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Institution, Ziele und Strategien des IMF

Title: Institution, Ziele und Strategien des IMF

Term Paper , 2006 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tobias Kasperczyk (Author)

Economics - Finance
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Die letzte Phase des 20. Jahrhunderts war gekennzeichnet von folgenschweren Finanzkrisen in verschiedenen Staaten bzw. Regionen der Welt, wie bspw. in Lateinamerika (1994/95), Asien (1997) und Russland (1998). Diese Krisen hatten weit reichende negative Auswirkungen auf zahlreiche Teile der Weltwirtschaft und beeinflussten insbesondere den globalen Finanzsektor nachhaltig. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass das internationale Finanzsystem mit seinen überstaatlichen Einrichtungen (International Financial Institutions, kurz IFI’s) erhebliche Schwachstellen aufweist. Speziell die Arbeit des International Monetary Fund (IMF) ist zunehmend in die Kritik geraten. Aspekte wie Defizite hinsichtlich der rechtzeitigen Erkennung von Krisen und deren Bewältigung, die zweifelhafte Vergabepolitik von Krediten an Mitgliedsländer des IMF und die unzureichende Kommunikation mit anderen IFI’s über die jeweiligen Zuständigkeiten wurden vordergründig in Frage gestellt.

Die nachfolgende Arbeit wird zunächst die Institution des IMF und dessen ursprüngliche Zielsetzung darstellen. Im Anschluss daran werden die zusätzlichen Aufgabenbereiche, die im Zeitablauf von dem Internationalen Währungsfonds übernommen wurden, vorgestellt. Der abschließende Teil befasst sich mit der aktuellen Kritik an der Arbeit des IMF, Zuständigkeitsüberschneidungen mit anderen Organisationen und überprüft die praktische Relevanz der angesprochenen Kritikpunkte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Hintergrund und ursprüngliche Zielsetzung

2.1 Die Gründung des IMF

2.2 Struktur und Organe des IMF

2.3 Wesentliche Aufgaben des IMF

3. Der IMF in einem sich wandelnden Umfeld

3.1 Die wesentlichen Entwicklungen seit 1970

3.2 Zuständigkeitserweiterung als Reaktion auf die globalen Entwicklungen

4. Kritik an der IMF-Politik und Reformvorschläge

4.1.1 Das Problem des „Moral Hazard“

4.1.2 Überschneidung von Zuständigkeiten mit anderen IFI’s

4.1.3 Standardisierte Vorgehensweise und fehlende Unabhängigkeit

4.1.4 Ungleiche Stimmrechtsverteilung innerhalb des IMF und die Dominanz der USA

4.2 Empirische Analyse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Internationalen Währungsfonds (IMF) im Kontext eines sich wandelnden globalen Finanzsystems. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit die ursprünglichen Zielsetzungen des IMF noch zeitgemäß sind, welche Kritikpunkte an der aktuellen Politik berechtigt sind und ob die geforderten Reformen durch empirische Analysen gestützt werden können.

  • Historische Genese und ursprüngliche Aufgaben des IMF.
  • Anpassung der Strategien an globale Finanzmarktentwicklungen seit 1970.
  • Analyse zentraler Kritikpunkte: „Moral Hazard“, Zuständigkeitsüberschneidungen und politische Abhängigkeiten.
  • Untersuchung der Stimmrechtsverteilung und der Dominanz westlicher Industrienationen.
  • Empirische Überprüfung der Relevanz geäußerter Reformforderungen.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Das Problem des „Moral Hazard“

In Kapitel 3.1 wurde bereits die Interaktion unterschiedlich fortgeschrittener Finanzmärkte angesprochen. Um ausländischen Investoren attraktive Rahmenbedingungen zu offerieren, gewähren Schwellen- und Entwicklungsländer oftmals Garantieversprechen mit dem Hintergedanken, dass im Falle der Zahlungsunfähigkeit ihres Landes, der IMF ausreichende finanzielle Unterstützung leistet (sog. debtor moral hazard).

