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Wechselndes Wahlverhalten junger Menschen nach dem soziologischen Ansatz - unter besonderer Berücksichtigung sozialstruktureller Umstände

Title: Wechselndes Wahlverhalten junger Menschen nach dem soziologischen Ansatz - unter besonderer Berücksichtigung sozialstruktureller Umstände

Term Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Florian Huber (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Wahlen und Neuwahlen sind ständige Ereignisse in unserer Demokratie. Mit jeder neuen Wahl bieginnt für die Parteien der Wahlkampf und damit das Ringen um die Mehrheit der Wählerstimmen.

In der nun verbleibenden Zeit ist es wichtig, möglichst viele verschiedene Wählergruppen anzusprechen und für die jeweilige Politik zu begeistern. Zwar hat jede der Parteien durch ihre Stammwählerschaft eine gewisse Anzahl gesicherter Stimmen, doch viel interessanter und wichtiger ist das Verhalten der Wechselwähler. Deren Zahl ird durch die allgemeine Politikverdrossenheit ständig größer und unübersichtlicher. Jedoch macht ein entscheidendes Charakteristikum diese Gruppe hoch interessant:

Ihre Stimmen könnten die Entscheidung bringen. Wenn ein genügend großer Teil durch seine Wahlentscheidung die Machtverhältnisse im Parlament ändert, könnte ein Regierungswechsel die Folge sein. Genauere Informationen über Wechselwähler sind daher für die Parteien wichtig: Vor allem, wie viele es gibt, wer wechselnd wählt und warum er dies tut? Auch stellt sich die Frage nach deren politischer, ökonomischer und sozialer Einordnung in der Gesellschaft, wenn dies so pauschal überhaupt machbar ist. Diese Arbeit konzentriert sich auf die Frage ob, auch junge Menschen zu wechselndem Wahlverhalten neigen, und möchte die möglichen Gründe dafür darlegen. Ließe sich dies bestätigen, dann kann es eventuell gelingen, herauszufinden, ob dieses Verhalten bei jungen Menschen häufiger der Fall ist. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Altersstruktur und die möglicherweise damit verbundene soziale Schicht gerichtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischen Vorklärungen

2.1 Definition des Wechselwählers

2.2 Der soziologische Erklärungsansatz des Wahlverhaltens – Die mikrosoziologische Perspektive (Columbia School)

3. Forschungsdesign

3.1 Theoretische Vorüberlegungen – Die Forschungsfrage

3.2 Hypothesen zum Wahlverhalten

3.2.1 Familie

3.2.2 Schulbildung und Berufswahl

3.2.3 Sozialer Umkreis

4. Ergebnisse der Untersuchungen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob junge Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahren verstärkt zu wechselndem Wahlverhalten neigen und welche Rolle sozialstrukturelle Faktoren wie Familie, Bildung und das soziale Umfeld dabei spielen.

  • Analyse des soziologischen Erklärungsansatzes (Columbia School)
  • Untersuchung des Einflusses von Familie und sozialer Schicht
  • Bedeutung von Schulbildung und beruflicher Orientierung
  • Rolle von sozialen Netzwerken und Peergroups
  • Empirische Einordnung des Wahlverhaltens junger Wähler

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Schulbildung und Berufswahl

Diese zwei Bereiche sind sicher mit die entscheidenden für das Verhalten von Wechselwählern. Ich vertrete die Ansicht, dass Wechselwähler ihr Verhalten bei der Stimmabgabe wohl durchdacht haben. Es handelt sich dabei nicht um eine Folge des fehlenden politischen Interesses, um Unwissenheit oder gar um eine „Denkzettel-Aktion“ gegen eine bestehende Regierung. Diese genannten Eigenschaften würde die Person durch eine Nichtwahl zum Ausdruck bringen.

Allein schon der mit der Wahl verbundene Aufwand, und sei es wechselndes Wahlverhalten, lässt darauf schließen, das sich der Wähler seinen Schritt, überhaupt zur Wahl zu gehen, wohl durchdacht hat. Dieses benötigte Hintergrundwissen um den Wahlvorgang selbst, und um die möglichen Folgen des individuellen Wahlverhaltens, führt zu der Vermutung, dass der Bildungsgrad bei Wechselwählern im Allgemeinen sehr hoch ist (Vgl.: Kort-Krieger, Ute: Wechselwähler 1994, S. 48ff).

