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Screening - eine theoretische Vorprüfung des Planung eines großflächigen Einzelhandelbetriebes

Title: Screening - eine theoretische Vorprüfung des Planung eines großflächigen Einzelhandelbetriebes

Presentation (Elaboration) , 2005 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kay Raddatz (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Mit zunehmendem Erkenntnisgewinn über die ökologische n Zusammenhänge in Natur und Landschaft und deren Auswirkungen auf eine nachhaltige Raumentwicklung, fand auch auf politischer Seite eine verstärkte Berücksichtigung dieses Themenkomplexes statt. Vor allem die von der europäischen Union ausgehenden Entwicklungen der letzten Jahre bewirken eine forcierter betriebene Beachtung ökologischer Bela nge im Planungsalltag. Hier seien exemplarisch die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und die Vogelschutzrichtlinie der EU genannt. Für die hiernach klassifizierten Gebiete bestehen für die Planung erhebliche Einschnitte, eine bauliche Nutzung und Beplanung ist, von Einzelfällen abgesehen, geradezu ausgeschlossen. Dies drückt den gewachsenen Stellenwert deutlich aus. Es muss jedoch betont werden, dass ökologische Ausschlussgründe nicht automatisch zu einer Verhinderung der Planung kommen. Viel mehr wird durch die Vorgaben den Umweltschutz stärker zu beachten eine Prüfung auf sinnvolle alternative Standorte betrieben, die die angestrebte Nutzung an einem anderen Platz umweltverträglicher darstellt. Das Stichwort derUmweltverträglichkeitleitet zum eigentlichen Thema der Arbeit über. Von Seiten der EU wurden nicht nur Richtlinien erlassen, die eine Ausweisung bestimmter schützenswerter Gebiete bewirken. Die gemeinhin als Projekt-UVP Richtlinie bekannte Richtlinie 85/337/EWG über die Umweltverträglichkeitsprüfung bei bestimmten öffentlichen und privaten Projekten, war ein erster Schritt gesetzlich legitimierte Verfahren in den einzelnen Mitgliedssaaten einzuführen nach denen eine Beurteilung über die Umweltauswirkungen bestimmter Projekte stattzufinden habe. In Deutschland äußerte sich dies durch die Verabschiedung des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG). Darin werden in Anhang eins zum UVPG Schwellenwerte festgelegt, die eine Prüfpflicht auslösen können (Spalte eins des Anhanges zum UVPG). Dabei wurde für Vorhaben, die die Schwellenwerte zur UVP-Pflicht unterschreiten ein weiterer Wert eingeführt, der eine Vorprüfung (sog. Screening?§ 3c UVPG) mit sich bringt. Diese lassen sich der zweiten Spalte des Anha nges eins entnehmen. Durch die Vorprüfung wird eine eventuelle UVP-Pflicht festgestellt. „Das Screeningverfahren bildet einen Teilschritt im Prüfkonzept der §§ 3a-f UVPG zur Feststellung der UVP-Pflicht“ dabei „handelt es sich um eine Überschlägige Prüfung“ nach den Kriterien der Anlage zwei zum UVPG. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

ZIEL DER ARBEIT

UNTERSUCHUNGSRAUM

SCREENING

ABLAUF

BEISPIELVORHABEN – ERFASSUNG DER MERKMALE

1. Ist ein Vorhaben nach Anlage 1 UVPG vorhanden?

2. Werden die Schwellenwerte zur Auslösung einer Prüfpflicht überschritten?

3. Sind physische Auswirkungen des Standortes in Bezug auf die Schutzgüter zu erwarten?

4. Finden durch das Vorhaben Veränderungen des Orts- und Landschaftsbildes statt?

5. Welche Abfallarten und -mengen fallen durch die Realisierung an?

6. Werden durch das Vorhaben schädliche oder störende Emissionen (Umweltverschmutzung) erzeugt?

7. Besteht durch das Vorhaben ein erhöhtes Unfallrisiko mit Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit oder die Umwelt?

8. Befindet sich das Vorhaben an einem Standort, der durch Umwelteinflüsse beeinträchtigt wird?

ERFASSUNG DES STANDORTES

9. Befinden sich auf dem Standort oder in der Umgebung des Vorhabens bestimmte anthropogene schutzbedürftige Nutzungen, die beeinträchtigt werden können?

10. Befinden sich am Standort oder in der Umgebung des Vorhabens anthropogene Nutzungen, die eine Beeinträchtigung des Vorhabens bewirken können?

11. Kann durch das Vorhaben am Standort oder in der Umgebung eine Beeinträchtigung der Leistungs - und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes stattfinden?

12. Befinden sich am Standort oder in der Umgebung des Vorhabens rechtsverbindlich ausgewiesene Schutzgebiete, die beeinträchtigt werden können?

13. Befindet sich das Vorhaben in einem Gebiet, in dem Immissionsvorbelastungen bestehen und werden diese durch das Vorhaben zusätzlich erhöht?

14. Befindet sich das Vorhaben in einem Gebiet mit hoher Bevölkerungsdichte?

15. Können durch das Vorhaben am Standort oder in der Umgebung Kulturdenkmäler beeinträchtigt werden?

16. Können durch das Vorhaben in Verbindung mit anderen Vorhaben Auswirkungen entstehen, die zu Beeinträchtigungen in einem gemeinsamen Einwirkungsbereich führen?

