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Schenkungssteuerliche Aspekte inkongruenter Kapitalerhöhungen auf Ebene von Kapitalgesellschaften

Título: Schenkungssteuerliche Aspekte inkongruenter Kapitalerhöhungen auf Ebene von Kapitalgesellschaften

Trabajo de Seminario , 2020 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Stefanie Welter (Autor), Andreas Harings (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Resumen Extracto de texto Detalles

Bis zur Verabschiedung des BeitrRLUmsG und des Einfügens von § 7 Abs. 8 ErbStG waren disquotale Einlagen grundsätzlich nicht der Schenkungsteuer zu unterwerfen. Wenn also im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge ein Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft eine solche in das Vermögen dieser leistete, war dies anders als eine Direktzuwendung einzuordnen. Die Direktzuwendung war bereits vorher eine Schenkung im Sinne des § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG, die disquotale Einlage galt als rein gesellschaftsrechtlich veranlasst (‚causa societas‘).

Seit dem 07.12.2011 gilt § 7 Abs. 8 ErbStG, wodurch auch die zuvor genannte inkongruente Einlage einen Tatbestand darstellen kann, der Schenkungsteuer auslöst. Der Gesetzgeber macht fortan also keine Unterscheidung, ob das Vermögen direkt zugewendet wird oder ob es in Form einer Werterhöhung von Gesellschaftsanteilen erfolgt. Fraglich ist, ob die Norm im Einklang mit den ertragsteuerlichen Aspekten steht, insbesondere wie mit verdeckten Einlagen und verdeckten Gewinnausschüttungen verfahren wird.

Da es sich bei den Geschäftsanteilen um eine wertmäßige Erhöhung von Betriebsvermögen handelt, stellen sich weitere Fragen. Greifen die Vergünstigungen für Betriebsvermögen nach §§ 13a, 19a ErbStG? Wie wird die Werterhöhung ermittelt? Gilt das Verhältnis Gesellschaft-Gesellschafter als maßgebend für die Steuerklasse und den Freibetrag?
Im Folgenden sollen die Positionen von Finanzverwaltung, Gesetzgeber und Literatur widergespiegelt werden, um einen Überblick über die Konsequenzen einer disquotalen Einlage bei einer Kapitalgesellschaft zu geben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zivilrechtliche Einordnung

3 Thematik der doppelten Besteuerung mit Ertrag- und Verkehrsteuern bei verdeckter Einlage und verdeckter Gewinnausschüttung

4 Schenkungssteuerliche Tatbestandsmerkmale

4.1 Tatbestand der Schenkung nach § 7 Abs. 8 Satz 1 ErbStG

4.2 Tatbestand innerhalb eines Konzerns

4.3 Einlage von Grundstücken

5 Besonderheiten bei der Ermittlung der Steuerlast

5.1 Bewertung der Bereicherung

5.2 Verschonungsregeln

5.3 Steuersatz

6 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die schenkungssteuerlichen Konsequenzen von disquotalen Einlagen bei Kapitalgesellschaften unter besonderer Berücksichtigung der Neuregelung durch § 7 Abs. 8 ErbStG. Dabei wird analysiert, inwieweit die gesetzliche Fiktion einer Schenkung mit ertragsteuerlichen Aspekten sowie der Besteuerungssystematik in Einklang steht.

  • Schenkungssteuerliche Einordnung disquotaler Einlagen
  • Konfliktfeld zwischen verdeckter Einlage und Schenkung
  • Bewertungsmethodik der Bereicherung bei Kapitalgesellschaften
  • Problematik der Doppelbesteuerung innerhalb von Konzernstrukturen
  • Anwendbarkeit von Verschonungsregeln für Betriebsvermögen

Auszug aus dem Buch

4.1 Tatbestand der Schenkung nach § 7 Abs. 8 Satz 1 ErbStG

Der Tatbestand des § 7 Abs. 8 ErbStG setzt grundsätzliche eine Schenkung dergestalt voraus, dass die Beteiligung eines Bedachten in ihrem Wert erhöht wird. Das bedeutet, dass die Wertsteigerung tatsächlich eingetreten sein muss und in ursächlichem Zusammenhang mit der Leistung des Zuwendenden steht. Eine Besonderheit ist dadurch gegeben, dass die Gegenstände der Besteuerung und der Zuwendung nicht identisch sind, sondern voneinander abweichen, da die Zuwendung ein beliebiges Wirtschaftsgut sein kann, wobei die tatsächliche Wertsteigerung immer beim Geschäftsanteil der Kapitalgesellschaft liegt.

Der Tatbestand setzt zudem voraus, dass eine Leistung an eine Kapitalgesellschaft erbracht wird, dass der Leistende eine andere Person als der Bedachte ist, dass der Bedachte eine mittel- oder unmittelbar an der Gesellschaft beteiligte natürliche Person oder Stiftung ist und dass eine Werterhöhung des Anteils des Bedachten derart eintritt, dass der Wert der Kapitalgesellschaft erhöht wird.

