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Die literarische Technik "Buch im Buch" anhand von Italo Calvinos "Wenn ein Reisender in der Winternacht"

Titel: Die literarische Technik "Buch im Buch" anhand von Italo Calvinos "Wenn ein Reisender in der Winternacht"

Hausarbeit , 2013 , 14 Seiten , Note: 11

Autor:in: Simer Bay (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Arbeit geht es um die Analyse der "Buch im Buch"-Technik, als Grundlage wurde der Roman "Wenn ein Reisender in einer Winternacht" von Italo Calvino verwendet. Der Roman hat eine Rahmenerzählung und mehrere Binnenerzählungen, die sich für die Analyse eignen.

Die Erzählstrategien des Autors werden näher beleuchtet, da diese Thematik in dem Roman die wichtigste Rolle spielt. Als realer Leser des Romans identifiziert man sich dich direkt mit dem Leser, der Idealtypisch beschrieben wird. Jedoch schafft es Calvino anhand eines Kunstgriffs einen fiktiven Leser zu konstituieren. Der reale Leser verfolgt das Geschehen mit der Rahmenhandlung und den 10 Romanfragmenten.

Die Fragmente brechen immer an der spannendsten Stelle ab und fesseln den Leser, um doch noch die Fortsetzung lesen zu können. Dies erinnert an die Technik, die auch schon in Tausendundeine Nacht angewendet wird. Jedoch verbindet Calvino postmoderne Ansätze und lässt die Grenze zwischen Fiktion und Realität verblassen. Man kann nicht beides voneinander klar abtrennen. Der Autor thematisiert sich selbst auch und dies führt zu mehreren miteinander verstrickten Fiktionsebenen. Diese Ausarbeitung soll sich daher mit den Fiktionsmechanismen und den Erzählstrategien von Calvino beschäftigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Mediale Selbstreflexivität: Das Buch im Buch

1 Einleitung

2 Allgemein

3 Fiktion und Realität

4 Die Fiktionsebenen

5 Transparenz der Erzählstrategie

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Selbstreflexivität im Roman „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“ von Italo Calvino, mit einem besonderen Fokus auf die verschwimmenden Grenzen zwischen Fiktion und Realität sowie die eingesetzten Erzählstrategien des Autors.

  • Analyse der meta-fiktionalen Erzählstruktur und mise-en-abyme-Technik
  • Untersuchung der verschiedenen, miteinander verstrickten Fiktionsebenen
  • Identifikation und Rolle des fiktiven Lesers innerhalb der Rahmenhandlung
  • Die Transparenz der Erzählstrategie als Instrument der Leserbindung
  • Reflexion über das Verhältnis von Autor, Text und Rezeption

Auszug aus dem Buch

4 Die mise en abyme Technik

Eine weitere Methode, die dazu dient, Fiktionsmechanismen miteinander zu vermischen, und die im Roman eine sehr wichtige Rolle spielt, soll nun der Kunstgriff der mise en abyme dargestellt werden. Der Begriff mise en abyme geht ursprünglich auf André Gide zurück und charakterisiert ein Spiegelungsverfahren, das der Behandlung von Erzählmechanismen dient. Jedoch bezieht sich die Literatur allein auf sich selbst und „befragt sich schließlich nur über ihr eigenes Funktionieren, Form wird Inhalt“.

Man kann schon in der Einteilung des Romans WRW in Rahmenhandlung und Binnenerzählungen die mise en abyme Technik vorfinden. Dabei lassen die unterschiedlichen Fiktionsebenen das „Spiel im Spiel zum Buch im Buch werden“ und reflektieren gleichzeitig darüber. Da der Roman im gewissen Sinn seine eigene Lektüre erzählt, deutet es auf eine mise en abyme Technik.

