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Terrorismus im Netz. Die mediale Anwerbung von Frauen für den Jihad

Titel: Terrorismus im Netz. Die mediale Anwerbung von Frauen für den Jihad

Hausarbeit , 2019 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Victoria Schatara (Autor:in)

Soziologie - Krieg und Frieden, Militär
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beleuchtet, wie Frauen für den Jihad angeworben werden. Der Fokus liegt hierbei an den Besonderheiten, bzw. konkreter, dem Gendern der Rekrutierung.

Anders als bei anderen extremistischen Gruppen, wurden beim Islamischen Staat die heiligen Krieger aus der ganzen Welt über die sozialen Netzwerke angeworben, deren Vorteile als revolutionär schnelles Propagandamedium die Islamisten für sich entdeckt haben. Dies ist jedoch nicht der einzige Aspekt, in dem sich die Kampagnen des IS signifikant von vorangehenden unterscheiden, denn für diesen Kampf wurden ganz gezielt auch Frauen angesprochen. Wie die Anwerbe von Frauen für den Jihad von statten geht, ist der Untersuchungspunkt der vorliegenden Arbeit.

Im ersten Teil wird nachgezeichnet, wie Frauen zu einem wichtigen Unterscheidungsmerkmal des „neuen“ zum „alten“ Jihads wurden. Danach werden Gründe für den Beitritt aus der Sicht der betroffenen Frauen aufgezählt und im Zuge dessen auch, welche Rhetorik und Strategien verwendet werden, um die Vorzüge des Beitritts für Frauen zu propagieren. Abschließend zeigt eine Fallstudie aus den sozialen Netzwerken, wie sich die Theorie auf die Praxis anwenden lässt. Das Fazit am Ende der Arbeit fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen, wobei er die aktuelle Situation der Frauen im IS einbezieht und bietet einen Ausblick auf die zukünftige Situation.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.)Einleitung

2.) Frauen im neuen Jihad

2.2) Gründe für den Jihad

3) Strategien der medialen Anwerbung von Frauen

3.1.1) Propaganda über Zeitschriften

3.1.2.) Propaganda über Foto und Video

3.1.3.) Über Posts in den sozialen Netzwerken

3.2.) Direkte Anwerbung über soziale Netzwerke

3.2.1.) Über Privatnachrichten

4.) Fallstudie

4.1.) Das Opfer: Mélodie

5.2.) Die Anwerbung

6.) Resümee und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Methoden und psychologischen Strategien, mit denen der „Islamische Staat“ (IS) gezielt Frauen über digitale Kanäle für seine Ideologie und den Jihad anwirbt. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie durch mediale Propaganda und individuelle Kontaktaufnahme emotionale Bedürfnisse von Frauen adressiert werden, um sie zur Ausreise oder Unterstützung der Terrororganisation zu bewegen.

  • Die Rolle der Frau innerhalb der Ideologie des „neuen“ Jihads.
  • Psychologische und soziale Motive für den Beitritt von Frauen.
  • Digitale Propagandastrategien wie Zeitschriften, soziale Netzwerke und Bildmedien.
  • Methoden der direkten Anwerbung durch „Love Bombing“ und Privatnachrichten.
  • Analyse der Rekrutierungsmechanismen anhand einer Fallstudie.

Auszug aus dem Buch

3.1.1) Propaganda über Zeitschriften

An die in 2.2. aufgezählten Punkte angelehnt, findet die mediale Anwerbung auf zweierlei Weise statt. Bei der Ersteren werden Interessentinnen und potenzielle Rektrutinnen in Form von analogen und digitalen Zeitschriften mit Informationen versorgt, die ihr Interesse noch mehr anregen sollen. Online Magazine wie das Dabiq oder das von der Al-Qaeda in 2011 rausgegebene Al-Shamikha Magazin, stiften ein feindliches Bild vom Westen und werfen diesem vor, muslimische Frauen vom wahren Glauben abzuhalten, den sie nur im Jihad finden können:

Because women constitute half of the population – and one might even say that they are the population since they give birth to the next generation – the enemies of Islam are bent on preventing the Muslim woman from knowing the truth about her religion and her role, since they know all too well what would happen if women entered the field of jihad… The nation of Islam needs women who know the truth about her religion and about the battle and its dimensions and know what is expected of them.

