Zur Verdeutlichung des aktuellen Zinsniveaus soll zunächst die Umlaufrendite deutscher Anleihen betrachtet werden. Sie ist ein Indikator für das aktuelle Zinsniveau am Kapitalmarkt. Diese fand im Jahr 2008 ihren Höhepunkt und ist seitdem bis auf 0% gefallen.
Seit der internationalen Finanzkrise 2008 haben alle Zentralbanken ihre Leitzinsen schrittweise gesenkt. Durch die niedrigeren Zinsen soll die Wirtschaft gestärkt werden. Unternehmen erhalten günstiger Geld für Investitionen und sind daher eher bereit, Kredite aufzunehmen. Diese niedrigen Zinsen erhalten jedoch auch private Kunden. Im klassischen Sparerland Deutschland ärgern sich viele Anleger, dass sie so gut wie keine Zinsen mehr auf klassische Sparanlageformen wie Sparkonten erhalten. Wer in diesem Niedrigzinsumfeld in renditebringende Anlagen investieren möchte, muss sich nach Alternativen umschauen. Hierbei werden von Banken vermehrt Investmentfonds empfohlen. Ob diese tatsächlich eine gute Alternative zum Sparbuch darstellen, soll nachfolgend analysiert werden.
Für die Gegenüberstellung soll zunächst das Sparkonto vorgestellt werden. Die Konditionen für Sparkonten in Deutschland sollen beispielhaft an der Berliner Volksbank aufgezeigt werden. Anschließend werden Investmentfonds dargestellt. Hier werden die vier bekanntesten Arten vorgestellt und jeweils anhand eines Beispiels analysiert. Die dargestellten Investmentfonds sind von Union Investment und agieren überwiegend regional, damit sie mit dem deutschen Zinsniveau vergleichbar sind. Abschließend werden beide Anlageformen gegenübergestellt und es wird eine begründete Handlungsempfehlung ausgesprochen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Produkt Sparkonto
2.1 Definition nach RechKredV
2.2 Verzinsung
2.3 Arten und Konditionen von Sparkonten bei der Berliner Volksbank
2.4 Vorteile und Nachteile
3 Fonds von Union Investment im Porträt
3.1 Aktienfonds - UniDeutschland
3.2 Rentenfonds - FVB – Deutscher Rentenfonds
3.3 Mischfonds - UniRak
3.4 offene Immobilienfonds - UniImmo: Deutschland
4 Vergleich Sparkonto Fonds
4.1 Rendite
4.2 Risiken
4.3 Vermögensoptimierung
5 Fazit
Zielsetzung und Themenbereiche
Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, ob Investmentfonds in der aktuellen Niedrigzinsphase eine attraktive Alternative zum klassischen Sparkonto darstellen können, um den schleichenden Kaufkraftverlust zu kompensieren.
- Analyse des Sparkontos unter Berücksichtigung aktueller Konditionen und regulatorischer Vorgaben.
- Vorstellung verschiedener Fondskategorien (Aktien-, Renten-, Misch- und offene Immobilienfonds) als Anlageinstrumente.
- Vergleichende Gegenüberstellung der Anlageformen hinsichtlich Rendite, Risiko und Anlagehorizont.
- Darstellung von Strategien zur Vermögensoptimierung und Diversifikation über verschiedene Assetklassen.
Auszug aus dem Buch
3 Fonds von Union Investment im Porträt
Bei den Investmentfonds werden nur Fonds von Union Investment als Partner der genossenschaftlichen Finanzgruppe betrachtet. Es werden vier verschiedene Fonds gegenübergestellt. Auf die Betrachtung von Geldmarktfonds wird verzichtet. Diese erzielen eine durchschnittliche Rendite von 0,1 % gegenüber Kosten von 0,5 % und werden daher nicht von der Bank oder Union Investment empfohlen.
