Einstellungsbildung und Einstellungsänderung

Am Beispiel von Schockbildern auf Zigarettenschachteln


Hausarbeit, 2020

26 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Zielstellung der Arbeit
1.2 Vorgehensweise

2 Einstellungen Definition

3 Einstellungsentstehung
3.1 Genetische Beteiligung
3.2 Kognitive Einstellungen
3.3 Affektive Einstellungen
3.4 Verhaltensbasierte Einstellungen

4 Einstellungsänderung
4.1 Kognitive Dissonanz
4.2 Persuasive Kommunikation
4.3 Emotionen
4.4 Art der Einstellung und Kultur

5 Einstellungen und Verhalten in Zukunft
5.1 Vorhersage spontanen Verhaltens
5.2 Vorhersage überlegten Verhaltens
5.3 Weitere Einflussfaktoren zwischen Einstellungen und Verhalten

6 Diskussion der Maßnahme Zigarettenpackungen
6.1 Einstellungsbildung
6.2 Einstellungsänderung

7 Fazit

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Schematische Darstellung der Struktur von Einstellungen

Abb. 2: Klassische und operante Konditionierung

Abb. 3: Durchschnittlicher Verbrauch von Zigaretten pro Tag in Deutschland in den Jahren 1991 bis 2018

Abb. 4: Wirksamkeit abschreckender Fotos auf Zigarettenpackungen

1 Einleitung

In dieser Hausarbeit handelt es sich, um eine Darlegung und Beschreibung der Entstehung von Einstellung, sowie die Einstellungsänderung in Bezogenheit zu dem Versuch der Einstellungsänderung von Rauchern, mit Hilfe von abschreckenden Krankheitsbildern auf Zigarettenpackungen. Ist diese Maßnahme wirkungsvoll? Wie wirkt eine solche Maßnahme? Wie kann es sein, dass dennoch eine beachtliche Teilmenge zu der rauchenden Gesellschaft zu zählen ist?

1.1 Zielstellung der Arbeit

Das Ziel der Hausarbeit ist es, darzustellen, wie sich Einstellungen bilden, welche Möglichkeiten der Einstellungsveränderung es gibt und wie diese für die Beeinflussung der Rauchergemeinschaft genutzt werden kann.

1.2 Vorgehensweise

Die Arbeit gliedert sich in 7 Kapitel. Zu Beginn wird der Begriff der Einstellung und seine Bestandteile näher beschrieben. Im folgenden Kapitel folgt eine Beschreibung, wie eine Einstellung überhaupt entsteht. Dazu wird dies in die Bestandteile, genetische Aspekte, kognitive Einstellungen, affektive Einstellungen, verhaltensbasierte Einstellungen. Im danach folgenden Kapitel folgt eine Darlegung der Einstellungsänderung, unterteilt in die Bestandteile: Kognitive Dissonanz, persuasive Kommunikation, Emotionen, sowie die Art der Einstellung und der Kultur. Im Kapitel 5 wird die Einstellungsprognose erklärt, also wie sich Einstellungen unter welchen Aspekten voraussagen bzw. erahnen lassen. Am Ende folgt eine Diskussion des Versuchs mit Hilfe abschreckenden Bildern auf Zigarettenpackungen eine Einstellungsveränderung zu erzielen. Dazu wird die Einstellungsbildung, die Einstellungsänderung, sowie die Beeinflussungsmethode diskutiert um am Schluss zu analysieren, weswegen dennoch ein Drittel der Männer und ein Viertel der Frauen in Deutschland rauchen. Im letzten Kapitel folgt eine Konklusion der Arbeit.

