Da gegenwärtig wenige Forschungsarbeiten und -ergebnisse zu dieser Thematik vorliegen, werden innerhalb dieser Arbeit unterschiedliche Erkenntnisse zu den Bereichen "Bilderbuch" und "Umweltbildung" verknüpft, um diese schließlich auf konkrete Beispiele anzuwenden und daraus ein Resultat ziehen zu können.
Dabei wird zunächst der theoretische Hintergrund zum Medium "Bilderbuch" genauer beleuchtet, um im Anschluss auf seine Funktionen im pädagogischen Kontext einzugehen. Da-nach wird mit der Klärung des Begriffs "ökologische Bildung" im Elementarbereich fortgefahren, wobei genauer auf die Verankerung ökologischer Bildung im "Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan" sowie in der "Bildung für nachhaltige Entwicklung" und ihre Zielsetzungen im Elementarbereich eingegangen wird.
Zuletzt wird erarbeitet, wie eine ökologische Denk-weise durch das Medium Bilderbuch konkret gefördert werden kann. Dafür werden zunächst Kriterien für die Auswahl von Bilderbüchern genannt, um im Anschluss anhand von expliziten Buchbeispielen und mithilfe der theoretischen Grundlagen aus den vorhergehenden Ab-schnitten zu zeigen, wie Umweltbildung in Bilderbüchern umgesetzt werden kann.
Im Resümee der vorliegenden Arbeit wird die Fragestellung, inwiefern sich eine ökologische Denkweise durch das Medium Bilderbuch im Elementarbereich fördern lässt, reflektiert beantwortet und die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst. Dort werden auch Limitationen der Arbeit aufgezeigt und weiterer Forschungsbedarf ermittelt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Klärung der zentralen Begrifflichkeiten „Medium Bilderbuch“ und „ökologische Bildung im Elementarbereich“
2.1 Medium „Bilderbuch“ in der Elementarpädagogik
2.1.1 Definition des Mediums „Bilderbuch“
2.1.2 Funktionen von Bilderbüchern im pädagogischen Kontext
2.2 Ökologische Bildung im Elementarbereich
2.2.1 Verankerung der ökologischen Bildung im „Bayerischen Erziehungs- und Bildungsplan“ und in der „Bildung zu nachhaltiger Entwicklung“
2.2.2 Zielsetzungen ökologischer Bildung im Elementarbereich
3. Förderung einer ökologischen Denkweise durch das Medium Bilderbuch
3.1 Auswahlkriterien für Bilderbücher zur Förderung einer ökologischen Denkweise
3.2 Vorstellung konkreter Buchbeispiele für die Förderung einer ökologischen Denkweise im Elementarbereich
3.2.1 Mein kleiner Wald
3.2.2 Die Wildnis ist unser Zuhause
3.2.3 Mats und die Wundersteine. Eine Geschichte – zwei Enden
3.2.4 Da ist eine wunderschöne Wiese
4. Resümee und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, inwiefern das Medium „Bilderbuch“ als zentrales Bildungsmedium in der frühen Kindheit dazu beitragen kann, eine ökologische Denkweise bei Kindern im Elementarbereich zu fördern. Ziel ist es, theoretische Ansätze der Umweltbildung mit den pädagogischen Potenzialen von Bilderbüchern zu verknüpfen und anhand konkreter Buchbeispiele praxisnahe Impulse für die Vermittlung ökologischer Werte zu geben.
- Grundlagen der ökologischen Bildung im Elementarbereich
- Pädagogische Funktionen des Mediums Bilderbuch
- Verankerung von Umweltbildung im „Bayerischen Erziehungs- und Bildungsplan“ (BEP)
- Auswahlkriterien für umweltpädagogisch wertvolle Bilderbücher
- Praxisbeispiele zur Vermittlung von Natur- und Artenschutz bei Kindern
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Mein kleiner Wald
2013 schrieb Katrin Wiehle das Bilderbuch „Mein kleiner Wald“, welches aufgrund seiner einfachen Struktur für Kinder ab zwei Jahren geeignet ist. Besonders ist hier, dass das Buch selbst als „Naturbuch“ bezeichnet wird, da es ökologisch nachhaltig produziert wurde. Es werden auf einfache Weise Umweltschutz und Nachhaltigkeit gelehrt und ein Verständnis für das Biotop „Wald“ vermittelt.
Das Buch stellt zuerst den kleinen Fuchs, das Eichhörnchen und den Dachs vor, die die Leser*innen durch ihren Lebensraumbegleiten (vgl. Wiehle, 2013). Sie zeigen den Kindern die Unterschiede zwischen Groß und Klein, stellen verschiedene Früchte und Pflanzen vor und zeigen, welche Tiere dort leben (vgl. ebd.).
