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Das Unheimliche in "Der Sandmann" von E.T.A Hoffmann

Titre: Das Unheimliche in "Der Sandmann" von E.T.A Hoffmann

Dossier / Travail de Séminaire , 2015 , 18 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Maike Egidi (Auteur)

Philologie Allemande - Histoire littéraire, Epoques
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, was den "Sandmann" von E.T.A. Hoffmann dunkel und unheimlich macht. Dabei wird sowohl auf die epochentypische Unheimlichkeit, als auch die inhaltliche Verunsicherung eingegangen. Wodurch wird Unwohlsein und Unbehagen verursacht? Um dieser Frage im Folgenden auf den Grund zu gehen, betrachten wir zunächst die Begrifflichkeit selbst. Die Bedeutung von "heimlich" erhält nach Freud verschiedene Bedeutungen.

‚Unheimlich‘ beinhaltet ‚heimlich‘ , also etwas, dass uns vertraut ist, dessen Herkunft wir wahrscheinlich kennen und bei dem man sich ‚heimatlich‘ fühlen kann. Unheimlich spricht somit das Gegenteil aus, etwas nicht vertrautes, mit anderen Worten; fremdes. Hierbei gilt es jedoch zwischen verschiedenen Arten der Fremdheit zu unterscheiden; zum einen jene Fremdheit, die überwunden werden kann, und zum anderen eine Art strukturelle Fremdheit. ‚Fremd‘ und ‚anders‘ können hierbei Hand in Hand gehen, denn das ‚Andere‘ ist immer jenes, welche nicht das ‚Eigene‘ ist, mir somit also durchaus ‚fremd’ sein kann. Während die Fremdheit jedoch vergänglich sein kann, in dem Ich mir das Unbekannte vertraut mache, wird das ‚Andere‘ niemals aber das Eigene sein, und somit unverändert bleiben, man kann lediglich eine geeignete Umgangsform mit diesem ‚Anderen’ finden, sodass es nicht mehr ‚unheimlich‘ wirken mag. Ist es also eine Frage der Unmöglichkeit, den Sandmann als Heimlich zu betrachten und die Fremdheit gar zu überwinden?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Epochentypische Unheimlichkeit und die Strukturelle Ambivalenzen im Textaufbau

3. Inhaltliche Verunsicherung: Das Unheimliche im Text und zwischen den Zeilen

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das literarische Konzept des „Unheimlichen“ in E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“. Das primäre Ziel ist es, die Ursachen für das beim Leser erzeugte Unbehagen zu analysieren und dabei insbesondere das komplexe Zusammenspiel von Realität, Fiktion, Wahnsinn und den epochentypischen Merkmalen der Schwarzen Romantik herauszuarbeiten.

  • Die psychologische Dimension des Unheimlichen nach Freud und Jentsch
  • Strukturelle Verwirrung durch anachronische Erzählweisen
  • Die Funktion von Augen als zentralem Motiv und Spiegel der Seele
  • Der Doppelgänger als Ausdruck von Identitätsverlust und Wahnsinn
  • Der Konflikt zwischen Aufklärung und dunkler Romantik

Auszug aus dem Buch

3. Inhaltliche Verunsicherung: Das Unheimliche im Text und zwischen den Zeilen

„Endlich, als sie schon am Traualtar stehen, erscheint der entsetzliche Coppelius und berührt Claras holde Augen, die springen in Nathanaels Brust wie blutige Funken sengend und brennend […] „Kannst du mich denn nicht erschauen? Coppelius hat dich getäuscht, das waren ja nicht meine Augen, die so in deiner Brust brannten, das waren ja glühende Tropfen deines eigenen Herzblutes – ich habe ja meine Augen, sieh mich doch nur an! […] Nathanael blickt in Claras Augen, aber es ist der Tod, der mit Claras Augen ihn freundlichen anschaut.“

Neben der Strukturellen Verwirrung und Verunsicherung, wie eben dargelegt, finden wir vor allem auch in der Materie selbst das sogenannte ‚Unheimliche‘ wieder, welches Ich nun genauer behandeln, und dazu in verschiedene Kategorien einteilen möchte, die aus Nathanaels Dichtung (wie oben beschrieben), sowie dem Augenmotiv bestehen und den Aspekt bzw. die Unterscheidung des ‚Sein und Schein‘ mit sich führen, welches Ich ebenfalls genauer erläutern werde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Der erste Abschnitt führt in die Thematik des Unheimlichen ein und beleuchtet die theoretischen Grundlagen anhand der Definitionen von Freud und Jentsch.

