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Nachhaltigkeit durch neue Formen des Konsums? Prosumtion im Lichte der Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft

Titre: Nachhaltigkeit durch neue Formen des Konsums? Prosumtion im Lichte der Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft

Dossier / Travail , 2020 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Nelson Jung (Auteur)

Sciences Sociales générales
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Ziel dieser Hausarbeit ist es die Grenzen und Potentiale der theoretischen Figur des Prosumenten nach Alvin Toffler zu ermitteln. Hierfür wird der Prosument vor dem theoretischen Hintergrund von Gerhard Schulzes Erlebnisgesellschaft auf seine nachhaltigen Potentiale hin analysiert.

Die Forschungsfrage soll folgendermaßen beantwortet werden: Das erste Kapitel setzt sich mit der Herleitung und Definition des Prosumenten auseinander. Im darauffolgenden Kapitel wird geschildert, mithilfe welcher Gesellschaftstheorie Prosumtion im Hinblick auf deren nachhaltigen Potenziale untersucht werden soll. Dafür wird im ersten Unterkapitel das generelle Verhältnis von Konsumsoziologie zu Gesellschaftstheorien geschildert und die Wahl der Erlebnisgesellschaft als Gesellschaftstheorie dieser Arbeit begründet. Das zweite Unterkapitel setzt sich mit der Erläuterung Schulzes Erlebnisgesellschaft auseinander. Darauffolgend wird im Analyseteil untersucht und dargelegt welche Potenziale und Grenzen der Prosument auf dem Weg in eine nachhaltige (Erlebnis-)Gesellschaft aufweist. Abschließend werden im Fazit die Ergebnisse resümiert und folglich die Forschungsfrage beantwortet sowie ein Ausblick für weiterführende Arbeiten gegeben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Prosument

a) Der Weg zum Prosumenten

b) Hellmanns theoretische Rahmung des Prosumenten

c) Zum Verhältnis von allgemeinen und spezifischen Theorien in der Soziologie

3. Inhaltlicher Überblick zur Theorie der Erlebnisgesellschaft

a) Die äußere Situation verliert an Macht

b) Von der Außenorientierung zur Innenorientierung

c) Neue Orientierung, neue Probleme

d) Der Erlebnismarkt

e) Die Erlebnismilieus

4. Prosumenten als nachhaltige Akteure in der Erlebnisgesellschaft

a) Prosumtion in der Analyse unabhängig von der Erlebnisgesellschaft

b) Die Erlebnisgesellschaft in der Analyse unabhängig von Prosumtion

c) Die Potenziale und Grenzen des Prosumenten in der Erlebnisgesellschaft

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische Figur des Prosumenten im Kontext der Bundesrepublik Deutschland und analysiert dessen Potenziale sowie Grenzen bei der Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft. Ziel ist es, die soziologische Einordnung von Prosumtion innerhalb der Theorie der Erlebnisgesellschaft nach Gerhard Schulze kritisch zu hinterfragen und den Beitrag aktiver Konsumenten zur Transformation des Produktionssektors zu bewerten.

  • Entwicklung und Definition des Prosumenten-Begriffs nach Toffler und Hellmann
  • Theoretische Grundlagen der Erlebnisgesellschaft (Innen- vs. Außenorientierung)
  • Analyse von Milieustrukturen und deren Bezug zu nachhaltigem Verhalten
  • Untersuchung der Potenziale von Prosumtion zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung
  • Kritische Bewertung der Wirksamkeit von aktiver Konsumtion für ökonomische und soziale Nachhaltigkeit

Auszug aus dem Buch

a) Der Weg zum Prosumenten

Zu Beginn dieses Kapitels ist zu erwähnen, dass es sich für Toffler bei der Entdeckung des Prosumenten nicht nur um eine Analyse des Produzierens und Konsumierens handelt. Toffler ist der Überzeugung, dass der Prosument kennzeichnend für eine neue Form der Zivilisation stehe.

„A new civilization is emerging in our lives, and blind men everywhere are trying to suppress it. This new civilization brings with it new family styles; changed ways of working, loving, and living; a new economy; new political conflicts; and beyond all this an altered consciousness as well.“ (Toffler (1980): 9)

