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Motivation zur Weiterbildung

Title: Motivation zur Weiterbildung

Seminar Paper , 2005 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Toni Rudat (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Der Spruch „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ ist mindestens genauso altbekannt wie antiquiert. Vielzu häufig beweisen jährliche Studien, dass eine große Nachfrage an Weiterbildung in Deutschland besteht. So weiß das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (s. Abb.1) beispielsweise zu berichten, dass „im Jahr 2003 ... vier von zehn Personen im Alter zwischen 19 und 64 Jahren zumindest einmal an einem Seminar oder einem Lehrgang teilgenommen [haben]“. Die Studie des Instituts beweißt zwar, dass die Teilnehmerzahlen an allgemeiner und beruflicher Weiterbildung seit 1997 sinken, dennoch im Vergleich zu früheren Jahren mit 41 Prozent im Jahre 2003 sehr hoch waren.
Es ist offensichtlich, dass der Bereich Weiterbildung in Deutschland ein wichtiger Sektor der Bildungspolitik bzw. Bildungsmöglichkeiten darstellt.
Fortschritte, wie die Einführung des „WebKollegNRW“, bieten eine Vielzahl an Kursen zu allgemeiner, beruflicher und politischer Weiterbildung an.
Basierend auf dem „Lernen im Internet mit tutorieller Betreuung und Lernen in Präsenzseminaren“ wird nicht nur Firmen ohne eigene Bildungsabteilung die Möglichkeit gegeben ihre Mitarbeiter weiterzubilden. Auch anderen Interessenten bietet dieses Internetportal die Möglichkeit gezielt nach Weiterbildungsmaßnahmen zu suchen. Dabei sind heute Begrifflichkeiten, wie das „E-Learning“, „Präsenztraining“, „Teletutoring“ und „Blended Learning“ innovative Möglichkeiten der Weiterbildung.

Fraglich bleibt, was Menschen zu einer „Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Bildungsphase“ motiviert.2 Dazu gibt es viele verschiedene Ansätze, von denen hier leider im Rahmen dieser Hausarbeit nur Wenige veranschaulicht werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

„Was Hänschen nicht lernt,...“- Berichte zum aktuellen Weiterbildungsstand

Einführende Wesensbestimmung von Motivation

Motivationsdeterminanten-Ein Modell zur Weiterbildungsmotivation

Maslows Motivklassifikation nach einem Hierarchie-Modell

Leistungsmotivation und Angst vor Misserfolg

Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und sozialen Hintergründe der Weiterbildungsmotivation. Ziel ist es, verschiedene theoretische Ansätze zur Motivationsentstehung zu analysieren und deren Anwendbarkeit auf die Weiterbildungsentscheidung von Individuen in der modernen Arbeitswelt zu prüfen.

  • Analyse des aktuellen Weiterbildungsstands in Deutschland
  • Psychologische Wesensbestimmung von Motivation
  • Diskussion des Modells zur Weiterbildungsmotivation nach Gottwald und Brinkmann
  • Auseinandersetzung mit der Bedürfnishierarchie nach Maslow
  • Untersuchung der Leistungsmotivation und der Furcht vor Misserfolg nach Atkinson

Auszug aus dem Buch

Maslows Motivklassifikation nach einem Hierarchie-Modell

MASLOW, der als Begründer der „humanistischen Psychologie“ gilt, glaubte nicht an Motivationsklassifikationen von Trieben. Er glaubte viel eher, dass das menschliche Verhalten nach niederen und höheren Bedürfnissen („needs“) unterteilt werden müsse.

Er entwickelte seine eigene Klassifikation, indem er seine Hierarchie nach den „Rollen in der Persönlichkeitsentwicklung“ ordnete. Laut MASLOW „...ist der Mensch [zwar] biologisch determiniert, seine Möglichkeiten angeboren und entfalten sich im Reifungsprozess, aber er unterscheide sich grundsätzlich von nicht-menschlichen Lebewesen durch seine Fähigkeit, ja sein Bedürfnis zu wertgeladener Selbstverwirklichung.“

Zunächst einmal geht MASLOW davon aus, dass die Bedürfnisse („needs“) der niederen Klassifikation, die „deficiency needs-Mangelbedürfnisse“, befriedigt werden, bevor höherrangige „needs“, die „growth needs“-Wachtumsbedürfnisse, aktiviert werden können.

