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Vom Kleinbetrieb zum Großunternehmen

Title: Vom Kleinbetrieb zum Großunternehmen

Term Paper , 2006 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: David Wagener (Author)

Business economics - Economic and Social History
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Siemens, DaimlerChrysler, Wal-Mart, IBM, Procter & Gamble, BP, Metro- die Liste erfolgreicher Großunter-nehmen mit jahrzehntelanger Firmengeschichte ließe sich noch beliebig fortsetzen.
Kennzeichnend für diese Branchenriesen sind neben Milliardenumsätzen und -gewinnen vor allem Mitarbeiter-zahlen im sechstelligen Bereich. Doch gerade in Zeiten des zunehmenden durch Globalisierung geprägten Wettbewerbs, der Konjunkturschwäche und der Firmenpleiten stellt sich die Frage, wie es einige Unternehmen geschafft haben, sich von kleinen kapitalschwachen Start-ups zu weltumspannenden Organisationen mit Jahresumsätzen in Milliardenhöhe zu entwickeln.
Was hat dazu geführt, dass einige Unternehmen stetig an Größe gewonnen haben?

Der nachfolgende Text versucht anhand der 1962 veröffentlichten Entwicklungstheorien Alfred D. Chandlers und seines Vier-Phasen-Modells eine Antwort auf diese Frage zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Person Alfred DuPont Chandler

3. Phasen der Unternehmensentwicklung

3.1. Ausdehnung des Produktionsvolumens

3.2. Multilokale Produktion

3.3. Vertikale Integration

3.4. Produktdiversifikation

4. Kritik an Chandler

5. Fazit

6. Literaturliste

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung von Unternehmen von kleinen Betrieben hin zu global agierenden Großunternehmen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, welche Faktoren und Strategien maßgeblich zu diesem stetigen Größenwachstum beigetragen haben, basierend auf der 1962 veröffentlichten Theorie von Alfred D. Chandler.

  • Die historische Entwicklung von Unternehmensstrukturen
  • Das Vier-Phasen-Modell von Alfred D. Chandler
  • Die Auswirkungen von technologischem Fortschritt auf das Produktionsvolumen
  • Strategien zur vertikalen Integration und Produktdiversifikation
  • Kritische Reflexion der "Structure follows Strategy"-These im modernen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.1. Ausdehnung des Produktionsvolumens

Technologische Entwicklungen wie die Erfindung der Dampfmaschine von James Watt im Jahr 1775, die Entwicklung von Spinnereimaschinen (1764 „spinning-jenny“, 1779 „mule“) und die Einführung des Puddel-Verfahren zur Stahlgewinnung 1784 sorgten ausgehend vom England des späten 18. Jahrhunderts für eine enorme Produktionssteigerung. Auch dem Transport- und Kommunikationswesen verhalfen technische Neuerungen zu einem rasanten Fortschritt (z.B. der Bau des ersten Dampfschiffes 1783 oder die Konstruktion des ersten Schreibtelegrafen 1837). Das industrielle Zeitalter begann. Nach und nach wagten sich die ersten Unter-nehmer an die Nutzung der neuen Produktionstechniken. So erkannte James B. Duke, der 1890 den Zigarettenfabrikanten American Tobacco gründete, als einer der Ersten die wirtschaftlichen Möglichkeiten der 1881 erfundenen Bonsack-Maschine, welche das Produktionsvolumen der Handfertigung (3000 Zigaretten pro Arbeiter und Tag) um ein Vielfaches (120000 Zigaretten pro Maschine und Tag) übertraf.

Eine wesentlich größere Masse an Produkten konnte sowohl preiswerter als auch überregional angeboten werden. Dies hatte jedoch auch Folgen für die Struktur der Unternehmen. Der Ausbau der Firmenkapazität „führte zu einer erhöhten Koordinationskomplexität, die mit einem Ausbau der Administration zu bewältigen versucht wurde“. Der lange alle Managementbereiche in einer Hand vereinigende Eigentümer-Unternehmer gab Aufgaben und Autoritäten ab. Leitende Angestellte übernahmen nun Betriebsbereiche wie Buchführung, Einkauf oder gar die unternehmerische Gesamtleitung. Auch auf der operativen Ebene kam es zur Herausbildung von Abteilungen und Hierarchien. Die Struktur des Unternehmens wurde eigentümerunabhängig. Die Voraussetzung für ein Weiterleben der Organisation auch nach dem Ableben des Gründers war gegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Unternehmensentwicklung ein und stellt die Frage, wie kleine Start-ups zu globalen Großkonzernen wachsen konnten.

