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Die AfD als natürlicher Koalitionspartner der CDU? Vergleich der Parteiensysteme, inhaltlichen Positionierungen und Koalitionsoptionen der Parteien

Die Landtagswahlen 2019 in Brandenburg, Sachsen und Thüringen

Titel: Die AfD als natürlicher Koalitionspartner der CDU? Vergleich der Parteiensysteme, inhaltlichen Positionierungen und Koalitionsoptionen der Parteien

Masterarbeit , 2020 , 94 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Max Möller (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht die Parteiensysteme und Koalitionsmöglichkeiten in Brandenburg, Sachsen und Thüringen zu den dort stattgefundenen Landtagswahlen 2019. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der CDU und der AfD. Untersucht wurde, ob diese beiden Parteien hinsichtlich der gängigen Koalitionstheorien in der Politikwissenschaft und ihrer inhaltlichen Nähe natürliche Koalitionspartner in den Bundesländern sind.

Um die Parteipositionen zu vergleichen, wurde der Wahl-O-Mat herangezogen. Anhand der Antworten zu diesem Tool wurden inhaltliche Differenzen errechnet und die Parteien in einem zweidimensionalen Raum mit einer sozio-ökonomischen und einer GAL-TAN-Achse verortet.

Die Ergebnisse zeigen, dass die CDU in Brandenburg anderen Parteien nähersteht als der AfD, dort kann nicht von einer vorhergesagten Koalition ausgegangen werden. Aber für Sachsen und Thüringen gilt: CDU und AfD sind auf Basis der inhaltlichen Positionierungen natürliche Koalitionspartner. Keiner Partei steht die CDU so nahe wie der AfD – sowohl sozio-ökonomisch als auch entlang der GAL-TAN-Achse.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Einordung

2.1 Koalitionstheorien in der Politikwissenschaft

2.1.1 Koalitionstheorien in der Politikwissenschaft: Office‐Seeking

2.1.2 Koalitionstheorien in der Politikwissenschaft: Policy‐Seeking

2.2 Zweidimensionale Parteiensysteme und GAL‐TAN

2.2.1 Parteiensysteme

2.2.2 GAL‐TAN

2.3 Voting‐Advice‐Application‐Forschung

2.4 Annahmen

3. Operationalisierung

3.1 Forschungsdesign

3.2 Vermessung von Parteiensystemen auf Basis des Duisburger‐Wahl‐Index

3.3 Berechnung von Policy‐Distanzen

3.4 Der Wahl‐O‐Mat

4. Analyse der drei Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen

4.1 Ergebnisse der Landtagswahlen

4.1.1 Ergebnis der Landtagswahl 2019 in Brandenburg

4.1.2 Ergebnis der Landtagswahl 2019 in Sachsen

4.1.3 Ergebnis der Landtagswahl 2019 in Thüringen

4.2 Vorhersagen der Office‐Seeking‐Theorien in Brandenburg, Sachsen und Thüringen

4.2.1 Vorhersagen der Office‐Seeking‐Theorien in Brandenburg

4.2.2 Vorhersagen der Office‐Seeking‐Theorien in Sachsen

4.2.3 Vorhersagen der Office‐Seeking‐Theorien in Thüringen

4.3 Die Parteien im zweidimensionalen GAL‐TAN‐Parteiensystem

4.3.1 Die Parteien im zweidimensionalen GAL‐TAN‐Parteiensystem in Brandenburg

4.3.2 Die Parteien im zweidimensionalen GAL‐TAN‐Parteiensystem in Sachsen

4.3.3 Die Parteien im zweidimensionalen GAL‐TAN‐Parteiensystem in Thüringen

4.4 Überprüfung der Policy‐Seeking‐Theorien

4.4.1 Überprüfung der Policy‐Seeking‐Theorien in Brandenburg

4.4.2 Überprüfung der Policy‐Seeking‐Theorien in Sachsen

4.4.3 Überprüfung der Policy‐Seeking‐Theorien in Thüringen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial für eine Koalition zwischen der CDU und der AfD in Brandenburg, Sachsen und Thüringen nach den Landtagswahlen 2019, indem sie Parteiensysteme, inhaltliche Positionen mittels des Wahl-O-Mat und gängige Koalitionstheorien miteinander vergleicht, um zu prüfen, ob die AfD als „natürlicher“ Koalitionspartner fungiert.

  • Koalitionstheorien (Office-Seeking vs. Policy-Seeking)
  • Zweidimensionale Parteiensysteme (Sozio-ökonomische Achse und GAL-TAN-Achse)
  • Quantifizierung von inhaltlichen Policy-Distanzen
  • Analyse der Landtagswahlen 2019 in Ostdeutschland

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Koalitionstheorien in der Politikwissenschaft: Policy-Seeking

Die größte Schwachstelle der Office-Seeking-Theorien ist aber, dass sie lediglich davon ausgehen, dass Parteien nach Ämtern streben. Parteien regieren aber auch, um in der Exekutive Inhalte durchzusetzen und das Land nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Dieser Wunsch, auch Inhalte durchzusetzen, wird als Policy-Seeking-Ansatz beschrieben, der auf den bisher rein numerisch gedachten Theorien basiert. Die grundlegenden Autoren für diesen Ansatz sind De Swaan (1973) und Axelrod (1970), welche die Office-Seeking-Theorien wegen ihrer Blindheit für Inhalte kritisierten (Jun 1994: 38). Innerhalb dieses Ansatzes gibt es unterschiedliche Theorierichtungen, die unterschiedliche Befürworter haben und im Folgenden vorgestellt werden. Generell lässt sich festhalten, dass nach De Swaan (1973) inhaltliche Koalitionstheorien aus einer Kombination der folgenden Bedingungen bestehen (Müller 2004: 274):

Die Koalition besitzt die absolute Mehrheit.