Die Grundidee eines Fonds ist die Diversifikation von Wertpapieren und Geldmarktinstrumenten. Diese wird durch eine Streuung über verschiedene Vermögenswerte, eine geografische Streuung, teilweise durch Streuung über verschiedene Währungen, Streuung über verschiedene Laufzeiten und verschiedene Emittenten erreicht. Hierbei sind konkrete Anlagegrenzen vorgeschrieben: Es dürfen „bis zu 10 %, wenn die Vertragsbedingungen dies vorsehen und der Gesamtwert der Wertpapiere und Geldmarktinstrumente derselben Aussteller 40 % des Fondsvermögens nicht übersteigt“ in einzelne Wertpapiere oder Geldmarktinstrumente angelegt werden. Die restlichen Titel dürfen einen Anteil von 5 % am Fondsvermögen nicht übersteigen.
Durch den Kauf eines Investmentanteils erhält der Kunde Miteigentum am Sondervermögen einer Fondsgesellschaft. Es ist nicht notwendig, nur ganze Anteile, wie dies zum Beispiel bei Aktien der Fall ist, zu kaufen. Durch den Kauf hat der Kunde folgende Ansprüche gegenüber der Fondsgesellschaft: Anspruch auf Beteiligung an den Erträgen des Sondervermögens, mindestens einmal jährlich Anspruch auf Rücknahme des Anteilscheins zulasten des Sondervermögens, Anspruch auf ordnungsgemäße Verwaltung des Sondervermögens durch die Verwahrstelle.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert das aktuelle Niedrigzinsumfeld und leitet zur Fragestellung über, ob Investmentfonds eine rentable Alternative zu traditionellen Sparformen bieten können.
2 Das Produkt Sparkonto: Das Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Verzinsung und die spezifischen Vor- und Nachteile von Sparkonten bei der Berliner Volksbank.
3 Fonds von Union Investment im Porträt: Hier werden verschiedene Fondstypen von Union Investment vorgestellt und deren Funktionsweise sowie die Grundidee der Diversifikation erklärt.
4 Vergleich Sparkonto Fonds: In diesem Kapitel werden Sparkonto und Investmentfonds anhand von Renditekennzahlen, Risikoprofilen und Strategien zur Vermögensstrukturierung gegenübergestellt.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Wahl der Anlage vom individuellen Risikoprofil abhängt und Investmentfonds eine sinnvolle Alternative zur Kaufkrafterhaltung bei Berücksichtigung des Anlagehorizonts bieten.
Schlüsselwörter
Niedrigzinsphase, Sparkonto, Investmentfonds, Rendite, Risiko, Diversifikation, Vermögensoptimierung, Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds, Immobilienfonds, Anlagehorizont, Kaufkraftverlust, Einlagensicherung, Assetklassen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Eignung von Investmentfonds als Alternative zum klassischen Sparkonto innerhalb der aktuellen Niedrigzinsphase.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Konditionen von Spareinlagen sowie eine detaillierte Betrachtung verschiedener Fondskategorien und deren Performance.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Anleger durch Investmentfonds dem inflationsbedingten Kaufkraftverlust bei Sparkonten entgegenwirken können.
Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?
Es wird eine vergleichende Analyse zwischen dem Sparkonto und verschiedenen Fondskategorien auf Basis von Marktdaten und Kennzahlen durchgeführt.
Welche Inhalte bilden den Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Sparkontos, die Analyse spezifischer Fonds von Union Investment sowie einen direkten Vergleich von Rendite und Risiken.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Niedrigzinsphase, Investmentfonds, Rendite, Diversifikation und Vermögensoptimierung definieren.
Wie unterscheidet sich die Rendite von Aktienfonds im Vergleich zum Sparkonto laut der Analyse?
Die Analyse zeigt, dass Aktienfonds im Betrachtungszeitraum deutlich höhere Renditen erzielen konnten, jedoch mit einem entsprechend höheren Risiko und Schwankungsanfälligkeit verbunden sind.
Warum wird im Dokument eine Vermögensoptimierung über mehrere Assetklassen empfohlen?
Die Empfehlung basiert auf dem Prinzip der Risikostreuung: Durch das Investieren in verschiedene Assetklassen können negative Entwicklungen in einem Bereich durch positive Erträge in einem anderen kompensiert werden.
- Citar trabajo
- Florian Beyer (Autor), 2018, Fonds als Alternative zum Sparbuch in der Niedrigzinsphase, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/583593