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Die HafenCity im Kontext des Leitbildes - Utopie in Klinker, Glas und Stahl

Título: Die HafenCity im Kontext des Leitbildes - Utopie in Klinker, Glas und Stahl

Trabajo , 2005 , 35 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Oliver J. Haas (Autor)

Sociología - Vivienda y Sociología urbana
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Die Arbeit konzentriert sich auf den Charakter der HafenCity und seiner sozialpolitischen Konnotation. Die privatrechtlich organisierte Die „Hamburger Morgenpost“ titelte unter Bezugnahme die kritische Arbeit des institute.was am 1. August 2005 auf einer Doppelseite: „Wir wollen hier kein Luxusquartier“.5 Eine prägnante Botschaft die den gängigen sprachlichen Codes der HafenCity-Vision diametral entgegensteht. Es wurde erstmals deutlich, dass die HafenCity-Vision an zweifelhafte Annahmen gekoppelt ist, die oftmals nicht mit den Stadtvorstellungen der BürgerInnen kompatibel sind. Doch woher rühren die sozialen und ökonomischen Grundannahmen, wie eine hohe Flexibilität von gut ausgebildeten, hochqualifizierten SpezialistInnen (Human Ressources) und die viel beschworene hohe internationale Attraktivität dieses Projektes? Erst die Sicherheit mit der diese Annahmen verfochten werden, macht die HafenCity- Vision immun gegen jede sozialpolitische Kritik. Wer die Annahmen der „Visionäre“ nicht teilt, wird kurzerhand als unwissend abgeurteilt und im Diskurs, der ohnehin Mangelware ist, schlicht ignoriert. Die Forschungsfrage lässt sich deshalb kurz und prägnant auf folgende Formel reduzieren: Woher rühren die Dogmen der HafenCity-Vision? Dokumentiert sind diese im Leitbild „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“6 sowie im „Masterplankonzept HafenCity“, was im Folgenden aufgezeigt wird. Aufgabe dieser Arbeit will es sein, die Herkunft dieser Dogmen und der allgemeinen HafenCity-Hybris theoretisch zu beschreiben. Hierzu wird eine der bekanntesten Theorien der modernen Stadtforschung, der „Raum der Ströme“ von Manuel Castells, vorgestellt und gezeigt werden, dass die Initiatoren der HafenCity-Vision den gleichen Grundannahmen anhängen, wie sie in Castells Theorie dokumentiert sind. Kritisch wird dies deshalb reflektiert, weil Castells Theorie ein typisches Abbild einer hochmodernen Informations- und Netzwerkgesellschaft ist. Sie
geht völlig in den teilweise unreflektierten Vorstellungen über die Globalisierung auf.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Forschungsgegenstand und Kontext

1.2 Methodik

2. Vom historischen Verständnis der Stadt zum modernen Begriff urbaner Räume

2.1 Historische Definitionen der Stadt

2.1.1 Historischer Materialismus und seine moderne Restauration durch die New Urban Sociology

2.1.2 Stadt bei Weber

2.1.3 Kurzes Resümee der historischen Studien

2.2 Aktuelle Tendenzen

3. Stadt als Raum differenzierter Systeme

3.1 Zeit im Verhältnis zum Raum

3.2 Raum in der Stadtsoziologie

4. Vision HafenCity

4.1 Geschichte

4.2 Die Vision HafenCity im Leitbild

5. Der Raum der Ströme

6. Die HafenCity im Licht der Theorie

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die HafenCity-Vision ideologiekritisch im Kontext des Leitbildes „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“ zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern das Projekt auf zweifelhaften Annahmen einer globalisierten Stadtentwicklung basiert und ob es sich um die Schaffung einer elitären „Gated Community“ handelt.

  • Soziologische Analyse städtischer Raumkonzepte
  • Kritische Reflexion der "HafenCity"-Vision
  • Einfluss des Leitbildes „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“
  • Vergleich mit Manuel Castells Theorie vom „Raum der Ströme“
  • Problematik der sozialen Segregation und Authentizitätsverlust

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Historischer Materialismus und seine moderne Restauration durch die New Urban Sociology

Karl Marx identifiziert für das 18. Jahrhundert die Stadt im Bezug auf ihren Gegenpart – das Land. Die effiziente Entwicklung des Kapitalismus beruht zuerst auf diesem Gegensatz. Die „freie Reichsstadt“ steht im Widerspruch zur feudalen Ordnung, die vornehmlich mit ländlichen Gebieten gleichgesetzt ist. Im Kapital heißt es: „Die Grundlage aller entwickelten und durch Warentausch vermittelten Teilung der Arbeit ist die Scheidung von Stadt und Land. Man kann sagen, daß die ganze ökonomische Geschichte der Gesellschaft in der Bewegung dieses Gegensatzes resümiert.“ Bei Marx ist die Stadt, wie Siebel und Häussermann es treffend beschreiben, „unabhängige Variable“ und somit Subjekt in der Geschichte.

