Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick zu erhalten, inwiefern bei Fernsehgeräten von akuten Gefahren für Kinder gesprochen werden kann. Nachdem im ersten Abschnitt das grundlegende Verständnis von Fernsehen und der Bedeutung des Kindes näher gebracht wird, geht die Arbeit im nächsten Schritt auf die Gefährdungen ein. Der erste Aspekt stellt hierbei die Entwicklung zusammenhängend mit dem Fernsehkonsum dar. Eine entscheidende Rolle spielen hierbei die gesammelten Erfahrungen des Individuums und die Aufmerksamkeit. Im darauf folgenden Abschnitt wird die Gefährdung der Gesundheit differenziert betrachtet. Dabei findet eine Unterteilung in den etwas offensichtlicheren Aspekt der Gewichtszunahme und den daran anschließenden Aspekt der Schlafstörung statt. Die Gewalt im Fernsehen wird als letzter Punkt in dieser Arbeit aufgefasst. Schlussendlich kommt die Arbeit auf die Ausgangsfragestellung zurück und stellt diese kritisch betrachtet und zusammenfassend dar.
In der deutschen Gesellschaft geht es um den Erhalt der gesicherten Zukunft. Die Kinder von heute werden später die Verantwortung tragen und dies wiederum an die weiteren Generationen geben. Kinder besitzen und werden immer eine besondere Stellung in der Gesellschaft einnehmen, sie benötigen besonderen Schutz. Vor diesem Hintergrund steht die Gesellschaft immer wieder vor der Frage, wovor ihre Kinder heutzutage geschützt werden müssen. Vor der Digitalisierung und der Einführung von Bildschirmmedien sah die Gefahrenquelle für Kinder noch deutlich anders aus und war um einiges leichter einzustufen. Die Hauptgedanken waren unter anderem, nicht vor ein fahrendes Auto zu laufen, sich warm genug anzuziehen oder das Einatmen von Schadstoffen zu verhindern. Die beschriebenen Gefahren für Kinder und Jugendliche gelten auch heute noch als bedeutsam. Es ist aber noch ein weiterer Gefahrenfaktor und somit eine neue Dimension der Gefahren hinzugekommen, die Medien.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffserklärung
2.1 Fernsehen
2.2 Kinder
3. Gefährdungen
3.1 Entwicklung
3.1.1 Erfahrung
3.1.2 Aufmerksamkeit
3.2 Gesundheit
3.2.1 Gewichtszunahme
3.2.2 Schlafstörung
3.3 Gewalt
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die potenziellen Gefahren des Mediums Fernsehgerät für die Entwicklung und Gesundheit von Kindern. Dabei wird analysiert, inwieweit der Fernsehkonsum negative Auswirkungen auf kognitive Prozesse, das physische Wohlbefinden sowie das Sozialverhalten ausübt.
- Einfluss des Fernsehens auf die kindliche Gehirnentwicklung
- Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Konzentrationsstörungen
- Risiken durch Bewegungsmangel und ungesunde Ernährungsgewohnheiten
- Auswirkungen von Schlafstörungen durch Mediennutzung
- Langzeitfolgen von medial vermittelter Gewalt auf Aggressivität und Empathie
Auszug aus dem Buch
3.3 Gewalt
In diesem Abschnitt sollen die, durchs Fernsehen verursachten Gefahren, der Gewalt für Kinder gezeigt werden. Insbesondere wird Bezug auf Fernsehsendungen und nicht das Fernsehprogramm im Allgemeinen genommen (keine Nachrichten). Welche Größenbedeutung Gewalt im Fernsehen hat, wird anhand einer deutschen Studien deutlich. Es wurden 712 verschiedene Fernsehsendungen, verschiedener Kategorien und Sender analysiert. Dabei kam Gewalt in 78,7 Prozent in allen Sendungen und zu 89,4 Prozent in Kindersendungen vor.
Laut Lukesch et al. (2004) guckt die Gruppe der Drei- bis 13-Jährigen genau zu den Zeiten fern, wo besonders viel Gewalt in Fernsehsendungen ausgestrahlt wird. Anhand dieser Zahlen wird deutlich, welche Relevanz der Berührung von Gewalt Kindern das Medium Fernsehen zugeschrieben wird. Groebel hebt hervor, „Der Mensch war schon immer an Gewalt interessiert, mit dem Entstehen der Massenmedien dem Film und besonders den Fernsehen nahm der täglich konsumierbare Umfang aggressiver Inhalte jedoch noch deutlich zu.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Schutzes von Kindern im digitalen Zeitalter und stellt die Forschungsfrage nach den Gefahren des Mediums Fernsehen.
2. Begriffserklärung: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe „Fernsehen“ als Leitmedium und „Kinder“ im Altersbereich von zwei bis vier bzw. bis 14 Jahren definiert.
3. Gefährdungen: Das Hauptkapitel analysiert die negativen Auswirkungen des Fernsehkonsums auf die Entwicklung, die physische Gesundheit durch Gewichtszunahme und Schlafstörungen sowie die Risiken durch die Darstellung von Gewalt.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass das Medium Fernseher eine ernstzunehmende Gefahr für die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern darstellt.
Schlüsselwörter
Fernsehen, Medienkonsum, Kinderentwicklung, Gefährdung, Aufmerksamkeit, Gewichtszunahme, Schlafstörung, Gewalt, Aggressivität, Sozialverhalten, Gehirnentwicklung, Medienpädagogik, Langzeitfolgen, Erziehung, Kindesalter.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der Auswirkungen des Fernsehmediums auf Kinder und Jugendliche.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die kindliche Gehirnentwicklung, die Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit, gesundheitliche Folgen wie Adipositas und Schlafstörungen sowie die Auswirkungen von medialer Gewalt.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit der Fernsehkonsum eine Gefahr für die gesunde Entwicklung von Kindern darstellt und welche negativen Effekte dabei wissenschaftlich belegt sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der Auswertung bestehender wissenschaftlicher Studien und Publikationen von Experten auf dem Gebiet der Medienpädagogik und Hirnforschung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden detailliert die Gefahren in den Bereichen Entwicklung (Erfahrung/Aufmerksamkeit), Gesundheit (Gewicht/Schlaf) und Gewalt durch das Fernsehen dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Fernsehen, Medienkonsum, Entwicklung, Gesundheit, Gewalt und Aufmerksamkeit.
Welche Rolle spielt die „Justification Theory“ im Kontext der Gewalt?
Sie erklärt, dass Kinder Aggressionen bei Vorbildern im Fernsehen beobachten und bei positiven Konsequenzen für den Täter dazu neigen, Gewalt als legitimes Mittel zur Problemlösung zu übernehmen.
Warum ist das blaue Licht des Fernsehers besonders für Kinder kritisch?
Es hemmt die Melatoninproduktion, verhindert die Einstimmungsphase für einen gesunden Schlaf und kann zu Schlafstörungen führen, die sich negativ auf die kognitive Leistung auswirken.
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- Anonym (Autor), 2018, Gefahren des Fernsehens für Kinder, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584288