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Die "soziale Stadt" - Eine Offensive gegen soziale Ausgrenzung?

Título: Die "soziale Stadt" - Eine Offensive gegen soziale Ausgrenzung?

Trabajo de Seminario , 2003 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Julie Andrea Tiemann (Autor)

Política - Sistema político de Alemania
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In dieser Seminararbeit geht es um die kommunale Sozialpolitik in deutschen Großstädten. Im Mittelpunkt stehen das Problem der sozialen Ausgrenzung und das Gemeinschaftsprogramm die „soziale Stadt“ als Versuch einer Lösung. Die Probleme soziale Ausgrenzung, Polarisierung und Segregation in der Stadt haben in den letzten Jahre in der Forschung stark an Bedeutung gewonnen. Insbesondere die Autoren Alisch, Häußermann, Becker und Löhr haben sich intensiv mit den Problemen auseinandergesetzt. Auch das Programm die „soziale Stadt“ ist in der Forschung auf große Resonanz gestoßen. Aus diesem Grund ist es lohnenswert, das Thema in Form einer Seminararbeit zu behandeln. „Nach dem Sozialstaatspostulat im Grundgesetz und der Gemeindeverfassung ist es Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung, in den Kommunen für gleichwertige und einheitliche Lebensverhältnisse und damit für sozialen Ausgleich zu sorgen.“ Dies bedeutet, daß die Kommunen jegliche Form sozialer Ausgrenzung verhindern sollen. Aufgrund des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandels in Deutschland stehen nicht mehr nur behinderte, chronisch kranke und alte Menschen im Blickfeld sozialer Ausgrenzung, sondern, ganz allgemein gesprochen, alle diejenigen, die mit dem Modernisierungsprozeß nicht mithalten konnten. Darüber hinaus spielt die Armut ebenfalls eine bedeutende Rolle im Prozeß der sozialen Ausgrenzung. Von nicht minderer Relevanz ist auch die sozialpolitische Aufgabe der Integration von Ausländern in den Kommunen. Kommunale Sozialpolitik beschäftigt sich also mit verschiedensten Formen sozialer Integration. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Bundesrepublik und der damit ver-bundenen Mittelknappheit der Kommunen, stehen besonders die großen Städte vor immensen Integrationsproblemen. Vielerorts kommt es zu einer Polarisierung einzelner Bevölkerungsgruppen in bestimmten Stadtteilen und nicht selten entstehen daraus „soziale Brennpunkte“, die eine Segregation des Stadtteils nach sich ziehen können. Um eine solche Entwicklung und die damit verbundene Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsgruppen zu verhindern und bereits abgerutschte Stadtteile wieder zu integrieren, wurde 1996 von der Ministerkonferenz der ARGEBAU die Bund-Länder Gemeinschaftsinitiative die „soziale Stadt“ beschlossen. Dieses Förderprogramm richtet sich an bestimmte „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf“ und läuft seit 1999 in allen Bundesländern. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die „soziale Stadt“

1.1 „Stadt- und Ortsteile mit Entwicklungspriorität“

1.2 Ziele und Maßnahmen

2. Probleme in der Großstadt

2.1 Arbeitslosigkeit

2.2 Armut

2.3 Integration von Ausländern

2.4 Zwischenbilanz

3. Entstehung „sozialer Brennpunkte“

3.1 Polarisierung von Bevölkerungsgruppen

3.2 Segregation von Stadtteilen und Bevölkerungsgruppen

4. Re-Integration benachteiligter Stadtteile am Beispiel Galgenhof-Steinbühl in Nürnberg

4.1 Projekte in Galgenhof-Steinbühl

4.2 Fazit

5. Die „soziale Stadt“ – eine Zwischenbilanz

Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die kommunale Sozialpolitik in deutschen Großstädten mit einem besonderen Fokus auf soziale Ausgrenzung, Polarisierung und Segregation. Das primäre Ziel ist die Analyse des Gemeinschaftsprogramms „soziale Stadt“ hinsichtlich seiner Effektivität bei der Bekämpfung dieser Missstände und der sozialen Re-Integration benachteiligter Quartiere.

  • Struktureller Wandel und soziale Spaltung in deutschen Großstädten
  • Die Entstehung „sozialer Brennpunkte“ und ihre Ursachen
  • Das Förderprogramm „soziale Stadt“: Ziele, Finanzierung und Maßnahmen
  • Empirische Untersuchung des Modellgebiets Galgenhof-Steinbühl in Nürnberg
  • Bürgerbeteiligung und Quartiermanagement als Lösungsansätze

Auszug aus dem Buch

1. Die „soziale Stadt“

Als Folge des strukturellen Wandels sind in den letzen Jahren in vielen Stadtteilen in Deutschland eine soziale Spaltung und die Polarisierung von Bevölkerungsgruppen sichtbar geworden. Deshalb kam es 1996 zu einem Bestreben der Länder gegen diese Benachteiligung bestimmter Stadtquartiere bundesweit anzugehen. Die ARGEBAU stellte als Anwort das Gemeinschaftsprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“ vor. Dieser Entwicklung vorausgegangen waren zwei Pilotprogramme in Nordrhein-Westfalen und Hamburg („Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf“ 1993 und „Soziale Stadtteilentwicklung“ 19945).

Ziel des Programms ist es „der drohenden sozialen Polarisierung in Städten Einhalt zu gebieten“6 und eine nachhaltige Entwicklung in Stadt- und Ortsteilen mit besonderen sozialen, wirtschaftlichen und städtebaulichen Problemen sicherzustellen. Darüber hinaus wurde ein Forschungsschwerpunkt im Rahmen des Experimentellen Wohnungs und Städtebaus (ExWoSt) zur Auswahl von Beispielquartieren (je ein Modellgebiet pro Bundesland) angeregt, an denen der erforderliche Erneuerungsprozeß untersucht und ausgewählt werden sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Thema der kommunalen Sozialpolitik sowie Vorstellung des Programms „soziale Stadt“ als Lösungsansatz für soziale Ausgrenzung.

