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Handarbeit als Aktivismus. Radical Crafting/ Cravtivism

Titel: Handarbeit als Aktivismus. Radical Crafting/ Cravtivism

Akademische Arbeit , 2020 , 6 Seiten , Note: 0,0

Autor:in: Bachelor of Arts Anna Franken (Autor:in)

Kunst - Installationen, Aktionskunst, 'moderne' Kunst
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Thesenpapier zum Thema: Handarbeit als Aktivismus: Radical Crafting/ Cravtivism

I. Fragestellung: Inwieweit trug textile Handarbeit von Frauen zur politischen Praxis im Prozess der Moderne bei?
II. Fragestellung: Gibt es heute eine ähnliche Praxis von textiler Handarbeit, die politisch motiviert ist?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Fragestellung: Inwieweit trug textile Handarbeit von Frauen zur politischen Praxis im Prozess der Moderne bei?

II. Thesen

1. These: Die sogenannten „jakobinischen Strickweiber“ („citoyennes tricoteuses“) übten während der Französischen Revolution „von der Tribüne aus großen Einfluss auf die Debatten des Konvents“ aus.

2. These: „Durch das öffentliche Stricken verschafften die Frauen ihren revolutionären Aktivitäten eine symbolische Präsenz […].“

3. These: Der „textile Mythos“ (Textilien und textile Handarbeiten als ursprünglich und essentiell weibliches Terrain) war ein „kulturpolitisches Instrument im Kampf um die weibliche Staatsbürgerinnenschaft“.

4. These: „Auch das Schreiben über textile Themen selbst wird zur feministischen Praxis.“

5. These: Bei Demonstrationen für das Frauenwahlrecht kamen handgearbeitete Bänder mit feministischen Forderungen zum Einsatz.

6. These: Allen bürgerlichen Frauenvereinen gemeinsam war, „dass sie Textilarbeit, Kleidung und textile Handarbeit als Felder sozialer, kultureller, politischer und ökonomischer Partizipation von Frauen begriffen“.

7. These: „Das Zeigen, Ausstellen und Sichtbarmachen textiler Objekte entwickelte sich zu einer mikro- wie makropolitischen Strategie des bürgerlich-differenzfeministischen Projektes der Moderne.“

8. These: „In Deutschland wurde der Topos der strickenden Patriotin zur Zeit des deutschen Wilhelminismus zum Element einer nationalistisch-militärischen Symbolik.“

9. These: „Der Kriegseinsatz und die Opferbereitschaft für das Vaterland war für viele Feministinnen in der bürgerlichen Frauenbewegung von der Hoffnung getragen, dass die Frauen nach dem Krieg die Staatsbürgerinnenschaft erhalten würden.“

10. These: Die Craftistas des 21. Jahrhunderts agieren unter der Devise „Make peace not war - Socken stricken für den Frieden“.

III. Fazit

IV. Fragestellung: Gibt es heute eine ähnliche Praxis von textiler Handarbeit, die politisch motiviert ist?

V. Thesen

1. These: Guerilla-Knitting/ Urban Knitting ist eine moderne Praxis textiler Handarbeit, die politisch motiviert sein kann.

2. These: „Pink Tank“ von Marianne Jorgensen ist eine moderne Praxis textiler Handarbeit, die politisch motiviert ist.

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische und moderne Rolle textiler Handarbeit als Ausdruck politischer Praxis von Frauen, wobei der Fokus auf dem Übergang von handarbeitsspezifischem Aktivismus zur feministischen Identitätsstiftung sowie zeitgenössischen Formen des politischen Handarbeitens liegt.

  • Historische Rolle textiler Handarbeit in politischen Prozessen der Moderne
  • Zusammenhang zwischen Handarbeit und dem Kampf um weibliche Staatsbürgerinnenschaft
  • Die Instrumentalisierung von Handarbeit durch bürgerliche Frauenvereine
  • Die Transformation von Handarbeit zu nationalistisch-militärischer Symbolik
  • Moderne Ausdrucksformen wie Guerilla-Knitting und Anti-Kriegs-Aktivismus

Auszug aus dem Buch

Die sogenannte „jakobinischen Strickweiber“

Die sogenannten „jakobinischen Strickweiber“ („citoyennes tricoteuses“) übten während der Französischen Revolution „von der Tribüne aus großen Einfluss auf die Debatten des Konvents“ aus.

