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Ethische Entscheidungsfindung in der Impfdebatte. Lösungsfindung am Beispiel Masernimpfung

Titel: Ethische Entscheidungsfindung in der Impfdebatte. Lösungsfindung am Beispiel Masernimpfung

Hausarbeit , 2016 , 19 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Simon Kroth (Autor:in)

Ethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgabe dieser Arbeit soll es sein, die ethische Problematik in der Impfentscheidung aufzuzeigen und auf Basis ethischer Entscheidungsfindung vertretbare Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln, denn das Für und Wider von Impfmaßnahmen wird mindestens seit der Existenz von Impfprogrammen in der Impfdebatte diskutiert.

Die Impfentscheidung am Beispiel Masernimpfung wird anhand eines Handlungsleitfadens zur ethischen Entscheidungsfindung erarbeitet und bietet in ihrer Umsetzung individuelle und gesellschaftliche Chancen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Hinführung zum Thema

2 Methodisches Vorgehen

3 Entscheidungsfindung

3.1 Analyse des Ist- Zustandes

3.1.1 Die Impfdebatte

3.1.2 Gesetzlicher Kontext

3.1.3 Masernerkrankung und -Impfung

3.2 Moralische Fragestellung in der Impfdebatte

3.3 Analyse der Argumente

3.4 Evaluation und Gewichtung der Argumente

3.5 Entscheidung und Implementierung

4 Diskussion

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die ethische Problematik innerhalb der Impfentscheidung in Deutschland aufzuzeigen und auf Basis eines strukturierten Handlungsleitfadens vertretbare Lösungswege zu entwickeln. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob Eltern die Entscheidung zur Masernimpfung eigenverantwortlich treffen sollten oder ob der Staat eine gesetzliche Impfpflicht implementieren muss.

  • Analyse des aktuellen gesellschaftlichen und rechtlichen Kontextes der Impfdebatte.
  • Ethische Bewertung der Masernimpfung unter Anwendung der Prinzipien des Nichtschadens und des Wohltuns.
  • Untersuchung von Argumentationsmustern für und gegen eine staatliche Impfpflicht.
  • Bedeutung der Herdenimmunität als öffentliches Gut im Spannungsfeld zur individuellen Autonomie.
  • Berücksichtigung aktueller Herausforderungen, wie der Zunahme von Masernerkrankungen im Kontext von Fluchtbewegungen.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Die Impfdebatte

Die Impfdebatte ist wohl schon so alt wie die Entdeckung erster Impfstoffe. Denn mit den ersten Möglichkeiten zur Impfung gegen Infektionskrankheiten, bot sich nicht nur erstmals die Möglichkeit zur Entscheidung für oder gegen den Infektionsschutz durch Impfungen, sondern es startete gleichzeitig auch eine immer noch währende Impfdebatte (Meyer & Reiter, 2004, S. 1183). Beispielsweise gab es bereits 1902 in den USA den Fall, dass Reverend Henning Jacobsen eine gesetzlich vorgeschriebene Pockenschutzimpfung verweigerte (Marckmann, 2008) und sich somit, trotz Strafe und damals erhöhter Gefahr für Leib und Leben durch mögliche Pockeninfektionen, Impfgegnerisch positionierte. Eine Entscheidung für oder gegen Schutzimpfungen im Kindesalter treffen bekanntermaßen Eltern für ihren Nachwuchs. Betrachtet man in der deutschen Bevölkerung die unterschiedlichen Positionen zum Thema Impfen, so zeigen sich drei Positionen in der Impfdebatte (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2011): Erstens Impfbefürworter, zweitens Impfskeptiker und drittens Impfgegner. Impfbefürworter lassen ihre Kinder impfen und hegen keine einzelnen oder allgemeinen Vorbehalte gegenüber Impfungen (ebd.). Impfgegner lehnen Impfungen ihrer Kinder grundsätzlich ab (ebd.) und Impfskeptiker, lassen ihre Kinder nur teilweise impfen, wobei die Entscheidungen der Impfskeptiker teilweise auf einer differenzierten Betrachtung, von Wirkung, Nebenwirkung und Zeitpunkt der Impfung basieren, oder aber auch angstbedingt gefällt sein kann (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Impfprogrammen im Public-Health-Bereich und definiert das Ziel der Arbeit, die ethische Problematik der Masernimpfung wissenschaftlich zu untersuchen.

