Einer der größten Kostenblöcke im Unternehmen ist das Personal. Trotzdem jeder von Senkung der Personalkosten spricht, ist und bleibt das Personal wichtigster Produktionsfaktor, denn auch im Zeitalter des technischen Fortschritts kann eine Maschine nur so gut arbeiten, wie ein Mensch ihr vorgibt. Vielmehr muss das Personal als Erfolgsfaktor gesehen werden, mit Potentialen die es zu wecken, entwickeln und optimal einzusetzen gilt. Eine wichtige Vorraussetzung für die Leistungsbereitschaft und sich neuen Herausforderungen und Veränderungen zu stellen, ist die Arbeitszufriedenheit.
Dem Personalcontrolling einer Unternehmung kommen unter besonderer Berücksichtigung der Arbeitszufriedenheit, der Leistungsbereitschaft und -fähigkeit dabei mehrere Aufgaben zu. In dieser Seminararbeit wird neben der Erläuterung der Funktionen des Personalcontrolling und der Arbeitszufriedenheit ein Ausblick gegeben, welche Möglichkeiten das Personalcontrolling im Durchlauf des klassischen Controllingkreislaufes hat und wie diese genutzt werden können. Der Inhalt der Arbeit ist auf die Auswertung von Fachliteratur gestützt. Im Schlussteil werden die einzelnen Punkte zusammenfassend betrachtet. Zur Übersichtlichkeit und zum besseren Verständnis beim lesen, wird auf eine geschlechterspezifische Trennung verzichtet. Mit beispielsweise „der Mitarbeiter“ ist sowohl die feminine, als auch die maskuline Form angesprochen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bedeutung und Funktion des Personalcontrolling
3. Die Arbeitszufriedenheit
3.1. Das 2 – Faktoren – Modell nach Herzberg
3.2. Arbeitszufriedenheitsformen nach Bruggemann
4. Feststellung der Arbeitszufriedenheit, Leistungsfähigkeit und -bereitschaft
4.1. Mitarbeiterbeurteilungen und Beurteilungsgespräche
4.1.1. Kurzerläuterung Leistungsbeurteilung
4.1.2. Kurzerläuterung Potentialbeurteilung
4.1.3. Kurzerläuterung Beurteilungsgespräche
4.2. Mitarbeiterbefragungen
4.2.1. Inhalt und Durchführung von Mitarbeiterbefragungen
4.2.2. Ziele von und durch Mitarbeiterbefragungen
5. Möglichkeiten des Personalcontrolling im Regelkreislauf
5.1. Personalentwicklung – Maßnahme aus den festgestellten Ergebnissen
5.2. Teambildung – Maßnahme aus den festgestellten Ergebnissen
6. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Funktionen des Personalcontrollings im Kontext der Arbeitszufriedenheit zu erläutern und aufzuzeigen, wie Instrumente wie Mitarbeiterbeurteilungen und -befragungen im Controlling-Regelkreislauf genutzt werden können, um die Leistungsbereitschaft und Arbeitszufriedenheit im Unternehmen nachhaltig zu fördern.
- Bedeutung des Personalcontrollings als Steuerungsinstrument
- Theoretische Grundlagen zur Arbeitszufriedenheit (Herzberg und Bruggemann)
- Anwendung von Mitarbeiterbeurteilungen und -gesprächen zur Leistungsanalyse
- Systematik und Ziele von Mitarbeiterbefragungen
- Personalcontrolling-Maßnahmen im Regelkreislauf (Personalentwicklung und Teambildung)
Auszug aus dem Buch
3.1. Das 2 – Faktoren – Modell nach Herzberg
Nach Herzberg beeinflussen die Arbeitszufriedenheit zwei grundlegende Faktoren. Zum einen Hygienefaktoren und zum anderen Motivatoren.
Hygienefaktoren sind Anreize, die unmittelbar aus dem Arbeitsumfeld entstehen, beispielsweise Gehalt und Beziehungen zu Untergebenen, Kollegen und Vorgesetzten. „Da diese Anreize überwiegend in negativen, mit Unzufriedenheit verbundenen Situationen genannt werden, hat Herzberg sie als Hygienefaktoren bezeichnet.“ Sofern diese Zustände für den Mitarbeiter tragbar sind, ist dieser zwar noch nicht zufrieden, aber jedenfalls nicht unzufrieden.
