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Ungleiche Chancen im deutschen Bildungssystem. Der Einfluss des Kapitals auf die Chancen von Schüler_innen mit Migrationshintergrund

Título: Ungleiche Chancen im deutschen Bildungssystem. Der Einfluss des Kapitals auf die Chancen von Schüler_innen mit Migrationshintergrund

Trabajo Escrito , 2019 , 15 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Nelson Jung (Autor)

Ciencias sociales (General)
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Seit Jahrhunderten gibt es Migrationsbewegungen in Gesellschaften aller Art und damit verbunden auch Anpassungsprozesse. Dabei spielten historisch betrachtet Bürgerrechte und Gesetze lange Zeit keine große Rolle, geschweige denn die Gleichberechtigung von unterschiedlichen Personen, bzw. Personengruppen. Seitdem Bürger-, Grund- und Menschenrechte einen zunehmenden Stellenwert in modernen Gesellschaften genießen, ist das Thema der sozialen Ungleichheit und damit einhergehend das der Chancenungleichheit im öffentlichen sowie professionellen Diskurs nicht mehr wegzudenken. Vor allem dann, wenn es sich um ernstzunehmende Zukunftsperspektiven eines Individuums handelt, so wie es in einem staatlichen Bildungssystem der Fall ist, sollten faire Bedingungen für alle Beteiligten gelten. Die PISA Studie 2000, sorgte in diesem Kontext für große Aufmerksamkeit. Aus der Studie ging hervor, dass das Ausbleiben von Erfolg im deutschen Bildungssystem vergleichsweise stark von der sozialen Herkunft, bzw. einem Migrationshintergrund abhängt.

Vor diesem Hintergrund soll in der vorliegenden Arbeit folgende Frage behandelt werden: Inwiefern wirkt sich der von Bourdieu konzipierte Begriff des Kapitals auf die Chancenungleichheit, die Schüler_innen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem erfahren, aus? Im ersten Kapitel werden die Lesenden in die Thematik der Chancenungleichheit eingeführt und aufgezeigt, inwiefern die Gruppe der Schüler_innen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem von dieser betroffen sind. Außerdem wird dargestellt, wie sich diese in den schulischen Leistungen der Schüler_innen äußert und in welchen Lebenslagen sie sich typischerweise wiederfinden. Der Inhalt des zweiten Kapitels beschäftigt sich mit dem „Begriff des Kapitals in allen seinen Erscheinungsformen“ (Bourdieu 2015), welcher in Pierre Bourdieus Werken Die verborgenen Mechanismen der Macht (1992) und in Die feinen Unterschiede (1982) beschrieben wird. Im dritten Kapitel wird analysiert, inwiefern sich der konzipierte Kapitalbegriff auf das zuvor

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Chancenungleichheit bei Schüler_innen mit Migrationshintergrund

2.1 Leistungsunterschiede und ihre Folgen für Schüler_innen mit Migrationshintergrund

2.2 Lebenslagen von Menschen mit Migrationshintergrund

3 Der Kapitalbegriff von Pierre Bourdieu

4 Der Einfluss des Kapitals auf die Chancen von Schüler_innen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht auf theoretischer Basis, inwiefern der von Pierre Bourdieu konzipierte Kapitalbegriff dazu geeignet ist, die Chancenungleichheit von Schüler_innen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem zu erklären und zu begründen.

  • Theoretische Fundierung durch den Kapitalbegriff nach Pierre Bourdieu
  • Analyse von Leistungsunterschieden bei Schüler_innen mit Migrationshintergrund
  • Untersuchung der Lebenslagen und sozioökonomischen Benachteiligungen
  • Zusammenhang zwischen Kapitalausstattung und Bildungserfolg
  • Kritische Reflexion der Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungssystem

Auszug aus dem Buch

Der Kapitalbegriff von Pierre Bourdieu

Laut Bourdieu sei Kapital akkumulierte, also zusammengefasste und angesammelte, Arbeit, die in Form von Material oder als inkorporierte, also verinnerlichte Form vorliege (vgl. Bourdieu 2015: 49). Es seien „drei grundlegende Arten“ (Bourdieu 2015: 52) zu differenzieren: kulturelles, soziales und ökonomisches Kapital (vgl. Bourdieu 2015: 52).

Fähigkeiten und Begabung seien das Produkt einer Investition von Zeit und kulturellem Kapital (vgl. Bourdieu 2015: 54). Also sind diese beiden Faktoren eines Individuums im Umkehrschluss vom kulturellen Kapital abhängig. So behauptet Bourdieu, „dass der schulische Ertrag schulischen Handelns vom kulturellen Kapital abhängt, das die Familie zuvor investiert hat“ (Bourdieu 2015: 55). Er kategorisiert drei verschiedene Formen des kulturellen Kapitals: inkorporiertes Kulturkapital, objektiviertes Kulturkapital und institutionalisiertes Kulturkapital (vgl. Bourdieu 2015: 55).

