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Entwicklung und Zukunft der Pflegeversicherung

Title: Entwicklung und Zukunft der Pflegeversicherung

Term Paper , 2006 , 39 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. Petra Warneke (Author), Sabrina Dohl (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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In dieser Hausarbeit wird die Pflegeversicherung, als fünfte Säule der Sozialversicherung, bezüglich ihrer Historie, ihrer Entwicklung und ihrer Zukunftsprognose näher erörtert. Hinsichtlich der Historie wird auf die Zeit vor Einführung der Pflegeversicherung nur kurz eingegangen. Der erste Teil dieser Arbeit bezieht sich auf die Zeit nach Inkrafttreten der Pflegeversicherung im Jahr 1995. In diesem Zusammenhang werden organisatorische, gesetzliche und allgemeine Aspekte angesprochen, die im weiteren Verlauf näher ausgeführt werden. Der zweite Teil, der den Schwerpunkt dieser Arbeit darstellt, beschäftigt sich mit der Sicherstellung der zukünftigen pflegerischen Versorgung. Die Pflegebedürftigkeit ist zu einem nicht mehr zu übersehenden sozialen Risiko geworden. Derzeit müssen in der Bundesrepublik etwa 1,7 Mio. Menschen als Pflegebedürftig eingestuft werden, das sind 2,1 % der Bevölkerung. 1,2 Mio. leben in Privathaushalten, 500.000 werden in Heimen versorgt. Besonders auffällig ist die Altersabhängigkeit der Pflegebedürftigkeit (vgl. Bäcker, 2000, S.27). Durch die prekäre finanzielle Situation der Pflegeversicherung, aufgrund des demografischen Wandels und der hohen Arbeitslosigkeit, wird man nicht umhin kommen entsprechende Reform Änderungen vorzunehmen. In diesem Zusammenhang gibt es bereits vielfältige Vorschläge, die Bezug nehmend auf ihre Umsetzung kritisch hinterfragt werden müssen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historie

3 Organisation

3.1 Länder

3.2 Pflegekassen

3.3 Pflegeeinrichtungen

3.4 Qualitätskontrolle der Pflege

4 Integration der GPV in das gegliederte System der Krankenversicherung

5 Allgemeine Rahmenbedingungen der GPV

5.1 Versicherungspflichtiger Personenkreis

5.2 Finanzierung der Pflegeversicherung

5.3 Leistungen der GPV

5.4 Leistungsarten der GPV

5.4.1 Leistungen im häuslichen Bereich

5.4.2 Leistungen im stationären Bereich

5.5 Leistungserbringer

5.5.1 Konkurrenzbeziehungen zwischen den Leistungserbringern

6 Zunkunftsprognosen der Pflegeversicherung

6.1 Die Problemlage der GPV

6.2 Reformvorschläge

6.2.1 Rationalisierungsvorschläge im bestehenden System

6.2.1.1 Personengebundenes Budget

6.2.1.2 Trägerübergreifendes Budget

6.2.1.3 Integriertes Budget

6.2.1.4 Die Bürgerversicherung

6.2.2 Mischformen aus umlagefinanzierten und kapitalgedeckten Systemen

6.2.3 Die kapitalgedeckte Pflegeversicherung

6.2.3.1 Die Herzog Kommission

6.2.3.2 Die kapitalgedeckte private Pflegepflichtversicherung

7 Der europäische Vergleich

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Pflegeversicherung als fünfte Säule der Sozialversicherung in Deutschland. Dabei liegt der Fokus auf der historischen Entwicklung, den organisatorischen Strukturen sowie insbesondere der kritischen Analyse aktueller und zukünftiger Finanzierungsprobleme und verschiedener Reformvorschläge zur Sicherstellung der pflegerischen Versorgung.

  • Historische Entwicklung und Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung
  • Organisatorische Rahmenbedingungen und Leistungsarten
  • Analyse der finanziellen Problemlage durch den demografischen Wandel
  • Diskussion verschiedener Reformmodelle (u.a. Bürgerversicherung, kapitalgedeckte Systeme)
  • Europäischer Vergleich der Pflegesicherungssysteme

Auszug aus dem Buch

6.2.1 Rationalisierungsvorschläge im bestehenden System

In diesem Teil der Arbeit wird auf die vielfältigen Rationalisierungsvorschläge im bestehenden System eingegangen. In diesem Zusammenhang werden das personenbezogene Budget, das trägerübergreifende Budget, das integrierte Budget und die Bürgerversicherung näher erläutert.