Wiehle führt mit ihrem Bilderbuch durch die heimische Natur, die sie mit kurzen Texten anschaulich erklärt. Die Textelemente bestehen hauptsächlich aus Beschreibungen der einzelnen Illustrationen und sind somit leicht verständlich. Sie sollen das Kind an dieser Stelle dabei unterstützen, die Bildersprache in eine Gesprochene umzuwandeln und Begriffe zum Thema „Wald“ lernen. Die einfach gestalteten Bilder laden zum wiederholten Betrachten ein und überfordern die Altersgruppe nicht. Dabei wird durch die Begegnung mit verschiedenen Tier- und Pflanzenarten der Beziehungsaufbau zur Natur unterstützt und eine Vorstellung über die vorherrschende Artenvielfalt im Wald vermittelt, was ein Grundstein für zukünftigen Arten- und Naturschutz ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Dringlichkeit der Umweltproblematik und definiert das Ziel der Arbeit, das Potenzial des Bilderbuchs für die frühe Umweltbildung zu erforschen.
2. Klärung der zentralen Begrifflichkeiten „Medium Bilderbuch“ und „ökologische Bildung im Elementarbereich“: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Mediums Bilderbuch und verortet die ökologische Bildung innerhalb relevanter Bildungspläne und Programme.
3. Förderung einer ökologischen Denkweise durch das Medium Bilderbuch: Hier werden Auswahlkriterien für geeignete Literatur definiert und anhand vier konkreter Bilderbuchbeispiele aufgezeigt, wie Umweltwerte kindgerecht vermittelt werden können.
4. Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, reflektiert Limitationen hinsichtlich des aktuellen Forschungsstandes und formuliert weiteren Forschungsbedarf für die pädagogische Praxis.
Schlüsselwörter
Bilderbuch, ökologische Bildung, Elementarbereich, Umweltbildung, Nachhaltigkeit, Naturschutz, Wertevermittlung, Artenvielfalt, Frühpädagogik, Bayerischer Erziehungs- und Bildungsplan, Umweltbewusstsein, Medienpädagogik, Naturerfahrung, ökologische Denkweise, Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie das Medium Bilderbuch als didaktisches Werkzeug genutzt werden kann, um bei Kindern im Kindergartenalter eine ökologische Denkweise und ein Verantwortungsgefühl für die Natur zu entwickeln.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Möglichkeiten der Umweltbildung im Elementarbereich, die medienpädagogischen Funktionen von Bilderbüchern sowie die Vermittlung von Werten wie Artenschutz und Nachhaltigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, theoretische Grundlagen und Kriterien zu erarbeiten, um Bilderbücher gezielt auszuwählen, die Kinder für ökologische Zusammenhänge sensibilisieren und zu umweltbewusstem Handeln motivieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Erkenntnisse aus der Umweltbildungsforschung und der Medienpädagogik verknüpft werden, um diese auf konkrete Praxisbeispiele anzuwenden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Bilderbüchern und ökologischer Bildung sowie einen praktischen Teil, in dem vier Bilderbücher analysiert und hinsichtlich ihres Beitrags zur ökologischen Bildung bewertet werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie ökologische Bildung, Bilderbuch, Elementarbereich, Nachhaltigkeit und Wertevermittlung charakterisiert.
Warum ist die Wahl des Bilderbuchs für die Umweltbildung besonders effektiv?
Bilderbücher ermöglichen es, komplexe Umweltthemen kindgerecht aufzubereiten, identitätsstiftende Vorbilder zu bieten und durch das Ritual des gemeinsamen Vorlesens eine emotionale Bindung zur Thematik und zur Natur aufzubauen.
Welchen Stellenwert nimmt der BEP in dieser Untersuchung ein?
Der Bayerische Erziehungs- und Bildungsplan dient als Orientierungsrahmen, der die notwendigen Basiskompetenzen und Zielsetzungen für die Umweltbildung im Elementarbereich vorgibt.
Was unterscheidet das Buch „Mats und die Wundersteine“ von anderen Beispielen?
Es handelt sich um ein interaktives Bilderbuch mit zwei möglichen Ausgängen, das Kinder aktiv dazu herausfordert, über die Folgen menschlichen Handelns und den Umgang mit Naturschätzen nachzudenken.
Welche Limitationen nennt die Autorin in ihrem Resümee?
Die Autorin weist darauf hin, dass die Forschung zu dieser spezifischen Schnittstelle – Förderung ökologischer Denkweise durch Bilderbücher – noch am Anfang steht und es an empirischen Belegen für eine allgemeingültige Wirksamkeit mangelt.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2020, Förderung einer ökologischen Denkweise durch das Medium "Bilderbuch" im Elementarbereich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584251