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Krieg im Wandel der Zeit. Welche Rolle spielten gesellschaftliche Veränderungen im 19. Jahrhundert?

Titel: Krieg im Wandel der Zeit. Welche Rolle spielten gesellschaftliche Veränderungen im 19. Jahrhundert?

Hausarbeit , 2011 , 23 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: N. H. (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das 19. Jahrhundert ist weiterhin gekennzeichnet durch Individualisierung und Emanzipation. Veränderungen fanden beispielsweise im Bereich Familie, Kultur, Lebensform und Arbeitswelt statt. Auf Grund von Untersuchungen zu den Fragen, welche Lebensbereiche sich durch die individuellen Einflüsse weiterentwickelten haben, sowie über den eigentlichen Beginn der Individualisierung, entstand eine kontroverse Debatte zwischen zahlreichen Wissenschaftlern.

Damit hat sich der Betrachtungszeitraum vom 19. Jahrhundert zu einem wichtigen wie auch interessanten Untersuchungsfeld für die Wissenschaft entwickelt. Die Thematik stellt sich dabei als sehr komplex dar. Dies äußert sich unter anderem dadurch, dass gerade durch Begriffe wie „Industrialisierung, Nationalstaatsbildung, Volkskrieg und Individualisierungsprozesse“ die Epoche als eine Zeit des Umbruches erscheint.

Die in der vorliegenden Arbeit behandelte Forschungsfrage lautet: „Krieg im Wandel der Zeit – Welche Bedeutung besaßen dabei gesellschaftliche Veränderungen im 19. Jahrhundert?“ Relevant dabei sind folgende Teilaspekte: In der Seminararbeit wird der Begriff „Krieg“ von verschiedenen Autoren untersucht und aufgezeigt. Dies geschieht, weil der Terminus nicht eindeutig definiert ist, was eine wissenschaftlichklare Auseinandersetzung mit der Thematik erschwert. Abschließend wird näher auf die Kriegsarten und Mischformen eingegangen. Anschließend wird eine Darstellung der Umwälzungen anhand eines historischen Überblicks über die Entwicklung und die Veränderungsprozesse der Gesellschaft im 19. Jahrhundert erfolgen. Dabei werden die Inhaltspunkte „Die Familie im Wandel“, „Die geistige Mobilisierung‘“, “Vereine und die Akzeptanz zum Krieg“, sowie „Individualisierungsprozesse“ starken Bezug auf die Veränderungen in der Gesellschaft und zum Krieg nehmen. Außerdem soll die Untersuchung und Begriffsbestimmung zur Individualisierung einbezogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Untersuchung der Begrifflichkeiten

2.1 Terminus - Krieg

2.2 Kriegstypen

3. Die Gesellschaft verändert sich

3.1 Mobilitätsprozesse im 19. Und frühen 20. Jahrhundert

3.2 Die Familie im Wandel

3.3 Die geistige Mobilisierung

3.4 Vereine und die Akzeptanz zum Krieg

3.5 Individualisierungsprozesse

3.6 Was bedeutet Individualisierung?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das 19. Jahrhundert als eine Epoche des Umbruchs, wobei der Schwerpunkt auf der Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Veränderungsprozessen und dem Kriegswesen liegt. Die zentrale Forschungsfrage lautet, welche Rolle gesellschaftliche Veränderungen im 19. Jahrhundert für das Verständnis und die Ausführung von Kriegen spielten.

  • Analyse und Definition des Begriffs "Krieg" sowie verschiedener Kriegstypen.
  • Untersuchung sozio-ökonomischer Mobilitätsprozesse und deren Einfluss auf die Gesellschaftsstruktur.
  • Betrachtung der geistigen Mobilisierung und der Rolle der Vereine bei der Akzeptanz von Kriegen.
  • Erörterung von Individualisierungsprozessen als Begleiterscheinung der gesellschaftlichen Modernisierung.

Auszug aus dem Buch

3.3 Die geistige Mobilisierung

Auf Grund des gescheiterten Russlandfeldzuges befanden sich die stark dezimierten Truppen Napoleons auf dem Weg nach Berlin. Dort begann man sich für einen bevorstehenden Krieg zu rüsten und startete mit der Mobilmachung. Fichte glaubt hierbei, eine Veränderung in der geistigen Verfassung seiner Gesellschaft ausmachen zu können. Der Philosophieprofessor Fichte war sich im Jahre 1807 noch sicher, „die Ausbildung der Wissenschaft [...] sei folgenreich für alle Zeit“ und „für die Eroberung der Freiheit für Geistesbildung bedarf es nicht, die Waffen zu ergreifen. Wir haben diese Freiheit [...]“. Dessen ungeachtet unterbrach er 1813 seine Lehrtätigkeit an der Jenaer Universität.

