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VERBALE BEURTEILUNG in der Schule: Zeugnisse ohne Noten - eine Möglichkeit?

Title: VERBALE BEURTEILUNG in der Schule: Zeugnisse ohne Noten - eine Möglichkeit?

Term Paper , 2004 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Monique Schwertfeger (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Eine Vielzahl von Schülern erlebt das Zeugnis durchweg als eine mit der Schule unlösbar verknüpfte Notwendigkeit. Mit zunehmender Reife erwacht zwar eine gewisse Kritik und setzt eine wachsende Distanzierung von der Fremdbeurteilung ein, doch bleibt der Schüler letztlich an die im Schulzeugnis ausgesprochenen Wertungen gebunden und muss sie ernst nehmen. Dass es ohne Zeugnisse nicht geht, wissen wir, aber wäre es eine Möglichkeit Zensurenzeugnisse durch verbale Beurteilung zu ersetzen? Immer wieder werden Einwände gegen verbale Beurteilungen zu Tage gelegt, da „ Ziffernzensuren unerlässlich für das Ausleseprinzip unserer Leistungsgesellschaft“ seien. Doch andere Schulen und Ländern zeigen, dass es auch anders gehen kann. In Großbritannien, Italien, Dänemark, Norwegen und anderen Ländern lernen die Schüler bis zum 6. oder 8. Schuljahr ohne Ziffernnoten. Aber auch in Deutschland gibt es private Schulen, in denen hilfreiche, verbale Informationen anstelle der Ziffernnoten treten. Dazu gehören z.B. die Waldorfschule oder die Montessori Schule. Ist die Diskussion um verbale Beurteilungen vielleicht auch daran gebunden, dass sie mehr Zeitaufwand als Ziffernzensuren erfordern? Oder wünschen sich eigentlich Lehrer, Schüler und Eltern diese Art von Beurteilung und somit eine Eliminierung der Ziffernzensuren? Diese und andere Fragen möchte ich im Laufe meiner Hausarbeit erörtern, um aufzuzeigen, wo Ziffernzensuren als notwendig und unter welchen Bedingungen verbale Beurteilungen als die bessere Option gelten. Vor- und Nachteile beider Beurteilungsmöglichkeiten und die Vielfalt von Möglichkeiten verbaler Beurteilungen werden in dieser Arbeit dargestellt.

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Inhaltsverzeichnis der Arbeit

1. Vorwort

2. Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung

2.1. Pädagogische Leistungsbewertung

2.2. Varianten der Rückmeldung

3. verbale Beurteilungen

3.1. verschiedene Varianten und Inhalte

3.2. Erstellung von Zeugnissen ohne Noten

3.3. Probleme

4. Notenzeugnisse oder verbale Beurteilungen?

4.1. Akzeptanz verbaler Beurteilungen

4.2. Pro und Contra – ein Vergleich

5. Schlusswort

Zielsetzung und Forschungsfragen

Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogische Relevanz und praktische Umsetzbarkeit verbaler Beurteilungen als Alternative oder Ergänzung zu herkömmlichen Zensurenzeugnissen im schulischen Kontext, um eine ganzheitlichere Förderung der Lernenden zu ermöglichen.

  • Pädagogische Leistungsbewertung und deren Ziele
  • Methodische Vielfalt der Rückmeldekultur
  • Herausforderungen und Gefahren bei der Erstellung verbaler Beurteilungen
  • Vergleich der Akzeptanz und Wirkung von Noten gegenüber verbalen Rückmeldungen
  • Die Rolle der individuellen Lernentwicklung in der schulischen Beurteilungspraxis

Auszug aus dem Buch

3.2. Der Prozess der Erstellung von Zeugnissen ohne Noten

Die aus dem Unterricht gewonnenen Erkenntnisse über die Leistung der Kinder müssen in der verbalen Beurteilung in eine Form gebracht werden, die sowohl adressatengerecht ist, den pädagogischen Zielen entspricht und den Forderungen der schulrechtlichen Bestimmungen genügt.

Bis das Zeugnis den Eltern und Kindern vorgelegt werden kann, sind bestimmte Arbeitsschritte zu unternehmen: Sichtung des Bewertungsmaterials, erste bewertende Zusammenfassung durch den Klassenlehrer und den Fachlehrern, nochmalige Überprüfung, Abstimmung aller Lehrer einer Klasse, Endfassung, Kenntnisnahme durch die Schulleitung.

Durch das Zeugnis sollen die Eltern über die Leistungen ihres Kindes informiert werden und gleichzeitig soll der Lernprozess der Kinder gefördert werden.

