entspricht.

Vielerorts, vor allem im ökonomischen Schriftverkehr, gehört der spanische Konjunktiv jedoch zum alltäglichen Handwerkszeug in Wort und Schrift, da er eine besondere Form der Höflichkeit und Wertschätzung der Gegenseite ausdrückt.

Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit dem Phänomen des spanischen Konjunktiv, dessen Werten und Gebrauch und gibt eine stark verkürzte Darstellung auch des jeweils verknüpften grammatikalischen Hintergrundes wieder. Der Bezug richtet sich dabei vorherrschend auf die allgemeine Bedeutung des Subjuntivos und dessen semantische Hintergründigkeit.

Als wichtige Gesichtspunkte erörtert dieses Elaborat ebenfalls die Position des Sprechers und den sprachwissenschaftlichen Hintergrund des Subjuntivos.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. SEMANTIK DES SUBJUNKTIVS

1.1 DAS SEMIOTISCHE DREIECK VON OGDEN UND RICHARDS

2. SPRECHERHALTUNGEN

2.1 DER SUBJUNKTIV NACH VERBEN DES WÜNSCHENS, WOLLENS BEFÜRCHTENS ETC.

3. INDIKATIV VS. KONJUNKTIV

4. KOGNITIVE SEMANTIK – DER SPANISCHE SUBJUNKTIV ALS HÖFLICHKEITSFORMEL

4.1 EIN BEISPIEL: HÖFLICHKEITSBETONUNG MIT „CREER QUE“

5. ANHANG

6. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den semantischen Grundwert des spanischen Konjunktivs (Subjunktivs) und hinterfragt dessen Rolle über rein grammatikalische Regeln hinaus, insbesondere als Ausdrucksmittel für subjektive Sprecherhaltungen und Höflichkeit im geschäftlichen Schriftverkehr.

  • Semantische Hintergründe und das semiotische Dreieck
  • Analyse von Sprecherhaltungen bei Verben des Wünschens und Wollens
  • Gegenüberstellung von Indikativ und Konjunktiv
  • Der Konjunktiv als strategisches Höflichkeitsinstrument in der Geschäftswelt
  • Kognitive Ansätze zur Interpretation von Subjunktiv-Konstruktionen

Auszug aus dem Buch

4. Kognitive Semantik – Der spanische Subjunktiv als Höflichkeitsformel

Der spanische und deutsche Konjunktivgebrauch sind von Grund auf verschieden. Im umgangssprachlichen Gebrauch, sowohl im Spanischen als auch im Deutschen, setzt sich weitestgehend die nicht immer traditionell grammatikalisch korrekte Indikativform als Kommunikationsmaß durch. Nicht ohne Grund wird heutzutage von spanischen Muttersprachlern die Meinung vertreten, dass man den Ausländer am zu häufigen Gebrauch des Subjunktivs erkennen könnte.

Jedoch wird in beiden Sprachen der Konjunktiv als eine Form der vornehmen Zurückhaltung angesehen, und man spricht auch häufig vom Konjunktiv als einem – auch im psychologischen Aspekt – sehr höflichen Stilmittel der Rhetorik. Seine vorrangige Bedeutung hat der Gebrauch des Subjunktivs vor allem in der Geschäftswelt.

Forderungen, Anfragen und Bitten werden nach wie vor im Konjunktiv ausgedrückt, um ein zu selbstbewusstes Auftreten in der Korrespondenz zu vermeiden. Dies wurde vor allem durch das Auftreten von elektronischen Medien wie Internet und E-Mail verstärkt, da die schriftliche Korrespondenz hierdurch aus leicht ersichtlichen Gründen weiter in den Vordergrund getreten ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. SEMANTIK DES SUBJUNKTIVS: Dieses Kapitel erläutert, dass der Subjunktiv primär die subjektive Haltung des Sprechers zu einem Ereignis ausdrückt und nicht bloß eine grammatikalische Notwendigkeit darstellt.

1.1 DAS SEMIOTISCHE DREIECK VON OGDEN UND RICHARDS: Hier wird das Zeichenmodell als Erklärungsansatz für die dynamische Prozesshaftigkeit und die Interpretation von Sprache eingeführt.

