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Wie können Anlagefehler vermieden werden? Finanzpsychologische Erkenntnisse und die Optimierung des Anlageverhaltens

Titel: Wie können Anlagefehler vermieden werden? Finanzpsychologische Erkenntnisse und die Optimierung des Anlageverhaltens

Hausarbeit , 2018 , 38 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Bettina Schäfer (Autor:in)

Psychologie - Wirtschaftspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die finanzpsychologische Forschung zu möglichen Lösungsansätzen zur Vermeidung von Anlagefehlern und der Verbesserung des Anlageverhaltens steht noch am Anfang. Diese Arbeit soll einen Beitrag zur Exploration von Lösungsansätzen darstellen, indem sie versucht die bisherigen finanzpsychologischen Erkenntnisse in ein Coaching-Konzept einzubinden.

Investitionsentscheidungen werden von Privatpersonen häufig als komplex und riskant wahr-genommen. Aufgrund dessen treffen Privatanleger beim Wertpapierhandel nicht immer Entscheidungen, die in ihrem besten Interesse liegen. Ursächlich hierfür sind die selektive Wahrnehmung und die Verwendung von Heuristiken, die zu Verzerrungen und Fehleinschätzungen führen können. Zu den häufigsten systematischen Anlagefehlern zählen nach verhaltenswissenschaftlicher Finanzmarktforschung eine hohe Handelsaktivität und mangelnde Diversifikation. Die Behavioral Finance als interdisziplinäre Wissenschaft untersucht das Verhalten von Anlegern, um mögliche Ansatzpunkte zur Optimierung von Anlageentscheidungen zu entwickeln. Hierfür wird, anhand eines Fallbeispiels, ein praktisch anwendbarer Einzel-Coaching-Ansatz für eine Privatanlegerin entwickelt. Die Gestaltung und Durchführung erfolgt in Form einer Online-Intervention. Das Coaching soll keine Anlageberatung im eigentlichen Sinne darstellen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen und die Privatanlegerin in ihren zukünftigen Entscheidungen unterstützen. Im Fokus des Coaching-Konzepts stehen die Wissensvermittlung, Zielvereinbarung, die Selbstreflexion zur Förderung von Einsicht, Ressourcenaktivierung sowie das Einüben alternativer Denk- und Handlungsweisen.

Durch die vorgestellten Maßnahmen im Rahmen des Coachings soll die Anlegerin ihre Handlungs- und Entscheidungskompetenz erweitern. Das Ergebnis dieser Hausarbeit ist: Ein wissenschaftlich fundiertes Coaching- Konzept, das sowohl finanzwissenschaftliche als auch psychologische Erkenntnisse berücksichtigt, eignet sich als Maßnahme, um schädliches Anlageverhalten zu begrenzen und Privatpersonen bei besseren Anlageentscheidungen zu unterstützen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation und Forschungsgegenstand

1.2 Vorgehensweise

2 Finanzpsychologische Erkenntnisse zum Anlageverhalten

2.1 Entscheidungen unter Risiko

2.2 Angewandte Heuristiken im Informations- und Entscheidungsprozess

2.2.1 Heuristiken bei der Informationswahrnehmung

2.2.2 Heuristiken bei der Informationsverarbeitung

2.2.3 Heuristiken bei der Investitionsentscheidung

2.3 Häufige Fehler von Privatanlegern

2.3.1 Übermäßiges und kostenintensives Handeln

2.3.2 Mangelnde Diversifikation

2.4 Mögliche Ansatzpunkte und Maßnahmen

3 Coaching als Möglichkeit zur Optimierung des Anlageverhaltens

3.1 Begriffsabgrenzung und Anwendungsgebiete

3.2 Online-Coaching als besondere Form der psychologischen Beratung

3.3 Interventionen im psychologischen Einzel-Coaching

3.4 Ansatzpunkte und Wirksamkeit von Coaching

3.5 Prozesssteuerung im Coaching

4 Entwicklung und Planung des Finanz-Coaching-Konzepts

4.1 Einführung des Fallbeispiels

4.2 Die Phasen des Einzel-Coachings

4.2.1 Erstgespräch und Identifikation des Kernthemas

4.2.2 Zielbestimmung und Motivationsklärung

4.2.3 Hypothesenprüfung und Diagnostik

4.2.4 Ressourcenaktivierung

4.2.5 Erstellung eines Maßnahmenplans und Durchführung

4.2.5.1 Selbstständiger Wissenserwerb

4.2.5.2 Ermittlung der finanziellen Risikobereitschaft

4.2.5.3 Senken der Kontrollhäufigkeit der Depotentwicklung

4.2.6 Evaluation und Ergebnissicherung

5 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie finanzpsychologische Erkenntnisse und ein strukturierter Coaching-Ansatz genutzt werden können, um das Anlageverhalten von Privatanlegern zu optimieren und systematische Fehler bei Investitionsentscheidungen zu reduzieren.

  • Analyse von Heuristiken und psychologischen Verzerrungen im Anlageprozess
  • Identifikation häufiger Anlagefehler wie mangelnde Diversifikation und übermäßiges Handeln
  • Entwicklung eines Online-Coaching-Konzepts zur Förderung der finanziellen Entscheidungskompetenz
  • Praktische Anwendung anhand eines Fallbeispiels zur Verhaltensänderung
  • Evaluation von Methoden zur Stärkung der Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion

Auszug aus dem Buch

Die Phasen des Einzel-Coachings

Der Coach schickt der Klientin vorab einen Fragebogen, damit sie sich auf die erste Coaching-Sitzung vorbereiten kann. Der Fragebogen enthält folgende Fragen, die Orientierung im Erstgespräch geben (Dehner, 2002; Niemayer, 2007):

• Was ist der konkrete Anlass des Coachings?

