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Erklärung des Lebens. Kontroverse zwischen Mechanizismus und Vitalismus

Title: Erklärung des Lebens. Kontroverse zwischen Mechanizismus und Vitalismus

Essay , 2012 , 12 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Juan Cardenas (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Die vorliegende Arbeit enthält eine Kritik des Finalismus sowie der deterministischen Erklärung des Lebens seitens wissenschaftlicher Strömungen zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert. In erster Linie wird hier argumentiert, dass die Handlungen von Organismen keine Teleologie aufweisen. Dann wird erklärt, dass die Gesetze der Mechanik, die auf der trägen Materie beruhen und mit Hilfe der physikalisch-mathematischen Methode auf Organismen angewandt werden, die Spannung des Lebens zwischen Instinkt und Intelligenz nicht vollständig erklären können. Daher kann die Erklärung des Lebens nicht auf eine rein mechanistische Herangehensweise reduziert werden. Schließlich wird argumentiert, dass der Vitalismus dank der Beachtung des Spannungsverhältnisses zwischen Instinkt und Intelligenz eine plausiblere Erklärung des Lebens als der Mechanizismus bietet. Abschließend wird jedoch behauptet, dass das Experimentieren, das die Biologie im 19. Jahrhundert vom Vitalismus übernahm, nicht notwendigerweise zur Formulierung objektiver biologischer Prinzipien führen kann, da jede Art und jedes Individuum selbst in derselben ökologischen Nische anders handeln und unterschiedlich auf den gleichen Reiz reagieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Abstrakt

Einführung

Die Irreduzibilität des Lebens

Schlussfolgerung

Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Kontroverse zwischen Mechanizismus und Vitalismus bezüglich der Definition des Lebens. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine kritische bibliographische Analyse aufzuzeigen, dass der Vitalismus eine solidere theoretische Basis bietet, um die Komplexität und Unvorhersehbarkeit lebendiger Organismen zu erfassen, als die reduktionistische mechanistische Perspektive.

  • Kritik an der teleologischen und mechanistischen Erklärung des Lebens.
  • Untersuchung der Konzepte Finalität, Materie und Objektivität.
  • Analyse des "élan vital" und des Spannungsverhältnisses zwischen Instinkt und Intelligenz.
  • Die historische Entwicklung der Biologie und ihre Unabhängigkeit von mechanistischen Weltbildern.
  • Die ethische Dimension des Experimentierens an Lebewesen.

Auszug aus dem Buch

Die Irreduzibilität des Lebens

Das Leben dehnt sich auf unbestimmte Zeit aus; vor der evolutionären Bewegung gibt es keinen Plan, der einen allgemeinen Lebenszweck vorgibt. Laut Bergson besteht die Rolle des globalen Lebensimpulses darin, Unbestimmtheit in die Materie einzufügen. Wenn Bergson von Unbestimmtheit spricht, betont er den Charakter der Unvorhersehbarkeit der Formen, die das Leben im Prozess der Evolution annimmt (Bergson, 1963, S. 547). Er legt die Existenz eines einzigen Lebensimpulses (elán vital) zugrunde, der die Vergleichbarkeit der Schöpfung des Lebens mit seiner Entfaltung und Evolution ermöglicht. Dieser elán vital hat in erster Linie keinen psychologischen, sondern einen biologischen dynamischen Charakter.

Nach Bergson ist der globale Impuls des Lebens ein einziger Stamm, in dem „Pflanzen und Tiere die beiden großen, entgegengesetzten Entwicklungen des Lebens darstellen" (Bergson, 1963, S. 541). Während Pflanzen sich der Unbeweglichkeit anpassten, erwachte in Tieren allmählich die Bildung eines Nervensystems, das sich ebenfalls in Evolutionslinien aufteilte und schließlich die Intelligenz erreichte, d.h., zuerst entwickelte sich der Instinkt und erst später mit der Teilung der Entwicklung trat die Intelligenz auf.

Zusammenfassung der Kapitel

Abstrakt: Diese Zusammenfassung erläutert die Kritik des Autors an der mechanistischen Reduktion des Lebens und betont die Plausibilität des Vitalismus sowie die ethische Notwendigkeit bei biologischen Experimenten.

Einführung: Der Autor führt in die These ein, dass der Vitalismus eine solidere Grundlage zur Betrachtung des Lebens bietet, und definiert die drei Beurteilungskonzepte: Finalität, Materie und Objektivität.

Die Irreduzibilität des Lebens: Dieses Kapitel analysiert anhand von Bergsons "élan vital" die Unterscheidung zwischen Instinkt und Intelligenz und argumentiert gegen die vollständige Reduzierbarkeit des Lebens auf physikalisch-mathematische Gesetze.

Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Biologie ihre Unabhängigkeit vom mechanistischen Weltbild bewahren muss und hebt hervor, dass das Leben für den Menschen nicht nur ein Phänomen, sondern auch ein Wert ist.

Schlüsselwörter

Vitalismus, Mechanizismus, Biologie, Élan vital, Instinkt, Intelligenz, Finalität, Materie, Objektivität, Philosophie, Evolution, Organismus, Lebensimpuls, Ethik, Wissenschaftstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Debatte zwischen Mechanizismus und Vitalismus und kritisiert, wie wissenschaftliche Strömungen des 18. und 19. Jahrhunderts das Leben zu erklären versuchten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Natur der Materie, die Frage nach der Finalität im Lebensprozess und die Unterscheidung zwischen instinktivem Verhalten und menschlicher Intelligenz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Vitalismus theoretisch fundierter ist als der Mechanizismus, um das komplexe Phänomen Leben ohne unzulässige Reduktion auf rein mechanische Gesetze zu erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine philosophische, bibliographische Analyse, um die Theorien von Denkern wie Henri Bergson, La Mettrie und Canguilhem kritisch zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Widerlegung der rein mechanistischen Erklärung des Lebens und der Etablierung des Konzepts der "Irreduzibilität des Lebens" durch die Dynamik des Lebensimpulses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Vitalismus, Mechanizismus, élan vital, Instinkt, Intelligenz, Finalität und biologische Objektivität.

Wie unterscheidet Bergson zwischen Pflanzen und Tieren?

Bergson sieht in Pflanzen und Tieren entgegengesetzte Entwicklungen, wobei Pflanzen sich an die Unbeweglichkeit anpassten, während bei Tieren ein Nervensystem entstand, das zur Intelligenz führte.

Warum ist das Experimentieren an Lebewesen ethisch problematisch?

Der Autor argumentiert, dass Lebewesen nicht auf objektive, universelle Prinzipien reduziert werden können, da sie Schmerzen empfinden und individuell auf Reize reagieren, was eine ethische Dimension erfordert.

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Details

Title
Erklärung des Lebens. Kontroverse zwischen Mechanizismus und Vitalismus
Course
Seminar Philosophie und Biologie
Grade
1.0
Author
Juan Cardenas (Author)
Publication Year
2012
Pages
12
Catalog Number
V590784
ISBN (eBook)
9783346163967
ISBN (Book)
9783346163974
Language
German
Tags
Leben Vitalismus Mehanizismus Biologie Organismus Teleologie Determinismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Juan Cardenas (Author), 2012, Erklärung des Lebens. Kontroverse zwischen Mechanizismus und Vitalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/590784
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