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Resilienz bei Kindern aus alkoholbelasteten Familien. Risikofaktoren sowie Maßnahmen zur Resilienzförderung

Título: Resilienz bei Kindern aus alkoholbelasteten Familien. Risikofaktoren sowie Maßnahmen zur Resilienzförderung

Trabajo Escrito , 2018 , 19 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Tabea Taulien (Autor)

Pedagogía - Pedagogía curativa y especial
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Welche Faktoren wirken den Risiken bei Kindern mit alkoholabhängigen Eltern entgegen und wie können diese Faktoren durch spezielle Maßnahmen nachhaltig gestärkt beziehungsweise aufgebaut werden? In dieser Hausarbeit werden zunächst die Risikofaktoren dargelegt, denen Kinder aus Familien mit einer Suchtstörung ausgesetzt sind.

Das dritte Kapitel beschreibt dann mithilfe von zwei Modellen, welche Ressourcen die Entwicklung trotz vorhandener Risikofaktoren positiv beeinflussen, sodass die Grundlage für das vierte Kapitel gelegt ist. In diesem Teil werden zunächst konkrete Maßnahmen vorgestellt, die von einigen Einrichtungen eingesetzt werden, um die Resilienz der Kinder zu stärken. Darauf folgen allgemeine Ansätze zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Situation dieser Kinder, damit die Menschen besser informiert sind und betroffene Kinder besser erreicht werden können.

In Deutschland sind mehr als 2,6 Millionen Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren von einer elterlichen Alkoholabhängigkeit betroffen. Sie unterliegen einem erhöhten Risiko, im Laufe ihres Lebens selbst eine Suchtstörung zu entwickeln oder schwerwiegende psychische Störungen auszubilden. Eine Modellstudie mit der Thematik Prävention und Frühintervention bei Kindern aus suchtbelasteten Multiproblemfamilien ergab, dass Kinder aus Familien mit einer Alkoholproblematik im Durchschnitt einen schlechteren Schulabschluss erreichen, ihr Leben deutlich negativer bewerten und von anderen häufiger als ziellos und sozial unangepasst beschrieben werden als die Kontrollgruppe.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Heranwachsende aus suchtbelasteten Familien, die im Laufe ihres Lebens nicht auffällig werden. Durch sogenannte Schutzfaktoren, also Variablen, die vorhandene Risiken abschwächen und die Entwicklung damit positiv beeinflussen, können diese Kinder trotz widriger Umstände zu mündigen und lebensfrohen Bürgern heranwachsen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Risikofaktoren für Kinder alkoholabhängiger Eltern

3. Schutzfaktoren für Kinder alkoholabhängiger Eltern

3.1 Das Challenge-Modell

3.2 Das Schutzfaktorenkonzept

3.2.1 Kindbezogene Ressourcen

3.2.2 Umgebungsbezogene Ressourcen

4. Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz der betroffenen Kinder

4.1 Kindbezogene Ansätze

4.1.1 Einzelfallhilfe

4.1.2 Gruppenarbeit

4.1.3 Familienorientierte Arbeit

4.2 Multiplikatorenarbeit und Sensibilisierung der Öffentlichkeit

5. Fazit

Zielsetzung und Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen einer elterlichen Alkoholabhängigkeit auf die kindliche Entwicklung und analysiert, durch welche Schutzfaktoren und gezielten Interventionsmaßnahmen die Resilienz betroffener Kinder gestärkt werden kann, um langfristige psychische Belastungen zu minimieren.

  • Analyse der spezifischen Entwicklungsrisiken für Kinder aus suchtbelasteten Familien
  • Darstellung theoretischer Modelle (Challenge-Modell und Schutzfaktorenkonzept)
  • Vorstellung praktischer Unterstützungsansätze in der Einzel- und Gruppenarbeit
  • Bedeutung der Einbindung des familiären Umfelds und der Elternarbeit
  • Notwendigkeit einer breiten Sensibilisierung der Öffentlichkeit und Fachkräfte

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Challenge-Modell

Wolin und Wolin haben dem früher gängigen Störungsmodell das Challenge-Modell gegenübergestellt, das die kindliche Wahrnehmung und Bewertung der gegebenen Umstände in den Mittelpunkt rückt (vgl. Zobel 2000, S. 51). Bei Kindern aus alkoholbelasteten Familien werden zwei Reaktionsweisen unterschieden:

„Werden die familiären Erlebnisse und Erfahrungen vom Kind primär als Herausforderung (challenge) wahrgenommen, widerstehen die Kinder den krankmachenden Einflüssen der Familienumgebung und zeigen in ihrer weiteren Entwicklung Stärken und Resilienzen. Wenn die Familienumgebung allerdings in erster Linie als schädigend wahrgenommen wird, liegt dagegen die Entwicklung von Störungen nahe“ (ebd. S. 52).

