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Beweggründe für terroristische Handlungen

Titre: Beweggründe für terroristische Handlungen

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2020 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Isabel Thoma (Auteur)

Sociologie - Droit et Délinquance
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Die vorliegende Arbeit stellt eine sachliche, lineare Erörterung dar, in der durch eine argumentative Auseinandersetzung die Frage geklärt werden soll, warum an Terrorismus Beteiligte nicht irrsinnig sind und ihre Taten entsprechend nicht das Ergebnis einer Wahnvorstellung.

Wie sehr das Thema Terrorismus mit Emotionen, im Speziellen von Angst und Verunsicherung, besetzt ist, zeigt unter anderem die Medienberichterstattung und gesellschaftliche Debatte um die Rückkehrenden aus dem Dschihad. Die deutschen Sicherheitsbehörden registrierten 2017 insgesamt 910 Deutsche, die als Kämpfende in den Irak und nach Syrien zogen. Wer sind diese Menschen, die zu so scheinbar Unmöglichem fähig sind? Müssen diese Menschen nicht psychisch krank sein, um solch mörderische Terrorattentate begehen zu können? Um diese Personen zu deradikalisieren und wieder in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, ist es wichtig zu verstehen, was sie ursprünglich fortgetrieben hat. Hierzu möchte die vorliegende Arbeit einen Teil beitragen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Warum es wichtig ist, die an Terrorismus Beteiligten zu verstehen

2 These

2.1 Der Großteil der Terrorismus Verübenden ist psychisch gesund

2.1.1 Die Multikausalität von Delinquenz

2.1.2 Geistige Gesundheit als Aufnahmekriterium bei Terrororganisationen

2.2 Terrorismus ist eine rationale Entscheidung

2.2.1 Terrorismus Theorie nach Jenkins

2.2.2 Rational-Choice Ansatz nach Hartmut Esser

2.2.3 Madman Theorie

3 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das verbreitete Bild von Terroristen als irrationale Fanatiker oder psychisch Kranke zu hinterfragen und zu dekonstruieren. Stattdessen wird die These vertreten, dass die an Terrorismus Beteiligten im Allgemeinen psychisch gesund sind und ihre Handlungen sowie die Beteiligung an terroristischen Organisationen als rationale Entscheidungen im Sinne einer Nutzenmaximierung verstanden werden können.

  • Widerlegung der Hypothese, dass Terrorismus primär aus psychischen Störungen resultiert.
  • Analyse der Multikausalität von Delinquenz und der Radikalisierungsprozesse.
  • Untersuchung von Terrorismus als zweckrationales Handeln unter Einbeziehung ökonomischer und soziologischer Modelle.
  • Anwendung der Rational-Choice-Theorie sowie der Madman-Strategie zur Erklärung terroristischen Verhaltens.
  • Herausarbeitung der Bedeutung von Gruppendynamiken und sozialen Faktoren innerhalb terroristischer Strukturen.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Terrorismus Theorie nach Jenkins

Die Terrorismus Theorie von Jenkins basiert auf einer Reihe von zweckrationalen Eigenschaften und Mechanismen. So liegt laut Jenkins der Hauptgrund terroristischer Taten in der Verbreitung politischer Nachrichten. Zivile Opfer sind in diesem Zusammenhang oft beliebig ausgewählt und haben keinen direkten Bezug zur Nachricht. Es geht den Terror Verübenden vielmehr um eine möglichst große Reichweite (vgl. Jenkins 1974: 2). Neben dem Töten und Foltern erreichen sie die gewünschte Aufmerksamkeit durch beispielsweise die Gefangennahme von Geiseln oder das Sabotieren von Infrastruktur. Personen, die ein Terrorattentat verüben, wollen, dass viele Leute zusehen, nicht unbedingt, dass viele sterben. Das ist oft nur Mittel zum Zweck. Oder in den Worten Jenkins selbst: „Terrorism is theater“ (1974: 4). Je gewaltsamer the Tat und je größer die Reichweite, desto größer die verbreitete Angst. Und je größer die verbreitete Angst, desto höher wiederum wird die Stärke der terroristischen Organisation von den Außenstehenden eingeschätzt (vgl. Jenkins 1974: 4). In diesem Zusammenhang ist auch der bewusste Regelbruch zu betrachten, denn dieser erzeugt maximale Aufmerksamkeit. Andererseits ist er die aus Sicht der terroristischen Organisation plausible Antwort auf die Zustände, gegen die sie rebellieren. Mit dem Regelbruch wehren sich Terrorisierende gegen Regeln, die jemand anderes zu seinem eigenen Nutzen aufgestellt hat und die gleichzeitig bestimmte Gruppen – wie beispielsweise solche ohne anerkannte Regierung oder anerkanntes Territorium – davon ausschließen, sich der gleichen Rechte zu bedienen, wie diejenigen genießen, welche die Regeln aufgestellt haben (vgl. Jenkins 1974: 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Warum es wichtig ist, die an Terrorismus Beteiligten zu verstehen: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit einer einheitlichen Definition von Terrorismus und stellt die Forschungsfrage, ob Terrorismus als irrationale Tat psychisch Kranker oder als rationale Entscheidung zu begreifen ist.