2 Einstellungen Definition

Einstellungen sind aus dem Verhalten beobachtbar. Beispielsweise drückt sich eine Einstellung in verbalen Äußerungen, Reaktionen der Physiologie, sowie beobachtbarem Verhalten aus. Demnach ist die Einstellung nicht unmittelbar zu beobachten, sondern aus einem Ausdruck dieser Einstellung.1 Insgesamt kann gesagt werden, dass Einstellungen eine Bewertung von Menschen, Gegenständen etc. ausdrücken.2 Jeder dieser Einstellungen wirkt wie eine metaphorische Brille durch die man auf die Welt blickt. Jede Einstellung verändert somit die Sichtweise mit der die Welt erblickt wird. Dieses Phänomen wird als selektive Aufmerksamkeit bezeichnet.3 Die Aufmerksamkeit wird selektiert auf der Basis der eigenen Einstellung. Das Wort Einstellung im englischen „attitude“, kann in 3 grundsätzliche Komponenten unterteilt werden. Zu einen die affektive Komponente, kognitive Komponente und die Verhaltenskomponente, die in den folgenden Unterkapiteln näher beschrieben werden.4 Die untenstehende Abbildung 1 zeigt die schematische Struktur einer Einstellung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Schematische Darstellung der Struktur von Einstellungen (Quelle: Vgl. Fischer& Wiswede, 2009, S.286)

Demnach resultiert ein Reiz auf, der mit einer Einstellung reagiert wird. Es folgt entweder einen Affekt, eine Kognition oder Verhalten. Also eine emotionale Reaktion, eine verbale Überzeugung oder ein offenes Verhalten.5

Einstellungen erfüllen grundsätzlich 2 große Funktionen. Zu einem aus einer kognitiven Funktion heraus. Durch diese Funktion werden die immensen Informationen mit der der Mensch tagtäglich konfrontiert ist, vereinfach. So wird keine andauernde Einstellungsbildung bei dem gleichen Objekt etc. benötigt.6 Da die kognitiven Kapazitäten beschränkt sind, wird so die Verarbeitung von Informationen erleichtert. Durch die Einstellung das Grünkohl einer Person nicht schmeckt, muss diese nicht jedes mal wenn sie Grünkohl sieht neu bewerten, sondern es folgt sofort dem gegenüber eine negative Einstellung.7

Als zweiten Nutzen erfüllt die Einstellung einen motivationalen Effekt. So können wir schnell eine Situation bewerten und eine Entscheidung treffen, die zu unserer inneren Einstellung und somit zur Erreichung der Ziele beiträgt.8 Außerdem ist durch Einstellungen eine Stabilisierung des Selbstwertgefühls zu verstehen. So sind diese als Ausdruck unseres eigenen selbst zu verstehen, welche wir uns ständig stabilisieren müssen.9 Beispielsweise ist eine Person gegen Tierversuche, diese Einstellung gibt ihr die identitätsbezogene Einstellung, dass sie ein tierliebender Mensch ist.10 Außerdem spielt hier die Einstellung der Gruppe eine bedeutende Rolle. Somit spielt diese Einstellung eine wichtige Rolle in der sozialen Identität. Verhält eine Person sich korrelierend zu der eigenen Einstellung, beeinflusst dies positiv das eigene Selbstwertgefühl.11

3 Einstellungsentstehung

Wie eingangs schon erwähnt können Einstellungen in verschiedene Aspekte unterteilt werden, die für die Entstehung von Bedeutung sind. Dies sind die kognitiven Einstellungen, die affektiven Einstellungen sowie die Verhaltensbasierten Einstellungen.12 Ebenso hiermit aufgeführt sind die genetischen Einstellungsfaktoren die jedoch umstritten sind, jedoch auch einen Teil zur Einstellungsbildung beitragen können.13