Es gibt innerhalb der Koalition keine Partei, die für die Mehrheitsbildung nicht notwendig wäre.

Es wird eine minimale Mehrheit angestrebt.

Die Koalition besteht aus Parteien, die auf einer Politikskala benachbart sind.

Die ideologische Distanz zwischen den Parteien ist möglichst gering.

Anhand dieser Grundpfeiler kann man die Zugehörigkeit zu den zuvor vorgestellten Office-Seeking-Ansätzen erkennen, die nun um eine inhaltliche Dimension erweitert werden. Dabei wird im Folgenden sichtbar werden, dass sich die Koalitionstheorien – auch hier lässt sich wieder das Merkmal der abnehmenden Abstraktion ausfindig machen – dahingehend in ihrer Komplexität gesteigert haben, dass sie anfänglich von einer eindimensionalen politischen Skala ausgegangen sind und später auch mehrdimensionale und metrische Messmethoden berücksichtigt haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Landtagswahlen 2019 in Ostdeutschland vor und formuliert die Forschungsfrage, ob die AfD ein natürlicher Koalitionspartner der CDU ist.

2. Theoretische Einordung: In diesem Kapitel werden Koalitionstheorien (Office-Seeking und Policy-Seeking), Parteiensystemforschung sowie das GAL-TAN-Modell und die Forschung zu Wahlhilfe-Tools theoretisch fundiert.

3. Operationalisierung: Hier wird das Forschungsdesign beschrieben, insbesondere die Anwendung des Duisburger-Wahl-Index und die mathematische Berechnung der Policy-Distanzen basierend auf Wahl-O-Mat-Daten.

4. Analyse der drei Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen: Dieses Kapitel präsentiert die Wahlergebnisse, wendet die theoretischen Modelle auf die Bundesländer an und visualisiert die Parteienpositionen in einem zweidimensionalen Raum.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die AfD in Sachsen und Thüringen inhaltlich ein natürlicher Partner der CDU ist, in Brandenburg hingegen nicht.

Schlüsselwörter

AfD, CDU, Koalitionstheorien, Landtagswahlen 2019, Policy-Seeking, Office-Seeking, Wahl-O-Mat, GAL-TAN, Parteiensysteme, Ostdeutschland, Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Policy-Distanz, Regierungsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob die AfD nach den Landtagswahlen 2019 in Brandenburg, Sachsen und Thüringen aufgrund inhaltlicher Übereinstimmungen als „natürlicher“ Koalitionspartner für die CDU angesehen werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Analyse von Koalitionstheorien, die Vermessung von Parteiensystemen mittels der sozio-ökonomischen Achse und der GAL-TAN-Achse sowie die empirische Untersuchung von Wahl-O-Mat-Daten.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: Ist die AfD der natürliche Koalitionspartner der CDU zur Landtagswahl 2019 in Brandenburg, Sachsen und Thüringen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein modifizierter Duisburger-Wahl-Index genutzt, um Parteien in einem zweidimensionalen Koordinatensystem zu verorten, ergänzt durch die Berechnung von Policy-Distanzen basierend auf den Wahl-O-Mat-Antworten der Parteien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis, die methodische Operationalisierung und die konkrete empirische Analyse der drei Bundesländer unter Einbeziehung von Office- und Policy-Seeking-Theorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Koalitionstheorien, Landtagswahlen, Parteiensysteme, Policy-Seeking, AfD und CDU.

Welches Ergebnis zeigt sich für das Bundesland Brandenburg?

In Brandenburg ist die CDU mittiger positioniert, wodurch sie eher anderen Parteien als der AfD nahesteht; eine Koalition mit der AfD ist hier inhaltlich und rechnerisch nicht als "natürliche" Konsequenz vorhergesagt.

Was ist das Hauptergebnis für Sachsen und Thüringen?

In diesen beiden Bundesländern zeigt die Datenanalyse eine hohe inhaltliche Nähe zwischen CDU und AfD, weshalb die AfD hier auf Basis der angewandten Theorien als inhaltlich natürlicher Partner der CDU identifiziert wird.

Warum wurde der Wahl-O-Mat als Datengrundlage gewählt?

Der Wahl-O-Mat bietet eine hohe Vergleichbarkeit, da alle antretenden Parteien zu exakt denselben 38 Thesen Stellung beziehen, was eine systematische quantitative Analyse ermöglicht.

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Details

Titel
Die AfD als natürlicher Koalitionspartner der CDU? Vergleich der Parteiensysteme, inhaltlichen Positionierungen und Koalitionsoptionen der Parteien
Untertitel
Die Landtagswahlen 2019 in Brandenburg, Sachsen und Thüringen
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Institut für Politikwissenschaft)
Note
1,0
Autor
Max Möller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
94
Katalognummer
V593745
ISBN (eBook)
9783346268334
ISBN (Buch)
9783346316943
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Parteienforschung Landtagswahl AfD CDU Koalitionsforschung Wahl-O-Mat
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Max Möller (Autor:in), 2020, Die AfD als natürlicher Koalitionspartner der CDU? Vergleich der Parteiensysteme, inhaltlichen Positionierungen und Koalitionsoptionen der Parteien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/593745
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Leseprobe aus  94  Seiten
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