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Mobbing in der Schule. Welche Persönlichkeitsmerkmale stehen im Zusammenhang mit dem Verhalten des Täters?

Titre: Mobbing in der Schule. Welche Persönlichkeitsmerkmale stehen im Zusammenhang mit dem Verhalten des Täters?

Dossier / Travail , 2018 , 24 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Psychologie - Généralités
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In dieser Arbeit wird sich auf diejenigen Menschen konzentriert, die Anderen körperliche und/oder seelische Schmerzen hinzufügen. Gegenstand der Hausarbeit soll sein, herauszustellen, inwiefern Persönlichkeitsmerkmale im Zusammenhang mit dem Täterverhalten stehen. Dabei beziehe ich sowohl typische Verhaltensweisen, aber auch das Geschlecht, familiäre Erziehungsstile bzw. familiäre Umstände sowie Migrationshintergründe ein, die ebenfalls Einfluss auf Persönlichkeitsstrukturen haben können.

Im ersten Teil der Arbeit werde ich zunächst den Begriff Mobbing genauer definieren und mit dem begriffsverwandten Wort Bullying vergleichen. Anschließend soll die Frage geklärt werden, ab wann man tatsächlich einen Mobbingfall identifizieren kann und wo demnach die Grenzen zwischen Spielereien und einem echten Mobbing-Verhalten von Kindern und Jugendlichen gezogen werden können. Danach soll die Rollenverteilung in Mobbing-Situationen genauer untersucht werden, indem zuerst die Rolle des Opfers und die des Täters gegenübergestellt wird und danach weitere bedeutsame Rollen betrachtet werden. Im vierten Kapitel sollen dann Ursachen und Folgen für Mobbing geklärt werden. Dafür werden sowohl die Ursachen und Folgen des Opfers beschrieben, der Fokus soll allerdings in beiden Punkten auf der Täterseite liegen. Folgend werden Befunde der HBSC-Studie zu Tätermerkmalen dargestellt, welche im nächsten Schritt diskutiert werden. Zudem sollen weitere Persönlichkeitsmerkmale beschrieben und die Ergebnisse dieser Hausarbeit im Fazit zusammengefasst werden.

Fast jeder sechste 15-Jährige wird in Deutschland regelmäßig Opfer von teils massiven körperlichen und/oder seelischen Misshandlungen durch Mitschüler. Die 2017 veröffentlichte PISA-Studie zeigt, dass diese Schüler dabei sogar mehrmals im Monat von Mobbing betroffen sind. Die Schule wird in solchen Fällen von Kindern und Jugendlichen weniger als Lernort, sondern mehr als ein Ort der Qual wahrgenommen. Durch die alltäglichen Vorfälle entwickelte sich Mobbing als Teil des Schulalltags und bildet seit einigen Jahrzehnten den Ausgangspunkt vieler öffentlicher Debatten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Mobbing in der Schule

2.1 Der Begriff ,,Mobbing‘‘ vs. ,,Bullying‘‘

2.2 Ab wann spricht man von Mobbing?

3 Die Rollenverteilung

3.1 Die Unterscheidung zwischen Opfer und Täter

3.2 Mobbing als Gruppenphänomen/weitere Rollen

4 Ursachen und Folgen

3.1 Mögliche Ursachen im Fokus der Täterseite

3.2 Mögliche Folgen im Fokus der Täterseite

5 Studie zur Täterperspektive

5.1 Diskussion und weitere Persönlichkeitsmerkmale des Täters

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Hintergründe und Persönlichkeitsmerkmale, die mit dem Verhalten von Mobbing-Tätern im schulischen Kontext in Zusammenhang stehen, um ein tieferes Verständnis für die Entstehungsbedingungen von Täterverhalten zu entwickeln.

  • Definition und Abgrenzung von Mobbing und Bullying
  • Analyse der verschiedenen sozialen Rollen in Mobbing-Prozessen
  • Untersuchung von Ursachen und langfristigen Folgen aus der Täterperspektive
  • Auswertung von Daten der HBSC-Studie zur Identifikation von Tätermerkmalen
  • Reflexion der Rolle von familiären Einflüssen und sozialen Faktoren bei der Entstehung von Aggression

Auszug aus dem Buch

3.2 Mögliche Folgen im Fokus der Täterseite

Der Mythos, dass Mobbing harmlos ist und zum Erwachsenwerden dazugehört, kann anhand zahlreicher Mobbing-Forschung widerlegt werden. Mobbing tritt wiederholt über einen längeren Zeitraum auf, was bedeutet, dass dem Opfer kaum Gelegenheit zur Regeneration oder zum Erwerb von Problemlösungskompetenzen geboten wird.

Das Mobbing-Opfer fühlt sich in vielen Situationen hilflos, einem Stärkeren gegenüber ausgeliefert und somit fremdbestimmt. Durch das wiederholte Gefühl der Fremdbestimmung kann sich auf Dauer die Sichtweise verfestigen, selbst wenig Einfluss auf Geschehnisse nehmen zu können und so die Kontrolle über das eigene Leben zu verlieren. Die Folge kann eine sogenannte ,,erlernte Hilflosigkeit‘‘ sein, die wiederum als Vorläufer für weitere psychologische Probleme (z.B. Depressionen) gilt. MobbingÜbergriffe können außerdem zu einem Verlust von Selbstvertrauen führen oder negative Gefühle wie Einsamkeit oder Stress hervorrufen. Auch körperliche Verletzungen können Folge von Mobbing sein, beispielsweise blaue Flecken, Kratzer oder Platzwunden.