3.1 Genetische Beteiligung

Auch die Genetische Beteiligung soll bei der Einstellungsbildung beteiligt sein. So ist die genetische Beeinflussung zur Tendenz zu aggressiven Verhalten beteiligt.14 Beobachtungen bei Zwillingen, besonders eineiige Zwillinge korrelierten bei ihren Einstellung wesentlich höher als Zweieiige auch wenn diese getrennt aufwuchsen.15 Die Untersuchungen zeigten, dass diese sich in der Freundeswahl oder auch der Partnerwahl ähnliche Wahlen treffen. Primär der Bezug auf soziale Einstellungen aber auch das Bildungslevel also soziodemografische Faktoren weisten Ähnlichkeit auf.16 Insbesondere der Sektor der affektiven Einstellung also Musikgeschmack etc. zeigte eine deutlich größere Korrelation als bei kognitiven Einstellungen.17

3.2 Kognitive Einstellungen

Kognitive Einstellungen sind durch das Bewusstsein in einem faktenbasierten Nachdenken kenntlich.18 Bei der kognitiven Einstellung folgt meist ein Abwägen der entsprechenden Vorteile und Nachteile von einem Objekt in Kombination mit der entsprechenden Überzeugung.19 Als Beispiel eignet sich hier besonders der Autokauf. Hier folgt eine Abwägung der entsprechenden Attribute wie Kraftstoffverbrauch, Marke, Sicherheit, Preis etc..20 Dadurch folgt eine objektive Klassifizierung, sodass eine möglichst schnelle Entscheidung möglich ist.21

3.3 Affektive Einstellungen

Anders verhält es sich bei den affektiven Einstellungen. Hier stecken Gefühle und Werte hinter der Einstellungsbildung.22 Die Einstellungsbildung erfolgt weniger rational. Der Versuch solche Einstellungen zu verändern konfrontiert das eigene Wertesystem und löst eine Infragestellung dieser aus.23 Beim Beispiel mit dem Autokauf verhält es sich hier anders. Es wird beispielsweise der benzinverbrauchende SUV gut gefunden, trotz jeglicher rationalen Argumente. Die Einstellung basiert hierbei auf Gefühlen und Emotionen. Ein weiteres Beispiel dafür welchen tiefen Einfluss die affektive Einstellung in dem Menschen hat, zeigt sich in der Wahl von Politikern. Somit soll rund ein Drittel der Wahlberechtigten Politiker auf Grundlage ihres Gefühls wählen, ohne das politische Programm, für das die Person steht zu kennen.24 Somit vertrauen Menschen scheinbar sehr stark ihren Gefühlen.25

Eine Einstellungsbildung erfolgt durch zwei Arten der Konditionierung. Zu einemdurch die klassische, sowie durch die operante Konditionierung:

Die klassische Konditionierung erfolgt durch eine Verknüpfung eines bestimmten emotionalen Reizes mit einem neutralen Reiz. Der neutrale Reiz bekommt dadurch die selbige emotionale Reizverknüpfung.26 Häufig findet sich dieses Phänomen in der Hundeerziehung. Hier wird ein Leckerli, also ein emotionaler Reizkombiniert mit einem Geräusch. Das Geräusch erhält nach einer gewissen Zeit die selbige emotionale Aufladung die das Leckerli hat. Ein weiteres Beispiel ist das Parfum des Partners, welches intensive Emotionen auslöst. Auch nach einer jahrelangen Trennung kann beim erneuten riechen dieses Dufts eine intensive Emotion ausgelöst werden. Der Duft ist klassisch konditioniert mit dem (Ex) Partner.

Die operante Konditionierung bezeichnet die über Belohnung und Bestrafung erhaltene Einstellungsbildung. Hierbei folgt die durch Belohnung geförderte Verhaltensweise eine Einstellungsbildung.27 Die operante Konditionierung findet sich häufig bei der Hundeerziehung, so wird das Verhalten, beispielsweise dass der Hund auf Kommando Platz macht, durch eine positive Verstärkung, also ein Leckerli, konditioniert. Auf die Menschenwelt übertragen kann die rassistische Reaktion der Eltern eines Kindes, wenn es mit einem andersfarbigen Kind spielen will, eine übernehmende rassistische Einstellung gegenüber farbigen Menschen haben.28