2. Zur Person Alfred DuPont Chandler: Dieses Kapitel skizziert den Lebenslauf und die wissenschaftlichen Beiträge von Alfred D. Chandler zur Unternehmensgeschichte.

3. Phasen der Unternehmensentwicklung: Hier werden die vier wesentlichen Entwicklungsschritte vom Handwerksbetrieb bis zur funktionalen Unternehmensgliederung detailliert erläutert.

3.1. Ausdehnung des Produktionsvolumens: Dieses Kapitel beschreibt, wie technologische Innovationen das Produktionsvolumen steigerten und eine erste administrative Spezialisierung notwendig machten.

3.2. Multilokale Produktion: Das Kapitel behandelt die Herausforderungen räumlicher Expansion und die Lösung durch funktionale Ausdifferenzierung und Zentralisierung.

3.3. Vertikale Integration: Hier wird die Notwendigkeit erläutert, vor- und nachgelagerte Stufen der Wertschöpfungskette zu integrieren, um Abhängigkeiten zu verringern.

3.4. Produktdiversifikation: Dieses Kapitel erläutert den Übergang von einem Kernprodukt zur Diversifizierung und das damit verbundene M-Form-Modell (multi-division-firm).

4. Kritik an Chandler: Das Kapitel reflektiert die Einschränkungen des Chandler-Modells, insbesondere bezüglich der starren Kausalität zwischen Strategie und Struktur.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Chandlers Modell ein wichtiges Verständnis für historische Wachstumsabfolgen liefert, heute jedoch durch moderne, flexiblere Ansätze ergänzt werden muss.

6. Literaturliste: Aufzählung aller verwendeten Quellen und Referenzen.

Schlüsselwörter

Unternehmensentwicklung, Alfred D. Chandler, Structure follows Strategy, Vier-Phasen-Modell, Vertikale Integration, Produktdiversifikation, Industrielle Revolution, Management, Organisationsstruktur, U-Form, M-Form, Industrialisierung, Unternehmenswachstum, Strategie, Administrative Komplexität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historischen Entwicklungsmuster von Unternehmen, die sich von kleinen Betrieben zu globalen Großunternehmen entwickelt haben, gestützt auf die Theorien von Alfred D. Chandler.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Ausdehnung des Produktionsvolumens, der multilokalen Produktion, der vertikalen Integration sowie der Produktdiversifikation als Wachstumstreiber.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Wachstumsprozess von Industriebetrieben auf Basis des Vier-Phasen-Modells zu erklären und die historische Relevanz dieser Theorien aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-sozialwissenschaftliche Perspektive und eine Literaturanalyse von Standardwerken der Unternehmensgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des technologischen Fortschritts, der organisatorischen Anpassungen an das Wachstum und die kritische Auseinandersetzung mit der "Structure follows Strategy"-These.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Unternehmenswachstum, Strategie, Struktur, Integration, Diversifikation und Organisationsentwicklung.

Wie unterscheidet sich die U-Form von der M-Form laut Chandler?

Die U-Form (unitary-form) ist funktional gegliedert, während die M-Form (multi-division-firm) eine dezentrale Organisation nach Produktgruppen oder Standorten beschreibt, um die Komplexität bei Diversifikation zu bewältigen.

Warum ist Chandlers These der "Struktur folgt Strategie" heute umstritten?

Kritiker führen an, dass auch die Organisation selbst die Strategie beeinflussen kann (reaktive Strategie) und Chandlers Fokus auf große Industrieunternehmen nur begrenzt auf moderne Firmen der New Economy übertragbar ist.

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Details

Title
Vom Kleinbetrieb zum Großunternehmen
College
Berlin School of Economics
Grade
1,3
Author
David Wagener (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V58746
ISBN (eBook)
9783638528535
ISBN (Book)
9783656812807
Language
German
Tags
Kleinbetrieb Großunternehmen Chandler Wachstum Division
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Wagener (Author), 2006, Vom Kleinbetrieb zum Großunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58746
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