Das Ziel der Hausarbeit ist es, darzustellen, wie sich Einstellungen bilden, welche Möglichkeiten der Einstellungsveränderung es gibt und wie diese für die Beeinflussung der Rauchergemeinschaft genutzt werden kann. Dabei wird folgenden Fragen nachgegangen: Ist das Drucken von abschreckenden Krankheitsbildern auf Zigarettenpackungen wirkungsvoll? Wie wirkt eine solche Maßnahme? Wie kann es sein, dass dennoch eine beachtliche Teilmenge zu der rauchenden Gesellschaft zu zählen ist?
Einstellungen können in verschiedene Aspekte unterteilt werden, die für ihre Entstehung von Bedeutung sind. Dies sind die kognitiven Einstellungen, die affektiven Einstellungen, sowie die verhaltensbasierten Einstellungen. Ebenso hiermit aufgeführt sind die genetischen Einstellungsfaktoren die jedoch umstritten sind, jedoch auch einen Teil zur Einstellungsbildung beitragen können.
Einstellungen sind ein sehr stabiles Konstrukt, jedoch ändert sich eine Einstellung auch schnell. So ist eine Einstellung oft von einem sozialen Einfluss geprägt. Es gibt jedoch einige Bedingungen, die mit einer Einstellungsänderung in Verbindung stehen. Dazu gehören die kognitive Dissonanz, die persuasive Kommunikation, Emotionen, die Art der Einstellung und die Kultur.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 ZIELSTELLUNG DER ARBEIT
1.2 VORGEHENSWEISE
2 EINSTELLUNGEN DEFINITION
3 EINSTELLUNGSENTSTEHUNG
3.1 GENETISCHE BETEILIGUNG
3.2 KOGNITIVE EINSTELLUNGEN
3.3 AFFEKTIVE EINSTELLUNGEN
3.4 VERHALTENSBASIERTE EINSTELLUNGEN
4 EINSTELLUNGSÄNDERUNG
4.1 KOGNITIVE DISSONANZ
4.2 PERSUASIVE KOMMUNIKATION
4.3 EMOTIONEN
4.4 ART DER EINSTELLUNG UND KULTUR
5 EINSTELLUNGEN UND VERHALTEN IN ZUKUNFT
5.1 VORHERSAGE SPONTANEN VERHALTENS
5.2 VORHERSAGE ÜBERLEGTEN VERHALTENS
5.3 WEITERE EINFLUSSFAKTOREN ZWISCHEN EINSTELLUNGEN UND VERHALTEN
6 DISKUSSION DER MAßNAHME ZIGARETTENPACKUNGEN
6.1 EINSTELLUNGSBILDUNG
6.2 EINSTELLUNGSÄNDERUNG
7 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht psychologische Mechanismen der Einstellungsbildung und -änderung, um zu analysieren, wie effektiv präventive Maßnahmen wie Schockbilder auf Zigarettenpackungen das Verhalten von Rauchern beeinflussen können.
- Grundlagen der Einstellungsbildung und -definition
- Psychologische Theorien zur Einstellungsänderung (z.B. kognitive Dissonanz, Yale-Ansatz)
- Methoden der furchtauslösenden Kommunikation in staatlichen Werbekampagnen
- Zusammenhang zwischen Einstellungen und zukünftigem Verhalten
- Kritische Diskussion der Wirksamkeit von Schockbildern bei Rauchern
Auszug aus dem Buch
4.1 Kognitive Dissonanz
Kognitive Dissonanz beschreibt den Zustand, wenn Menschen sich in einer widersprüchlichen Beziehung zu ihren Einstellungen verhalten. „Kognitive Dissonanz entsteht immer dann, wenn mindestens zwei verschiedene kognitive Inhalte, die wir erleben (z.B. Gedanken, Überzeugungen, Einstellungen, Wahrnehmung eigener Verhaltensweisen) nicht oder nur schwer miteinander vereinbar sind.“ Ein Beispiel für eine hohe Dissonanz wäre, wenn in einer Situation folgende zwei Kognitionen ablaufen: Eine Person ist sich bewusst das sie raucht und ist sich bewusst das Rauchen Krebs verursachen kann. Also ein sehr hohes Maß an Dissonanz. Die Anwesenheit von Dissonanz erzeugt in der Person einen intensiven Druckzustand zur Reduzierung oder zur Beseitigung der Dissonanz. „Mit anderen Worten, Dissonanz verhält sich in gleicher Weise wie ein Trieb-, Bedürfnis- oder Spannungszustand.“ Wenn eine Dissonanz spürbar ist, führt dies zu einer reduzierenden Handlung, ähnlich wie das Hungergefühl und die Handlung der reduzierenden Handlung wie etwas essen. Grundsätzlich gilt, dass eine Dissonanz durch die Veränderung eines der beiden Elemente verändern bzw. beseitigen lässt. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit deren Hilfe die Dissonanz reduziert werden kann:
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt die Problemstellung der Einstellungsänderung bei Rauchern durch Schockbilder und definiert die Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Arbeit.
