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Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Synergie oder Widerspruch?

Inwiefern ist Digitalisierung ein Treiber für eine nachhaltige Entwicklung?

Title: Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Synergie oder Widerspruch?

Master's Thesis , 2018 , 135 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sabrina Plaß (Author)

Business economics - General
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In dieser explorativen Grundlagenforschung werden Parallelen, Synergien und Widersprüche der beiden Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit aufgezeigt und der Fragestellung nachgegangen, inwiefern Digitalisierung als Treiber zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen kann. Als Rahmen soll innerhalb dieser Arbeit die Frage dahingehend spezifiziert werden, inwiefern Nachhaltigkeit als Unternehmensverantwortung (CSR) einer Digitalisierungsdimension bedarf. Ziel ist es, potentielle Auswirkungen der IKT, dem Internet of Things (IoT) und des Wandels durch Digitalisierung im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung darzustellen. Um dies zu gewährleisten, werden die inflationär gebrauchten Begrifflichkeiten der Nachhaltigkeit und Digitalisierung zunächst spezifiziert und jeweils in einer Konzept- und Begriffsdiskussion vorangestellt. Die Betrachtung von Nachhaltigkeit durch Digitalisierung schließt die dualistische Sichtweise von Nachhaltigkeit für Digitalisierung mit ein. Dazu werden sowohl essenzielle Nachhaltigkeitsaspekte der Digitaltechniken (Lebenszyklusbetrachtung), die durch Digitaltechnik befähigten Effekte (u.a. Share-Economy) sowie ambivalente Veränderungen (u.a. Arbeit 4.0) betrachtet. Für eine Einordnung dieser Effekte wird ein deskriptives Modell zur Erläuterung der IKT-Auswirkungen vorangestellt.

Digitalisierungspotentiale auf der einen Seite, die Herausforderungen im Zuge einer nachhaltigen Entwicklung auf der anderen. Somit stellt sich die Frage, inwiefern beide Megatrends sich einander bekräftigen oder konterkarieren. Bereits seit dem Bericht Grenzen des Wachstums (1972) an den Club of Rome werden die ambivalenten Auswirkungen von Technik im Hinblick auf planetarische Grenzen debattiert. Befürworter der sogenannten Industrie 4.0 proklamieren Effizienzsteigerung, Entmaterialisierungseffekte und Wettbewerbsvorteile. Ein optimistischer Slogan könnte lauten: Alles wird effizienter, individueller, intelligenter, leistungsfähiger, schneller, flexibler, und davon immer mehr. Dabei erhielt die ökologische Betrachtung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) mit Fokus auf Energieeffizienzpotentiale (Green IKT) bereits wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Doch im Zuge einer angekündigten vierten industriellen Revolution sind neben Effizienz weitere ökologische, soziale sowie ökonomische Faktoren zu betrachten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Motivation, Relevanz und Einblick in das Themenfeld

1.2 Forschungsfrage und Methodik

2 Megatrend Nachhaltigkeit

2.1 Herleitung der Begrifflichkeiten auf allen Ebenen

2.1.1 Wortfindung Nachhaltig (-keit)

2.1.2 Nachhaltige Entwicklung: politische Definition und Leitbild

2.2 Spezifizierung von Perspektiven, Kriterien und Modellen

2.2.1 Drei Dimensionen

2.2.2 CSR und Modelle der Nachhaltigkeitsdimensionen

3 Megatrend Informatisierung und Digitalisierung

3.1 Informatisierung und die Informations-/Wissensgesellschaft

3.2 Digitalisierung und Perspektiven der Dynamiken

3.2.1 Technische Einordnung und Perspektiven

3.2.2 Industrie 4.0

4 Synergien und Widersprüche der Megatrends

4.1 Parallelen und Schnittmengen

4.2 Ambivalenz von Technik bezogen auf Nachhaltigkeit

4.3 Systematischer Ansatz

4.4 Diskussion ökologischer Aspekte

4.4.1 Entsorgung und Rohstoffe

4.4.2 Effizienz, Rebound und Entmaterialisierung

4.5 Diskussion sozialer Aspekte

4.5.1 Einfluss von Informationen und exponentieller Digitaltechnik

4.5.2 Integration von Digitalisierung in den intendierten Wandel

4.6 Diskussion sozioökonomischer Aspekte

4.6.1 Unternehmensgestaltung 4.0

4.6.2 CSR und eine digitale Nachhaltigkeitsdimension

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Kontext aktueller und zukünftiger Entwicklungen zu analysieren und zu untersuchen, inwiefern die Digitalisierung als Treiber für eine nachhaltige Entwicklung fungieren kann.