• Welche Veränderung möchten sie erreichen?

• Welche Erwartungen haben sie an das Coaching?

Das Erstgespräch ist die Grundlage des gesamten Coaching-Prozesses und richtungsweisend für die folgende Beratungsbeziehung. Nach Rauen (2002) müssen einige wichtige Voraussetzungen gegeben sein, damit das Coaching gelingt. Es müssen grundsätzliche Fragen bezüglich des Anlasses, der Erwartungen und Möglichkeiten geklärt werden. Des Weiteren lernen sich Coach und Klientin gegenseitig kennen und prüfen ob eine gemeinsame Zusammenarbeit möglich ist. Die Anlegerin wird von dem Coach gebeten die Ausgangssituation und ihr Problem anhand der zuvor geschickten Fragen zu schildern. Sie erzählt dem Coach, die im Fallbeispiel erläuterte Situation und legt dar, dass sie einerseits gerne wieder in den Wertpapierhandel einsteigen möchte und andererseits große Angst vor weiteren Verlusten hat. Sie erwartet von dem Coaching, dass sie Unterstützung bei der Problemlösung erhält. Denn sie möchte gerne wieder mit dem Vermögensaufbau an der Börse beginnen, um sich für das Alter abzusichern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Anlageverhaltens von Privatanlegern in Deutschland ein und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der praktischen Anwendbarkeit von Finanz-Coaching.

2 Finanzpsychologische Erkenntnisse zum Anlageverhalten: Das Kapitel erläutert die psychologischen Hintergründe, Heuristiken und häufigen systematischen Fehler, die Privatanleger bei ihren Anlageentscheidungen unter Risiko treffen.

3 Coaching als Möglichkeit zur Optimierung des Anlageverhaltens: Hier werden theoretische Grundlagen des Coachings, insbesondere die Wirksamkeit von Online-Interventionen und Interventionsmethoden, für den finanzpsychologischen Kontext hergeleitet.

4 Entwicklung und Planung des Finanz-Coaching-Konzepts: Anhand eines Fallbeispiels wird ein konkreter Coaching-Prozess durchlaufen, der von der Diagnostik über die Ressourcenaktivierung bis hin zum Maßnahmenplan zur Verhaltensänderung reicht.

5 Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit, diskutiert methodische Grenzen des Coaching-Konzepts und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Finanzpsychologie, Anlageverhalten, Privatanleger, Coaching, Verhaltensökonomie, Heuristiken, Diversifikation, Verlustaversion, Online-Coaching, Entscheidungsprozess, Finanzkompetenz, Selbstreflexion, Risikobereitschaft, Behavioral Finance, Anlagestrategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung finanzpsychologischer Erkenntnisse im Rahmen eines Coaching-Konzepts, um Privatanlegern zu helfen, ihr Anlageverhalten zu verbessern und bessere Investitionsentscheidungen zu treffen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Die zentralen Felder sind die Verhaltensökonomie (Behavioral Finance), kognitive und emotionale Heuristiken bei Anlageentscheidungen sowie die Methoden der psychologischen Prozessberatung im Coaching.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, wie ein Finanz-Coaching in Form einer Online-Intervention gestaltet werden kann, um durch bewusste Selbstwahrnehmung das Anlageverhalten von Privatanlegern positiv zu beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine explorative Methode genutzt, die theoretische Erkenntnisse der Finanzpsychologie mit den Prozessmodellen des Coachings verbindet und diese in einem strukturierten Fallbeispiel anwendet.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil analysiert zunächst die typischen psychologischen Fallstricke beim Investieren, leitet daraus die Notwendigkeit für Coaching ab und entwickelt anschließend ein phasenbasiertes Interventionsmodell für einen konkreten Anlegerfall.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Finanzpsychologie, Anlageverhalten, Coaching, Verhaltensökonomie und individuelle Entscheidungsprozesse charakterisieren.

Wie trägt das Coaching zur Reduktion von Anlagefehlern bei?

Durch Reflexionsprozesse lernt der Anleger, seine unbewussten Heuristiken (wie den Dispositionseffekt) zu erkennen und durch bewusste, planmäßige Handlungsweisen und eine höhere Risikotransparenz zu ersetzen.

Warum wird im Coaching-Konzept ein Online-Format gewählt?

Das Online-Format ermöglicht eine orts- und zeitunabhängige Durchführung, unterstützt durch digitale Tools und eine gewisse Anonymität, die den Klienten bei schambesetzten Themen unterstützen kann.

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Details

Titel
Wie können Anlagefehler vermieden werden? Finanzpsychologische Erkenntnisse und die Optimierung des Anlageverhaltens
Hochschule
Private Fachhochschule Göttingen
Note
1,7
Autor
Bettina Schäfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
38
Katalognummer
V584907
ISBN (eBook)
9783346189646
ISBN (Buch)
9783346189653
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Anlageverhalten Optimierung Coaching Finanzpsychologie Intervention Finanzverhalten Verhaltenspsychologie Anlagefehler Behavioral Finance Wirtschaftspsychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bettina Schäfer (Autor:in), 2018, Wie können Anlagefehler vermieden werden? Finanzpsychologische Erkenntnisse und die Optimierung des Anlageverhaltens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584907
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  38  Seiten
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