Toffler gelangt nach eingehender Analyse der Historie zu dem Schluss, dass sich das Produktions- und Konsumtionsverhalten in drei verschiedenen Wellen entwickelte (vgl. Hellmann (2010): 14 f.). Die verschiedenen Wellen mache aus, ob „production for use“ oder „production for exchange“ (Toffler (1980): 38 f.) überwiege. Die jeweiligen Formen des Produzierens teilt Toffler in verschiedene Sektoren. Sektor A definiere unbezahlte Arbeit, deren Zweck die Produktion von Gütern, für den Eigengebrauch ist. Unter Gütern seien physische Produkte sowie Dienstleistungen zu verstehen. Sektor B zeichne bezahlte Arbeit aus, deren Zweck die Produktion von Gütern ist, die nicht oder größtenteils nicht selbst verbraucht würden. Was die Eingrenzung ‚Eigenverbrauch‘ betrifft, meint Toffler sowohl den vereinzelten Eigenverbrauch als auch den innerhalb der Familie (vgl. Blutner (2010): 84 f.). Die erste Welle habe ihren Ursprung in der „Verbreitung von Seßhaftigkeit und Landwirtschaft vor etwa 10.000 Jahren“ (Hellmann (2010): 14) gehabt. Sie sei durchweg von Selbstversorgung und dementsprechend vom Sektor A geprägt gewesen. Produzenten sind die Konsumenten ihrer selbst hergestellten Güter gewesen. Die Trennung einer Person in die beiden Termini, je nachdem welche Rolle sie gerade ausfülle, sei für die damalige Zeit noch befremdlich gewesen (vgl. ebd.: 17).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, inwiefern der Prosument zur Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft in Deutschland beitragen kann.

2. Der Prosument: Dieses Kapitel erläutert die Herleitung des Begriffs durch Alvin Toffler und die wissenschaftliche Rahmung durch Kai Uwe Hellmann.

3. Inhaltlicher Überblick zur Theorie der Erlebnisgesellschaft: Das Kapitel behandelt Gerhard Schulzes Gesellschaftstheorie, die den Fokus auf die Innenorientierung des Subjekts und die Rolle der Erlebnismilieus legt.

4. Prosumenten als nachhaltige Akteure in der Erlebnisgesellschaft: Hier findet die eigentliche Analyse statt, in der Potenziale und Grenzen von Prosumtion vor dem Hintergrund ökologischer Nachhaltigkeit diskutiert werden.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Prosumtion zwar spezifische Potenziale bietet, aber nicht als flächendeckende Lösung für eine nachhaltige Transformation dienen kann.

Schlüsselwörter

Prosument, Prosumtion, Erlebnisgesellschaft, Nachhaltigkeit, Konsumsoziologie, Eigenverbrauch, Strukturfunktionalismus, Innenorientierung, Lebensstil, Ressourcenschonung, Transformation, Produktion, Individuum, Gesellschaftstheorie, Erlebnismärkte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die theoretische Figur des Prosumenten – also ein Konsument, der aktiv an der Produktion beteiligt ist – einen Beitrag zur ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit in der Gesellschaft leisten kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Konsumsoziologie, die Theorie der Erlebnisgesellschaft von Gerhard Schulze, ökologische Nachhaltigkeit sowie die ökonomischen Aspekte von Eigenproduktion und Wertschöpfung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, die Potenziale und Grenzen des Prosumenten auf dem Weg in eine nachhaltige Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland wissenschaftlich zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sozialwissenschaftlicher Konzepte, insbesondere des Strukturfunktionalismus und der Kultursoziologie der Erlebnisgesellschaft, die auf aktuelle Fragestellungen der Nachhaltigkeit angewandt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Begriffs Prosument, stellt die Theorie der Erlebnisgesellschaft vor und führt eine kritische Untersuchung über das Nachhaltigkeitspotenzial von Prosumtion in verschiedenen sozialen Milieus durch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Prosumtion, Erlebnisgesellschaft, nachhaltiger Konsum, Innenorientierung, Selbstverwirklichung und Produktionssektor.

Wie unterscheidet sich die Prosumtion vom reinen Konsum?

Der entscheidende Unterschied liegt im Aktivitätsgrad: Bei der Prosumtion ist der Konsument direkt in den Herstellungsprozess involviert, wodurch das Produkt einen spezifischen Gebrauchswert erhält, der ohne den Beitrag des Nutzers nicht vollständig realisiert wäre.

Welche Rolle spielen die Milieus in der Analyse?

Schulzes Milieus, wie das Selbstverwirklichungsmilieu, dienen dazu, unterschiedliche soziale Voraussetzungen für nachhaltiges Handeln zu identifizieren. Das Selbstverwirklichungsmilieu wird als besonders prädestiniert für Prosumtion-Praktiken hervorgehoben.

Warum wird die Erlebnisgesellschaft als theoretischer Rahmen in Frage gestellt?

Die Autorin/der Autor merkt an, dass die Theorie der Erlebnisgesellschaft möglicherweise nicht mehr alle aktuellen ökologischen Herausforderungen vollständig abbildet, da der Druck durch ökologische Krisen zu einer Rückkehr von Außenorientierungen im Handeln führt.

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Résumé des informations

Titre
Nachhaltigkeit durch neue Formen des Konsums? Prosumtion im Lichte der Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft
Université
University of Marburg  (Geisteswissenschaften)
Note
1,3
Auteur
Nelson Jung (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
17
N° de catalogue
V590540
ISBN (ebook)
9783346177162
ISBN (Livre)
9783346177179
Langue
allemand
mots-clé
formen gesellschaft gestaltung konsums lichte nachhaltigkeit prosumtion
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nelson Jung (Auteur), 2020, Nachhaltigkeit durch neue Formen des Konsums? Prosumtion im Lichte der Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/590540
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Extrait de  17  pages
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