  • Analyse der Schnittmengen zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit
  • Kritische Beleuchtung der Ambivalenz technischer Lösungen
  • Untersuchung ökologischer, sozialer und sozioökonomischer Auswirkungen
  • Evaluation der Rolle von CSR (Corporate Social Responsibility) im digitalen Kontext
  • Betrachtung von Rebound-Effekten und Entmaterialisierungspotenzialen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Wortfindung Nachhaltig (-keit)

Dem nicht selbsterklärenden Begriff nachhaltig werden heutzutage zwei simultane Bedeutungen zugemessen: Nachhaltig meint zum einen die Eigenschaft, dass etwas langfristig nachwirkend (DWDS 2018) sei. Zum anderen meint es das ursprünglich aus der Forstwirtschaft und Ökologie stammende später durch die Definition Brundtlands geprägte Konzept der Nachhaltigkeit bzw. der nachhaltigen Entwicklung. Wird der Begriff im alltäglichen Sprachgebrauch nicht weiter spezifiziert, trifft die erste Bedeutung zu, welche sich vielfältig in populistischen und nichtwissenschaftlichen Artikeln der Öffentlichkeit wiederfindet (Grießer 2013: 4), sodass die bloße Verwendung des Begriffs keine soliden Rückschlüsse über das Nachhaltigkeitskonzept zulässt. (Reidel 2010: 95ff) Popularität erhielt der Begriff Nachhaltigkeit gleichermaßen durch den internationalen Brundtland-Bericht 1987 (Tremmel 2003: 89f).

Das Konzept Nachhaltigkeit unterliegt verschiedenen Wechselwirkungen und ist kontextbeladen (Tremmel 2003: 67). Als Einstieg in die Thematik wird oft auf Carl von Carlowitz verwiesen, welcher vor knapp 300 Jahren durch seine Schrift ’Sylvicultura oeconomica‘ den Begriff in der Forstwirtschaft prägte. Einhergehend mit der Verknappung der Holzressource, wird hier der Rückgang des ökonomischen Wachstums und der Prosperität befürchtet (von Carlowitz/Irmer 2000: 105):

„Wird derhalben die größte Kunst, Wissenschaft, Fleiß, und Einrichtung hiesiger Lande darinnen beruhen, wie eine sothane Conservation und Anbau des Holtzes anzustellen, daß es eine continuirliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe, weiln es eine unentberliche Sache ist, ohne welche das Land in seinem Esse nicht bleiben mag.“

Dies veranschaulicht bereits die Interdependenz von zweckmäßigem Wirtschaftsdenken und gesellschaftlichen Wohlstandswirkungen (Hasel/Schwartz 2006: 319), wovon sich das noch heute gültige ressourcenökonomische Prinzip ableitet: Man soll nur so viele Bäume in einem Jahr fällen wie nachwachsen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit vor und begründet die Forschungsfrage nach deren Synergien und Konfliktfeldern.

2 Megatrend Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel definiert Nachhaltigkeit, erläutert die drei Dimensionen und diskutiert verschiedene Modelle zur Operationalisierung.

3 Megatrend Informatisierung und Digitalisierung: Hier werden Informatisierung, Digitalisierung und Konzepte wie Industrie 4.0 technisch und konzeptionell eingeordnet.

4 Synergien und Widersprüche der Megatrends: Dieser Hauptteil analysiert die komplexen Wechselwirkungen, ökologischen Folgen, sozialen Aspekte und das Potenzial von CSR in einer digitalisierten Welt.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass die Digitalisierung als "Mittel zum Zweck" sowohl Chancen als auch Risiken bietet und eine wertebasierte Gestaltung erfordert.

Schlüsselwörter

Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Industrie 4.0, CSR, Nachhaltige Entwicklung, IKT, Ressourcenmanagement, Rebound-Effekte, Entmaterialisierung, ökologischer Fußabdruck, technologische Transformation, Informationsgesellschaft, Cyber-Physische Systeme, Unternehmenskultur, Wertewandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das ambivalente Verhältnis zwischen den beiden Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit und geht der Frage nach, ob sie sich ergänzen oder widersprechen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die ökologische und soziale Dimension der Digitalisierung, der Wandel zur Industrie 4.0 sowie die Rolle der Unternehmensverantwortung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Digitalisierung auf eine nachhaltige Entwicklung strukturiert darzustellen und Handlungsfelder für eine verantwortungsvolle Transformation zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer explorativen, qualitativen und komparativen Literaturrecherche, um den aktuellen Forschungsstand strukturiert zusammenzufassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Parallelen und Widersprüche, ökologische Folgen wie Ressourcenbedarf und Rebound-Effekte, sowie soziale Auswirkungen der digitalen Arbeitswelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Industrie 4.0, Rebound-Effekte, Corporate Social Responsibility (CSR) und die ökologische Entkopplung stehen im Mittelpunkt.

Warum wird die Rolle der IKT so stark betont?

Die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) wird als Basistechnologie betrachtet, die tiefgreifende Auswirkungen auf ökonomische und soziale Prozesse hat.

Was ist das Fazit zur Unternehmensverantwortung?

Die Autorin plädiert dafür, digitale Strategien in das klassische CSR-Management zu integrieren, um proaktiv auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren zu können.

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Details

Title
Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Synergie oder Widerspruch?
Subtitle
Inwiefern ist Digitalisierung ein Treiber für eine nachhaltige Entwicklung?
College
University of Paderborn
Grade
1,0
Author
Sabrina Plaß (Author)
Publication Year
2018
Pages
135
Catalog Number
V593934
ISBN (eBook)
9783346173850
ISBN (Book)
9783346173867
Language
German
Tags
digitalisierung entwicklung nachhaltigkeit synergie treiber widerspruch CSR
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Plaß (Author), 2018, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Synergie oder Widerspruch?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/593934
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