Um die Rationalisierungspotentiale der Pflegeversicherung durch die Flexibilisierung der Leistungen auszuschöpfen, sieht das Pflegeleistungsergänzungsgesetz nach § 8 Abs.3 SGB XI Modellprojekte für ein personengebundenes Pflegebudget und neue Wohnprojekte vor. Dabei wird das bisherige umlagefinanzierte System beibehalten. Das personengebundene Pflegebudget (PGB) ist eine Geldleistung in Höhe der Sachleistungen nach § 36 SGB XI je Pflegestufe, mit der dem individuellen Bedarf entsprechend Pflegedienstleistungen eingekauft werden können. Das PGB ist als eine Ergänzung zu den bestehenden Formen der Geldleistung, der Sachleistung sowie der Kombinationsleistung anzusehen, denn mit der freiverfügbaren Geldleistung können auch Dienstleistungen von legalen Anbietern eingekauft werden, die keinen Versorgungsvertrag mit den Pflegekassen abgeschlossen haben (z.B. Ich - AG oder Minijob). Der Vorteil ist darin begründet, dass der Budgetnehmer nicht an die festgelegten Leistungskomplexe gebunden ist, sondern sich ein individuell angepasstes Pflegearrangement zusammenstellen kann. Ein Case Manager berät und unterstützt den Pflegebedürftigen bei der Zusammenstellung der gewünschten Pflegedienstleistungen und beim Abschließen der Verträge. Einen Antrag auf PGB dürfen alle Personen stellen, die nach SGB XI begutachtet und in eine Pflegestufe eingestuft wurden (vgl. Arntz und Spermann, 2004, Jg. 53, Heft 1, S. 11 – 22). Im Ausland (Niederlande, USA) wurden PBG´s in der Pflege schon erprobt und eingeführt. In Deutschland gibt es das persönliche Budget bereits in der Behindertenhilfe.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Pflegeversicherung als fünfte Säule der Sozialversicherung ein und skizziert den Fokus auf die zukünftige pflegerische Versorgung.

2 Historie: Das Kapitel beschreibt den historischen Kontext, der zur Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung im Jahr 1995 führte.

3 Organisation: Hier werden die zentralen Akteure der Pflegeversicherung, insbesondere Länder, Pflegekassen und Einrichtungen, sowie deren Aufgaben und die Qualitätskontrolle beleuchtet.

4 Integration der GPV in das gegliederte System der Krankenversicherung: Dieses Kapitel erläutert die organisatorische Eingliederung der Pflegeversicherung in das bestehende deutsche Krankenversicherungssystem.

5 Allgemeine Rahmenbedingungen der GPV: Es werden der versicherungspflichtige Personenkreis, die Finanzierung und das gesamte Leistungsspektrum sowie die Rolle der Leistungserbringer detailliert dargestellt.

6 Zunkunftsprognosen der Pflegeversicherung: Dieses umfangreiche Kapitel analysiert die Problemlage durch den demografischen Wandel und bewertet verschiedene Reformvorschläge, darunter das personengebundene Budget und kapitalgedeckte Modelle.

7 Der europäische Vergleich: Es erfolgt eine vergleichende Betrachtung der Absicherung im Pflegefall in verschiedenen EU-Ländern.

8 Fazit: Das Fazit resümiert die kritische Bewertung der Konstruktion der Pflegeversicherung und hinterfragt deren Nachhaltigkeit und politisch-fiskalische Motive.

Schlüsselwörter

Pflegeversicherung, Sozialversicherung, Pflegebedürftigkeit, SGB XI, Finanzierung, Demografischer Wandel, Pflegekassen, Pflegeleistungen, Pflegestufen, Bürgerversicherung, Kapitaldeckung, Umlageverfahren, Qualitätssicherung, Pflegemarkt, Reformvorschläge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die gesetzliche Pflegeversicherung als fünfte Säule der Sozialversicherung in Deutschland, von ihrer Entstehung bis hin zu aktuellen Reformdebatten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die organisatorische Struktur der Pflegeversicherung, die Finanzierung, das Leistungssystem sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Zukunftsfähigkeit des Modells.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, die Entwicklung der Pflegeversicherung zu erörtern und insbesondere die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung angesichts zukünftiger finanzieller Herausforderungen zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, unter Einbeziehung von Gesetzestexten (SGB XI), Expertenberichten und Fachliteratur zur Sozialpolitik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Organisation, der allgemeinen Rahmenbedingungen inklusive Finanzierung und Leistungsspektrum sowie die detaillierte Analyse von Zukunftsprognosen und verschiedenen Reformvorschlägen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Pflegeversicherung, SGB XI, demografischer Wandel, Umlageverfahren, Kapitaldeckung und Reformvorschläge charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die "Kapitalgedeckte Pflegeversicherung" von der "Bürgerversicherung"?

Während die Bürgerversicherung auf dem bestehenden umlagefinanzierten System aufbaut und den Kreis der Beitragszahler erweitern möchte, sieht das kapitalgedeckte Modell eine grundsätzliche Überführung in ein prämienbasiertes System vor.

Welche Rolle spielen die Pflegekassen in der Qualitätskontrolle?

Die Pflegekassen haben einen Sicherstellungsauftrag und sind Kostenträger. Sie kontrollieren die Qualität, sind jedoch in ihrer Einflussnahme auf die Infrastruktur durch die Länder eingeschränkt.

Warum wird die aktuelle Finanzierungsform im Fazit kritisch betrachtet?

Der Autor argumentiert, dass die Pflegeversicherung primär fiskal- und interessenpolitisch motiviert war, um Kommunen zu entlasten, und aufgrund des demografischen Wandels langfristig keine nachhaltige finanzielle Sicherung bietet.

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Details

Title
Entwicklung und Zukunft der Pflegeversicherung
College
Deutsches Rotes Kreuz University Göttingen
Grade
1,3
Authors
B.A. Petra Warneke (Author), Sabrina Dohl (Author)
Publication Year
2006
Pages
39
Catalog Number
V59359
ISBN (eBook)
9783638533201
ISBN (Book)
9783638724845
Language
German
Tags
Entwicklung Zukunft Pflegeversicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Petra Warneke (Author), Sabrina Dohl (Author), 2006, Entwicklung und Zukunft der Pflegeversicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59359
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