3.4 Verhaltensbasierte Einstellungen

Verhaltensbasierte Einstellungen meint, die über Selbstbeobachtung des eigenen Verhaltens durch die Rückschlüsse auf die Einstellung gezogen wird. Beispielsweise bei der Nachfrage bei einem Freund wie gerne dieser laufen geht, kommt als Antwort, dass er offenbar sehr gerne läuft sonst würde er dies ja nicht jeden Tag machen.29 Hier tätigt der Freund über sein Verhalten einen offenbaren Rückschluss zu seiner eigenen Einstellung dem Laufen gegenüber. Bedingung hierbei ist, dass die Einstellung zu dem Laufen schwach ausgeprägt ist. Wenn die Einstellung fester wäre, müsste nicht erst über einen Rückschluss des eigenen Verhaltens zur eigenen Einstellung geführt werden. Zweitens wird eine andere Erklärung dabei sofort ausgeschlossen.30

4 Einstellungsänderung

Einstellungen sind ein sehr stabiles Konstrukt, jedoch ändert sich eine Einstellung auch schnell. So ist eine Einstellung oft von einem sozialen Einfluss geprägt. Es gibt jedoch einige Bedingungen, die mit einer Einstellungsänderung in Verbindung stehen. Zu einen die kognitive Dissonanz, die persuasive Kommunikation, Emotionen und die Art der Einstellung und die Kultur.

4.1 Kognitive Dissonanz

Kognitive Dissonanz beschreibt den Zustand, wenn Menschen sich in einer widersprüchlichen Beziehung zu ihren Einstellungen verhalten. „Kognitive Dissonanz entsteht immer dann, wenn mindestens zwei verschiedene kognitive Inhalte, die wir erleben (z.B. Gedanken, Überzeugungen, Einstellungen, Wahrnehmung eigener Verhaltensweisen) nicht oder nur schwer miteinander vereinbar sind.“31 Ein Beispiel für eine hohe Dissonanz wäre, wenn in einer Situation folgende zwei Kognitionen ablaufen: Eine Person ist sich bewusst das sie raucht und ist sich bewusst das Rauchen Krebs verursachen kann. Also ein sehr hohes Maß an Dissonanz. Die Anwesenheit von Dissonanz erzeugt in der Person einen intensiven Druckzustand zur Reduzierung oder zur Beseitigung der Dissonanz. „Mit anderen Worten, Dissonanz verhält sich in gleicher Weise wie ein Trieb-, Bedürfnis- oder Spannungszustand.“32 Wenn eine Dissonanz spürbar ist, führt dies zu einer reduzierenden Handlung, ähnlich wie das Hungergefühl und die Handlung der reduzierenden Handlung wie etwas essen.33 Grundsätzlich gilt, dass eine Dissonanz durch die Veränderung eines der beiden Elemente verändern bzw. beseitigen lässt.34 Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit deren Hilfe die Dissonanz reduziert werden kann:

Addition konsonanter Kognitionen

Die Person könnte Argumente addieren, die die ursprüngliche Kognition unterstützen.35 Bei dem Beispiel mit dem Rauchen könnte hier eine Formulierung lauten: Ich möchte mich entspannen.

Subtraktion dissonanter Kognitionen

Es könnten jegliche Informationen vermieden werden, die zeigen könnten, dass die zweite Kognition tatsächlich wahr ist.36 Der Raucher könnte jegliche Berichte über die gesundheitsschädigende Wirkung des Rauchens vermeiden.

Substitutionen dissonanter durch konsonante Kognitionen

Die Person könnte gewisse positive Bereiche in den Vordergrund stellen, die jedoch wenig mit der eigentlichen Dissonanz zu tun haben.37 Eine mögliche Formulierung könnte lauten: Rauchen mag zwar krebsfördernd sein, jedoch lebe ich sonst sehr gesund.