1. Die „soziale Stadt“: Erläuterung der Entstehungsgeschichte, der Zielsetzung sowie der Finanzierungsmodelle des Förderprogramms.

1.1 „Stadt- und Ortsteile mit Entwicklungspriorität“: Definition der betroffenen Quartierstypen, die von sozialräumlicher Segregation bedroht sind.

1.2 Ziele und Maßnahmen: Detaillierte Darstellung der notwendigen Prozesse und Maßnahmen zur sozialen und städtebaulichen Aufwertung von Problemgebieten.

2. Probleme in der Großstadt: Analyse der Ursachen für soziale Ungleichheit in urbanen Räumen unter Einbeziehung ökonomischer Faktoren.

2.1 Arbeitslosigkeit: Untersuchung der ökonomischen Umstrukturierung und deren Folgen für die Beschäftigungssituation.

2.2 Armut: Darstellung der wachsenden Armutsproblematik und der residenziellen Segregation.

2.3 Integration von Ausländern: Betrachtung der räumlichen Konzentration von Zuwanderern und der damit verbundenen Herausforderungen.

2.4 Zwischenbilanz: Zusammenfassung der Problemlagen und der kommunalpolitischen Grenzen der bisherigen Maßnahmen.

3. Entstehung „sozialer Brennpunkte“: Diskussion der Spaltungstheorien, insbesondere der „dual cities“-These.

3.1 Polarisierung von Bevölkerungsgruppen: Analyse der sozialräumlichen Polarisierung durch marktbedingte Wohnungsverteilung.

3.2 Segregation von Stadtteilen und Bevölkerungsgruppen: Erörterung der Entstehung sozialer Schichten im Modernisierungsprozess der Großstädte.

4. Re-Integration benachteiligter Stadtteile am Beispiel Galgenhof-Steinbühl in Nürnberg: Fallstudie zur Situation eines konkreten Modellgebiets mit hoher Problemdichte.

4.1 Projekte in Galgenhof-Steinbühl: Übersicht der eingeleiteten Maßnahmen zur Stadterneuerung und Bürgerbeteiligung.

4.2 Fazit: Bewertung des Projekterfolgs im Nürnberger Modellgebiet nach vier Jahren Laufzeit.

5. Die „soziale Stadt“ – eine Zwischenbilanz: Allgemeine kritische Würdigung des Programms und seiner Kooperationsansätze.

Resümee: Abschließende Betrachtung der Wirksamkeit der „sozialen Stadt“ und der Bedeutung für zukünftige Sozialpolitik.

Schlüsselwörter

Soziale Stadt, Kommunalpolitik, soziale Ausgrenzung, Segregation, Polarisierung, Stadtentwicklung, Problemquartier, Galgenhof-Steinbühl, Städtebauförderung, soziale Infrastruktur, Quartiermanagement, Bürgerbeteiligung, Strukturwandel, Armut, Arbeitslosigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die kommunale Sozialpolitik in Deutschland und analysiert das Förderprogramm „soziale Stadt“ als Lösungsstrategie gegen soziale Ausgrenzung in Großstädten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Ursachen der Segregation, den Folgen des wirtschaftlichen Strukturwandels und der praktischen Umsetzung städtebaulicher Fördermaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Die Arbeit prüft, ob das Gemeinschaftsprogramm „soziale Stadt“ in der Lage ist, soziale Segregation langfristig zu bekämpfen und benachteiligte Stadtteile dauerhaft zu stabilisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, kombiniert mit einer Fallstudie zum Nürnberger Modellgebiet Galgenhof-Steinbühl zur Veranschaulichung der theoretischen Ansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der urbanen Segregation, die Zielsetzungen des Förderprogramms sowie eine detaillierte Auswertung der Maßnahmen am Beispiel Nürnbergs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Stadt, Segregation, Polarisierung, Kommunalpolitik, Quartiersentwicklung und Bürgerbeteiligung.

Warum ist das Beispiel Galgenhof-Steinbühl für die Analyse wichtig?

Es dient als praktisches Modellgebiet, um zu zeigen, welche spezifischen Maßnahmen (wie Stadtteilbüros oder Bürgerbeteiligung) in der Realität implementiert werden und welche Erfolge sie in vier Jahren erzielen konnten.

Was ist laut Autorin die größte Einschränkung des Programms?

Die Koppelung an die klassische Städtebauförderung schränkt den Handlungsspielraum für nicht-investive, soziale Projekte ein, was die Problemlösung in den Quartieren erschwert.

Kann das Programm als Erfolg gewertet werden?

Ja, laut Resümee konnte das Programm die Abwärtsentwicklung in vielen Stadtteilen stoppen und eine Aufbruchstimmung erzeugen, obwohl langfristige Wirkungen noch abzuwarten sind.

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Detalles

Título
Die "soziale Stadt" - Eine Offensive gegen soziale Ausgrenzung?
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Curso
Kommunalpolitik
Calificación
1,3
Autor
Julie Andrea Tiemann (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
18
No. de catálogo
V59135
ISBN (Ebook)
9783638531535
ISBN (Libro)
9783656786115
Idioma
Alemán
Etiqueta
Stadt Eine Offensive Ausgrenzung Kommunalpolitik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julie Andrea Tiemann (Autor), 2003, Die "soziale Stadt" - Eine Offensive gegen soziale Ausgrenzung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59135
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