Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage „Piktogramme - eine Weltsprache? Inwieweit können Piktogramme ein stereotypisiertes Denken in Hinblick auf Binationalität beeinflussen? Ein Beispiel des Projektes „Migrantas“. Dabei wird zunächst aufgeführt, wer oder was grundlegend als „fremd“ gilt, inwiefern dabei die Identitätsbildung eine Rolle spielt und welche Rolle die soziale Gruppe innerhalb dieses Prozesses einnimmt. Zudem wird unter diesem Aspekt der Begriff „Binationalität“ aufgeführt, da dieser ein elementares Gefühl von Menschlichkeit versprachlicht.
In einem darauf folgenden Schritt wird gezeigt, in welchem Rahmen Vorurteile und stereotypisiertes Denken von Bedeutung sind, denn wo Angst vor dem „Fremden“ herrscht, können auch Vorurteile und ein stereotypisiertes Denken bzw. Handeln an Überhand gewinnen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Wer ist fremd?
1.1 Identitätsbildung
1.2 Soziale Gruppen
1.3 Binationalität
2. Vorurteile und stereotypisiertes Denken
2.1 Definition
2.2 Auswirkungen
3. Piktogramme
3.1 Definition
3.2 Funktionen
4. Projekt „Migrantas“
4.1 Gründung und Idee
4.2 Vorgehensweise
4.3 Ziele
5. Theoretische Grundlage
6. Analyse
7. Ergebnis
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, inwieweit Piktogramme als universelle Sprache fungieren und ob sie ein stereotypisiertes Denken in Bezug auf Binationalität beeinflussen können, wobei das Projekt „Migrantas“ als Fallbeispiel dient.
- Identitätsbildung und das Konzept des „Fremden“
- Entstehung und Auswirkungen von Vorurteilen
- Funktionsweise und Möglichkeiten von Piktogrammen als Zeichensystem
- Die Arbeit des Kollektivs „Migrantas“
- Semiotische Analyse von Piktogrammen auf Basis der Theorien von de Saussure und Peirce
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition
Was genau sind Piktogramme? Sind damit lediglich kleine männliche oder weibliche Figuren auf Toilettentüren gemeint? Sind es mehr als nur gemalte Flugzeuge und Koffer am Flughafen? Mehr als ein Abbild eines Zebrastreifens im Straßenverkehr?
Diese und mehr Beispiele zeigen, inwiefern sich Piktogramme in der heutigen Zeit bereits verbreitet haben. Aus der alltäglichen Verständigung sind sie nicht mehr wegzudenken, obwohl wir sie lediglich unbewusst wahrnehmen. Doch bei weiterer Auseinandersetzung zeigt sich, dass viel mehr hinter einem Piktogramm steckt als gedacht.
Generell lässt sich sagen, dass Piktogramme unabhängig von der Sprache international lesbar sein sollen und eine festgelegte Bedeutung transportieren. Dies wird durch Bildzeichen realisiert (vgl. Ackermann 2006, S.15), welche vereinfacht und als zweidimensionale Flächen dargestellt werden (vgl. Stöppel 2006, S. 182). Dabei sollen sie einen klaren Wiedererkennungswert haben (vgl. ebd.) und auf eine bestimmte Sache oder einen bestimmten Gegenstand verweisen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, inwiefern Piktogramme zur Reflexion über Binationalität beitragen können und stellt den theoretischen sowie methodischen Rahmen vor.
1. Wer ist fremd?: Dieses Kapitel beleuchtet Identitätsbildung, die Bedeutung sozialer Gruppen und den Begriff der Binationalität im Kontext von Fremdwahrnehmung.
2. Vorurteile und stereotypisiertes Denken: Es werden die Definitionen und weitreichenden gesellschaftlichen Auswirkungen von Vorurteilen und Stereotypen untersucht.
3. Piktogramme: Hier erfolgt eine Begriffsbestimmung von Piktogrammen sowie eine Erläuterung ihrer zentralen Funktionen als universelle Zeichen.
4. Projekt „Migrantas“: Das Kapitel stellt das Kollektiv „Migrantas“, seine Entstehungsgeschichte, Arbeitsweise in Workshops und die damit verbundenen Ziele vor.
5. Theoretische Grundlage: Basierend auf Ferdinand de Saussure und Charles S. Peirce werden semiotische Theorien zur Analyse von Zeichen und deren Bedeutung erläutert.
6. Analyse: Anhand zweier konkreter Piktogramme aus dem Projekt „Migrantas“ wird die Anwendung der zuvor dargelegten semiotischen Konzepte demonstriert.
7. Ergebnis: Das Kapitel reflektiert über die Schwierigkeit, sich nur einer Nation zugehörig zu fühlen, und wie Piktogramme als Medium zur Empathiefähigkeit beitragen können.
8. Fazit: Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Piktogramme aufgrund ihrer universalen Gültigkeit als Weltsprache fungieren und wichtige Denkanstöße zur Reflexion über Identität liefern können.
Schlüsselwörter
Piktogramme, Binationalität, Migrantas, Identitätsbildung, Soziale Gruppen, Stereotypisiertes Denken, Vorurteile, Semiotik, Ferdinand de Saussure, Charles S. Peirce, Kommunikation, Zeichentheorie, Integration, Migration, Weltsprache
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit im Kern?
Die Arbeit untersucht, ob Piktogramme als universelle Sprache zur Beeinflussung stereotypisierten Denkens hinsichtlich Binationalität eingesetzt werden können.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind Identitätsbildung, soziale Gruppendynamik, die Entstehung von Vorurteilen und Stereotypen sowie die semiotische Funktion von Piktogrammen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch die Analyse des Projektes „Migrantas“ zu zeigen, wie Piktogramme genutzt werden können, um den Dialog über binatinale Identität zu fördern und Vorurteile abzubauen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?
Die Analyse stützt sich auf die semiotischen Theorien von Ferdinand de Saussure (Bilaterale Zeichen) und Charles S. Peirce (Ikon, Index, Symbol).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Identität und Vorurteilen, eine Definition von Piktogrammen, die Vorstellung des Projekts „Migrantas“ sowie eine praktische Analyse von zwei Bildbeispielen dargelegt.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Piktogramme, Binationalität, Identitätsbildung, Semiotik und das Projekt „Migrantas“.
Wie trägt das Projekt „Migrantas“ zur Integration bei?
Das Projekt bietet Migrantinnen einen geschützten Raum für den Austausch und nutzt Piktogramme, um persönliche Erfahrungen in eine universale Bildsprache zu übersetzen, die Außenstehende zur Reflexion anregt.
Welche Rolle spielt die „Bilateralität“ des Zeichens in der Analyse?
Die Bilateralität, insbesondere bei der Verwendung unterschiedlicher Sprachen in den Piktogrammen, verdeutlicht die Vielschichtigkeit und Kontextabhängigkeit von Bedeutung für Individuen mit binationaler Identität.
- Arbeit zitieren
- Annalena Zimmer (Autor:in), 2016, Piktogramme - eine Weltsprache? Inwieweit können Piktogramme ein stereotypisiertes Denken in Hinblick auf Binationalität beeinflussen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/590688