Erhöhung der Wichtigkeit konsonanter Kognitionen

Durch die Erhöhung konsonanter Kognitionen wird der dissonante Einwand bestätigt und weitere Kognitionen als Wichtig dargestellt.38 Rauchen ist zwar krebsfördernd, jedoch ist mir am wichtigsten, dass ich mich entspannen kann.

Reduktion der Wichtigkeit dissonanter Kognitionen

Bei der Reduktion der Wichtigkeit dissonanter Kognitionen erfolgt eine Verharmlosung oder gar vernichtende Meinung der Kognition.39 Mögliche Formulierung: Nur weil Ärzte sagen, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist, heißt das noch längst nicht das dies so ist.

Jedoch gibt es auch Widerstände, die mit einer Verhaltensänderung einhergehen. So fällt es dem Menschen für gewöhnlich sehr schwer, Verhaltensweisen bzw. Einstellungen zu verändern, welche einen hohen Schmerzfaktor oder einen starken Verlust bedeuten würden.40 Beispielsweise muss eine Person, welche den Wunsch hat vom Rauchen wegzukommen den zeitweiligen Schmerz der Enthaltsamkeit aushalten und einstecken können, der Änderungswiderstand wird hierbei durch die Dimensionen des Verlustschmerzes beeinflusst.41 Ein zweiter Aspekt ist die Bedeutung, bzw. die Befriedigung der Verhaltensweise bzw. Einstellung zu nennen. Eine Mutter, welche ihre Kinder ständig herumkommandiert, kann dieses schwer aufgeben, wenn diese Befriedigung andere herumzukommandieren stark in ihr wirkt.42 Selbst dann nicht, wenn sie sich dies sehr stark wünscht. Ein dritter Aspekt ist der, dass manche Verhaltensweisen sehr schwer änderbar sind, da sie nicht unter der bewussten Kontrolle der Menschen liegen. Beispielsweise kann die Mutter ihre Kinder nicht anders behandeln, da sie solche anderen Verhaltensweisen nicht in sich trägt bzw. kennt.43

4.2 Persuasive Kommunikation

Persuasiv, übersetzt bedeutet soviel wie überreden, also eine überredende Form der Kommunikation.44 Dabei ist das Ziel, mit Hilfe kommunikativer Mittel eine Einstellungsänderung zu erreichen. Ein Mittel der persuasiven Kommunikation ist der Yale-Ansatz. „Die Effektivität persuasiver Kommunikation hängt davon ab, wer was zu wem sagt.“45 Bei dem ersten Aspekt, dem Wer, ist der Ursprung der Mitteilung/Botschaft entscheidend. Zum Beispiel ist es hier wichtig einen Sprecher zu nutzen, der eine umfangreiche Kenntnis über die zu übermittelnde Botschaft besitz, oder auch attraktive Sprecher haben mehr Überzeugungsmöglichkeit als unattraktive Sprecher.46 Der zweite Baustein, dem Was, liegt das Augenmerk auf dem Merkmal der Botschaft. Botschaften die nicht als offensichtlichen Versuch der Beeinflussung erscheinen überzeugen eher.47 Auch ob die Botschaft einseitige oder zweiseitige Botschaften erhält ist von Bedeutung. Hier wirken in der Regel zweiseitige Mitteilungen effektiver, also eine Argumentative Wiederlegung der Gegenargumente. Der dritte Aspekt, dem Wem, meint die Gruppe der zu Beinflussenden. Beispielsweise ist ein abgelenktes Publikum überzeugbarer als eines das nicht abgelenkt wird. Intelligentere Menschen sind schwerer zu beeinflussen, als die Gegenpartei. Besonders junge Menschen in einem Alter zwischen 18 und 25 Jahren sind änderungsoffener in ihren Einstellungen.48 Ein Aspekt der beim Yale-Ansatz außen vor bleibt ist, welcher Aspekt hierbei am wichtigsten ist. Diese Ansätze werden beim Zwei-Prozess-Modell berücksichtigt. Hierbei wird davon ausgegangen, dass eine Information in zwei Wegen verarbeitet wird. Zu einem den zentralen Weg und den peripheren Weg.49 Der zentrale Weg meint, dass Menschen durch logische Fakten am ehesten überzeugt werden. Der zentrale Weg kann auch als Überzeugung durch Logik bezeichnet werden. Dass eine Person den zentralen Weg geht, häng vor allem von der Motivation und der Fähigkeit ab, sich mit der Materie auseinander setzen zu können. Falls beide dieser Bedingungen gegeben sind, folgt eine Aufmerksamkeitsbereitschaft und somit der zentrale Weg.50 Vom peripheren Weg wird immer dann gesprochen, wenn die Überzeugung auf einer oberflächlicheren Basis aufbaut. Das bedeutet, dass hierbei die Überzeugung nicht durch die Argumente an sich stattfindet, sondern dadurch das z.B. eine berühmte Person den Vortrag hält, oder der Vortrag lange dauert, dadurch wird die Botschaft als schlüssig betrachtet.51

