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ADHs - Entwicklungspsychologie und Entwicklungsstörungen des Kindes- und Jugendalters

Title: ADHs - Entwicklungspsychologie und Entwicklungsstörungen des Kindes- und Jugendalters

Term Paper , 2006 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Karl-Heinz Konnerth (Author)

Social Work
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„Die Diagnose ADHS erlebt zu Zeit einen regelrechten Boom.“ Noch nie waren Eltern, Ärzte und Lehrkräfte für ADHS derart sensibilisiert. Die Angebote an Ratgeberliteratur, Selbsthilfegruppen, Internetseiten und –foren wächst, so dass man meinen könnte es handele sich hierbei eine „globale Epidemie“. Viele Eltern haben bestimmt schon von ADHS gehört, können jedoch mit diesem Begriff nicht viel anfangen. Sie kennen die Beschreibung des „Zappelphilipp“ von Heinrich Hoffmann, die oft unmittelbar mit ADHS in Verbindung gebracht wird und bilden sich aufgrund dessen ein Bild zu dieser Bezeichnung.

In dieser Hausarbeit möchte ich auf Faktoren und Ursachen für ein solches „schwieriges Verhalten“ bei Kindern und Jugendlichen eingehen, Symptome aufzeigen, durch die häufig vorschnell auf ADHS geschlossen wird und mögliche Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit einer ADHS-„Erkrankung“ beschreiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserklärung

3 Diagnose ADHS

4 Begleitstörungen

5 Ursachen für Hyperaktivität

6 Therapie

7 Reflexion zum Thema

8 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Diagnose ADHS bei Kindern und Jugendlichen auseinander, beleuchtet die Symptomatik sowie die Ursachenforschung und diskutiert die pädagogischen sowie therapeutischen Möglichkeiten unter Berücksichtigung der individuellen Lebensumstände des Kindes.

  • Definition und Symptomatik von ADHS (Aufmerksamkeit, Impulsivität, Hyperaktivität)
  • Diagnostische Verfahren nach ICD-10 und DSM-IV
  • Häufige Begleitstörungen wie Sozialverhaltens- und Angststörungen
  • Physiologische und psychologische Erklärungsansätze für Hyperaktivität
  • Kritische Auseinandersetzung mit Therapieformen und medikamentöser Behandlung

Auszug aus dem Buch

3 Diagnose ADHS

Hat man den Verdacht, ein Kind leidet an ADHS, kann man zur eindeutigen Diagnose auf die zwei verbindliche Kriterienkataloge für psychische Erkrankungen zurückgreifen: Die ICD 10 und das DSM IV. Dadurch kann eine falsche Einschätzung der Symptomatik vermieden werden. Diese Kriterienkataloge ersparen einem aber nicht die umfassende Untersuchung der relevanten Lebensumstände eines Kindes. Nur wenn mehrere dieser Kriterien bei einem Kind oder Jugendlichen deutlich ausgeprägt sind, über einen Zeitraum von sechs Monaten bestehen, in mehreren Lebensbereichen auftreten, im Vorschulalter begonnen haben und von der altersgemäßen Entwicklung abweichen, kann von ADHS gesprochen werden und diese Störung auch diagnostiziert werden.

Oft vermindern sich die Symptome von ADHS mit zunehmendem Alter, die Begleitstörungen können jedoch trotzdem bestehen bleiben und weiterer Behandlung bedürfen. Diese beiden Diagnosekataloge sind aber nicht das einzige Mittel, um das Vorhandensein einer ADHS zu prüfen. Fragebögen zur Selbst- und Fremdeinschätzung, psychometrische Verfahren wie z.B. Tests zu Arbeitsgedächtnis, Aufmerksamkeit, Konzentration und Merkfähigkeit, Intelligenz sowie zur visuellen und auditiven Wahrnehmung können von professioneller Seite angewendet werden. Am Ende sollten für eine gute Diagnose ,,folgende Komponenten [ausschlaggebend] sein: Gespräch mit den Eltern, psychologische und schulische Beurteilung, eine klinische und ärztliche Untersuchung.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Sensibilisierung für ADHS in der Gesellschaft und stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen und Handlungsmöglichkeiten bei diesem „schwierigen Verhalten“.