2. Epochentypische Unheimlichkeit und die Strukturelle Ambivalenzen im Textaufbau: Hier wird das Werk in den Kontext der Schwarzen Romantik eingeordnet und untersucht, wie die anachronische Erzählstruktur den Leser in eine bewusste Unsicherheit versetzt.

3. Inhaltliche Verunsicherung: Das Unheimliche im Text und zwischen den Zeilen: Dieses Kapitel widmet sich der inhaltlichen Analyse, insbesondere dem Augenmotiv, der Doppelgängerproblematik und dem ständigen Konflikt zwischen Vernunft und Wahnsinn.

4. Schluss: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Frage, ob die Ursache der Ängste Nathanaels in seiner Kindheit oder in seiner subjektiven Wahrnehmung der Welt begründet liegt.

Schlüsselwörter

E.T.A. Hoffmann, Der Sandmann, das Unheimliche, Schwarze Romantik, Augenmotiv, Doppelgänger, Nathanael, Wahnsinn, Realität und Fiktion, psychologische Analyse, literarische Motivik, Schauerromantik, Alteritätserfahrung, Ambivalenz, Identitätsverlust.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie E.T.A. Hoffmann in seinem Werk „Der Sandmann“ das Gefühl des Unheimlichen erzeugt und durch welche erzählerischen sowie inhaltlichen Mittel er den Leser verunsichert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Definition des Unheimlichen nach Freud und Jentsch, die Analyse der anachronischen Erzählstruktur, die Bedeutung von Motiven wie den Augen und dem Doppelgänger sowie der Gegensatz zwischen Aufklärung und dunkler Romantik.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Textes?

Die Arbeit fragt nach den Ursachen für das Unbehagen im „Sandmann“ und untersucht, inwieweit das Unheimliche durch das Spiel mit Realität und Fiktion sowie durch Nathanaels psychische Verfassung konstruiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primär textimmanente Interpretationen mit psychoanalytischen Ansätzen (unter anderem unter Einbeziehung von Sigmund Freud und Ernst Jentsch) verbindet.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil gesetzt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturelle Analyse der Erzählweise und eine inhaltliche Untersuchung, die sich auf Nathanaels Dichtung und das komplexe Augenmotiv konzentriert.

Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören das Unheimliche, der Doppelgänger, das Augenmotiv, die Schwarze Romantik und die Unterscheidung von Sein und Schein.

Warum spielt das „Augenmotiv“ eine solch zentrale Rolle in der Analyse?

Das Augenmotiv fungiert als Spiegel der Seele und ist eng mit der traumatischen Kindheitserfahrung Nathanaels sowie der Identität des Wetterglashändlers Coppola bzw. des Advokaten Coppelius verknüpft.

Welche Rolle spielt die Figur der Clara im Vergleich zu Nathanael?

Clara wird als aufklärerischer Gegenpol zu Nathanaels irrationaler und traumatischer Gedankenwelt dargestellt, wobei ihr Versuch, Nathanael aus dem Wahnsinn zu befreien, letztlich am epochenbedingten Konflikt zwischen Aufklärung und Romantik scheitert.

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Résumé des informations

Titre
Das Unheimliche in "Der Sandmann" von E.T.A Hoffmann
Université
University of Frankfurt (Main)
Note
2,0
Auteur
Maike Egidi (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
18
N° de catalogue
V591399
ISBN (ebook)
9783346200822
ISBN (Livre)
9783346200839
Langue
allemand
mots-clé
hoffmann sandmann unheimliche
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maike Egidi (Auteur), 2015, Das Unheimliche in "Der Sandmann" von E.T.A Hoffmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/591399
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