Die Arbeit beschäftigt sich damit, inwieweit kleine und mittlere Unternehmen die Gesundheit ihrer Beschäftigten erhalten und fördern. Um diese Frage beantworten zu können, werden betriebliche Experten wie Geschäftsführer, Personalleiter oder Beauftragte für das Mitarbeiterwohl aus zehn verschiedenen Unternehmen schriftlich befragt. Die Befragten sollen sich in erster Linie mit dem Thema der betrieblichen Gesundheitsförderung befassen und aus ihrer Sicht das Unternehmen bewerten.
Das Arbeitsumfeld, die Arbeitsbedingungen, der Führungsstil und die Unternehmenskultur sind grundlegende Felder, welche maßgebliche Informationen zu der aktuellen Gesundheitsförderung im Unternehmen preisgeben. Anhand dieser Ergebnisse soll geprüft werden, wo noch Handlungsbedarf besteht. Im Anschluss werden Ideen und Lösungswege dargestellt, um die Situation im betrieblichen Gesundheitsmanagement zu verbessern und mehr für das Wohl und die Gesundheit der Arbeitnehmer zu tun.
Die deutsche Bevölkerung wird statistisch gesehen immer älter und der demografische Wandel hat eine enorme Auswirkung auf den Arbeitsmarkt. Kleine und mittlere Unternehmen haben es in der stetig alternden Belegschaft schwer jungen Nachwuchs für sich zu gewinnen, was folglich zu einem Fachkräftemangel führt. Um eine hohe Leistungsfähigkeit für Arbeitnehmer im höheren Alter aufrecht zu halten wird ein strukturiertes BGM-Konzept entwickelt. Meist scheitert dies an der Umsetzung aufgrund von Ressourcenmangel, dem Tagesgeschäft oder der Führungskultur.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Arbeit und Gesundheit
3.1.1 Definition und Verständnis von Gesundheit
3.1.2 Arbeits- und Gesundheitssituation der erwerbstätigen Bevölkerung
3.2 Grundlagen des betrieblichen Gesundheitsmanagements
3.2.1 Die Begriffsbestimmung und Bestandteile des BGM
3.2.2 Arbeits- und Gesundheitsschutz
3.2.3 Grundlagen des betrieblichen Eingliederungsmanagements
3.2.4 Grundlagen der betrieblichen Gesundheitsförderung
3.3 Führung und Gesundheit in KMU
3.4 Unternehmenskultur und Gesundheit
3.5 Verhältnis- und Verhaltensprävention
4 METHODIK
4.1 Inwiefern unterscheiden sich die Potenziale der betrieblichen Gesundheitsförderung in den verschiedenen Branchen?
4.2 Allgemeine Informationen zum Studiendesign
4.3 Beschreibung der Stichprobe
4.4 Beschreibung der Messinstrumente
4.5 Beschreibung der Untersuchungsdurchführung
4.6 Beschreibung der statistischen Auswertung des Datenmaterials
5 ERGEBNISSE
5.1 Deskriptive Statistik
5.1.1 Mitarbeiterzahl und Unternehmensbranche
5.1.2 Gesundes Unternehmen (Strategie)
5.1.3 Gesundes Arbeitsumfeld
5.1.4 Gesunde Organisation
5.1.5 Gesunde Führung
5.1.6 Gesundes Miteinander (Unternehmenskultur)
5.1.7 Gesundes Verhalten
5.2 Unterschiede der Gesundheitsförderung in der Dienstleistung im Vergleich zu den anderen Branchen
5.3 Die Problematik der Suchtprävention und -hilfe in den KMU
6 DISKUSSION
6.1 Interpretation der Ergebnisauswertung
6.2 Methodenkritik
6.3 Maßnahmen und Lösungswege zur Steigerung der Gesundheitsförderung
6.4 Ausblick
7 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Potenzial und den aktuellen Stand der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Das Ziel ist es, gesundheitsrelevante Handlungsbedarfe zu identifizieren, um die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Arbeitnehmer nachhaltig zu erhalten und zu fördern, sowie Lösungswege für eine strukturierte Implementierung eines BGM-Konzepts aufzuzeigen.
- Analyse gesundheitsrelevanter Themenfelder in KMU
- Vergleich der Gesundheitsförderungspotenziale zwischen verschiedenen Branchen
- Einfluss von Führungskultur und Unternehmenskultur auf die Mitarbeitergesundheit
- Entwicklung von Maßnahmen zur Steigerung der Gesundheitsförderung
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung und Problemstellung
„Was tun Sie im Moment für die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter?“ Diese Frage stelle ich seit längerer Zeit vielen Führungspersonen in meinem Job als Corporate Sales Manager für die Firma Qualitrain, ein Anbieter für die Lösung des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in Unternehmen. Die Gesundheit der Mitarbeiter steht bei den Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) im Vordergrund. In diesem Zusammenhang existieren bereits gute Beispiele für erfolgreiche Projekte in jeglichen Betriebsgrößen, doch vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind die Potenziale der betrieblichen Gesundheitsförderungsaktivitäten noch steigerungsfähig.