2 Methodisches Vorgehen: Hier wird der fünfschrittige Handlungsleitfaden zur ethischen Entscheidungsfindung nach Bleisch und Huppenbauer vorgestellt, der als methodisches Gerüst für die gesamte Untersuchung dient.

3 Entscheidungsfindung: In diesem Hauptteil wird das gewählte Verfahren angewendet, indem zunächst der Ist-Zustand analysiert, moralische Fragen benannt und schließlich Argumente für und gegen eine Impfpflicht evaluiert und gegeneinander abgewogen werden.

4 Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Implikationen einer möglichen Impfpflicht, insbesondere hinsichtlich sozialer Risikoselektion und möglicher Widerstände in der Bevölkerung.

5 Fazit und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt und die Chancen einer Impfpflicht gegen das Risiko von gesellschaftlichem Misstrauen abgewogen, während die Notwendigkeit kontextbezogener Lösungen betont wird.

Schlüsselwörter

Masernimpfung, Impfdebatte, Ethische Entscheidungsfindung, Infektionsschutzgesetz, Herdenimmunität, Impfpflicht, Public Health, Individuelle Autonomie, Masern, Präventionsmaßnahmen, Impfgegner, Impfskeptiker, Medizinethik, Kindeswohl, Epidemiologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Dimension der Impfentscheidung am Beispiel der Masernimpfung in Deutschland und untersucht das Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit und staatlicher Schutzverantwortung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt den rechtlichen Rahmen (Infektionsschutzgesetz), ethische Prinzipien (Nichtschaden, Wohltun), die Impfpsychologie sowie die öffentliche Gesundheitsvorsorge ab.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die zentrale Frage lautet, ob es ethisch vertretbar ist, Eltern die Entscheidung über die Masernimpfung zu überlassen, oder ob der Staat eine Verpflichtung zur Impfung einführen sollte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin orientiert sich am fünfschrittigen Modell der ethischen Entscheidungsfindung nach Bleisch und Huppenbauer, um eine strukturierte und nachvollziehbare Urteilsbildung zu ermöglichen.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil gesetzt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Ist-Analyse der Impfdebatte, die Rekonstruktion moralischer Argumente, die Gewichtung dieser durch ethische Prinzipien und die Diskussion über Implementierungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Masernimpfung, Herdenimmunität, ethische Entscheidungsfindung, Impfpflicht, Impfdebatte und öffentliche Gesundheit.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Eltern bei der Impfentscheidung?

Es wird aufgezeigt, dass Eltern bei der Impfentscheidung häufig emotional beeinflusst sind und Kognition sowie Emotion bei der Risikobewertung divergieren können, was zu rational nicht optimalen Entscheidungen führen kann.

Welche Bedeutung hat das aktuelle Migrationsgeschehen für die Thematik?

Die Arbeit diskutiert, dass der Zustrom von Asylsuchenden eine veränderte epidemiologische Situation darstellt, in der Masernausbrüche vermehrt in Gemeinschaftseinrichtungen auftreten, was die Wirksamkeit einer Impfpflicht in diesen Bereichen plausibel erscheinen lässt.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ethische Entscheidungsfindung in der Impfdebatte. Lösungsfindung am Beispiel Masernimpfung
Hochschule
Hochschule Fresenius Idstein
Note
2,3
Autor
Simon Kroth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V583714
ISBN (eBook)
9783346158161
ISBN (Buch)
9783346158178
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Masern Impfung Ethik Entscheidungsfindung Impfpflicht Public health
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simon Kroth (Autor:in), 2016, Ethische Entscheidungsfindung in der Impfdebatte. Lösungsfindung am Beispiel Masernimpfung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/583714
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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