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Krisen mit Social Media Intelligence bewältigen. Empfehlungen für den Einsatz sozialer Netzwerke im Katastrophenschutz

Title: Krisen mit Social Media Intelligence bewältigen. Empfehlungen für den Einsatz sozialer Netzwerke im Katastrophenschutz

Textbook , 2020 , 54 Pages

Autor:in: C. Br. (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Der fortschreitende Klimawandel und dessen Auswirkungen werden dafür sorgen, dass die Zahl der Naturkatastrophen zunimmt. Daher ist es besonders für Menschen in Krisengebieten notwendig, sich durch umfassendes Katastrophen- und Krisenmanagement auf derartige Situationen vorzubereiten.

Welche Informationssysteme zur Bevölkerungswarnung gibt es bereits? Welches Potenzial besitzen soziale Netzwerke in diesem Zusammenhang? Was verstehen wir unter Social Media Intelligence? inwieweit können sich freiwillige Helfer einbringen, um die Widerstandsfähigkeit in humanitären Notlagen zu steigern. Welche Herausforderungen können dabei auftreten?

Der Autor untersucht den Mehrwert von Social Media bei der Krisenbewältigung. Er legt dar, wie Informationssysteme im Katastrophenschutz zum Einsatz kommen und geht insbesondere auf die Potenziale von sozialen Medien ein. Für die effektive Koordination von digitalen Freiwilligen und Vor-Ort-Helfern gibt er Handlungsempfehlungen.

Aus dem Inhalt:
- Digital Volunteers;
- Vor-Ort-Helfer;
- Facebook Disaster Maps;
- Warn-Apps;
- Big Data

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsmethode

3 Begriffsbestimmungen und Grundlagen

3.1 Krisen und Katastrophen

3.2 Begriff des Informationssystems

3.3 Begriff des Input-Output-Systems

4 Warnung der Bevölkerung als Input-Output-System

4.1 Inputquellen

4.2 Verarbeitung des Inputs

4.3 Outputquellen

5 Analyse des Potentials von Social Media bei der Krisenbewältigung

5.1 Nutzungsmuster von Social Media Plattformen

5.2 Social Media Intelligence

5.3 Partizipation durch freiwillige Helfer

6 Fazit

7 Limitationen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle von Informationssystemen im Katastrophenschutz, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse des Potentials von Social Media Plattformen als Hilfsmittel zur Krisenbewältigung liegt. Ziel ist es zu klären, wie digitale Technologien und freiwillige Helfer systematisch in bestehende Warnprozesse integriert werden können.

  • Prozess der Bevölkerungswarnung als Input-Output-System
  • Potential von Social Media zur Krisenfrüherkennung
  • Nutzung von Social Media Intelligence zur Datenanalyse
  • Einbindung und Koordination freiwilliger digitaler und physischer Helfer
  • Kritische Bewertung von Warn-Apps und sozialen Netzwerken

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Social Media zur Früherkennung

Der Datenverkehr in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram, hat in den letzten Jahren signifikant zugenommen und wird tendenziell weiter steigen. Finden schwerwiegende Unglücke statt, neigen immer mehr Menschen dazu, soziale Netzwerke zu benutzen, um Statusmeldungen, Meinungen, Bildmaterial oder Hilfsangebote zu teilen. Diese Masse an heterogenen Daten kann genutzt werden, um Schadensereignisse frühzeitig zu erkennen. In einer Studie über die Früherkennung von Großschadensereignissen in sozialen Netzwerken haben Bahir und Peled (2015, S. 210-220) ein Informationssystem entwickelt, welches auf Basis von nutzergenerierten Daten der Plattformen Twitter und Google+ automatisch Warnungen erzeugt, wenn sich größere Vorfälle ereignen.

Die Autoren haben herausgefunden, dass sich Katastrophen und Unruhezustände in „abnormalen“ Aktivitäten in sozialen Medien wiederspiegeln, die durch Filterung mit einer Menge definierter Schlüsselwörter vollautomatisch und zeiteffizient erkannt werden können. Aus diesem Grund wurde das Major Event Monitoring and Alert System entwickelt, welches initial Rohdaten über die Programmierschnittstellen (APIs) von Twitter und Google+ extrahiert und speichert. Diese können nun verarbeitet und nach speziellen Schlüsselwörtern kategorisiert werden. Die Erkennung von Ereignissen (event detection) wird mit Überschreitung von definierten Schwellenwerten realisiert. Jedem Ereignistyp wird hierbei ein individueller Schwellenwert und Zeitrahmen zugewiesen. Das System zählt nun für jeden Typ die relevanten Nachrichten innerhalb der festgelegten Zeitspanne und löst schließlich Alarm aus, falls der geltende Grenzwert, i.e. die Anzahl zugelassener Nachrichten in dieser Zeit, überschritten wird. Bahir und Peled (2015, S. 211-219) betonen jedoch, dass diese datenbasierte Früherkennung ausschließlich bei Vorkommnissen mit verheerenden Auswirkungen zuverlässig funktioniert, da kleinere Ereignisse einen zu geringen Einfluss auf soziale Medien haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt die Relevanz moderner Informationssysteme im Katastrophenmanagement dar und formuliert die Forschungsfrage zur Einbindung sozialer Medien.