Langzeitstudien ergaben, dass Mobbing-Opfer auch noch zehn Jahre später ein höheres Risiko haben, unter einem niedrigen Selbstwertempfinden und Selbstvertrauen zu leiden sowie an Depressionen zu erkranken. Auch das Aufbauen sozialer Kontakte kann durch die Viktimisierung schwerer fallen. Das bedeutet, dass Mobbing, das während der Schulzeit erlebt wurde, die Lebensqualität bis ins Erwachsenenalter beeinträchtigen kann (Vgl. Wachs et al., 2016).

Allerdings stellen sich die Folgen für Mobbing-Täter nicht minder gravierender dar. Auch im Falle eines Mobbing-Täters konnten Folgen wie ein Leistungsabfall, das Fernbleiben von der Schule, psychosomatische Beschwerden (z.B. Kopf- und Bauchschmerzen), ein gestörtes Essverhalten, Angst- und Einsamkeitsgefühle oder Depressionen nachgewiesen werden (Vgl. Schubarth, 2010). Zudem berichten Mobbing-Täter häufiger von psychosomatischen Beschwerden als andere Schüler.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen Mobbing an Schulen ein, erläutert die persönliche Motivation des Autors zur Themenwahl und definiert die Forschungsfrage nach den Persönlichkeitsmerkmalen von Mobbing-Tätern.

2 Mobbing in der Schule: Dieses Kapitel definiert den Begriff Mobbing, grenzt ihn vom verwandten Begriff Bullying ab und legt die Kriterien fest, ab wann von einem tatsächlichen Mobbing-Fall gesprochen werden kann.

3 Die Rollenverteilung: Hier werden die Rollen von Tätern und Opfern differenziert beleuchtet und Mobbing als komplexes Gruppenphänomen mit weiteren Beteiligten wie Assistenten, Verstärkern und Verteidigern beschrieben.

4 Ursachen und Folgen: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen psychosozialen Ursachen für Täterverhalten sowie die weitreichenden negativen Konsequenzen für alle beteiligten Personen.

5 Studie zur Täterperspektive: Auf Basis der HBSC-Studie werden empirische Daten ausgewertet, um spezifische Tätermerkmale wie Geschlecht, familiären Wohlstand und Migrationshintergrund zu diskutieren.

6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und betont, dass Täterverhalten nicht monokausal, sondern durch das Zusammenwirken vielfältiger individueller und sozialer Faktoren bestimmt ist.

Schlüsselwörter

Mobbing, Bullying, Schule, Täterperspektive, Opferrolle, Sozialisation, Aggression, Persönlichkeitsmerkmale, HBSC-Studie, Gruppenprozess, Erziehungsstil, Schulklima, Prävention, Intervention, psychosomatische Beschwerden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen Mobbing an Schulen, wobei der Fokus gezielt auf die Täterseite und deren Persönlichkeitsmerkmale gelegt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Mobbing, die Rollenverteilung in Schulklassen, die Ursachenforschung und die langfristigen Folgen für sowohl Täter als auch Opfer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, welche spezifischen Persönlichkeitsmerkmale und sozialen Bedingungen das Verhalten von Mobbing-Tätern begünstigen und in welchem Zusammenhang diese stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Analyse empirischer Daten der internationalen HBSC-Studie zur Täterperspektive.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Einordnung von Mobbing, der Rollenanalyse, der Untersuchung von Ursachen wie Erziehungsstilen und der Auswertung statistischer Daten zu Tätermerkmalen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Mobbing, Bullying, Täterperspektive, Sozialisation, Aggression und die HBSC-Studie.

Spielt das Geschlecht eine Rolle bei der Mobbing-Täterschaft?

Ja, die Arbeit identifiziert das Geschlecht als zentrales Differenzierungskriterium, wobei Jungen statistisch gesehen häufiger als Täter in Erscheinung treten als Mädchen.

Sind Mobbing-Täter zwangsläufig sozial defizitär?

Nein, die Untersuchung zeigt, dass viele Täter über ein hohes Maß an sozialer Kompetenz und Intelligenz verfügen, um ihre Ziele und ihren Status innerhalb der Gruppe effektiv durchzusetzen.

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Résumé des informations

Titre
Mobbing in der Schule. Welche Persönlichkeitsmerkmale stehen im Zusammenhang mit dem Verhalten des Täters?
Université
University of Potsdam  (Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde)
Cours
Einführung in die Psychologie
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
24
N° de catalogue
V584652
ISBN (ebook)
9783346160638
ISBN (Livre)
9783346160645
Langue
allemand
mots-clé
Mobbing Schule Mobbing Schule Täterperspektive Mobbing Täter Mobbing Persönlichkeitsmerkmale Bullying Opfer und Täter Mobbing Gruppenphänomen Rollenverteilung Mobbing Ursachen Folgen PISA-Studie HBSC-Studie Schulalltag Seelischer Schmerz Alltagsphänomen
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2018, Mobbing in der Schule. Welche Persönlichkeitsmerkmale stehen im Zusammenhang mit dem Verhalten des Täters?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584652
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Extrait de  24  pages
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