Zufriedenheit im eigentlichen Sinne wird durch die im Modell nach Herzberg genannten Motivatoren erzeugt. Diese beziehen sich auf die Arbeitsinhalte, wie z.B. eigene Leistungserlebnisse, das Gefühl der Entfaltung innerhalb der eigenen Arbeit und/ oder Anerkennung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet das Personal als zentralen Erfolgsfaktor und führt in die Notwendigkeit des Personalcontrollings unter besonderer Berücksichtigung der Arbeitszufriedenheit ein.
2. Bedeutung und Funktion des Personalcontrolling: Dieses Kapitel definiert Personalcontrolling als Anwendung der Controlling-Idee auf personalwirtschaftliche Prozesse und unterscheidet zwischen operativem und strategischem Personalcontrolling.
3. Die Arbeitszufriedenheit: Es werden grundlegende Theorien zur Arbeitszufriedenheit vorgestellt, namentlich das 2-Faktoren-Modell von Herzberg sowie die Arbeitszufriedenheitsformen nach Bruggemann.
4. Feststellung der Arbeitszufriedenheit, Leistungsfähigkeit und -bereitschaft: Der Fokus liegt hier auf praktischen Instrumenten wie Mitarbeiterbeurteilungen, Beurteilungsgesprächen und Mitarbeiterbefragungen zur Erfassung qualitativer Personaldaten.
5. Möglichkeiten des Personalcontrolling im Regelkreislauf: Hier wird diskutiert, wie aus den gewonnenen Daten konkrete Maßnahmen wie Personalentwicklung und Teambildung abgeleitet und kontrolliert werden können.
6. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst zusammen, dass die gezielte Kombination aus verschiedenen Controlling-Instrumenten einen zukunftsorientierten Ansatz für das Personalcontrolling darstellt.
Schlüsselwörter
Personalcontrolling, Arbeitszufriedenheit, Leistungsbereitschaft, Mitarbeiterbeurteilung, Mitarbeiterbefragung, Personalentwicklung, Teambildung, Controlling-Regelkreislauf, Hygienefaktoren, Motivatoren, Betriebsklima, Humankapital, Personalkosten, Personalwesen, Unternehmensführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Feld des Personalcontrollings unter dem spezifischen Blickwinkel der Arbeitszufriedenheit und zeigt auf, wie diese Faktoren die Effizienz und Wirtschaftlichkeit von Unternehmen beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung von Arbeitszufriedenheit, der praktischen Anwendung von Beurteilungsinstrumenten und der Einbindung dieser Prozesse in den Controlling-Regelkreislauf.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Personalcontrolling durch den Einsatz spezifischer Instrumente dazu beitragen kann, Arbeitszufriedenheit und Leistungsfähigkeit messbar zu machen und gezielt zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Auswertung und Zusammenfassung bestehender Fachliteratur zu den Themen Personalcontrolling, Arbeitspsychologie und Controlling-Methodik.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Motivationsmodellen, die Erläuterung von Analyseinstrumenten wie Befragungen und Beurteilungen sowie die operative Anwendung dieser Erkenntnisse zur Personalentwicklung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Neben dem zentralen Begriff Personalcontrolling sind Arbeitszufriedenheit, Mitarbeiterbeurteilung, Mitarbeiterbefragung, Leistungsbereitschaft und Controlling-Regelkreislauf die tragenden Begriffe.
Wie unterscheidet Herzberg zwischen Hygienefaktoren und Motivatoren?
Hygienefaktoren dienen dazu, Unzufriedenheit zu vermeiden, während Motivatoren direkt auf die Arbeitsinhalte wirken und tatsächliche Zufriedenheit erzeugen.
Welche Bedeutung haben Mitarbeiterbefragungen laut Autorin?
Sie dienen als wichtiges Instrument des Veränderungsmanagements, um qualitative Daten über das Betriebsklima und die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu gewinnen und Stärken sowie Schwächen zu identifizieren.
- Quote paper
- Andrea Maaß (Author), 2006, Personalcontrolling unter besonderer Berücksichtigung der Arbeitszufriedenheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58666