Das inkorporierte Kulturkapital sei ein Besitztum, das zu einem festen Bestandteil der Person, bzw. des Habitus geworden sei. Aus dem was zuvor als Haben beschrieben wurde, sei Sein geworden (vgl. Bourdieu 2015: 56). Inkorporiertes und damit verinnerlichtes Kapital könne deshalb (im Unterschied zu Geld, Besitz- oder sogar Adelstiteln) nicht durch Schenkung, Kauf oder ähnliches weitergegeben werden (vgl. Bourdieu 2015: 56). Weitergeben werde es auf dem Wege der sozialen Vererbung, was freilich immer im Verborgenen geschehe und häufig ganz unsichtbar bleibe (vgl. Bourdieu 2015: 57).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Chancenungleichheit im deutschen Bildungssystem ein und stellt die zentrale Forschungsfrage bezüglich der Anwendbarkeit des Kapitalbegriffs nach Bourdieu.

2 Chancenungleichheit bei Schüler_innen mit Migrationshintergrund: Dieses Kapitel erläutert verschiedene Modelle der Chancenungleichheit und beleuchtet die spezifische Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem.

2.1 Leistungsunterschiede und ihre Folgen für Schüler_innen mit Migrationshintergrund: Dieser Abschnitt analysiert die Korrelation zwischen schulischen Leistungen, dem Übergang in die Berufsausbildung und dem Migrationshintergrund.

2.2 Lebenslagen von Menschen mit Migrationshintergrund: Hier werden sozioökonomische Faktoren und soziale Lebensbedingungen betrachtet, die den Bildungserfolg maßgeblich beeinflussen können.

3 Der Kapitalbegriff von Pierre Bourdieu: Das Kapitel definiert und differenziert die drei Kapitalarten (kulturelles, soziales und ökonomisches Kapital) gemäß Bourdieus Theorie.

4 Der Einfluss des Kapitals auf die Chancen von Schüler_innen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem: In diesem Kapitel wird die theoretische Brücke geschlagen und untersucht, wie die unterschiedliche Ressourcenausstattung von Familien die Bildungschancen beeinflusst.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage unter Berücksichtigung der theoretischen Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Bildungssystem, Chancenungleichheit, Migrationshintergrund, Pierre Bourdieu, kulturelles Kapital, soziales Kapital, ökonomisches Kapital, Bildungsbenachteiligung, soziale Herkunft, Habitus, Ressourcen, Bildungserfolg, Chancengerechtigkeit, soziale Vererbung, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursachen und Hintergründe von Bildungsbenachteiligungen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das deutsche Bildungssystem, die Theorie sozialer Ungleichheit nach Pierre Bourdieu und die Auswirkungen sozioökonomischer Faktoren auf den Bildungserfolg.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu klären, inwiefern der Kapitalbegriff von Pierre Bourdieu dazu geeignet ist, die bestehende Chancenungleichheit von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem theoretisch zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Anwendung soziologischer Begriffe auf ein aktuelles bildungspolitisches Phänomen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Lebenslagen von Menschen mit Migrationshintergrund, eine detaillierte Erläuterung der Kapitalarten nach Bourdieu sowie deren Anwendung auf die schulischen Bildungschancen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Bildungsbenachteiligung, Kapitalbegriff, Migrationshintergrund, Chancenungleichheit und soziale Herkunft.

Warum spielt das soziale Kapital eine so große Rolle für den Bildungsübergang?

Soziales Kapital ermöglicht den Zugriff auf Netzwerke, die als Unterstützung beim Übergang in die Berufsausbildung oder bei der Informationsbeschaffung dienen und somit den Bildungsweg erleichtern können.

Wie unterscheidet Bourdieu zwischen den verschiedenen Arten von kulturellem Kapital?

Bourdieu unterteilt das kulturelle Kapital in drei Formen: inkorporiertes (verinnerlichtes), objektiviertes (z.B. Bücher, Kunst) und institutionalisiertes Kapital (z.B. akademische Titel).

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Detalles

Título
Ungleiche Chancen im deutschen Bildungssystem. Der Einfluss des Kapitals auf die Chancen von Schüler_innen mit Migrationshintergrund
Universidad
University of Marburg  (Geisteswissenschaften)
Calificación
1,3
Autor
Nelson Jung (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
15
No. de catálogo
V590541
ISBN (Ebook)
9783346195166
ISBN (Libro)
9783346195173
Idioma
Alemán
Etiqueta
bildungssystem chancen einfluss kapitals migrationshintergrund schüler_innen ungleiche
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nelson Jung (Autor), 2019, Ungleiche Chancen im deutschen Bildungssystem. Der Einfluss des Kapitals auf die Chancen von Schüler_innen mit Migrationshintergrund, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/590541
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