Der Sinn eines BGM, ist eine gesundheitsfördernde Struktur und der Prozess, damit ein Mitarbeiter sich gesundheitsbewusster im Unternehmen verhalten kann. Ziele sind in erster Linie die Reduzierung von Belastung und Stress eines Mitarbeiters, welche durch individuelle Maßnahmen erfolgt. Die Entscheidung, Planung, Durchführung und Kontrolle einer gesundheitsorientierten Strukturumwandlung übernimmt in erster Linie der Gesundheitsmanager. Erfolgsfaktoren des betrieblichen BGMs sind die Verbesserung der Führung, die Mitarbeiterqualifikationen, eine bessere Work – Life Balance oder auch die altersgerechte Arbeitsgestaltung.
Durch die Globalisierung und den Strukturwandel kommt es zu Zeitdruck und Unsicherheit. Eine negative Arbeitsatmosphäre entsteht durch mangelnde Führung, geringe Handlungsspielräume und Tranzparenz, eine zu hohe Arbeitsbelastung und Anforderungen gegenüber den Arbeitnehmern. Aufgrund der erhöhten Belastungen durch Mobbing, Burn-out und Kündigungen, entwickeln Arbeitnehmer chronische Krankheiten. All diese Probleme können durch ein aktives BGM verhindert und gefördert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des betrieblichen Gesundheitsmanagements und identifiziert Handlungsbedarf bei der Förderung der Mitarbeitergesundheit in kleinen und mittleren Unternehmen.
2 ZIELSETZUNG: Das Kapitel definiert das Ziel der Arbeit, den Status quo der Gesundheitsförderung in zehn ausgewählten Unternehmen durch Befragungen zu analysieren und daraus Optimierungspotenziale abzuleiten.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Es werden grundlegende Definitionen und der wissenschaftliche Kontext zu Gesundheit, Arbeitsbelastung, BGM, Führung, Unternehmenskultur und Präventionskonzepten dargestellt.
4 METHODIK: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign der Expertenbefragung, die Auswahl der Stichprobe, das Messinstrumentarium sowie die Durchführung und Auswertung der Daten.
5 ERGEBNISSE: Hier werden die erhobenen Daten aus den acht Themenfeldern in deskriptiver Form präsentiert und Unterschiede in der Gesundheitsförderung zwischen Dienstleistung und anderen Branchen aufgezeigt.
6 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden interpretiert, kritisch reflektiert und in konkrete Handlungsempfehlungen sowie einen Ausblick für zukünftige Forschungsbedarfe überführt.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Dieses Kapitel bietet einen abschließenden Überblick über die zentralen Erkenntnisse der Studie und betont die Dringlichkeit strukturierter BGM-Konzepte in KMU.
Schlüsselwörter
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF, kleine und mittlere Unternehmen, KMU, Mitarbeitergesundheit, Gesundheitsprävention, Unternehmenskultur, Führung, Arbeitsplatzgestaltung, Gefährdungsbeurteilung, Suchtprävention, Mitarbeiterzufriedenheit, Leistungsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie es um die betriebliche Gesundheitsförderung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bestellt ist und welche Potenziale zur Verbesserung bestehen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Untersuchung deckt acht Themenfelder ab, darunter die Unternehmensstrategie, das Arbeitsumfeld, die Organisation, das Führungsverhalten, die Unternehmenskultur sowie das individuelle Gesundheitsverhalten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, Handlungsbedarfe in KMU aufzudecken, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter durch gezielte betriebliche Gesundheitsmaßnahmen zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin führt eine schriftliche Befragung von zehn Geschäftsführern und BGM-Verantwortlichen in verschiedenen Unternehmen durch, deren Ergebnisse anschließend mittels deskriptiver Statistik analysiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung des aktuellen Kenntnisstandes sowie eine empirische Analyse, in der die Ergebnisse der Unternehmensbefragungen detailliert dargestellt und diskutiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), KMU, Gesundheitsförderung, Prävention, Unternehmenskultur und Führung.
Warum schneiden Dienstleistungsunternehmen bei der Befragung oft negativer ab?
Die Ergebnisse zeigen, dass Dienstleistungsbetriebe in vielen Themenfeldern häufiger Handlungsbedarf aufweisen, was oft mit spezifischen Arbeitsanforderungen und einer notwendigen Neudefinition der Gesundheitsförderungskultur zusammenhängt.
Wie bewertet die Studie die Bedeutung der Führungskraft?
Die Führungskraft wird als entscheidender Erfolgsfaktor gesehen, die nicht nur operative Prozesse steuert, sondern auch eine wesentliche Vorbildfunktion für die Gesundheit und Motivation der gesamten Belegschaft einnimmt.
- Arbeit zitieren
- Benedikt Kohly (Autor:in), 2019, Betriebliches Gesundheitsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen. Erhalt und Förderung des Mitarbeiterwohls, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584713