ERHEBLICHKEIT

ANAHNG

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Durchführung einer theoretischen Vorprüfung (Screening) für die Planung eines großflächigen Einzelhandelsbetriebes in Wermelskirchen, um ein besseres Verständnis für die durch das Vorhaben hervorgerufenen Umweltbelange zu entwickeln, auch wenn das Screening nach aktueller Gesetzeslage in dieser Form entfallen ist.

  • Grundlagen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und des Screeningverfahrens
  • Analyse der ökologischen Empfindlichkeit eines konkreten Standortes
  • Anwendung eines systematischen Prüffragenkatalogs auf ein Beispielvorhaben
  • Bewertung der Umweltauswirkungen in Bezug auf Schutzgüter und Standortfaktoren
  • Einschätzung der Erheblichkeit möglicher Umweltbeeinträchtigungen

Auszug aus dem Buch

Beispielvorhaben – Erfassung der Merkmale

Am Beispiel eines großflächigen Einzelhandelsbetriebes (Baumarkt) wird ein Screening durchgeführt. Die räumliche Lage wurde im Kapitel Untersuchungsraum bereits dargestellt, von einer Wiederholung wird an dieser Stelle abgesehen. Da kein Bebauungsplan bezogen werden konnte ist die genaue Größe der Maßnahme nicht zu ermitteln. Es wird im weiteren auch keine Aussage über mögliche Standortalternativen getroffen, da in der Arbeit die Erkenntniserlangung über die Zusammenhänge zwischen Vorhaben und Maßnahme im Vordergrund steht und wie diese bereits aus bestehendem Kartenmaterial abgeleitet werden können.

Von Tim Schwarz wurde ein Prüffragenkatalog entwickelt durch den eine sichere und schnelle Beantwortung der Frage, ob eine UVP-Pflicht besteht, beantwortet werden kann. An diesem Fragenkatalog werden sich die folgenden Ausführungen orientieren und sich eine Gliederung ergeben. Eine übergeordnete Einteilung lässt sich aus dem Schaubild Screeningverfahren entnehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert den wachsenden Stellenwert ökologischer Belange in der Planung sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Screeningverfahrens gemäß UVPG.

ZIEL DER ARBEIT: Hier wird der Untersuchungsgegenstand, ein Baugebiet in Wermelskirchen, vorgestellt und das Vorgehen zur theoretischen Screening-Prüfung anhand vorhandener Plangrundlagen definiert.

UNTERSUCHUNGSRAUM: Dieses Kapitel beschreibt die geographische Lage und topographische Situation des geplanten Standortes im Ortsteil Ostringhausen.

SCREENING: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, in dem der Prozess des Screenings theoretisch erläutert und anhand eines 16-Punkte-Fragenkatalogs auf das Beispielvorhaben angewendet wird.

ERHEBLICHKEIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Prüfung zusammen und bewertet, ob die festgestellten Umweltauswirkungen eine Durchführung einer vollständigen UVP erfordern.

ANAHNG: Der Anhang enthält ergänzende Kartenmaterialien und Legenden zum Flächennutzungsplan und zum Landschaftsplan.

Schlüsselwörter

Umweltverträglichkeitsprüfung, UVP, Screening, Vorprüfung, Wermelskirchen, Einzelhandelsbetrieb, Bauleitplanung, Umweltauswirkungen, Landschaftsschutzgebiet, Standortanalyse, Flächennutzungsplan, ökologische Empfindlichkeit, Prüffragenkatalog, UVPG, Nachhaltigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Durchführung einer theoretischen Vorprüfung, dem sogenannten Screening, für die geplante Ansiedlung eines großflächigen Einzelhandelsbetriebes im Wermelskirchener Ortsteil Ostringhausen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der systematischen Anwendung des UVP-Screening-Verfahrens, der Analyse der ökologischen Empfindlichkeit des Standortes und der rechtlichen Einordnung von Vorhaben nach dem UVPG.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Umweltbelange bei einer Bauplanung zu schaffen, indem ein Screening auf Basis existierender Plangrundlagen exemplarisch durchgeführt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen strukturierten Prüffragenkatalog von Tim Schwarz, um eine fachliche Bewertung der Umweltauswirkungen des geplanten Vorhabens vorzunehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Erläuterung des Screening-Ablaufs sowie eine detaillierte Prüfung anhand von 16 spezifischen Fragen, die sowohl die Merkmale des Vorhabens als auch die Standortfaktoren betreffen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), Screening, Standortanalyse, ökologische Empfindlichkeit und Bauleitplanung charakterisieren.

Warum wird im Dokument explizit auf die "kumulierenden Vorhaben" eingegangen?

Diese Erwähnung dient der Einordnung, dass auch kleinere Einzelmaßnahmen, die einzeln unter den Schwellenwerten liegen, in ihrer Gesamtheit eine UVP-Pflicht auslösen können, was für die Beurteilung der Standortsituation relevant ist.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt der Autor hinsichtlich der UVP-Pflicht für das Beispiel?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der vorliegenden Daten keine ausreichenden Gründe vorliegen, um eine umfangreiche und kostenintensive UVP herbeizuführen, da keine überproportionalen Umweltauswirkungen zu erwarten sind.

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Details

Title
Screening - eine theoretische Vorprüfung des Planung eines großflächigen Einzelhandelbetriebes
College
University of Kaiserslautern
Grade
1,3
Author
Kay Raddatz (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V58936
ISBN (eBook)
9783638529969
Language
German
Tags
Screening Vorprüfung Planung Einzelhandelbetriebes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kay Raddatz (Author), 2005, Screening - eine theoretische Vorprüfung des Planung eines großflächigen Einzelhandelbetriebes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58936
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