2 EINSTELLUNGEN DEFINITION: Dieses Kapitel definiert Einstellungen als bewertende Konstrukte und beschreibt deren Struktur sowie ihre kognitiven und motivationalen Funktionen.
3 EINSTELLUNGSENTSTEHUNG: Es werden die verschiedenen Entstehungswege von Einstellungen, einschließlich genetischer Faktoren, kognitiver, affektiver und verhaltensbasierter Prozesse sowie Konditionierung, dargelegt.
4 EINSTELLUNGSÄNDERUNG: Das Kapitel erläutert Bedingungen der Einstellungsänderung, wie kognitive Dissonanz, persuasive Kommunikation, den Einfluss von Emotionen sowie kulturelle Faktoren.
5 EINSTELLUNGEN UND VERHALTEN IN ZUKUNFT: Hier wird analysiert, wie spontanes und überlegtes Verhalten durch Einstellungen vorhergesagt werden kann und welche Einflussfaktoren dabei eine Rolle spielen.
6 DISKUSSION DER MAßNAHME ZIGARETTENPACKUNGEN: Es folgt eine praktische Diskussion über die Wirkung von Schockbildern auf Zigarettenpackungen unter Rückgriff auf die theoretischen Grundlagen der Einstellungsbildung und -änderung.
7 FAZIT: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Effektivität von Schockbildern als Methode zur Einstellungsänderung bei Rauchern.
Schlüsselwörter
Einstellung, Einstellungsbildung, Einstellungsänderung, Kognitive Dissonanz, Persuasive Kommunikation, Schockbilder, Furchtauslösende Kommunikation, Sozialpsychologie, Rauchen, Verhaltensvorhersage, Yale-Ansatz, Konditionierung, Selbstwertgefühl, Einstellungszugänglichkeit, Gesundheitsprävention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert, wie sich Einstellungen bilden und ändern lassen, und wendet diese Erkenntnisse auf das Fallbeispiel der abschreckenden Bilder (Schockbilder) auf Zigarettenpackungen an.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit deckt die Definition von Einstellungen, deren Entstehung durch verschiedene Faktoren, Mechanismen der Einstellungsänderung und die Vorhersage von Verhalten ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, darzustellen, wie Einstellungen gebildet und verändert werden können und inwieweit diese Methoden genutzt werden können, um das Verhalten der Rauchergemeinschaft zu beeinflussen.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Autorin stützt sich primär auf eine Literaturanalyse sozialpsychologischer Theorien und verknüpft diese mit statistischen Daten zur Wirksamkeit von Schockbildern.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil behandelt theoretische Konzepte wie kognitive Dissonanz und persuasive Kommunikation sowie deren praktische Anwendung und Grenzen bei der Gestaltung von Warnhinweisen auf Tabakwaren.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind Einstellungsänderung, kognitive Dissonanz, furchtauslösende Kommunikation, Schockbilder und Verhaltensvorhersage.
Warum sind Schockbilder laut den Ergebnissen oft wenig effektiv?
Die Arbeit legt nahe, dass die ausgelöste Furcht bei vielen Rauchern nicht ausreicht, um eine nachhaltige Verhaltensänderung zu bewirken, oder defensive Abwehrmechanismen wie kognitive Dissonanz auslöst.
Welche Rolle spielt die kognitive Dissonanz beim Rauchen?
Raucher, die mit gesundheitsschädlichen Bildern konfrontiert werden, reduzieren die entstehende Dissonanz oft durch Verharmlosung oder Vermeidung der Informationen, statt ihr Verhalten zu ändern.
- Citation du texte
- Alexander Meyer (Auteur), 2020, Einstellungsbildung und Einstellungsänderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/593958