Allgemein entsteht Handeln, nach MASLOW, auch erst dann, wenn ein „Instinktoid“ nicht ausreichend befriedigt wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein höherwertiges Bedürfnis oder ein niederes Bedürfnis handelt. Das akute Handeln wird aber weniger von innen getrieben („pushed“), sondern mehr von Befriedigungsmöglichkeiten angezogen („pulled“).

Zusammenfassung der Kapitel

„Was Hänschen nicht lernt,...“- Berichte zum aktuellen Weiterbildungsstand: Dieses Kapitel gibt einen statistischen Überblick über die Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland und verdeutlicht die Relevanz lebenslangen Lernens.

Einführende Wesensbestimmung von Motivation: Hier werden grundlegende Definitionen von Motivation durch Wissenschaftler wie Delhees und Heckhausen vorgestellt, die Motivation als zielgerichtetes, teils unbewusstes Handeln beschreiben.

Motivationsdeterminanten-Ein Modell zur Weiterbildungsmotivation: Dieses Kapitel erläutert das Modell von Gottwald und Brinkmann, welches demografische, soziale und psychologische Faktoren als Einflussgrößen für die Weiterbildungsentscheidung identifiziert.

Maslows Motivklassifikation nach einem Hierarchie-Modell: Hier wird die Bedürfnishierarchie von Maslow auf den Bildungskontext übertragen und kritisch hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und ökonomischer Faktoren reflektiert.

Leistungsmotivation und Angst vor Misserfolg: Dieses Kapitel analysiert mittels der Theorie von Atkinson, wie das Streben nach Erfolg sowie die Vermeidung von Misserfolg das Weiterbildungsverhalten beeinflussen.

Fazit: Das Fazit fasst die behandelten Theorien zusammen und betont die besondere Eignung des Modells von Gottwald und Brinkmann für eine ganzheitliche Betrachtung des motivierten Handelns.

Schlüsselwörter

Weiterbildung, Motivation, Motivationsdeterminanten, Maslow, Leistungsmotivation, Misserfolgsvermeidung, Bedürfnishierarchie, Selbstverwirklichung, Arbeitsplatzsicherung, Bildungsstatistik, Weiterbildungsmotivation, berufliche Entwicklung, Sozialisation, Psychologie, Weiterbildungsangebot.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Hintergründen und Einflussfaktoren, die Menschen dazu bewegen, an beruflichen oder allgemeinen Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen statistische Daten zur Weiterbildung, allgemeine Motivationspsychologie, spezielle Modelle zur Weiterbildungsmotivation und die psychologische Bedeutung von Leistung und Misserfolgsvermeidung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte theoretische Analyse der Ursachen für die Aufnahme von organisierten Lernprozessen im Erwachsenenalter unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Modelle.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um verschiedene psychologische Theorien zu Motivation und Handeln darzustellen und kritisch zu diskutieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Modelle von Delhees, Heckhausen, Maslow, Gottwald/Brinkmann sowie Atkinson und diskutiert deren Relevanz für den Weiterbildungskontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Weiterbildungsmotivation, Maslows Bedürfnishierarchie, Leistungsmotivation und die gesellschaftlichen Bedingungen des Lernens.

Wie bewertet die Autorin das Modell von Gottwald und Brinkmann im Vergleich zu anderen Theorien?

Dieses Modell wird als besonders einleuchtend bewertet, da es nicht nur die individuelle Persönlichkeitsstruktur betrachtet, sondern auch soziale Rollen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen einbezieht.

Welche Kritik wird an Maslows Bedürfnishierarchie geübt?

Die Kritik fokussiert sich auf die Vernachlässigung der ökonomischen Situation sowie die Annahme, dass höherrangige Bedürfnisse erst nach Befriedigung aller niederen Bedürfnisse auftreten können.

Welche Rolle spielt die Angst vor Misserfolg bei der Weiterbildung?

Angst kann laut Atkinson eine hemmende Wirkung haben, jedoch bei ängstlicheren Menschen auch dazu führen, dass Weiterbildung als Mittel zur Vermeidung von beruflichem Scheitern genutzt wird.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Motivation zur Weiterbildung
College
RWTH Aachen University
Grade
1,0
Author
Toni Rudat (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V58356
ISBN (eBook)
9783638525794
ISBN (Book)
9783638766241
Language
German
Tags
Motivation Weiterbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Toni Rudat (Author), 2005, Motivation zur Weiterbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58356
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