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Der lexikalische Wechsel der Standardsprache und seine Ressource Jugendsprache

Title: Der lexikalische Wechsel der Standardsprache und seine Ressource Jugendsprache

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Melissa Koch (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Was ist das überhaupt, „Jugendsprache“? Welche Faktoren führen zu ihrer Herausbildung und wann fängt es an mit „Yolo", "Läuft bei dir!" und so weiter? Wann hört es auf? Wird die Standardsprache durch Jugendsprache lexikalisch unterwandert? Wenn ja, wie passiert das? In den nachfolgenden Ausführungen wird anhand der Texte „Von fett zu fabelhaft: Jugendsprache in der Sprachbiografie“ und „...und jetzt gehe ich chillen: Jugend und Szenesprachen als lexikalische Erneuerungsquellen des Standards“ von Jannis Androutsopoulos auf all diese Fragen eingegangen.

In „Von fett zu fabelhaft : Jugendsprache in der Sprachbiografie“ erklärt Androutsopoulos, was für ihn der Begriff „Jugendsprache“ bedeutet. Er erwähnt die Fehler, die oft bei der Benutzung und Definition des Begriffes gemacht werden, und die Pluralität der Jugendsprachen, die im Begriff der Jugendsprache oft vergessen wird, und geht auf die verschiedenen Bezugsgruppen und Sprechstile ein. (...)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Abgrenzung von „Jugendsprache“ und Herausbildung jugendsprachlicher Sprechstile unter Einfluss verschiedener Faktoren

3. Erscheinungsformen jugendsprachlicher Sprechstile in den unterschiedlichen Phasen des Jugendalters

3.1 Präadoleszenz

3.2 Adoleszenz

3.3 Postadoleszenz

4. Jugend- und Szenesprachen als Ressourcen für den lexikalischen Wandel der Standardsprache

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen Jugendsprache und Standardsprache, mit dem Ziel zu klären, inwieweit jugendsprachliche Innovationen als Ressource für den lexikalischen Wandel des Standards dienen. Dabei wird analysiert, wie sich Sprechstile im Laufe des Jugendalters entwickeln und über welche Mechanismen Ausdrücke aus jugendkulturellen Szenen in den allgemeinen Sprachgebrauch übergehen.

  • Definition und Pluralität der Jugendsprache
  • Identitätsbildung und soziale Faktoren im Sprachgebrauch
  • Phasenmodell der jugendsprachlichen Entwicklung
  • Mechanismen der Sprachübernahme: Akkomodation, Imitation und Mitnahme
  • Wechselwirkungen zwischen Subkulturen und Standardsprache

Auszug aus dem Buch

4. Jugend- und Szenesprachen als Ressourcen für den lexikalischen Wandel der Standardsprache

Der deutsche Moderator Thomas Gottschalk zitierte 2002 seinen 12-jährigen Sohn in etwa wie folgt: „Ich war voll lang im Internet und jetzt gehe ich chillen“41. In der Einleitung zu „...und jetzt gehe ich chillen: Jugend- und Szenesprachen als lexikalische Erneuerungsquellen des Standards“ geht Jannis Androutsopoulos intensiv auf das Beispiel „chillen“ ein.

Chillen sei durch verschiedene Schritte letzten Endes in die Umgangssprache Jugendlicher eingegangen. Zunächst wurde die Wortbedeutung erweitert, dann geschah eine morphologische Integration (das englische „to chill“ wurde zum „chillen“ durch die Ergänzung um die für deutsche Verben typische Endung auf -en), es folgte lexikalische Produktivität (von chillen wurden beispielsweise Chiller und chillig abgeleitet) und schließlich wurde „chillen“ in den Duden aufgenommen.

Die „soziale Verbreitung des Ausdrucks spiegelt den Wandel bestimmter Kulturpraktiken von der Subkultur zum populären Lebensstil wider, die Art und Weise seines Gebrauchs durch Thomas Gottschalk ist ein Beispiel für Jugendsprache als Ressource für Standardvariation“42.

