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Gemeinwesenorientierte Arbeit in der Schulsozialarbeit. Grundsatzfragen, Möglichkeiten und Grenzen

Titre: Gemeinwesenorientierte Arbeit in der Schulsozialarbeit. Grundsatzfragen, Möglichkeiten und Grenzen

Dossier / Travail , 2014 , 22 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Julia Lunkenheimer (Auteur)

Travail Social
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Die Schulsozialarbeit (SSA) ist als Handlungsfeld der Sozialen Arbeit noch relativ jung und dahingehend noch in der Entwicklung bezüglich allgemeingültiger Definition, Konzeption und Aufgaben. Es stellt sich die Frage, ob SSA nur für die Schule oder auch das Gemeinwesen zuständig ist. Neben dieser Grundsatzfrage ist es darüber hinaus wichtig zu klären, wo die Möglichkeiten und Grenzen einer gemeinwesenorientierten SSA liegen. Würde dann ein anderes Profil von SSA notwendig werden?

Schule wird nach wie vor verbunden mit Leistungsdruck, Lernstress und Mangel an Freizeit. Interessen und Eigeninitiative werden wenig gefördert. Die Entwicklung des Kindes hin zu einem selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und kreativen Menschen erfährt keine Förderung, sondern wird gehemmt durch festgelegte Lerninhalte und institutionelle Strukturen, welche starr und vorgegeben sind. Gleichwohl beginnt sich seit dem 12. Kinder- und Jugendbericht vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ 2005) in Deutschland ein Wandel hinsichtlich des Bildungsverständnisses zu vollziehen. Bildung versteht sich in einem Wechselspiel zwischen formalen und informellen Prozessen, wodurch nicht nur institutionell arrangierte Bildungsmöglichkeiten, sondern gleichwohl lebensweltspezifische Bildungsgelegenheiten im Mittelpunkt stehen.

Unter dem Begriff lokale Bildungslandschaften soll eine sozialräumliche Perspektive eingenommen werden, die unterschiedlichste Bildungsorte und -gelegenheiten im Rahmen von Kooperation und Vernetzung miteinander verbindet. Dazu gehören Bildungsorte wie Schule, Einrichtungen und Angebote der Jugendhilfe, Familie, Freunde, Medien oder kulturelle Angebote. Eine wichtige Brückenfunktion zwischen den verschiedenen Bildungsorten nimmt die Schulsozialarbeit (SSA) ein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gemeinwesenarbeit

2.1 Eine kurze Einführung

2.2 Bildung und Gemeinwesen

2.2.1 Das Verständnis von Bildung im Wandel

2.2.2 Bildung in sozialräumlicher Perspektive: Lokale Bildungslandschaften

3 Schulsozialarbeit

3.1 Eine Einführung

3.1.1 Geschichtlicher Abriss

3.1.2 Definition

3.1.3 Gesetzliche Rahmenbedingungen

3.1.4 Aufgaben und Zielgruppe

3.2 Schulsozialarbeit im Rahmen lokaler Bildungslandschaften

3.2.1 Gründe für eine gemeinwesenorientierte Schulsozialarbeit

3.2.2 Aufgaben

3.2.3 Möglichkeiten und Grenzen

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Potenzial und die Herausforderungen einer gemeinwesenorientierten Ausrichtung der Schulsozialarbeit. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie durch die Vernetzung von Schule mit anderen lebensweltlichen Bildungsorten ein effektiverer Beitrag zur individuellen Förderung und sozialen Integration von Kindern und Jugendlichen geleistet werden kann.

  • Grundlagen der klassischen Gemeinwesenarbeit und deren Übertragbarkeit auf schulische Kontexte.
  • Wandel des modernen Bildungsverständnisses in Richtung lokaler Bildungslandschaften.
  • Rolle der Schulsozialarbeit als Bindeglied zwischen Schule und Gemeinwesen.
  • Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen und praktischen Möglichkeiten der Vernetzungsarbeit.
  • Identifikation von Gelingensbedingungen und Hemmnissen in der Umsetzung einer sozialraumorientierten Praxis.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 DEFINITION

Dem Schulsystem obliegen zwei große Aufgabenbereiche: Einerseits die Entwicklung und Förderung von Kompetenzen und Fähigkeiten der SchülerInnen durch Erziehung und Bildung, andererseits aber auch deren Einteilung nach eben diesen Voraussetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten. Durch diese Differenzierung werden den SchülerInnen spezifische soziale Chancen und Möglichkeiten zugewiesen (vgl. Spies/Pötter 2011: 21).

SSA hat als Vertreter der Kinder- und Jugendhilfe jedoch die Verpflichtung ersterem zu folgen: Dem Auftrag der Erziehung und Bildung, welcher in §1 SGB VIII verankert ist. SSA soll dabei nicht gegensätzlich zur Institution Schule gesehen werden, sondern als ein integrierter Teil des Bildungssystems verstanden werden (vgl. ebd.), wodurch der sozialpädagogische Gedanke im System Schule eine neue Ausrichtung erfährt (vgl. ebd.: 20).

