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Demokratisierung des Literaturbetriebs anhand des Selfpublishings. Der Trend zum eigenen Buch

Titel: Demokratisierung des Literaturbetriebs anhand des Selfpublishings. Der Trend zum eigenen Buch

Bachelorarbeit , 2019 , 42 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Julia Ziegert (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Gerade das immer populärer werdende E-Book hat eine wissenschaftliche Diskussion darüber entfacht, wie elektronische Bücher und anderen Medien den Literaturbetrieb, die Rezipienten und die Wahrnehmung der Literatur verändern. Veränderungen auf diesem Gebiet finden derart schnell statt, sodass aktuelle Forschungsliteratur nur von kurzer Halbwertzeit ist.

Dieser aktuellen Diskussion folgend geht diese Arbeit der Frage nach, ob mit dem Selfpublishing eine Demokratisierung des Literaturbetriebs eingesetzt hat. Dabei beschäftigt sich diese Arbeit ausdrücklich nur mit den Besonderheiten der Populär- bzw. Unterhaltungsliteratur. Wissenschaftliche Literatur, die von der Digitalisierung ebenso betroffen ist, bleibt außen vor.
Im Folgenden werde ich zunächst auf die Entwicklung des Buchs, des Verlagswesens sowie des Buchmarktes unter Berücksichtigung der Digitalisierung eingehen. Danach wird der Fokus auf das Selfpublishing und die aktuelle Marktsituation gelegt, um dann die Frage zu beantworten, ob eine Demokratisierung vorliegt.

Mittels Digitalisierung haben Autoren mittlerweile einen anderen Weg gefunden, ihren Roman, ihr Sachbuch oder ihre Erzählung dennoch zu veröffentlichen – ganz ohne Verleger. Dabei übernehmen die Autoren selbst die typischen Aufgaben des Verlages. Sie erstellen den Buchsatz, schreiben den Klappentext, designen das Cover, betreiben Marketing auf verschiedenen Kanälen, bleiben mit ihren Lesern in engem Kontakt und gestalten die Preisgestaltung völlig autark. Diese Entwicklung wurde insbesondere durch die Digitalisierung und vor allem durch Amazon mit seinem seit 2012 in Deutschland angebotenen Dienst Kindle Direct Publishing vorangetrieben, der es Schriftstellern ermöglicht, ihre Werke, insbesondere als E-Book, direkt auf eigene Faust zu verlegen. Der Markt für Selfpublisher ist mittlerweile so groß, dass der uschtrin-Verlag mittlerweile viermal im Jahr das Magazin der selfpublisher extra für diese Zielgruppe herausgibt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Der Trend zum eigenen Buch

2. Die Entwicklung...

2.1. ...des Buchs

2.2. ...des Verlagswesens

2.3. ...des Buchmarkts durch die Digitalisierung

2.4. ...des E-Books

3. Das Selfpublishing

3.1. Begriffsbestimmung und Entstehungsprozess

3.2. Zahlen und Daten / Rahmenbedingungen

3.3. Books on Demand

3.4. Gründe für das Selfpublishing

4. Plattformen für Selfpublisher

4.1. Kindle Direct Publishing

4.2. neobooks

4.3. tredition

5. Auswirkungen auf den Literaturbetrieb

5.1. Die Verlage

5.2. Leser und Autoren

6. Demokratisierung des Literaturbetriebs

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern das Phänomen des Selfpublishings zu einer Demokratisierung des Literaturbetriebs geführt hat. Dabei wird analysiert, wie sich Machtstrukturen zwischen Autoren, Verlagen und Lesern durch die Digitalisierung verschoben haben und ob die neu gewonnenen Freiheiten der Autoren tatsächlich eine fundamentale Transformation des Marktes bewirkt haben.

  • Historische Entwicklung des Buch- und Verlagswesens
  • Strukturen und Rahmenbedingungen des Selfpublishings
  • Analyse prominenter Selfpublishing-Plattformen
  • Rolle der Verlage und veränderte Leser-Autoren-Beziehungen
  • Kritische Bewertung der Demokratisierungsthese

Auszug aus dem Buch

3.1. Begriffsbestimmung und Entstehungsprozess

Beim Selfpublishing verlegen Autoren ihre Werke selbst im Eigen- oder dem sogenannten Selbstverlag, statt dieses einem etablierten Buchverlag zu überlassen. Dabei schreibt der Autor nicht nur das Werk, sondern übernimmt auch die Aufgaben des Verlags, wie zum Beispiel die Finanzierung, die Produktion, das Marketing und den Vertrieb. Gerade bei diesen drei Punkten sah das Standardwerk Der Buchverlag. Geschichte. Aufbau, Wirtschaftsprinzipien, Kalkulation und Marketing von 2010 noch große Probleme und schlussfolgerte, dies mache für Selbstverleger „einen wirtschaftlichen Erfolg schwer“. Ein erfolgreiches Produkt entstehe im Regelfall durch die Betreuung eines professionellen Verlags [...], der sich um die Produktgestaltung ebenso kümmert, wie um das gezielte Marketing und aufgrund seiner Marke und seiner Vertriebsorganisation auch einen Zugang zum Markt schaffen kann.