Die Autoren differenzieren insgesamt sieben Resilienzen, die die Kinder vor den negativen Folgen des elterlichen Alkoholkonsums schützen sollen: Einsicht, Unabhängigkeit, Beziehungen, Initiative, Kreativität und Moral (vgl. Klein & Zobel 2001, S.95).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die prekäre Situation von Millionen Kindern suchtkranker Eltern und führt in die wissenschaftliche Fragestellung ein, wie Resilienz angesichts dieser Belastungen gefördert werden kann.

2. Risikofaktoren für Kinder alkoholabhängiger Eltern: Dieses Kapitel arbeitet die negativen Einflüsse auf die kindliche Entwicklung heraus, von Stimmungsschwankungen und Inkonsistenz im Verhalten der Eltern bis hin zu Vernachlässigung und Rollenübernahmen.

3. Schutzfaktoren für Kinder alkoholabhängiger Eltern: Hier werden theoretische Konzepte vorgestellt, die erklären, warum manche Kinder trotz widriger Umstände resilient bleiben, mit Fokus auf kindbezogene und umgebungsbezogene Ressourcen.

4. Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz der betroffenen Kinder: Dieses Kapitel stellt konkrete Hilfeansätze für die Praxis vor, unterteilt in kindbezogene Methoden wie Einzel- und Gruppenarbeit sowie übergeordnete Strategien zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Unterstützung betroffener Kinder über die Suchtprävention für Eltern hinausgehen muss, um nachhaltig wirksame Resilienz zu fördern.

Schlüsselwörter

Resilienz, Alkoholabhängigkeit, Kinder aus suchtbelasteten Familien, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Challenge-Modell, Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit, Psychoedukation, Familienorientierte Arbeit, Sensibilisierung, Suchtprävention, kindliche Entwicklung, Selbstwirksamkeit, Kohärenzgefühl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern, die mit mindestens einem alkoholabhängigen Elternteil aufwachsen, und erforscht, wie diese Kinder trotz der hohen Belastung resilient werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Identifikation von Entwicklungsrisiken, die Analyse von Schutzfaktoren und die Darstellung von pädagogischen sowie therapeutischen Unterstützungsangeboten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, durch welche Faktoren und Maßnahmen die Resilienz dieser Kinder gestärkt werden kann, um eine gesunde Entwicklung trotz familiärer Suchtproblematik zu ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?

Die Autorin stützt sich primär auf das Challenge-Modell von Wolin und Wolin sowie allgemeine Schutzfaktorenkonzepte, die psychische Ressourcen wie Selbstwirksamkeit und Kohärenzgefühl in den Fokus rücken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert erst die Risiken und Schutzmechanismen und stellt anschließend konkrete Interventionsmöglichkeiten in der Einzelhilfe, Gruppenarbeit und Arbeit mit Eltern sowie Strategien für die Öffentlichkeit vor.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Resilienz, Alkoholabhängigkeit, Schutzfaktoren, Suchtprävention und Entwicklungsrisiken.

Warum ist eine „familienorientierte Arbeit“ laut der Autorin so wichtig?

Sie ist wichtig, weil für eine nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation der Kinder die Interaktionsmuster innerhalb der gesamten Familie adressiert werden müssen, was eine Einbeziehung der Eltern zwingend erfordert.

Welche Rolle spielt die Öffentlichkeitsarbeit bei der Resilienzförderung?

Öffentlichkeitsarbeit ist entscheidend, um das Tabu-Thema Sucht zu brechen, betroffene Kinder überhaupt erst zu erreichen und Fachkräfte im Umfeld der Kinder (wie Lehrkräfte) für die Problematik zu sensibilisieren.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Resilienz bei Kindern aus alkoholbelasteten Familien. Risikofaktoren sowie Maßnahmen zur Resilienzförderung
Universidad
University of Hannover  (Institut für Sonderpädagogik)
Curso
Zur Wirkungsweise von Risiko- und Resilienzfaktoren in der kindlichen Entwicklung
Calificación
1,0
Autor
Tabea Taulien (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
19
No. de catálogo
V593679
ISBN (Ebook)
9783346197733
ISBN (Libro)
9783346197740
Idioma
Alemán
Etiqueta
Resilienz Resilienzförderung Schutzfaktor Risikofaktor alkoholabhängig Eltern Kind Challenge-Modell Einzelfallhilfe Gruppenarbeit Familienorientierte Arbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tabea Taulien (Autor), 2018, Resilienz bei Kindern aus alkoholbelasteten Familien. Risikofaktoren sowie Maßnahmen zur Resilienzförderung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/593679
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