Jeder von uns ist täglich mit Werbebotschaften konfrontiert, ob im Radio, auf der Straße (Werbeplakate) oder durch das Fernsehen. Die visuellen und auditiven Eindrücke sind vielfältig und Werbestrategien werden oft unbewusst wahrgenommen. Werbetexte bleiben unreflektiert. SchülerInnen glauben oftmals den Versprechungen der Werbung (Prestigegewinn, Verheißung von Glück, Erfolg, Sicherheit etc.). Daher muss die Schule bzw. der Deutschunterricht im Speziellen die Analysefähigkeit der SchülerInnen zum verantwortlichen Umgang mit Medien (Werbung) entwickeln. Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Sprachreflexion von Werbetexten im gegenwärtigen Deutschunterricht“.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Theoretische Grundlagen zur Werbung
2.1. Definition „Werbung“
2.2. Gestalt der Sprache der Werbung
3. Werbung im Deutschunterricht
3.1. Rahmenplan Primarstufe
3.2. Rahmenplan Sekundarstufe I
3.3. Rahmenplan Sekundarstufe II
3.4. Unterrichtsvorschläge
3.4.1. Primarstufe
3.4.2. Sekundarstufe I
3.4.3. Sekundarstufe II
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die sprachreflexiven Potenziale von Werbetexten und deren Rolle im modernen Deutschunterricht. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schülerinnen und Schüler durch die Analyse werblicher Kommunikationsstrategien eine kritische Werbekompetenz entwickeln können, um den täglichen medialen Beeinflussungsversuchen verantwortungsbewusst zu begegnen.
- Theoretische Grundlagen und sprachliche Gestaltungsmittel der Werbung
- Rhetorische Figuren und deren persuasive Wirkung
- Implementierung von Werbekompetenz in den Lehrplänen der Primar- und Sekundarstufen
- Praktische Unterrichtsvorschläge zur Förderung der Analysefähigkeit
- Kritischer Umgang mit Konsum und Manipulation
Auszug aus dem Buch
2.2. Gestalt der Sprache der Werbung
„ Die Werbebotschaft soll verstanden werden und so auf die Einstellung des Rezipienten einwirken, dass ein Produktimage aufgebaut und verfestigt wird bzw. eine Kaufabsicht entsteht. Diese Kaufabsicht soll so ausgeprägt sein dass sie tatsächlich zur Handlung und am besten zur Handlungswiederholung führt, [...]“ (Vgl. Janich 2001, 85).
Um die Aufmerksamkeit der potenziellen Käufer auf eine bestimmte Werbung zu wecken, ist es notwendig, dass die betreffende Werbung ausdrücklich wahrgenommen wird. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Sprache der Werbung persuasiv gestaltet, d.h., das Ziel der Werbung ist es, den potenziellen Käufer zu überreden bzw. zu überzeugen. Dies geschieht durch verschiedene Methoden: den Satzbau, die Wortwahl, Wortspielen, rhetorische Figuren oder auch Anglizismen. Im folgenden werden nun die wichtigsten Kernbegriffe und rhetorischen Figuren dargestellt.
Besonderheiten bei der Wortwahl sind: • häufiges Auftreten von Adjektiven • Einsatz von Superlativen • Wortneuschöpfungen und Wortzusammensetzungen
Besonderheiten im Satzbau sind: • oft unvollständige Sätze • viele Hauptsätze, selten Nebensätze • oft schlagwortartiger Satzbau • appellative Sätze, Fragesätze
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Der Abschnitt führt in das Thema der sprachlichen Gestaltung von Werbetexten ein und begründet die Notwendigkeit, diese im Deutschunterricht als Gegenstand der Medienkritik zu etablieren.
2. Theoretische Grundlagen zur Werbung: Hier werden Definitionen von Werbesprache sowie die linguistischen Mechanismen, insbesondere rhetorische Figuren und syntaktische Besonderheiten, ausführlich analysiert.
3. Werbung im Deutschunterricht: Dieses Kapitel erläutert das Stufenmodell der Werbekompetenz und verknüpft die Anforderungen der Rahmenlehrpläne mit praktischen didaktischen Umsetzungsvorschlägen für verschiedene Schulstufen.
4. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Sensibilisierung für die Allgegenwärtigkeit von Werbestrategien eine zentrale Aufgabe für die Entwicklung einer mündigen Konsumgesellschaft darstellt.
Schlüsselwörter
Werbesprache, Sprachreflexion, Deutschunterricht, Werbekompetenz, Rhetorik, Persuasion, Medienkritik, Rahmenlehrplan, Werbebotschaft, Rhetorische Figuren, Unterrichtsvorschläge, Konsumverhalten, Manipulation, Sprachanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der sprachlichen Gestaltung von Werbetexten und der Frage, wie diese im Deutschunterricht zur Förderung der Medienkompetenz eingesetzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Bestimmung von Werbesprache, der Bedeutung rhetorischer Mittel für die Kaufanimation und der didaktischen Aufarbeitung im Schulalltag.
Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, den Schülern durch die Analyse sprachlicher Mechanismen in der Werbung eine kritische Haltung gegenüber medialen Botschaften und ihrem eigenen Konsumverhalten zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Lehrplanvorgaben für den Deutschunterricht, kombiniert mit eigenen Unterrichtsvorschlägen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine linguistische Untersuchung der Sprache der Werbung und eine detaillierte Darstellung der Lernziele für Primar-, Sekundarstufe I und II.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Werbekompetenz, Werbesprache, Rhetorik, Persuasion, Medienkritik und Sprachreflexion.
Warum ist die Analyse von Werbesprüchen in der Primarstufe sinnvoll?
Es dient dazu, einen ersten spielerischen Zugang zu sprachlichen Besonderheiten zu schaffen und die Fähigkeit zu entwickeln, Werbung überhaupt als solche zu identifizieren.
Welche Rolle spielt der Begriff der Manipulation in der Sekundarstufe II?
In der Oberstufe lernen Schüler, zwischen einer rein überzeugenden (persuasiven) Absicht und einer manipulativen Form der Einflussnahme zu unterscheiden, um ihre Medienmündigkeit zu stärken.
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- Monique Schwertfeger (Author), 2006, Sprachreflexive Potenzen von Werbetexten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58456