[...]


1 Vgl. Hartung; Hartung (2006), S. 60.

2 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 218.

3 Vgl. Allport (1987), S. 395ff.

4 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 218.

5 Vgl. Werth; Mayer (2008), S. 206.

6 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 218.

7 Vgl. Werth; Mayer (2008), S. 210.

8 Vgl. Werth; Mayer (2008), S. 211.

9 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 218.

10 Vgl. Werth; Mayer (2008), S. 211.

11 Vgl. Werth; Mayer (2008), S. 212.

12 Vgl. Werth; Mayer (2008), S. 206.

13 Vgl. Werth; Mayer (2008), S. 206.

14 Vgl. Werth; Mayer (2008), S. 213.

15 Vgl. Werth; Mayer (2008), S. 213.

16 Vgl. Werth; Mayer (2008), S. 213.

17 Vgl. Werth; Mayer (2008), S. 213.

18 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 218.

19 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 218.

20 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 218.

21 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 218.

22 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 218.

23 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 218.

24 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 218.

25 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 218.

26 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 219.

27 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 219.

28 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 219.

29 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 219.

30 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 219.

31 Fischer et al. (2018), S. 20.

32 Festinger; Möntmann (2012), S. 30.

33 Vgl. Festinger; Möntmann (2012), S. 30.

34 Vgl. Festinger; Möntmann (2012), S. 31.

35 Vgl. Fischer et al. (2018), S. 21.

36 Vgl. Fischer et al. (2018), S. 21.

37 Vgl. Fischer et al. (2018), S. 21.

38 Vgl. Fischer et al. (2018), S. 21.

39 Vgl. Fischer et al. 2018), S. 21.

40 Vgl. Festinger; Möntmann (2012), S. 36.

41 Vgl. Festinger; Möntmann (2012), S. 36.

42 Vgl. Festinger; Möntmann (2012), S. 37.

43 Vgl. Festinger; Möntmann (2012), S. 37.

44 Vgl. Carstens o.J.

45 Aronson et al. (2014), S. 225.

46 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 225.

47 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 225.

48 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 225.

49 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 226.

50 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 226.

51 Vgl. Aronson et al. (2014), S. 226.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Einstellungsbildung und Einstellungsänderung
Untertitel
Am Beispiel von Schockbildern auf Zigarettenschachteln
Hochschule
SRH Fernhochschule
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
26
Katalognummer
V593958
ISBN (eBook)
9783346236784
ISBN (Buch)
9783346236791
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einstellungsbildung, Einstellungsänderung, Schockbilder, Zigarettenbilder, sozialpsychologie, Einstellungsentstehung
Arbeit zitieren
Alexander Meyer (Autor), 2020, Einstellungsbildung und Einstellungsänderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/593958

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