Bei einer inkongruenten Kapitalerhöhung tritt faktisch der Gesellschafter, der die überhöhte Kapitaleinlage leistet, als Zuwendender auf, und die übrigen Gesellschafter als Bedachte, da sich der Gesamtwert der GmbH erhöht und den Anteilen der übrigen Gesellschafter eine wertmäßige Erhöhung ohne ihr Zutun wiederfährt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problematik der schenkungssteuerlichen Erfassung disquotaler Einlagen seit der Einführung von § 7 Abs. 8 ErbStG dar und leitet zur zentralen Fragestellung über.

2 Zivilrechtliche Einordnung: Dieses Kapitel erläutert, dass das Zivilrecht disquotale Einlagen grundsätzlich nicht als Schenkung wertet und beleuchtet die Rolle der Kapitalgesellschaft als eigenes Rechtssubjekt.

3 Thematik der doppelten Besteuerung mit Ertrag- und Verkehrsteuern bei verdeckter Einlage und verdeckter Gewinnausschüttung: Hier wird der Konflikt zwischen ertragsteuerlichen Begriffen wie verdeckter Einlage und der schenkungssteuerlichen Fiktion nach § 7 Abs. 8 ErbStG erörtert.

4 Schenkungssteuerliche Tatbestandsmerkmale: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Voraussetzungen für die Anwendung von § 7 Abs. 8 ErbStG, insbesondere im Kontext von Konzernstrukturen und Grundstückseinlagen.

5 Besonderheiten bei der Ermittlung der Steuerlast: Hier werden Bewertungsfragen der Bereicherung, mögliche Verschonungsregeln für Betriebsvermögen sowie die Bestimmung des zutreffenden Steuersatzes diskutiert.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert insbesondere den überschießenden Charakter der Norm bei Fehlen einer subjektiven Bereicherungsabsicht.

Schlüsselwörter

Disquotale Einlage, Schenkungsteuer, Kapitalgesellschaft, § 7 Abs. 8 ErbStG, Werterhöhung, verdeckte Einlage, Betriebsvermögen, Bereicherung, Konzernrecht, Steuerklasse, Unentgeltlichkeit, Steuerfiktion, Doppelbesteuerung, Ertragswert, Grunderwerbsteuer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der schenkungssteuerlichen Behandlung von sogenannten disquotalen Einlagen bei Kapitalgesellschaften, die seit der Einführung des § 7 Abs. 8 ErbStG als schenkungssteuerbare Tatbestände eingestuft werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die zivilrechtliche Einordnung, der Konflikt mit ertragsteuerlichen Vorgängen, die Definition der schenkungssteuerlichen Tatbestandsmerkmale sowie die komplexe Ermittlung der Steuerlast.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die steuerlichen Konsequenzen einer disquotalen Einlage zu geben und zu prüfen, ob die gesetzliche Regelung systemkonform ist oder einen überschießenden Charakter aufweist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse, die Rechtsprechung, Auffassungen der Finanzverwaltung sowie die aktuelle Fachliteratur zu den entsprechenden Steuergesetzen (ErbStG, KStG, BewG) auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Tatbestandsmerkmale des § 7 Abs. 8 ErbStG, Sonderfälle innerhalb von Konzernstrukturen und Grundstückseinlagen sowie die methodischen Herausforderungen bei der Bewertung der Bereicherung und der Steuerfestsetzung detailliert besprochen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die disquotale Einlage, die Schenkungsteuerfiktion, das Betriebsvermögen und die steuerliche Bereicherung.

Warum spielt die Konzernstruktur bei der Schenkungsteuer eine Rolle?

Da das Steuerrecht primär einzelne Rechtsträger besteuert, führen Vorgänge innerhalb von Konzernen zu komplexen Konstellationen, bei denen Leistungen zwischen Gesellschaften schenkungssteuerliche Folgen für die Gesellschafter auslösen können.

Wie bewertet der Autor die aktuelle Gesetzgebung?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Regelung zwar in die Besteuerungssystematik passt, aber bei Fehlen einer subjektiven Bereicherungsabsicht einen zu weiten Anwendungsbereich besitzt und somit überschießend wirkt.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Schenkungssteuerliche Aspekte inkongruenter Kapitalerhöhungen auf Ebene von Kapitalgesellschaften
Universidad
University of Applied Sciences Aalen
Curso
Konzernsteuerrecht
Calificación
1,3
Autores
Stefanie Welter (Autor), Andreas Harings (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
18
No. de catálogo
V591640
ISBN (Ebook)
9783346178145
ISBN (Libro)
9783346178152
Idioma
Alemán
Etiqueta
aspekte ebene kapitalerhöhungen kapitalgesellschaften schenkungssteuerliche
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefanie Welter (Autor), Andreas Harings (Autor), 2020, Schenkungssteuerliche Aspekte inkongruenter Kapitalerhöhungen auf Ebene von Kapitalgesellschaften, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/591640
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