Das Primärziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen, die mit der Umstellung auf IFRS 16 einhergehen Änderungen aufzuzeigen, analysieren und einer kritischen Würdigung zu unterziehen. Es soll erörtert werden, ob die Einführung des IFRS 16 die Schwächen des IAS 17 beseitigen kann. Dabei gilt es insbesondere herauszufinden, inwieweit eine möglichst vollständige bilanzielle Darstellung der Leasingverhältnisse stattfindet und wie Ausnahmeregelungen dem entgegenstehen. Es soll ermittelt werden, wie sich Positionen des Jahresabschlusses aufgrund der Umstellung verändern.
Hierbei gilt es, herauszufinden und zu diskutieren, was die Gründe für die Änderungen sind, wie diese zu beurteilen sind und welche Folgen für Unternehmen dadurch entstehen. Die theoretischen Erkenntnisse werden mit den Ergebnissen der Studie verglichen und auf Übereinstimmung überprüft sowie mögliche Gründe für Abweichungen gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Hauptteil - Leasingverhältnisse nach IFRS16
2.1 Grundlagen
2.1.1 Definition von Leasing
2.1.2 Anwendungsbereich und Ansatzwahlrecht
2.2 Identifizierung eines Leasingverhältnisses
2.3 Leasingverbindlichkeit
2.3.1 Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit
2.3.1.1 Fallbeispiel Barwertmodell - Ermittlung der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit zum 01.01.2019
2.3.2 Folgebewertung der Leasingverbindlichkeit
2.3.2.1 Fallbeispiel Barwertmodell - Ermittlung der Folgebewertung der Leasingverbindlichkeit zum 31.12.2019
2.4 Nutzungsrecht
2.4.1 Erstbewertung des Nutzungsrechts (Right of Use-Asset)
2.4.1.1 Fallbeispiel Barwertmodell - Ermittlung der Erstbewertung des Nutzungsrechts zum 01.01.2019
2.4.2 Planmäßige Folgebewertung des RoU-Asset
2.4.2.1 Fallbeispiel Barwertmodell - Ermittlung der Folgebewertung des Nutzungsrechts zum 31.12.2019
2.4.3 Außerplanmäßige Folgebewertung des RoU-Asset
2.5 Auswirkungen auf Unternehmen
2.5.1 Auswirkung Finanzkennzahlen
2.5.2 Unternehmensinterne Auswirkungen
2.6 Bilanzierung durch Leasinggeber
2.7 Kritische Würdigung
3. Auswirkung der Anwendung von IFRS 16 am Beispiel der Deutschen Telekom AG
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Untersuchungsergebnisse
3.2.1 Bilanz
3.2.2 GuV
3.2.3 Kapitalflussrechnung
3.3 Kritische Würdigung der Untersuchung
4. Schluss
4.1 Gesamtkritische Würdigung
4.2 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen der Umstellung auf den Leasingstandard IFRS 16 und untersucht kritisch, ob dieser die Defizite des bisherigen IAS 17 beheben kann. Ziel ist es, die bilanziellen Konsequenzen für Unternehmen sowie die Relevanz für Investoren unter Berücksichtigung der Deutschen Telekom AG als Praxisbeispiel aufzuzeigen.
- Grundlagen der Leasingbilanzierung nach IFRS 16
- Methodik der Erst- und Folgebewertung von Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechten
- Einfluss auf Finanzkennzahlen und Unternehmensprozesse
- Empirische Untersuchung der Auswirkungen bei der Deutschen Telekom AG
- Kritische Reflexion der Zielerreichung durch den Standardsetzer
Auszug aus dem Buch
2.3.1.1 Fallbeispiel Barwertmodell - Ermittlung der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit zum 01.01.2019
Im Folgenden Fallbeispiel, soll der erstmalige Ansatz, sowie Folgebewertung von Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeit, einer technischen Anlage aufgezeigt werden.
Das Datum des Vertragsabschlusses entspricht dem Bereitstellungsdatum und damit dem Zeitpunkt des Ansatzes von Leasingverbindlichkeit und Nutzungsrecht. Der Vertrag beinhaltet eine Verlängerungsoption seitens des Leasingnehmers um ein weiteres Jahr. Im Falle der Ausübung steigt die Leasingrate für den zusätzlichen Zeitraum auf 550.000€. Die Höhe des impliziten Zinssatzes teilt der Leasinggeber nicht mit. Daher zieht der Leasingnehmer zur Berechnung seinen laufzeitäquivalenten Grenzfremdkapitalzinssatz heran.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Darstellung der Problematik der Leasingbilanzierung und Zielsetzung der Arbeit.
2. Theoretischer Hauptteil - Leasingverhältnisse nach IFRS16: Erläuterung der Grundlagen, der Identifizierung sowie der Erst- und Folgebewertung von Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechten.
3. Auswirkung der Anwendung von IFRS 16 am Beispiel der Deutschen Telekom AG: Praxisbezogene Analyse der bilanziellen Auswirkungen des IFRS 16 anhand der Deutschen Telekom AG.
4. Schluss: Zusammenfassende kritische Würdigung des Standards und ein Ausblick auf die Auswirkungen.
Schlüsselwörter
IFRS 16, Leasingbilanzierung, Nutzungsrecht, Leasingverbindlichkeit, Barwertmodell, Finanzkennzahlen, Deutsche Telekom AG, Bilanzverlängerung, Effektivzinsmethode, Eigenkapitalquote, Leasingverhältnis, IAS 17, Kapitalflussrechnung, Investoreninformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit behandelt die Auswirkungen des neuen Leasingstandards IFRS 16 auf die Rechnungslegung und Bilanzierung von Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Neuregelung der Leasingbilanzierung, den Auswirkungen auf Finanzkennzahlen und der praktischen Umsetzung bei einem kapitalmarktorientierten Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Auswirkungen der Umstellung auf IFRS 16 zu analysieren und kritisch zu würdigen, ob der Standard die Schwächen des vorherigen IAS 17 effektiv beseitigen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Fundierung mit einer praxisbezogenen Fallstudie, basierend auf dem Zwischenbericht der Deutschen Telekom AG.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Bewertungsmethoden (Barwertmodell) sowie eine empirische Untersuchung der Bilanz-, GuV- und Kapitalflussrechnungseffekte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichen Begriffe umfassen IFRS 16, Leasingbilanzierung, Nutzungsrecht, Leasingverbindlichkeit, Finanzkennzahlen und Kapitalmarktorientierung.
Welche Rolle spielt die Deutsche Telekom AG in dieser Arbeit?
Sie dient als Fallbeispiel für eine leasingintensive Branche, um die in der Theorie postulierten negativen oder verzerrenden Auswirkungen des IFRS 16 zu belegen.
Wie verändert sich die Bilanzsumme durch IFRS 16?
Durch die Aktivierung der Nutzungsrechte und die gleichzeitige Passivierung der Leasingverbindlichkeiten kommt es zu einer Bilanzverlängerung.
Warum wird IFRS 16 kritisch betrachtet?
Die Arbeit kritisiert, dass die ursprünglich angestrebte Komplexitätsreduktion nicht erreicht wurde und umfangreiche Ermessensspielräume bestehen bleiben.
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- Marvin Deininger (Autor), 2020, Auswirkung der Leasingbilanzierung auf ausgewählte Dax30-Unternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/588085