Obwohl sich Zeitschriften wie die Al-Shamikha ausschließlich an potenzielle Jihadistinnen richten, erscheinen sie auf Englisch und imitieren, überdies, die Ästhetik von „glossy“ Frauenmagazinen wie dem Cosmopolitan oder der Elle. Dies tun sie mit dem Ziel, europäisches und amerikanisches Publikum anzusprechen und miteinzubeziehen. Neben Schönheits- und Modetipps geben die Herausgeber, unter anderem, auch Ratschläge, wie man seinen Ehemann am besten auf dem Weg ins Märtyrertum begleitet und was, im Allgemeinen, eine gute muslimische Ehefrau ausmacht.

Zusammenfassung der Kapitel

1.)Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des islamistischen Terrorismus ein und erläutert, wie der IS gezielt Frauen als neue Zielgruppe für seine Expansion entdeckt hat.

2.) Frauen im neuen Jihad: Das Kapitel beleuchtet Statistiken zur Radikalisierung von Frauen und analysiert die vielfältigen, oft in Krisensituationen begründeten Motive für einen Beitritt.

3) Strategien der medialen Anwerbung von Frauen: Hier werden die verschiedenen Propagandakanäle wie Zeitschriften und soziale Medien sowie deren spezifische Gestaltung für weibliche Zielgruppen analysiert.

4.) Fallstudie: Die Fallstudie anhand von Anna Erelles Buch illustriert den konkreten Rekrutierungsprozess einer jungen Frau durch einen IS-Kämpfer.

6.) Resümee und Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Gefahr der gezielten Manipulation von psychologisch oder sozial vulnerablen Frauen durch digitale Anwerbungsnetzwerke.

Schlüsselwörter

Jihad, Islamischer Staat, Radikalisierung, Frauen, Propaganda, digitale Medien, soziale Netzwerke, Rekrutierung, Islamismus, Terrorismus, Identitätsfindung, Ideologie, Online-Magazine, Love Bombing, Fallstudie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die mediale Anwerbung von Frauen durch den Islamischen Staat und wie digitale Kanäle genutzt werden, um Frauen von einem Beitritt zum Jihad zu überzeugen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit umfasst die psychologischen Hintergründe der Radikalisierung, die Analyse von Propagandazeitschriften und die direkte Kommunikation über soziale Medien.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit erforscht, wie die Anwerbung von Frauen für den Jihad konkret abläuft und welche rhetorischen sowie psychologischen Strategien dabei zum Einsatz kommen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Fallstudie eines investigativen Berichts basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Beweggründe für den Beitritt, die detaillierte Untersuchung digitaler Strategien und eine praktische Fallstudie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Radikalisierung, IS-Propaganda, digitale Rekrutierung, Online-Radikalisierung und die spezifische Rolle der Frau im Jihad.

Wie nutzen Rekrutierer das sogenannte „Love Bombing“?

Dies ist eine Methode der gezielten emotionalen Bindung über Privatnachrichten, bei der Vertrauen aufgebaut wird, um das Opfer anschließend für die Jihad-Ideologie zu gewinnen.

Welche Rolle spielt die Fallstudie über Mélodie?

Sie dient als konkretes Praxisbeispiel, um die von der Theorie beschriebenen Mechanismen der Manipulation und Verführung durch einen IS-Kämpfer zu belegen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Terrorismus im Netz. Die mediale Anwerbung von Frauen für den Jihad
Hochschule
Universität Regensburg
Note
1,7
Autor
Victoria Schatara (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
15
Katalognummer
V584883
ISBN (eBook)
9783346212870
ISBN (Buch)
9783346212887
Sprache
Deutsch
Schlagworte
anwerbung frauen jihad netz terrorismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Victoria Schatara (Autor:in), 2019, Terrorismus im Netz. Die mediale Anwerbung von Frauen für den Jihad, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584883
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Leseprobe aus  15  Seiten
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