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Live-Video-Streaming von Konzerten als Kommunikationsinstrument und Ergänzung zu Live-Events

Titel: Live-Video-Streaming von Konzerten als Kommunikationsinstrument und Ergänzung zu Live-Events

Bachelorarbeit , 2018 , 89 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Tobias Schreiner (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medienökonomie, -management
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Potential von Livestreams als Kommunikationsinstrument im Hinblick auf die Erweiterung und Ergänzung von Live-Events der Musikbranche. Dabei liegt der Fokus bei Konzerten der Popularmusik, Publikumsforschung und Mediennutzungsmotiven.

Die Relevanz des Themas stützt sich auf aktuelle Fakten über den Veranstaltungsmarkt und Streaming Media. Basierend auf diesen Fakten erklären Publikumsstudien und Theorien der Mediennutzungsforschung die wichtigsten Motive von Konzertbesuchen und medialer Rezeption. Hierbei wird auch auf hybride Events im Web 2.0 Bezug genommen. Hypothesen, welche aus dem theoretischen Teil abgeleitet werden, sind Bestandteil einer prüfenden, quantitativen Onlinebefragung.

Die Ergebnisse zeigen, dass Livestreams verschiedene Bedürfnisgruppen des Publikums ansprechen und vor allem dem sozial orientierten Publikum, welches sich während eines Events aktiv austauschen möchte, zusätzliche Möglichkeiten bieten können. Eine weitere Erkenntnis ist, dass die konzertinteressierten Befragten viel Geld in Konzertbesuche investieren, Ausgaben für Livestreams von Konzerten im Internet aktuell aber nicht von der breiten Masse unterstützt werden.

Dynamische Entwicklungen im digitalen Umfeld der audiovisuellen Medien im Internet lassen annehmen, dass Livestreams in Zukunft einen noch höheren Stellenwert in diversen Branchen einnehmen werden. Ein Hauptaspekt im Hinblick auf weitere, langfristige Studien, auch aus Unternehmenssicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung, Zielsetzung und Aufbau

1.1 Hinführung und Relevanz des Themas

1.2 Zielsetzung und Forschungsfragen

1.3 Ablaufstruktur und Vorgehensweise

2. Die Relevanz der Livekultur und Streaming Media

2.1 Wirtschaftliche Entwicklungen im Livemarkt der letzten 20 Jahre

2.2 Der heutige populäre Livemarkt und sein Publikum

2.3 Streaming Media

2.4 Zusammenfassung der Erkenntnisse

3. Theoretische Konstrukte zur Mediennutzung

3.1 Grundlagen der Publikumsforschung

3.2 Merkmale von Live-Events und Bedürfnisse der Teilnehmer

3.2.1 Der Uses-and-Gratifications-Ansatz

3.2.2 Der Uses-and-Gratifications-Ansatz im Hinblick auf Live-Events

3.2.3 Kritik am U&G-Ansatz, Forschungsstand und Studien

3.2.4 Wichtige Faktoren bei der Teilnahme an Live-Events

3.3 Livestreaming und die Bedürfnisse medialer Rezeption

3.3.1 Der U&G-Ansatz und audiovisuelle Medien

3.3.2 Die Merkmale von Livestreaming und die Bedürfnisse medialer Rezeption

3.3.3 Aktuelle Forschung

3.3.4 Die wichtigsten Faktoren der medialen Rezeption

3.4 Medienbedürfnisse und die Erweiterung realer und medialer Rezeption

3.4.1 Live-Kommunikation im Web 2.0

3.4.2 Social Presence, Media Richness und das Medium Livestream

3.4.3 Ergänzung von realem und medialem Publikum beim hybriden Event

3.4.4 Wichtige Faktoren bei der digitalen Erweiterung von Events

3.5 Faktoren für die Wahl medialer und realer Erlebnisse und Hypothesenentwicklung

4. Empirischer Forschungsprozess

4.1 Untersuchungsstrategie

4.2.1 Logik für die Auswahl des Messinstruments

4.2.2 Die Online-Umfrage und methodische Grundlagen

4.2.3 Aufbau des Fragebogens

4.3 Untersuchungsdesign

4.4 Gütekriterien der Untersuchung

4.5 Kritische Würdigung des empirischen Ansatzes

4.6 Zusammenfassung der Datenanalyse und Erkenntnisse

5. Folgerungen und Ausblick

5.1 Implikationen für die Praxis

5.2 Implikationen für die Wissenschaft

5.3 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Live-Video-Streamings als ergänzendes Kommunikationsinstrument für Live-Konzerte der Popularmusik. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Bedeutung Livestreaming für das Publikum hat, um eine mediale Event-Atmosphäre zu erzeugen und inwiefern dies zur Erweiterung des Konzerterlebnisses beitragen kann.

  • Analyse der Relevanz der Livekultur und aktueller Streaming-Trends
  • Untersuchung von Mediennutzungsmotiven mittels des Uses-and-Gratifications-Ansatzes
  • Evaluation der Interaktionsmöglichkeiten (z. B. Livechat, 360-Grad-Technik) bei hybriden Events
  • Empirische quantitative Online-Befragung zum Publikumsverhalten und zur Zahlungsbereitschaft

Auszug aus dem Buch

1.1 Hinführung und Relevanz des Themas

Seit dem 18. Jahrhundert, mit dem Beginn des bürgerlichen Musiklebens und der Musikdarbietung als selbstzweckhaftes Ereignis, unabhängig von religiösen oder höfischen Zeremoniellen, hat sich die Konzertkultur als wichtiger Bestandteil der Kulturwirtschaft in Deutschland und anderen Metropolen Europas etabliert. Events in Form von Musikkonzerten sind als direkteste Form der Musikrezeption auch heute ein wichtiger Teil der Freizeitkultur und finden in verschiedenen weiterentwickelten Formen statt.