2. SPRECHERHALTUNGEN: Das Kapitel verdeutlicht, dass bestimmte Verben eine Haltung des Sprechers gegenüber einem Ereignis einleiten, die sich im Subjunktiv manifestiert.

2.1 DER SUBJUNKTIV NACH VERBEN DES WÜNSCHENS, WOLLENS BEFÜRCHTENS ETC.: Dieses Kapitel analysiert die direkte Wirkung von "Prinzipalverben", die Gefühlsregungen oder Erwartungshaltungen ausdrücken, auf den Modus des untergeordneten Verbs.

3. INDIKATIV VS. KONJUNKTIV: Hier werden Grenzfälle und Wahlmöglichkeiten zwischen den beiden Modi diskutiert, wobei besonders Konzessiv- und Si-Sätze mit realem Aussagegehalt betrachtet werden.

4. KOGNITIVE SEMANTIK – DER SPANISCHE SUBJUNKTIV ALS HÖFLICHKEITSFORMEL: Dieses Kapitel untersucht die Funktion des Subjunktivs als rhetorisches Stilmittel zur Dämpfung von Aussagen und zur Wahrung höflicher Distanz in der Geschäftskorrespondenz.

4.1 EIN BEISPIEL: HÖFLICHKEITSBETONUNG MIT „CREER QUE“: Anhand dieses Sonderfalls wird gezeigt, wie der Subjunktiv genutzt wird, um die Schärfe einer Affirmation abzumildern und Bescheidenheit auszudrücken.

5. ANHANG: Dieser Abschnitt enthält einen Beispielbrief zur Veranschaulichung der spanischen Geschäftskorrespondenz.

6. LITERATURVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Fachliteratur zur Untermauerung der sprachwissenschaftlichen Thesen.

Schlüsselwörter

Spanischer Subjunktiv, Subjuntivo, Semantik, Sprecherhaltung, Indikativ, Kognitive Semantik, Höflichkeit, Geschäftskorrespondenz, Modus, Rhetorik, Sprachbeschreibung, Verbale Kommunikation, Psychologischer Aspekt, Subjektivität, Grammatikografie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den semantischen Grundlagen des spanischen Subjunktivs und dessen vielfältigen Funktionen in der Sprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Sprecherhaltung, der Unterscheidung von Indikativ und Konjunktiv sowie der pragmatischen Verwendung des Modus als Mittel der Höflichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu zeigen, dass der Subjunktiv nicht nur durch starre grammatikalische Regeln definiert ist, sondern maßgeblich durch die subjektive Haltung des Sprechers bestimmt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine linguistische Analyse unter Einbeziehung kognitiv-semantischer Modelle wie des semiotischen Dreiecks sowie die Auswertung relevanter Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Subjunktiv nach spezifischen Verben, vergleicht ihn mit dem Indikativ und erörtert seine rhetorische Funktion als Instrument zur Höflichkeitsbetonung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Spanischer Subjunktiv, Semantik, Sprecherhaltung, Höflichkeit und kognitive Sprachbetrachtung.

Warum ist der Gebrauch des Subjunktivs in der Geschäftskorrespondenz so wichtig?

Er dient als rhetorisches Stilmittel, um Forderungen oder Bitten weniger direkt und damit höflicher und vornehmer zu formulieren.

Wie unterscheidet sich die Nutzung von „creer que“ im Spanischen von einer rein indikativischen Aussage?

Durch die Verwendung des Subjunktivs nach „creer que“ wird die Schärfe der Aussage gedämpft, was als Zeichen von Bescheidenheit und Zurückhaltung gegenüber dem Hörer interpretiert wird.

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Details

Title
Der spanische Konjunktiv/Subjunktiv - Semantische Hintergründe
College
University of Paderborn  (Romanistik)
Course
Hauptseminar
Grade
1,3
Author
Dirk Müller (Author)
Publication Year
2002
Pages
20
Catalog Number
V5832
ISBN (eBook)
9783638135719
Language
German
Tags
Spanisch Semantik Subjuntivo Konjunktiv spanischer Konjunktiv Romanistik Sprachbeschreibung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dirk Müller (Author), 2002, Der spanische Konjunktiv/Subjunktiv - Semantische Hintergründe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5832
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