Da es Lehrern oft schwer fällt Beurteilungsformulierungen zu finden, werden in der Literatur zahlreiche Frage- und Kriteriensammlungen und Formulierungsbausteine veröffentlicht. Sie können als Anregungen dienen und zeigen wie differenziert verbale Beurteilungen im Vergleich zur Anwendung von Zensuren sein können.

Textbausteine zeugen jedoch nicht von pädagogischem Handeln und sollten deshalb nicht die Grundlage einer verbalen Beurteilung sein.

Eine individuelle und trotzdem systematische Vorgehensweise wird unterstützt, wenn sich die Lehrperson bei der Beurteilung an Fragen und Kriterien hält: Hat das Kind in den Lernbereichen die grundlegenden Ziele erreicht? Hat das Kind besondere Lerndefizite? Wie kann man dem Kind Mut machen? Wie wird im nächsten Schuljahr weitergearbeitet, damit evtl. Lücken geschlossen werden können? Welche besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten sollen dargestellt werden? Wo hat das Kind besondere Neigungen und Interessen? Welche konkreten Vorschläge für das Weiterlernen können gegeben werden? Aussagen zum Arbeits- und Sozialverhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel motiviert die Notwendigkeit, das Kind als Ganzheit im Blick zu behalten und beschreibt die Zielsetzung der Hausarbeit hinsichtlich einer Alternative zu Ziffernnoten.

2. Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung: Es wird der pädagogische Leistungsbegriff definiert und erläutert, wie verschiedene Formen der Rückmeldung den Lernprozess unterstützen können.

3. verbale Beurteilungen: Hier werden verschiedene Zeugnisvarianten wie das Raster-, Berichts- oder Briefzeugnis vorgestellt sowie der Erstellungsprozess und auftretende Probleme analysiert.

4. Notenzeugnisse oder verbale Beurteilungen?: Dieses Kapitel beleuchtet die Akzeptanz beider Formen bei Eltern und Schülern und vergleicht sie kritisch hinsichtlich ihrer Wirkung auf das Lernklima.

5. Schlusswort: Das Fazit fasst die Vorteile verbaler Beurteilungen zusammen und diskutiert die Schwierigkeiten einer Umstellung von langjährig etablierten Notensystemen.

Schlüsselwörter

Verbale Beurteilung, Leistungsbewertung, Zensuren, Lernentwicklung, Lernbericht, Pädagogik, Feedback, Schülerbeurteilung, Zeugnissysteme, Lernprozess, individuelle Förderung, Grundschule, Notengebung, Rückmeldekultur, Schulleistung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeit, verbale Beurteilungsformen als Alternative oder sinnvolle Ergänzung zu klassischen Zensuren in der Schule einzusetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die pädagogische Leistungsbewertung, verschiedene Typen von Zeugnisberichten und der Vergleich der psychologischen sowie pädagogischen Auswirkungen von Noten gegenüber Textbeurteilungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen verbale Beurteilungen eine bessere Option für die individuelle Lernförderung darstellen als Ziffernnoten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der empirische Untersuchungen und pädagogische Konzepte zur Leistungsbeurteilung ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des pädagogischen Leistungsbegriffs, die Vorstellung verschiedener Zeugnisvarianten sowie eine kritische Analyse der Vor- und Nachteile verbaler Beurteilungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Verbale Beurteilung, Leistungsbewertung, Lernentwicklung, individuelle Förderung und Rückmeldekultur.

Welche Probleme treten bei der Erstellung verbaler Beurteilungen laut der Arbeit auf?

Es werden Schwierigkeiten wie Formulierungsprobleme, die Gefahr standardisierter "Baustein"-Texte sowie ein erhöhter Zeitaufwand gegenüber Ziffernnoten genannt.

Wie stehen Eltern laut der Arbeit zu verbalen Beurteilungen?

Die Arbeit stellt fest, dass die Akzeptanz unter Eltern polarisiert, da ein Großteil aufgrund eigener Erfahrungen und Zukunftsängsten weiterhin Ziffernnoten bevorzugt.

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Details

Title
VERBALE BEURTEILUNG in der Schule: Zeugnisse ohne Noten - eine Möglichkeit?
College
University of Potsdam
Grade
2,0
Author
Monique Schwertfeger (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V58448
ISBN (eBook)
9783638526395
ISBN (Book)
9783638766289
Language
German
Tags
VERBALE BEURTEILUNG Schule Zeugnisse Noten Möglichkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monique Schwertfeger (Author), 2004, VERBALE BEURTEILUNG in der Schule: Zeugnisse ohne Noten - eine Möglichkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58448
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