Aus Sicht des Kreditgebers ist eine ähnliche Denkweise erkennbar. Die Bereitschaft, ein Darlehen an ein Land niedriger Bonität zu gewähren bzw. auf Risikoaufschläge beim Zinssatz zu verzichten, ist vergleichsweise hoch. Dies lässt sich darauf zurück führen, dass der Kreditgeber davon ausgeht, dass bei auftretenden Zahlungsschwierigkeiten des Schuldners im Notfall der IMF in Form des „lender of last resort“ (kurz LOLR) auftritt und als übergeordnete Instanz ausreichend Liquidität zur Verfügung stellt (creditor moral hazard). Folglich ist nachvollziehbar, dass in einer derartigen Situation weder Schuldner noch Gläubiger große Anstrengungen unternehmen, gemeinsam eine Lösung zur Kreditrückführung zur entwickeln, da die finanzielle Belastung im Zweifelsfall der IMF trägt (vgl. Knight et al. 2004, S. 147).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung anhand der Finanzkrisen Ende des 20. Jahrhunderts und führt in die Kritikpunkte an der Rolle des IMF ein.

2. Historischer Hintergrund und ursprüngliche Zielsetzung: Dieses Kapitel beschreibt die Gründung des IMF in Bretton Woods, seine organisatorische Struktur sowie die primären Aufgaben bei seiner Entstehung.

3. Der IMF in einem sich wandelnden Umfeld: Hier werden die wesentlichen Veränderungen seit 1970, wie der Zusammenbruch des Währungssystems von Bretton Woods und die zunehmende Globalisierung der Finanzmärkte, analysiert.

4. Kritik an der IMF-Politik und Reformvorschläge: Das Hauptkapitel diskutiert zentrale Kritikpunkte am IMF, darunter das „Moral Hazard“-Problem, die Zuständigkeitsüberschneidungen, mangelnde Flexibilität und die ungleiche Stimmrechtsverteilung, und enthält zudem eine empirische Analyse.

5. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass eine grundlegende Reform in dem geforderten Ausmaß laut der zitierten empirischen Studien nicht zwingend notwendig ist, betont aber die Notwendigkeit flexibler Anpassungsstrategien.

Schlüsselwörter

Internationaler Währungsfonds, IMF, Bretton-Woods-System, Weltwirtschaft, Finanzkrisen, Moral Hazard, Kreditprogramme, Fazilitäten, Stimmrechtsverteilung, Globalisierung, Entwicklungsbanken, Kapitalmärkte, Reformvorschläge, internationale Finanzarchitektur, Konditionalitäten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung, die Aufgaben und die aktuelle Politik des Internationalen Währungsfonds (IMF) im Hinblick auf ihre Wirksamkeit und Kritikfähigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die ursprüngliche Zielsetzung des Fonds, die Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen seit 1970 sowie die Auseinandersetzung mit Reformforderungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die kritische Hinterfragung der IMF-Politik und die Prüfung, ob die oft geforderten grundlegenden Reformen durch empirische Erkenntnisse gerechtfertigt sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender empirischer Studien, insbesondere von Bird und Mosley, um theoretische Argumente zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der historischen Grundlagen, die Analyse der globalen Umfeldveränderungen, eine detaillierte Kritik einzelner Politikbereiche (z.B. Moral Hazard) und eine empirische Überprüfung dieser Kritik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind IMF, Finanzkrisen, Moral Hazard, Kapitalmärkte, Stimmrechtsverteilung und internationale Finanzarchitektur.

Wie beeinflusst die Dominanz der USA den IMF?

Laut der Arbeit führt die Dominanz der USA und anderer G7-Staaten dazu, dass die Unabhängigkeit des IMF in Frage gestellt wird, da politische Interessen bei der Kreditvergabe und Entscheidungsfindung eine Rolle spielen könnten.

Was ist das Ergebnis bezüglich des "Moral Hazard"-Problems?

Die empirische Analyse zeigt, dass das "Moral Hazard"-Problem in der Praxis nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte, was den Ruf nach radikalen Reformen relativiert.

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Details

Title
Institution, Ziele und Strategien des IMF
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
1,7
Author
Tobias Kasperczyk (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V58711
ISBN (eBook)
9783638528344
ISBN (Book)
9783638666114
Language
German
Tags
Institution Ziele Strategien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Kasperczyk (Author), 2006, Institution, Ziele und Strategien des IMF, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58711
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