Begründung/ Kommentar: Laut Elke Gaugele waren den Tricoteuses als Unterstützerinnen der „Sansculottes“ 40 Plätze auf den Tribünen der Jakobiner zugesprochen worden, wo sie nicht nur zuhörten und strickten, sondern sich u.a. auch „häufig radikal für Bestrafungen“ aussprachen und das Geschehen so beeinflussten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Fragestellung: Inwieweit trug textile Handarbeit von Frauen zur politischen Praxis im Prozess der Moderne bei?: Einleitung in die Forschungsfrage nach der politischen Relevanz textiler Handarbeit durch Frauen.

II. Thesen: Analyse verschiedener Thesen zur historischen Rolle der textilen Arbeit, von der Französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg.

III. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung, wie textile Handarbeit als Instrument der politischen Teilhabe und des Differenzfeminismus genutzt wurde.

IV. Fragestellung: Gibt es heute eine ähnliche Praxis von textiler Handarbeit, die politisch motiviert ist?: Überleitung zu modernen, politisch motivierten Ausdrucksformen des Handarbeitens.

V. Thesen: Vorstellung moderner Beispiele wie Guerilla-Knitting und der „Pink Tank“ zur politischen Positionierung.

Schlüsselwörter

Textile Handarbeit, Feminismus, Politischer Aktivismus, Moderne, Tricoteuses, Differenzfeminismus, Staatsbürgerinnenschaft, Guerilla-Knitting, Pink Tank, Kriegsbejahung, Strickende Patriotin, Craftivism, Politische Partizipation, Handarbeit, Sozialer Protest.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische und aktuelle Bedeutung von textiler Handarbeit als politisches Instrument von Frauen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen revolutionäre Prozesse, Frauenwahlrechtsbewegungen, die Instrumentalisierung von Handarbeit in der Politik und modernen textilen Aktivismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, inwieweit textile Handarbeit zur politischen Praxis und zur Durchsetzung von Frauenrechten beigetragen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Thesen und historischen Kommentaren, primär basierend auf der Fachliteratur von Elke Gaugele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Thesen zu historischen und modernen Formen des handarbeitbasierten Aktivismus und bewertet diese kritisch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Feminismus, politischer Aktivismus, textile Handarbeit und Partizipation.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der „jakobinischen Strickweiber“?

Die Autorin erkennt deren Einfluss auf die Debatten des Konvents an, betont dabei die aktive, teils radikale politische Einflussnahme der Frauen.

Was zeichnet moderne Formen wie den „Pink Tank“ aus?

Der „Pink Tank“ von Marianne Jorgensen wird als ein modernes Symbol gegen Krieg und für Frieden interpretiert, das durch Kontrastierung politisch Stellung bezieht.

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Handarbeit als Aktivismus. Radical Crafting/ Cravtivism
Hochschule
Fachhochschule Trier - Hochschule für Wirtschaft, Technik und Gestaltung
Veranstaltung
Modewissenschaft und -theorie
Note
0,0
Autor
Bachelor of Arts Anna Franken (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
6
Katalognummer
V591363
ISBN (eBook)
9783346218292
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Thesenpapier ElkeGaugele Handarbeit Stricken Aktivismus RadicalCrafting Cravtivism Thesen Fragestellungen Textilien Moderne Tricoteuses FranzösischeRevolution Jakobiner Strickweiber citoyennestricoteuses Sansculottes politischePraxis Politik Chaumette bürgerlicheNation patriarchaleStrickmuster Patriarchat textilerMythos Mythos Staatsbürgerinnenschaft Herstory Niggs Frauenerwerb Weltausstellung Patriotin strickendePatriotin craftistas pinktank revolutionaryknittingcircle Militarismus Feminismus Differenzfeminismus Strickerinnen Krieg Knitting GuerillaKnitting UrbanKnitting Strickgraffiti Strickgraffitis Panzer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Anna Franken (Autor:in), 2020, Handarbeit als Aktivismus. Radical Crafting/ Cravtivism, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/591363
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Leseprobe aus  6  Seiten
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