Chillen sei zunächst metasprachlich thematisiert worden, dann als Zitat gebraucht und schließlich in die Eigenperspektive der Journalisten eingegangen43.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, ob und wie Jugendsprache die Standardsprache lexikalisch beeinflusst und definiert die methodische Basis durch Jannis Androutsopoulos.

2. Begriffliche Abgrenzung von „Jugendsprache“ und Herausbildung jugendsprachlicher Sprechstile unter Einfluss verschiedener Faktoren: Das Kapitel erläutert den „transitorischen Soziolekt“ und betont, dass Jugendsprache keine homogene Varietät, sondern ein vielschichtiges Feld von Identitätshandlungen ist.

3. Erscheinungsformen jugendsprachlicher Sprechstile in den unterschiedlichen Phasen des Jugendalters: Hier werden die Phasen Präadoleszenz, Adoleszenz und Postadoleszenz skizziert, wobei die sprachliche Entwicklung jeweils an unterschiedliche soziale und psychologische Anforderungen gekoppelt wird.

4. Jugend- und Szenesprachen als Ressourcen für den lexikalischen Wandel der Standardsprache: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Verbreitungsprozesse, durch die jugendsprachliche Ausdrücke – wie etwa „chillen“ – in den Standardwortschatz gelangen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Rolle der „Erneuerungsspirale“ zusammen und resümiert, dass Jugendsprache eine unvermeidbare und kontinuierliche Ressource für den lexikalischen Wandel darstellt.

Schlüsselwörter

Jugendsprache, Standardsprache, Soziolekt, Sprachwandel, Identität, Szenesprachen, Akkomodation, Imitation, Transitorischer Soziolekt, Lexikalische Innovation, Praxisgemeinschaft, Sprachvariation, Jugendkultur, Integration, Metasprachliche Thematisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Jugendsprache nicht als isolierte Varietät, sondern als dynamische Quelle für den Wandel der deutschen Standardsprache.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die soziolinguistische Definition von Jugendsprache, der Einfluss von Identität und Gruppenzugehörigkeit sowie die Mechanismen, durch die neue Wörter den Weg in den allgemeinen Sprachgebrauch finden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die These zu verifizieren, dass Jugend- und Szenesprachen als wichtige Ressourcen für den lexikalischen Wandel der Standardsprache fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenfassung der linguistischen Texte von Jannis Androutsopoulos.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die Darstellung der Phasen des Jugendalters und die Analyse der Verbreitungsprozesse jugendsprachlicher Innovationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „transitorischer Soziolekt“, „Sprachwandel“, „Identität“ und „Erneuerungsspirale“ definiert.

Warum wird Jugendsprache als „transitorischer Soziolekt“ bezeichnet?

Der Begriff verdeutlicht, dass die Zugehörigkeit zur sozialen Kategorie „Jugendlicher“ zeitlich begrenzt ist und somit auch der spezifische Sprachgebrauch dieser Gruppe nur eine Übergangsphase darstellt.

Was genau versteht der Autor unter den Begriffen Akkomodation und Imitation?

Es handelt sich um zwei von drei identifizierten Übertragungswegen: Akkomodation beschreibt die Verwendung durch Erwachsene zur Interaktion, während Imitation das bewusste „Jugendlich-wirken-Wollen“ der älteren Generation bezeichnet.

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Details

Title
Der lexikalische Wechsel der Standardsprache und seine Ressource Jugendsprache
College
Technical University of Braunschweig
Grade
1,7
Author
Melissa Koch (Author)
Publication Year
2015
Pages
13
Catalog Number
V584980
ISBN (eBook)
9783346174390
ISBN (Book)
9783346174406
Language
German
Tags
Jugendsprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melissa Koch (Author), 2015, Der lexikalische Wechsel der Standardsprache und seine Ressource Jugendsprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584980
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