Dabei ist das Phänomen des Selfpublishings durchaus nicht neu. Hans Folz wurde für seine Fastnachtspiele bereits im 16. Jahrhundert zum Selbstverleger. Auch Friedrich Schiller veröffentlichte die Erstausgabe seiner Räuber in Eigenregie. Ebenso wurde Johann Wolfgang von Goethe für das Schauspiel Götz von Berlichingen zum Selfpublisher. Und auch der von Virginia Woolf und ihrem Ehemann geführte Verlag Hogarth Press, der später zu einem bedeutendsten Belletristik-Verlage werden sollte, startete als Selbstverlag. Die ersten Bücher setzten das Ehepaar Woolf noch von Hand und druckte es – ebenfalls per Hand – auf einer gebraucht erworbenen Minerva-Tiegeldruckpresse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Der Trend zum eigenen Buch: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Selfpublishings ein und skizziert die Fragestellung bezüglich einer möglichen Demokratisierung des Literaturbetriebs.

2. Die Entwicklung...: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss über die Genese des Buchs, des Verlagswesens und die tiefgreifenden Veränderungen durch Digitalisierung und E-Books.

3. Das Selfpublishing: Hier werden Definitionen geklärt, wirtschaftliche Rahmenbedingungen beleuchtet und die Beweggründe von Autoren für das Selfpublishing analysiert.

4. Plattformen für Selfpublisher: Eine Übersicht über marktführende Anbieter wie Kindle Direct Publishing, neobooks und tredition verdeutlicht die technischen Möglichkeiten der Veröffentlichung.

5. Auswirkungen auf den Literaturbetrieb: Dieses Kapitel untersucht die Reaktion der klassischen Verlage auf den Selfpublishing-Boom und die veränderte Interaktion zwischen Lesern und Autoren.

6. Demokratisierung des Literaturbetriebs: Die Kernfrage der Arbeit wird hier diskutiert, indem die klassischen Gatekeeper-Strukturen mit den neuen Möglichkeiten des Selfpublishings in Bezug auf demokratische Prozesse verglichen werden.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die die Demokratisierungsthese kritisch hinterfragt und einen Ausblick gibt.

8. Literaturverzeichnis: Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Selfpublishing, Literaturbetrieb, Demokratisierung, Digitalisierung, Buchmarkt, E-Book, Verlagswesen, Gatekeeper, Autor, Leser, Books on Demand, Marketing, Marktentwicklung, Print-on-Demand, Urheberschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob das wachsende Phänomen des Selfpublishings den klassischen Literaturbetrieb demokratisiert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Buchs, die ökonomischen Rahmenbedingungen für Autoren, die Funktion digitaler Plattformen und die veränderten Machtverhältnisse zwischen Akteuren des Buchmarkts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Hypothese einer Demokratisierung des Literaturbetriebs durch die Eigenveröffentlichung von Werken kritisch zu prüfen und zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Branchenstudien und Umfragedaten, um die aktuelle Situation des Selfpublishings zu beschreiben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Definition des Selfpublishings, die Analyse relevanter Plattformen sowie die Auswirkungen auf Verlage und die Interaktion mit dem Publikum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Begriffe sind Selfpublishing, Demokratisierung, Literaturbetrieb, Digitalisierung und Gatekeeper-Funktion.

Wie reagieren klassische Verlage auf das Selfpublishing?

Verlage haben ihre Strategien angepasst, indem sie eigene Plattformen für Selfpublisher anbieten, um so neue Talente frühzeitig zu entdecken und an sich zu binden.

Führt Selfpublishing zu einer echten Demokratisierung?

Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass eine echte Demokratisierung nur bedingt stattfindet, da klassische Erfolgsfaktoren wie Marketing und Gatekeeper-Strukturen auch in digitalen Umgebungen weiterhin eine dominante Rolle spielen.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Demokratisierung des Literaturbetriebs anhand des Selfpublishings. Der Trend zum eigenen Buch
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
2,3
Autor
Julia Ziegert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
42
Katalognummer
V584235
ISBN (eBook)
9783346161260
ISBN (Buch)
9783346161277
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Selfpublishing Literaturbetrieb
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Ziegert (Autor:in), 2019, Demokratisierung des Literaturbetriebs anhand des Selfpublishings. Der Trend zum eigenen Buch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584235
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Leseprobe aus  42  Seiten
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