Fichte, dessen Geschichtsbild streng teleologisch ist, vertritt die Meinung, dass es dem Menschen zwar möglich sei, in den zeitlichen Verlauf der Geschichte einzugreifen und diesen zu beschleunigen. Jedoch kann der Mensch nicht in das primäre Endziel eingreifen, deren Erfüllung für Fichte durch den geistigen Fortschritt des Menschen in seiner unbedingten Autonomie [ist]. Um dieses Ziel zu beschleunigen, forderte Fichte von den Gebildeten seiner Zeit auf das Kriegsgeschehen Einfluss zu nehmen und demgemäß den teleologischen „Weltplan“ zu forcieren. Der Philosophieprofessor ist damit nur einer unter vielen Intellektuellen, die es sich zur Aufgabe machten, für die geistige Mobilisierung des Volkes zu sorgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des 19. Jahrhunderts als Epoche des Wandels ein und formuliert die Forschungsfrage zur Rolle gesellschaftlicher Veränderungen im Kontext des Krieges.

2. Untersuchung der Begrifflichkeiten: Hier werden zentrale Definitionen von "Krieg" durch verschiedene Theoretiker sowie unterschiedliche Kriegstypen erörtert, um eine methodische Basis zu schaffen.

3. Die Gesellschaft verändert sich: Dieses Hauptkapitel beleuchtet verschiedene Aspekte der gesellschaftlichen Transformation, wie Mobilität, den Wandel der Familie, geistige Mobilisierung sowie Individualisierungsprozesse.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die wechselseitige Beeinflussung von Kriegswesen und gesellschaftlicher Modernisierung zusammen und reflektiert die Komplexität des untersuchten Zeitraums.

Schlüsselwörter

19. Jahrhundert, Kriegswesen, Industrialisierung, Individualisierung, Gesellschaftlicher Wandel, Mobilisierung, Nationalbewegung, Kriegsvereine, Moderne, Emanzipation, Staatsbildung, Volkskrieg, Transformation, Historische Analyse, Sozio-ökonomische Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem 19. Jahrhundert als einer Zeit der Transformation und untersucht, wie gesellschaftliche Umbrüche das Kriegswesen und das Verständnis von Kriegen beeinflusst haben.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Begriffsdefinition von Krieg, soziologische Wandlungsprozesse wie Industrialisierung und Individualisierung sowie die ideologische Mobilisierung der Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Krieg im Wandel der Zeit – Welche Rolle spielten gesellschaftliche Veränderungen im 19. Jahrhundert?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine methodisch aufbauende Analyse, basierend auf Literaturrecherche und der historischen Untersuchung von Begrifflichkeiten und gesellschaftlichen Prozessen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Begriffen wie „Krieg“ und „Kriegstypen“ sowie eine detaillierte Analyse der gesellschaftlichen Veränderungsprozesse im 19. Jahrhundert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Kriegswesen, Individualisierung, gesellschaftlicher Wandel, Industrialisierung und Mobilisierung.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Fichte in Bezug auf die Mobilisierung?

Der Autor zeigt auf, dass Fichte als Intellektueller eine aktive Rolle bei der „geistigen Mobilisierung“ des Volkes einnahm, indem er trotz seiner ursprünglichen Überzeugung, dass Waffen nicht nötig seien, zur Einflussnahme auf das Kriegsgeschehen aufrief.

Warum wird im Dokument auf „Kriegsvereine“ eingegangen?

Kriegsvereine werden als entscheidende Stütze für die Akzeptanz des Krieges in der Bevölkerung betrachtet, die nach der Integration von Veteranen und der Aufrechterhaltung militärischer Disziplin in der Gesellschaft strebten.

Welchen Einfluss hatte die Industrialisierung laut der Arbeit auf die Gesellschaft?

Die Industrialisierung führte zu einer Zunahme ökonomischer Beziehungen, zur Entstehung einer bürgerlichen Gesellschaft und trug maßgeblich zur Individualisierung sowie zur Veränderung der traditionellen Familienstrukturen bei.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Krieg im Wandel der Zeit. Welche Rolle spielten gesellschaftliche Veränderungen im 19. Jahrhundert?
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Sozialwissenschaften)
Note
2,3
Autor
N. H. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
23
Katalognummer
V588100
ISBN (eBook)
9783346175106
ISBN (Buch)
9783346175113
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Krieg Gesellschaft 19. Jahrhundert Veränderungen Terminus Krieg Kriegstypen Mobilitätsprozesse Familie Individualisierungsprozesse Individualisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
N. H. (Autor:in), 2011, Krieg im Wandel der Zeit. Welche Rolle spielten gesellschaftliche Veränderungen im 19. Jahrhundert?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/588100
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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