Eine Definition zu finden, ist nicht einfach, wird SSA zumeist doch als eine Art Lückenfüller gesehen, der einem Mangel Abhilfe schafft, welcher entweder seitens der Kinder- und Jugendhilfe oder der Schule existiert. Die Kinder- und Jungendhilfe versucht ihrem Auftrag gerecht zu werden, während die Schule zumeist immer noch das das Ziel eines gelingenden, störungsfreien Unterrichts fokussiert (vgl. Drilling 2099: 71).

Drilling definiert in diesem Sinne SSA wie folgt:

„Schulsozialarbeit ist ein eigenständiges Handlungsfeld der Jugendhilfe, das mit der Schule in formalisierter und institutionalisierter Form kooperiert. Schulsozialarbeit setzt sich zum Ziel, Kinder und Jugendliche im Prozess des Erwachsenenwerdens zu begleiten, sie bei einer für sie befriedigenden Lebensbewältigung zu unterstützen und ihre Kompetenzen zur Lösung von persönlichen und/oder sozialen Problemen zu fördern. Dazu adaptiert Schulsozialarbeit Methoden und Grundsätze der Sozialen Arbeit auf das System Schule.“ (ebd.: 95)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Schule als einseitigen Bildungsort ein und skizziert den Wandel hin zu einer sozialräumlichen Perspektive durch das Konzept lokaler Bildungslandschaften.

2 Gemeinwesenarbeit: Hier werden die Ursprünge und theoretischen Prinzipien der Gemeinwesenarbeit erläutert sowie deren Weiterentwicklung zur Sozialraumorientierung dargestellt.

3 Schulsozialarbeit: In diesem Kapitel wird die Schulsozialarbeit als Handlungsfeld definiert, ihre gesetzliche Verankerung analysiert und die Notwendigkeit einer gemeinwesenorientierten Praxis in lokalen Bildungslandschaften begründet.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Schule und Schulsozialarbeit durch Vernetzung und personelle Ressourcen nachhaltig in einem kooperativen Prozess weiterzuentwickeln.

Schlüsselwörter

Schulsozialarbeit, Gemeinwesenarbeit, Lokale Bildungslandschaften, Sozialraumorientierung, Jugendhilfe, Kooperation, Vernetzung, Bildungsgerechtigkeit, Lebensweltorientierung, Partizipation, Erziehung, Schulentwicklung, Soziale Arbeit, Prävention, Bildungsorte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen einer gemeinwesenorientierten Schulsozialarbeit, die über die klassische Einzelfallhilfe hinausgeht und die Schule als Teil eines vernetzten Sozialraums begreift.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte und Definition der Schulsozialarbeit, die methodischen Grundlagen der Gemeinwesenarbeit sowie das Konzept lokaler Bildungslandschaften als neuer Rahmen für pädagogisches Handeln.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine Öffnung der Schule in das Gemeinwesen hinein Bildungschancen für Kinder und Jugendliche verbessert und Zugangsbarrieren abgebaut werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte, Gesetzesgrundlagen und theoretischer Fachdiskurse, um die theoretische Herleitung einer gemeinwesenorientierten Praxis zu begründen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die historische Entwicklung der Schulsozialarbeit, deren rechtliche Rahmenbedingungen sowie die praktischen Anforderungen an Kooperation und Vernetzung innerhalb lokaler Bildungslandschaften.

Welche Keywords beschreiben den Kern der Arbeit am besten?

Zu den zentralen Begriffen zählen Schulsozialarbeit, Gemeinwesenarbeit, lokale Bildungslandschaften, Sozialraumorientierung und Vernetzung.

Warum wird die klassische Einzelfallhilfe in der Schulsozialarbeit kritisch hinterfragt?

Die Autorin weist darauf hin, dass eine zu starke Fokussierung auf den Einzelfall präventive und strukturelle Vernetzungsaktivitäten behindern kann, die für eine ganzheitliche Lebensweltorientierung notwendig wären.

Welche Rolle spielen Kommunen bei der Umsetzung von Bildungslandschaften?

Die Arbeit betont, dass Kommunen zunehmend in der Verantwortung stehen, nicht nur äußere Schulangelegenheiten zu verwalten, sondern auch Bildung kommunal zu steuern und Vernetzungsstrukturen aktiv zu fördern.

Was unterscheidet „schulbezogene Jugendarbeit“ von „schulbezogener Jugendsozialarbeit“ laut dem SGB VIII?

Während die Jugendsozialarbeit laut §13 SGB VIII spezifisch auf benachteiligte Gruppen abzielt, ist die Jugendarbeit gemäß §12 SGB VIII grundsätzlich für alle jungen Menschen geöffnet.

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Résumé des informations

Titre
Gemeinwesenorientierte Arbeit in der Schulsozialarbeit. Grundsatzfragen, Möglichkeiten und Grenzen
Université
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Note
1,0
Auteur
Julia Lunkenheimer (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
22
N° de catalogue
V593664
ISBN (ebook)
9783346172839
ISBN (Livre)
9783346172846
Langue
allemand
mots-clé
arbeit gemeinwesenorientierte grenzen grundsatzfragen möglichkeiten schulsozialarbeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julia Lunkenheimer (Auteur), 2014, Gemeinwesenorientierte Arbeit in der Schulsozialarbeit. Grundsatzfragen, Möglichkeiten und Grenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/593664
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Extrait de  22  pages
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