Der Gegensatz von Stadt und Land wird zu Gunsten des modernen bürgerlichen Produktionssystems aufgelöst und mündet im 19. Jahrhundert im Gegensatz zwischen Arbeit und Kapital in der Stadt. Die radikalen und oft unmenschlichen Auswüchse dieser kapitalistischen Verstädterung mit ihren Elendsvierteln und der weit verbreiteten Armut inspirieren Marx und Engels bei ihrer Stadtanalyse. Damit endet seine Analyse freilich nicht, aber die späteren Auswüchse der funktionalen und herrschaftsbetonten Differenzierung zwischen unterschiedlichen sozialen und ökonomischen Räumen in der Stadt und ihre sozialpolitische Milderungsversuche sind in dieser Epoche noch nicht absehbar. Auch nicht die Wirkung der modernen Transport- und Kommunikationssysteme und deren Effekte wiederum auf die funktionale Differenzierung von Städten im globalen Kontext – die „Schrumpfung des Raums“.

Später wird die New Urban Sociology die Marx´sche Analyse restaurieren und die Widersprüche von funktional differenzierten Sphären der Exekutive, Produktion und Distribution an die Stelle des Widerspruchs von Arbeit und Kapital rücken. Da Castells, auf dem bald entscheidender Bezug genommen wird, Begründer dieser Schule ist, erweist sich die Einführung in das dialektische Modell von Marx als unumgänglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der europäischen Stadt, den Wandel der Urbanität und die Fragestellung zur HafenCity-Vision.

2. Vom historischen Verständnis der Stadt zum modernen Begriff urbaner Räume: Theoretische Herleitung durch Marx und Weber und deren Bedeutung für die moderne Stadtsoziologie.

3. Stadt als Raum differenzierter Systeme: Untersuchung der zeitlichen und räumlichen Dimensionen in der Stadtsoziologie.

4. Vision HafenCity: Historische Entwicklung des Hafenrandgebiets und dessen Einbettung in das Leitbild zur Metropole Hamburg.

5. Der Raum der Ströme: Darstellung der Theorie von Manuel Castells und deren Übertragbarkeit auf heutige globale Stadtentwicklungsmodelle.

6. Die HafenCity im Licht der Theorie: Kritische Analyse der HafenCity auf Basis der "Raum der Ströme"-Theorie hinsichtlich Elitenkonzentration und Authentizität.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der HafenCity als fragwürdiges Prestigeobjekt und Plädoyer für ein innovationsorientiertes, offenes Stadtmodell.

Schlüsselwörter

HafenCity, Metropole Hamburg, Stadtsoziologie, Raum der Ströme, Manuel Castells, Globalisierung, Urbanität, Segregation, Gated Community, Leitbild, Stadtentwicklung, Kapitalismus, Standortkonkurrenz, Identitätsverlust, Netzwerkgesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch das Stadtentwicklungsprojekt „HafenCity“ in Hamburg vor dem Hintergrund des politischen Leitbildes „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“ und soziologischer Theorien.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die historische Entwicklung der Stadt, moderne Raumtheorien, globale Stadtentwicklungsprozesse und die spezifische ideologische Ausrichtung der HafenCity-Planung.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, woher die Dogmen der HafenCity-Vision rühren und ob das Projekt einer elitären Gated Community gleichkommt, die den historischen Charakter der Stadt ignoriert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine ideologiekritische Untersuchung und diskursanalytische Betrachtung der Leitbilddokumente im Vergleich mit raumtheoretischen Abhandlungen, insbesondere von Manuel Castells.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich dem Übergang vom historischen zum modernen Verständnis urbaner Räume, der Analyse des "Raums der Ströme" und der Anwendung dieser Theorie auf die konkrete Vision der HafenCity.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen HafenCity, Stadtsoziologie, Raum der Ströme, Segregation, Globalisierung und Metropolenentwicklung.

Warum kritisiert der Autor das Militariamuseum im Kaispeicher B?

Der Autor sieht darin ein Beispiel für die absolute Geschichts- und Traditionslosigkeit der Stadtteilvision, da es den Raum nicht zur Identitätsstärkung nutzt, sondern für eine pro-militärische Ausstellung zweckentfremdet.

Wie bewertet der Autor die architektonische Ausrichtung der HafenCity?

Er kritisiert die postmoderne, unspezifische Architektur, die seiner Ansicht nach eher zur symbolischen Isolation beiträgt und den Authentizitätsverlust des Gebietes befördert.

Final del extracto de 35 páginas  - subir

Detalles

Título
Die HafenCity im Kontext des Leitbildes - Utopie in Klinker, Glas und Stahl
Universidad
University of Hamburg  (Department für Wirtschaft und Politik)
Curso
Lernwerkstatt: Metropole Hamburg - Wachsende Stadt durch schrumpfendes Gemeinwesen ?
Calificación
1,7
Autor
Oliver J. Haas (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
35
No. de catálogo
V59380
ISBN (Ebook)
9783638533386
ISBN (Libro)
9783638718981
Idioma
Alemán
Etiqueta
HafenCity Kontext Leitbildes Utopie Klinker Glas Stahl Lernwerkstatt Metropole Hamburg Wachsende Stadt Gemeinwesen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Oliver J. Haas (Autor), 2005, Die HafenCity im Kontext des Leitbildes - Utopie in Klinker, Glas und Stahl, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59380
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