„Wie machen wir das, schneller zu werden? Was hindert ein Unternehmen daran, dass erforderliche Tempo zu erreichen? Um ein Hochleistungsflugzeug zu entwickeln, arbeiten die Ingenieure unablässig daran, Teile, die herausragen und Luftwiderstand produzieren, zu beseitigen oder zu glätten. Das Ergebnis ist ein klares Design, womit man rasch vorankommt und reibungslos durch die Luft gleitet. In einem Unternehmen kommen die Luftwiderstände von den Abgrenzungen, von den Barrieren, die zwischen den Funktionen wachsen, die von der wirklichen Mission abhalten.“1
Das St. Galler Managementmodell kann als integrativer Managementansatz verstanden werden, in welchem die Unternehmung und deren Teilbereiche als Bestandteil eines hochkomplexen Systems angesehen werden. Die von Jack Welsh beschriebenen „Luftwiderstände“ aufgrund von Abgrenzungen und Barrieren zwischen Funktionen, als Teilbereiche einer Unternehmung, werden aufgrund der integrativen, ganzheitlichen Betrachtungsweise im St. Galler Managementmodell vermieden. Die sich daraus ergebenden Vor- und Nachteile für mittelständische Unternehmen, sowie die Konzeption des St. Galler Managementmodells selbst, sollen Gegenstand dieser Arbeit sein.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Aufgabenstellung und Vorgehensweise
1.3 Definition und Synonymie
2 Das St. Galler Managementkonzept: Grundlagen und Entwicklungen
2.1 Von der Betriebswirtschaftslehre zur Managementlehre
2.1.1 Der klassische Managementansatz
2.1.2 Der verhaltenswissenschaftliche Ansatz
2.1.3 Der systemtheoretische Ansatz
2.2 Die Entwicklung des St. Galler Managementkonzepts
2.2.1 Das Unternehmensmodell
2.2.1.1 Die Umwelt der Unternehmung
2.2.1.1.1 Die technologische Umweltsphäre
2.2.1.1.2 Die ökonomische Umweltsphäre
2.2.1.1.3 Die soziale Umweltsphäre
2.2.1.2 Märkte und Marktleistungen
2.2.1.3 Funktionsbereiche
2.2.1.4 Gestaltungsebenen
2.2.1.4.1 Die technologische Gestaltungsebene
2.2.1.4.2 Die ökonomische Gestaltungsebene
2.2.1.4.3 Die soziale Gestaltungsebene
2.2.1.5 Aufgaben nach Art und Umfang
2.2.2 Das Führungsmodell
2.2.2.1 Das Grundkonzept
2.2.2.1.1 Die Führungsstufen
2.2.2.1.2 Die Führungsphasen
2.2.2.1.3 Die Führungsfunktionen
2.2.2.2 Das Dreistufenmodell der Führung
2.2.3 Das Organisationsmodell
2.2.3.1 Aufbau des Organisationsmodells nach dem Unternehmungsmodell
2.2.3.2 Aufbau des Organisationsmodells nach dem Führungsmodell
2.3 Weiterentwicklungen des St. Galler Managementmodells
2.3.1 Weiterentwicklungen von Fredmund Malik
2.3.1.1 Das Umweltkonzept
2.3.1.2 Das Unternehmungskonzept
2.3.1.3 Das Führungskonzept
2.3.1.3.1 Führungssysteme
2.3.1.3.2 Organisation
2.3.1.3.3 Führungsmethodik
2.3.1.3.4 Führungskräfte
2.3.1.4 Das integrierte Managementsystem nach Fredmund Malik
2.3.1.4.1 Unternehmensbezogene, langfristige Elemente
2.3.1.4.2 Mitarbeiterbezogene, kurzfristige Elemente
2.3.1.4.3 Mitarbeiterbezogene, langfristige Elemente
2.3.1.4.4 Unternehmensbezogene, kurzfristige Elemente
2.3.2 Weiterentwicklungen von Knut Bleicher
2.3.2.1 Paradigmenwechsel im Management
2.3.2.2 Dimensionen integrierten Managements
2.3.2.2.1 Management-Philosophie und Vision als Leitsterne der Unternehmensentwicklung
2.3.2.2.2 Normatives Management
2.3.2.2.3 Strategisches Management
2.3.2.2.4 Die Umsetzung normativer und strategischer Konzepte im operativen Management
2.3.2.2.5 Die Integration von Aktivitäten, Strukturen und Verhalten
3 Prüfungsrelevante Merkmale mittelständischer Unternehmen
3.1 Mittelständische Unternehmen in Deutschland
3.2 Der Merkmalkatalog zur Abgrenzung klein- und mittelständischer Unternehmen von Großunternehmen
3.2.1 Die Führung mittelständischer Unternehmen
3.2.2 Die Organisationsstruktur mittelständischer Unternehmen
3.2.3 Die Beschaffungsseite mittelständischer Unternehmen
3.2.4 Die Absatzseite mittelständischer Unternehmen