Das heutige Musikbusiness ist hart umkämpft und Konkurrenten sind immer auf der Suche nach verbesserten Kommunikationsmöglichkeiten. Die Interessensgruppen sind dabei vielfältig: Im Vordergrund stehen die Künstler selbst und ihre Performance. Für die Zuschauer ist das Konzert ein praktisches Unterhaltungs- und Konsumgut. Weitere relevante Gruppen sind Musikunternehmen, Unternehmer der Musikbranche und Werbeunternehmen. Diese Akteure beeinflussen letztendlich entscheidend die gesamte Musikwirtschaft. Trotz des digitalen Zeitalters vielfältiger Verbreitungsmöglichkeiten von Musik, welche meist als technische Reproduktion gehört wird, macht live dargebotene Musik vor Publikum einen Großteil der deutschen Kulturwirtschaft aus (vgl. Kalies, Lehmann, Kopiez, 2008).

Im Zuge des Umsatzeinbruchs der Musikindustrie, welchen besonders die Tonträgerindustrie bedingt hat, ist und bleibt die Livekultur mehr denn je ein wichtiger Aspekt der gesamten Musikwirtschaft. Während Künstler in früheren Jahren die Konzerte wegen erfolgreicher Tonträgerverkäufe gespielt haben, ist es heute oft umgekehrt. Musikevents werden veranstaltet, um für die dazugehörigen CDs zu werben. Die bleibende, vorhandene Nachfrage bei Musikveranstaltungen ist an der steigenden Anzahl- und Größe von Konzerten und Festivals in den letzten Jahren und den daraus resultierenden Besucherzahlen erkennbar. Immer mehr Menschen wollen Konzerte live erleben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung, Zielsetzung und Aufbau: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz von Live-Events sowie Livestreams und definiert die übergeordnete Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Die Relevanz der Livekultur und Streaming Media: Hier werden die wirtschaftlichen Entwicklungen des Live-Marktes beleuchtet und die wachsende Bedeutung von Streaming-Technologien im digitalen Umfeld dargestellt.

3. Theoretische Konstrukte zur Mediennutzung: Das Kapitel fundiert die Arbeit theoretisch durch die Publikumsforschung und den Uses-and-Gratifications-Ansatz, um Motive der Mediennutzung bei Live-Events und Livestreams zu erklären.

4. Empirischer Forschungsprozess: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise der quantitativen Online-Umfrage, das Untersuchungsdesign sowie die Gütekriterien der Datenerhebung.

5. Folgerungen und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert und Implikationen für die Praxis sowie die Wissenschaft abgeleitet, ergänzt durch einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Live-Event, Live-Konzert, Streaming Media, Publikumsforschung, Mediennutzung, Kommunikationsinstrument, Web 2.0, Livestreaming, Musikmanagement, Popularmusik, Uses-and-Gratifications-Ansatz, Online-Umfrage, Eventmarketing, Konzertpublikum, Medienrezeption

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung von Live-Video-Streamings als ergänzendes Instrument zu Live-Events in der Musikbranche unter Berücksichtigung von Publikumsbedürfnissen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Live-Musikwirtschaft, die Mediennutzungsforschung, theoretische Ansätze wie "Uses-and-Gratifications" und "Media Richness" sowie die Analyse von Online-Streaming-Plattformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Bedeutung von Livestreaming als Ergänzung zu Live-Konzerten der Popularmusik für das Publikum zu erforschen und aufzuzeigen, wie damit eine mediale Event-Atmosphäre geschaffen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor wählt einen quantitativen Ansatz und führt eine empirische Online-Befragung unter Konzertbesuchern durch, um Hypothesen zur Mediennutzung und Zahlungsbereitschaft zu prüfen.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Medienbedürfnisse bei realen und digitalen Events sowie einen empirischen Teil, der das Nutzerverhalten und die Rezeptionsmotive analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Live-Event, Streaming Media, Publikumsforschung, Mediennutzung und die Einbindung von Live-Kommunikation im Web 2.0.

Warum ist das "Fan-Sein" laut Arbeit weniger ausschlaggebend für den Livestream-Konsum?

Die empirische Analyse zeigt, dass die emotionale Aktivierung und das Bedürfnis nach Unterhaltung sowie Entspannung beim Streaming wichtiger sind als eine tiefe Fan-Identität, die eher das Vor-Ort-Erlebnis prägt.

Sind Konzertbesucher bereit, für Livestreams zu bezahlen?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die breite Masse der Befragten derzeit kaum bereit ist, für Livestreams zu zahlen, da das Live-Erlebnis vor Ort als unersetzlich und höherwertig eingestuft wird.

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Details

Titel
Live-Video-Streaming von Konzerten als Kommunikationsinstrument und Ergänzung zu Live-Events
Hochschule
Macromedia Fachhochschule der Medien München
Note
1,7
Autor
Tobias Schreiner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
89
Katalognummer
V588179
ISBN (eBook)
9783346193537
ISBN (Buch)
9783346193544
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Live-Event Publikumsforschung Streaming Media Kommunikationsinstrument Mediennutzung Medienwissenschaft Livestream
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Schreiner (Autor:in), 2018, Live-Video-Streaming von Konzerten als Kommunikationsinstrument und Ergänzung zu Live-Events, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/588179
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