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Die diachrone Entwicklung der Negation in der deutschen Syntax. Negation mit und ohne Indefinita

Título: Die diachrone Entwicklung der Negation in der deutschen Syntax. Negation mit und ohne Indefinita

Trabajo Escrito , 2019 , 18 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Marie Gründer (Autor)

Filología alemana - Otros
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Wie hat sich die Negation in der deutschen Sprache historisch entwickelt? Die Hausarbeit „Die diachrone Entwicklung der Negation in der deutschen Syntax“ beantwortet diese Frage und beleuchtet den Wandel von der präverbalen Negation zur freien Negationspartikel. Dabei werden zentrale Themen wie einfache und doppelte Negation, Mehrfachnegation und der Jespersen-Zyklus verständlich erläutert. Auch die Rolle von Indefinita und die Negationskongruenz werden detailliert untersucht. Ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Negation rundet die Analyse ab.

Dieses Werk ist eine Bereicherung für Linguistik-Studierende, Germanisten und Sprachinteressierte, die die Geschichte und Funktionsweise der deutschen Syntax tiefer verstehen möchten. Anschauliche Erklärungen und fundierte Analysen machen die Lektüre nicht nur lehrreich, sondern auch spannend.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Negation ohne Indefinita

Die einfache Negation

Die doppelte Negation

Einfache Negation (freie Partikel)

Der Jespersen-Zyklus (Renovation der Negation)

Die Negation mit Indefinita

Einfache Negation

Negationskongruenz

Mehrfachnegation

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die diachrone Entwicklung der Negation in der deutschen Syntax vom Althochdeutschen bis zum Neuhochdeutschen, wobei der Fokus auf dem Übergang von präverbalen Negationspartikeln zu freien Partikeln liegt.

  • Entstehung und Entwicklung deutscher Negationswörter
  • Analyse des Jespersen-Zyklus im Kontext der deutschen Sprache
  • Unterscheidung zwischen einfacher Negation, doppelter Negation und Negationskongruenz
  • Vergleichende Betrachtung der Negation mit und ohne Indefinita
  • Rolle der sprachlichen Entwicklung und normativer Einflüsse

Auszug aus dem Buch

Die einfache Negation

In einfachen Sätzen ohne Indefinita finden sich vom Althochdeutschen bis zum Neuhochdeutschen drei Typen der Negation. Zunächst wurde die Negation durch die präverbale Partikel ni ausgedrückt, je nach Realisierung auch als ne, no, na, nu, neo, en. Für die Satznegation wurde vor allem ni genutzt. Das Althochdeutsche erbte diese Negationspartikel aus dem Germanischen und Indogermanischen. Dies stellt den ältesten Typus der Negation dar. Im Tatian (ca. 830 n. Chr.) werden rund 81% der negierten Sätze mit präverbalem ni gebildet: de dar trinkit fon thesemo uuazzare thaz ih gibu ni thurstit zi euuidu ‘wer von dem Wasser trinkt, das ich gebe, der dürstet nicht in Ewigkeit‘.

Die Partikel ni wurde mit der Zeit abgeschwächt, besonders im Mittelhochdeutschen während der Nebensilbenabschwächung. Aus ni wurde somit en/ne/n. Jener zweite Typus kommt unter anderem im Mittelhochdeutschen vor. Er ist das Bindeglied beider Negationsträger. Es handelt sich um eine doppelte Negation, die sich jedoch nicht selbst aufhebt. Der dritte Typus ist noch heute zu finden und er drückt die Negation durch eine freistehende Partikel aus (mhd. niht; frnhd. nicht, nit; nhd. nicht).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in den Begriff der Negation als sprachlichen Gegenstand und Darstellung der Zielsetzung der Arbeit.

Die Negation ohne Indefinita: Erläuterung der drei historischen Typen der Negation in einfachen Sätzen und Untersuchung der klitischen Eigenschaften der Negationspartikel.

Die doppelte Negation: Analyse der historischen Entwicklung der doppelten Verneinung im Mittelhochdeutschen und der Rolle kritischer Textausgaben.

Einfache Negation (freie Partikel): Untersuchung des Etablierens von nicht als alleinige Negationspartikel und des Rückgangs der polynegativen Satzgestaltung.