2 These: Hier wird die zentrale Behauptung aufgestellt, dass Terrorisierende im Allgemeinen psychisch gesund sind und rational handeln.

2.1 Der Großteil der Terrorismus Verübenden ist psychisch gesund: Dieses Kapitel argumentiert gegen die Gleichsetzung von Terrorismus und psychischer Krankheit und verweist auf die psychische Stabilität, die für die Planung terroristischer Anschläge notwendig ist.

2.1.1 Die Multikausalität von Delinquenz: Es wird dargelegt, dass keine monokausalen Erklärungen für terroristische Gewalt ausreichen und Radikalisierung ein komplexer Prozess ist, der auf vielfältigen sozialen und individuellen Faktoren basiert.

2.1.2 Geistige Gesundheit als Aufnahmekriterium bei Terrororganisationen: Studien belegen, dass die Wahrscheinlichkeit psychischer Krankheiten bei Gruppentätern deutlich geringer ist als bei Einzeltätern, da Organisationen auf kooperative und einsatzfähige Individuen angewiesen sind.

2.2 Terrorismus ist eine rationale Entscheidung: Dieser Abschnitt leitet dazu über, Terrorismus als zielgerichtetes und zweckrationales Handeln zu analysieren.

2.2.1 Terrorismus Theorie nach Jenkins: Brian M. Jenkins wird zitiert, um aufzuzeigen, dass Terrorismus als "Theater" fungiert und der Verbreitung politischer Botschaften dient, statt bloße, sinnlose Gewalt zu sein.

2.2.2 Rational-Choice Ansatz nach Hartmut Esser: Das Modell der soziologischen Erklärung nach Esser wird genutzt, um zu zeigen, dass Individuen terroristische Taten aufgrund einer rationalen Nutzenmaximierung in einer als diskriminierend wahrgenommenen Situation wählen.

2.2.3 Madman Theorie: Diese Theorie erklärt, wie Akteure durch die bewusste Simulation von Unkalkulierbarkeit und Irrationalität strategische Vorteile in Konflikten erlangen können.

3 Ausblick: Der Ausblick betont die Notwendigkeit einer differenzierten und interdisziplinären Forschung, um das Phänomen Terrorismus jenseits falscher Dilemmata besser zu verstehen.

Schlüsselwörter

Terrorismus, Radikalisierung, Psychische Gesundheit, Rational-Choice-Theorie, Madman-Theorie, Multikausalität, Delinquenz, Terrororganisationen, Politische Gewalt, Nutzenmaximierung, Gruppendynamik, Terrorismusforschung, Identität, Soziale Ungerechtigkeit, Konfliktpotenzial.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht kritisch die gesellschaftliche und wissenschaftliche Wahrnehmung, dass Terroristen irrationale oder psychisch kranke Akteure seien, und setzt dem die Sichtweise einer rationalen, zweckorientierten Täterschaft entgegen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die psychologische Beschaffenheit von Terroristen, die soziologische Erklärbarkeit von Radikalisierungsprozessen sowie die ökonomischen und strategischen Kalküle, die terroristischem Handeln zugrunde liegen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, durch eine sachliche Erörterung zu belegen, dass die Beteiligung an terroristischen Taten in der Regel ein rationales Handeln darstellt, um so zur De-Radikalisierung und einem besseren Verständnis der Ursachen beizutragen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es wird eine lineare Erörterung durchgeführt, die auf der Analyse bestehender theoretischer Ansätze – namentlich die Terrorismus-Theorie nach Jenkins, der Rational-Choice-Ansatz nach Esser und die Madman-Theorie – basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Argumente für die psychische Gesundheit der Akteure angeführt, die Bedeutung von Aufnahmekriterien in Terrorgruppen untersucht und verschiedene Theorien vorgestellt, die Terrorismus als rationale Entscheidung deuten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Rationalität, Multikausalität, zweckrationales Handeln, psychische Gesundheit, Radikalisierung und Terrorismus-Theorie geprägt.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Einzeltätern und Gruppentätern eine wichtige Rolle?

Die Arbeit zeigt anhand von Studien auf, dass die Quote psychischer Erkrankungen bei Einzeltätern deutlich höher liegt als bei Mitgliedern in terroristischen Organisationen, was die These stützt, dass Organisationen eine gewisse psychische Stabilität voraussetzen.

Wie erklärt die Madman-Theorie das Handeln von Terroristen?

Die Madman-Theorie bietet einen Erklärungsansatz dafür, dass Terrorakte oft unberechenbar wirken sollen, um als strategisches Mittel Angst zu schüren, obwohl das Handeln der Akteure im Hintergrund berechnend und rational sein kann.

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Résumé des informations

Titre
Beweggründe für terroristische Handlungen
Université
University of Marburg
Note
1,0
Auteur
Isabel Thoma (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
14
N° de catalogue
V583548
ISBN (ebook)
9783346175854
ISBN (Livre)
9783346175861
Langue
allemand
mots-clé
Terrorismus psychische Krankheiten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Isabel Thoma (Auteur), 2020, Beweggründe für terroristische Handlungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/583548
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Extrait de  14  pages
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