Am anschaulichsten tritt die mise en abyme Technik im achten Kapitel, dem Tagebucheintrag von Silas Flannery, auf. In dem Tagebucheintrag versucht der Schriftsteller darin einen Roman mit derselben Struktur wie Wenn ein Reisender zu schreiben: „Bin auf den Gedanken gekommen, einen Roman zu schreiben, der nur aus lauter Romananfängen besteht. Der Held könnte ein Leser sein, der ständig beim Lesen unterbrochen wird. Er kauft sich den Roman A des Autors Z. Doch er hat ein defektes Exemplar erhalten [...]. Ich könnte das Ganze in der zweiten Person schreiben: du, Leser…Ich könnte auch eine Leserin einführen, einen fälschenden Übersetzer und einen alten Schriftsteller, der ein Tagebuch führt wie dieses hier…“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Seminars „Buch im Buch“ ein und umreißt die Forschungsfrage bezüglich der Erzählstrategien in Italo Calvinos Roman.

2 Allgemein: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entstehungsgeschichte des Romans und erläutert die Grundstruktur, bestehend aus der Rahmenhandlung und zehn Romanfragmenten.

3 Fiktion und Realität: Hier wird untersucht, wie Calvino die Grenzen zwischen der Welt des realen Lesers und der fiktiven Welt des Romans bewusst verwischt.

4 Die Fiktionsebenen: Dieser Abschnitt analysiert die komplexe Schichtung des Werks, in der sich verschiedene Ebenen der Rahmenhandlung und der eingebetteten Geschichten gegenseitig durchdringen.

5 Transparenz der Erzählstrategie: Dieses Kapitel beleuchtet, wie der Autor durch die direkte Ansprache des Lesers und die Offenlegung der Fiktionsmechanismen die Erzählweise selbst zum Thema macht.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die autoreflexiven Strukturen eine intensive Auseinandersetzung mit der Natur des Lesens und Schreibens ermöglichen.

Schlüsselwörter

Italo Calvino, Wenn ein Reisender in einer Winternacht, Buch im Buch, Metafiktion, mise-en-abyme, Fiktionsebenen, Erzählstrategie, Rahmenhandlung, Romanfragmente, Selbstreflexivität, Literaturtheorie, Leseridentifikation, Postmoderne, Erzählweise, Rezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die spezifischen narrativen Techniken und die mediale Selbstreflexivität im Roman „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“ von Italo Calvino.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Ineinandergreifen von Fiktion und Realität, die Transparenz der Erzählstrategie sowie die komplexen Fiktionsebenen innerhalb des Romans.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Calvino durch verschiedene Kunstgriffe den Leser direkt in die Handlung einbindet und die Mechanismen des Erzählens selbst thematisiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt literaturwissenschaftliche Analyseansätze, insbesondere die Untersuchung der mise-en-abyme-Technik und der meta-fiktionalen Erzählstrukturen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert besprochen?

Im Hauptteil werden die Struktur von Rahmen- und Binnenerzählungen, die Identifikation des Lesers mit der fiktiven Figur und die Spiegelungseffekte der mise-en-abyme-Technik analysiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Metafiktion, Selbstreflexivität, Fiktionsebenen und mise-en-abyme geprägt.

Wie trägt der Tagebucheintrag von Silas Flannery zur Argumentation bei?

Der Eintrag dient als exemplarisches Beispiel für die mise-en-abyme-Technik, da er die Romanstruktur in der Geschichte selbst spiegelt und reflektiert.

Welche Bedeutung kommt der Leseridentifikation im Roman zu?

Calvino nutzt die direkte Ansprache, um den realen Leser dazu zu bringen, sich mit dem fiktiven Leser zu identifizieren, wodurch die Grenze zwischen Realität und Buchwelt bewusst aufgehoben wird.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die literarische Technik "Buch im Buch" anhand von Italo Calvinos "Wenn ein Reisender in der Winternacht"
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
11
Autor
Simer Bay (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V583743
ISBN (eBook)
9783346206268
ISBN (Buch)
9783346206275
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Italo Calvino Buch im Buch Binnenerzählung mis en aby Wenn ein Reisender in einer Winternacht Erzähltechnik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simer Bay (Autor:in), 2013, Die literarische Technik "Buch im Buch" anhand von Italo Calvinos "Wenn ein Reisender in der Winternacht", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/583743
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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