2 Forschungsmethode: Beschreibt das methodische Vorgehen einer strukturierten Literaturrecherche zur Ermittlung des aktuellen Forschungsstandes.

3 Begriffsbestimmungen und Grundlagen: Definiert zentrale Termini wie Krise, Katastrophe, Informationssysteme und das Input-Output-Modell für den Warnprozess.

4 Warnung der Bevölkerung als Input-Output-System: Analysiert technologische und behördliche Inputquellen sowie die Verbreitung von Warnungen über verschiedene Output-Kanäle.

5 Analyse des Potentials von Social Media bei der Krisenbewältigung: Untersucht Nutzungsmuster, Methoden der Social Media Intelligence und die Partizipation von Helfern.

6 Fazit: Bewertet die Ergebnisse und fasst das Potential digitaler Kanäle zusammen, wobei deren ergänzende Rolle betont wird.

7 Limitationen und Ausblick: Reflektiert die methodischen Grenzen der Arbeit und diskutiert zukünftige technologische Entwicklungen im Bereich der algorithmischen Datenanalyse.

Schlüsselwörter

Katastrophenschutz, Krisenmanagement, Social Media, Bevölkerungswarnung, Input-Output-System, Social Media Intelligence, Krisenfrüherkennung, Digital Volunteers, Crowdsourcing, Katastrophenbewältigung, Warn-Apps, Krisenkommunikation, Datenanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Nutzung von Informationssystemen im Katastrophenschutz und der Frage, welchen Mehrwert soziale Medien bei der Krisenbewältigung bieten können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Warnung der Bevölkerung, Methoden der Krisenfrüherkennung durch Datenanalyse sowie die Koordination digitaler und physischer freiwilliger Helfer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse und Bewertung des Potentials sozialer Netzwerke, um diese als ergänzende Hilfsmittel in bestehende Prozesse des Katastrophenmanagements zu integrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer strukturierten Literaturrecherche, die qualitätsgesicherte Werke, Fachzeitschriften und Konferenzbeiträge einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Modellierung der Bevölkerungswarnung als Input-Output-System, die Analyse von Social Media zur Früherkennung sowie die Kategorisierung und Koordination freiwilliger Helfer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Katastrophenschutz, Social Media Intelligence, Krisenbewältigung, Warn-Apps und Digital Volunteers.

Welche Rolle spielen Warn-Apps wie NINA oder KATWARN?

Sie dienen der proaktiven Warnung, werden jedoch aufgrund des fehlenden Weckeffekts nur als ergänzender Baustein innerhalb einer umfassenden Warnstrategie betrachtet.

Warum ist die Einbindung ungebundener Helfer schwierig?

Da diese oft ohne formale Strukturen agieren, fehlt es an der notwendigen Koordination durch Krisenorganisationen, was zu ineffektiven oder sogar schädlichen Einsätzen führen kann.

Was unterscheidet Social Media Analytics von Social Media Intelligence?

Während Analytics den technischen Fokus auf das Sammeln und Visualisieren von Daten legt, zielt Intelligence darauf ab, daraus verwertbares Wissen für konkrete Entscheidungen in Krisensituationen abzuleiten.

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Details

Title
Krisen mit Social Media Intelligence bewältigen. Empfehlungen für den Einsatz sozialer Netzwerke im Katastrophenschutz
Author
C. Br. (Author)
Publication Year
2020
Pages
54
Catalog Number
V590647
ISBN (eBook)
9783960958789
ISBN (Book)
9783960958796
Language
German
Tags
Informationssysteme Katastrophenschutz Krisenmanagement Krise Katastrophe crisis response disaster disaster management management social Media intelligence social Media Intelligence social Media analytics big data Krisenbewältigung Resilienz Pandemie Erdbeben Epidemie Waldbrände seuche tsunami Corona covid-19 Warn-Apps Digital Volunteers Vor-Ort-Helfer Facebook Disaster Maps Facebook Machine Learning Künstliche Intelligenz KI AI Datenanalyse Krisenstab Krisen-App NINA Katwarn Hochwasser Überschwemmungen Feuer Terroranschläge BKK Bevölkerungsschutz Wirtschaftsinformatik IT Sensorik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
C. Br. (Author), 2020, Krisen mit Social Media Intelligence bewältigen. Empfehlungen für den Einsatz sozialer Netzwerke im Katastrophenschutz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/590647
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