Hohe Bildung heißt dementsprechend auch einen guten oder sehr guten Schulabschluss. Die Mehrzahl der Wechselwähler müsste demnach die mittlere Reife oder das Abitur vorweisen. Da diese Schulbildung erst nach dem Krieg in dieser Form eingeführt wurde, weisen ältere Generationen vermutlich eher den Volksschulabschluss oder ähnliches auf. So liegt der Schluss nahe, dass der Wechselwähler im allgemeinen jünger ist. (Vgl.: Kort-Krieger, Ute: Wechselwähler 1994, S. 52f).

Eine höhere Schulbildung lässt das gesamte Spektrum der Berufswelt zu, was den Wähler von den Gesellschaftsgruppen wegführen würde, die aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung politisch orientiert sind. Dieser Punkt knüpft an die Frage nach der sozialen Schicht aus dem vorherigen Abschnitt an. War diese bisher für den jungen Wähler durch das Elternhaus vorgegeben, so ist sie nun durch die freie Wahl des Berufes ebenso frei wählbar. Entscheidet er sich nun beispielsweise für einen klassischen Arbeiterberuf, so hat er damit auch seine soziale Schicht gewählt (Vgl.: Korte, Karl-Rudolf: Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland 2003, S. 102ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Wechselwählern für den Wahlausgang und definiert das Ziel der Arbeit, deren Verhalten speziell bei jungen Menschen zu analysieren.

2. Theoretischen Vorklärungen: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Wechselwählers und erläutert den soziologischen Ansatz der Columbia School als theoretisches Fundament der Untersuchung.

3. Forschungsdesign: Hier werden die Forschungsfrage präzisiert und die zentralen Hypothesen zum Einfluss von Familie, Bildung und sozialem Umfeld auf das Wahlverhalten aufgestellt.

4. Ergebnisse der Untersuchungen: Dieser Teil präsentiert empirische Daten zur Bundestagswahl 2002 und gleicht diese mit den zuvor aufgestellten Hypothesen ab.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Bildung ein zentraler Faktor für Wechselwahlverhalten ist und junge Wähler sich verstärkt in einem Identitätssuchprozess befinden.

Schlüsselwörter

Wechselwähler, Wahlverhalten, Junge Wähler, Soziologischer Ansatz, Columbia School, Soziale Schicht, Bildung, Politische Identifikation, Sozialstruktur, Bundestagswahl, Politische Sozialisation, Mittelschicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für wechselndes Wahlverhalten, insbesondere unter dem Fokus, ob junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren ein solches Verhalten vermehrt zeigen.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Felder sind die Bedeutung sozialer Strukturen, der Einfluss des Elternhauses, der Stellenwert von Schul- und Berufsbildung sowie die Einbindung in soziale Netzwerke.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, warum junge Wähler ihre Parteipräferenz ändern und ob dies auf mangelndes Interesse oder eine bewusste Suche nach politischer Identität zurückzuführen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird genutzt?

Die Arbeit nutzt den soziologischen Ansatz der Columbia School, um das Wahlverhalten durch die soziale Position und die Einbindung des Individuums in Kommunikationsnetzwerke zu erklären.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen und die spezifische Prüfung von Hypothesen zu Familie, Bildungsweg und sozialem Umkreis der jungen Wähler.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind Wechselwähler, politische Identifikation, soziale Schichtung und der Einfluss des Bildungssystems.

Welche Rolle spielt die Bildung für das Wahlverhalten?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass eine höhere Bildung die Wechselwahrscheinlichkeit signifikant erhöht, da diese den Zugang zu neuen Berufsgruppen ermöglicht und individuelle Entscheidungsprozesse fördert.

Warum ist das Alter 18-24 relevant?

Diese Gruppe befindet sich in einer Lebensphase des Umbruchs, in der politische Identitäten neu geformt werden und die soziale Orientierung noch nicht durch starre Milieus festgelegt ist.

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Details

Title
Wechselndes Wahlverhalten junger Menschen nach dem soziologischen Ansatz - unter besonderer Berücksichtigung sozialstruktureller Umstände
College
University of Stuttgart  (Institut für Sozialwissenschaften - Abt. für Politische Systeme und Politische Soziologie)
Course
Proseminar: Erklärungsmodelle des Wählerverhaltens
Grade
2,3
Author
Florian Huber (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V58966
ISBN (eBook)
9783638530194
ISBN (Book)
9783640203833
Language
German
Tags
Wechselndes Wahlverhalten Menschen Ansatz Berücksichtigung Umstände Proseminar Erklärungsmodelle Wählerverhaltens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Huber (Author), 2005, Wechselndes Wahlverhalten junger Menschen nach dem soziologischen Ansatz - unter besonderer Berücksichtigung sozialstruktureller Umstände, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58966
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