Der Jespersen-Zyklus (Renovation der Negation): Diskussion der Anwendbarkeit des Modells von Otto Jespersen auf die diachrone Entwicklung der deutschen Negation.

Die Negation mit Indefinita: Untersuchung der verschiedenen Realisierungsmöglichkeiten der Negation durch Negationspartikeln und negative Indefinita.

Einfache Negation: Darstellung der Negation durch die Kombination von Negationspartikel und positivem Indefinitum.

Negationskongruenz: Erklärung des Phänomens der Negationskongruenz bei Sätzen mit Indefinita und der Etymologie von kein.

Mehrfachnegation: Analyse von Sätzen, in denen mehrere negative Indefinita nebeneinanderstehen und sich gegenseitig stützen.

Fazit: Zusammenfassender Überblick über den Prozess des Abbaus der Proklitika und die Etablierung von nicht als Standardnegation.

Schlüsselwörter

Negation, diachrone Entwicklung, deutsche Syntax, Negationspartikel, Jespersen-Zyklus, Indefinita, Negationskongruenz, doppelte Negation, Mittelhochdeutsch, Althochdeutsch, Sprachwandel, Satznegation, morphologische Struktur, Partikel, Polynegation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung der Negation innerhalb der deutschen Syntax vom Althochdeutschen bis zum Neuhochdeutschen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entstehung von Negationswörtern, der Übergang von präverbalen zu freien Negationspartikeln sowie die Analyse verschiedener Negationstypen wie die einfache und doppelte Negation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den diachronen Wandel der Negationsstrukturen im Deutschen nachzuvollziehen und zu erläutern, wie sich das System der Verneinung über die Jahrhunderte gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine sprachhistorische Untersuchung, die auf der Analyse von Literatur, linguistischen Theorien und der Auswertung historischer Textbelege basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Negation ohne Indefinita (einfache und doppelte Negation), die Anwendung des Jespersen-Zyklus sowie die detaillierte Analyse der Negation mit Indefinita (einschließlich Negationskongruenz und Mehrfachnegation).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Negation, diachrone Entwicklung, Sprachwandel, Jespersen-Zyklus und Negationskongruenz charakterisiert.

Welche Bedeutung hat das Wort „ni“ im Althochdeutschen?

„Ni“ fungierte als präverbale Negationspartikel und stellt den ältesten Typus der Satznegation im Deutschen dar.

Warum ist die Anwendung des Jespersen-Zyklus auf das Deutsche problematisch?

Das Modell lässt sich nur bedingt anwenden, da es in der deutschen Sprachgeschichte keine längere Periode gibt, in der die doppelte Negation als das absolut dominierende Muster anzusehen wäre.

Was unterscheidet „Negationskongruenz“ von der „doppelten Negation“?

Negationskongruenz beschreibt Sätze, in denen die Negation durch eine Partikel in Verbindung mit einem negierten Indefinitum realisiert wird, während der Begriff „doppelte Negation“ allgemeiner verwendet wird, um sich unterstützende Verneinungen zu beschreiben.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Die diachrone Entwicklung der Negation in der deutschen Syntax. Negation mit und ohne Indefinita
Universidad
University of Leipzig  (Institut für Germanistik)
Curso
Historische Syntax des Deutschen
Calificación
1,7
Autor
Marie Gründer (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
18
No. de catálogo
V589352
ISBN (Ebook)
9783346187185
ISBN (Libro)
9783346187192
Idioma
Alemán
Etiqueta
Syntax Negation Entwicklung der deutschen Negation diachrone Negation deutsche Syntaxentwicklung Jespersen-Zyklus Negationspartikel historische Sprachwissenschaft Syntaxgeschichte Deutsch Negation mit Indefinita historische Grammatik Sprachwandel und Negation linguistische Negationsforschung Mehrfachnegation im Deutschen Negationskongruenz deutsche Sprachgeschichte präverbale Negation Sprachtypologie und Negation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marie Gründer (Autor), 2019, Die diachrone Entwicklung der Negation in der deutschen Syntax. Negation mit und ohne Indefinita, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/589352
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