2 Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert ADHS als Störung der Selbststeuerung und unterteilt die Symptomatik in Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität und Impulsivität.

3 Diagnose ADHS: Hier werden die verbindlichen Kriterienkataloge ICD-10 und DSM-IV vorgestellt und betont, dass neben klinischen Tests auch das Lebensumfeld des Kindes zwingend einbezogen werden muss.

4 Begleitstörungen: Es werden häufige Begleiterkrankungen wie Störungen des Sozialverhaltens, Angststörungen, Depressionen und Teilleistungsstörungen beschrieben.

5 Ursachen für Hyperaktivität: Das Kapitel differenziert zwischen physiologischen Theorien (biologische Unterfunktionen) und psychologischen Theorien (familiäre Sozialisation und Modelllernen).

6 Therapie: Es werden verschiedene Behandlungsansätze wie Elternberatung, Verhaltenstherapie und die medikamentöse Behandlung (Ritalin) diskutiert.

7 Reflexion zum Thema: Der Autor hinterfragt kritisch die Stigmatisierung von Kindern durch die Diagnose und warnt vor einer einseitigen medikamentösen Lösung ohne Kontextbetrachtung.

8 Schlussbemerkung: Das Fazit fordert einen individuellen Blick auf das Kind und betont, dass Ressourcen und Stärken statt nur das Fehlverhalten in den Mittelpunkt gestellt werden sollten.

Schlüsselwörter

ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität, Impulsivität, Diagnose, ICD-10, DSM-IV, Begleitstörungen, Psychologie, Therapie, Ritalin, Methylphenidat, Sozialverhalten, Elternberatung, Verhaltensauffälligkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit dem Störungsbild ADHS bei Kindern und Jugendlichen, wobei der Fokus auf einer kritischen Betrachtung der Ursachen, Diagnose und therapeutischen Ansätze liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Symptomdefinition, die diagnostischen Kriterien, Begleitstörungen sowie die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Erklärungsmodellen und Behandlungsmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Symptome aufzuzeigen, bei denen vorschnell ADHS diagnostiziert wird, und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die über eine rein medikamentöse Behandlung hinausgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis von Fachliteratur, ICD-10/DSM-IV-Kriterien und der eigenen Reflexion praktischer Erfahrungen des Autors.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Begriffsklärung, diagnostisches Vorgehen, Begleitstörungen, Erklärungsmodelle für Hyperaktivität sowie verschiedene therapeutische Bausteine.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind ADHS, Aufmerksamkeitsstörung, Hyperaktivität, Diagnose, Therapie, Ritalin, Sozialverhalten und Elternberatung.

Wie steht der Autor zur medikamentösen Behandlung mit Ritalin?

Der Autor äußert sich kritisch: Ritalin sollte nur unterstützend wirken und nicht das Kind als „willenloses Wesen“ ruhigstellen; er warnt insbesondere vor der hohen Anzahl an Fehldiagnosen.

Welche Rolle spielt das soziale Umfeld bei einer ADHS-Diagnose?

Das soziale Umfeld kann durch Stigmatisierung („ADHS-Kind“) zur Ausgrenzung führen, weshalb eine fundierte Aufklärung der Eltern und des Umfelds für den Behandlungserfolg unerlässlich ist.

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Details

Title
ADHs - Entwicklungspsychologie und Entwicklungsstörungen des Kindes- und Jugendalters
College
Protestant University of Applied Sciences Ludwigsburg
Course
Entwicklungspsychologie und Entwicklungsstörungen des Kindes- und Jugendalters
Grade
1,3
Author
Karl-Heinz Konnerth (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V59158
ISBN (eBook)
9783638531696
ISBN (Book)
9783656800217
Language
German
Tags
ADHs Entwicklungspsychologie Entwicklungsstörungen Kindes- Jugendalters Entwicklungspsychologie Entwicklungsstörungen Kindes- Jugendalters
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karl-Heinz Konnerth (Author), 2006, ADHs - Entwicklungspsychologie und Entwicklungsstörungen des Kindes- und Jugendalters, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59158
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