3.2.5 Die Produktionseigenschaften mittelständischer Unternehmen
3.2.6 Forschung & Entwicklung in mittelständischen Unternehmen
3.2.7 Finanzierung mittelständischer Unternehmen
3.2.8 Die Mitarbeiter im Mittelpunkt mittelständischer Unternehmen
4 Durchführung der Relevanzanalyse des St. Galler Managementmodells für mittelständische Unternehmen
4.1 Relevanz des Unternehmensmodells nach Ulrich
4.1.1 Die Umwelt der Unternehmung im Fokus der Relevanzprüfung
4.1.2 Märkte und Marktleistungen im Fokus der Relevanzprüfung
4.1.3 Die Funktionsbereiche im Fokus der Relevanzprüfung
4.1.4 Die Gestaltungsebenen im Fokus der Relevanzprüfung
4.1.5 Aufgaben nach Art und Umfang im Fokus der Relevanzprüfung
4.2 Relevanz des Führungsmodells nach Ulrich
4.2.1 Die Führungsstufen im Fokus der Relevanzprüfung
4.2.2 Die Führungsphasen im Fokus der Relevanzprüfung
4.2.3 Die Führungsfunktionen im Fokus der Relevanzprüfung
4.2.4 Das Dreistufenmodell der Führung im Fokus der Relevanzprüfung
4.3 Relevanz des Organisationsmodells nach Ulrich
4.3.1 Das Organisationsmodell nach dem Unternehmungsmodell im Fokus der Relevanzprüfung
4.3.2 Das Organisationsmodell nach dem Führungsmodell im Fokus der Relevanzprüfung
4.4 Relevanz des Umweltkonzepts nach Malik
4.5 Relevanz des Unternehmungskonzepts nach Malik
4.6 Relevanz des Führungskonzepts nach Malik
4.6.1 Die Führungssysteme als integrativer Bestandteil des Führungskonzepts im Fokus der Relevanzprüfung
4.6.2 Die Organisation als integrativer Bestandteil des Führungskonzepts im Fokus der Relevanzprüfung
4.6.3 Die Führungsmethodik als integrativer Bestandteil des Führungskonzepts im Fokus der Relevanzprüfung
4.6.4 Die Führungskräfte als integrativer Bestandteil des Führungskonzepts im Fokus der Relevanzprüfung
4.7 Relevanz des integrierten Managementsystems nach Malik
4.7.1 Die unternehmensbezogenen, langfristigen Elemente des integrierten Managementsystems im Fokus der Relevanzprüfung
4.7.2 Die mitarbeiterbezogenen, kurzfristigen Elemente des integrierten Managementsystems im Fokus der Relevanzprüfung
4.7.3 Die mitarbeiterbezogenen, langfristigen Elemente des integrierten Managementsystems im Fokus der Relevanzprüfung
4.7.4 Die unternehmensbezogenen, kurzfristigen Elemente des integrierten Managementsystems im Fokus der Relevanzprüfung
4.8 Relevanz des normativen Managements nach Bleicher
4.9 Relevanz des strategischen Managements nach Bleicher
4.10 Relevanz des operativen Managements nach Bleicher
5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Relevanz und Anwendbarkeit des St. Galler Managementkonzepts für die Führung mittelständischer Unternehmen. Dabei wird analysiert, inwieweit das Modell bestehende Defizite mittelständischer Betriebe adressieren kann, wie etwa im Bereich der strategischen Planung, während gleichzeitig die spezifischen Stärken des Mittelstands, wie hohe Flexibilität und Kundennähe, berücksichtigt werden.
- Grundlagen und Evolution des St. Galler Managementkonzepts
- Weiterentwicklungen durch Fredmund Malik und Knut Bleicher
- Qualitative Charakterisierung mittelständischer Unternehmen (KMU)
- Analyse von Stärken und Schwächen der Führung in KMU
- Praktische Relevanzprüfung des Managementmodells für mittelständische Führungskontexte
Auszug aus dem Buch
2.2.1.1 Die Umwelt der Unternehmung
Die Unternehmung als „sozio-techno-ökonomisches System“ ist integrativer Bestandteil einer komplexen Umgebung, der Umwelt. Sie steht mit ihr in einer engen, wechselseitigen Beziehung. Nur so kann die Unternehmung sich mit den ständig ändernden, hoch komplexen Umweltbedingungen auseinandersetzen und die eigene Verhaltensweise sowohl für die Gegenwart als auch für die Zukunft bestimmen. Dieser ständige Anpassungs- und Entwicklungsprozess ist für die Unternehmung von essenzieller Wichtigkeit. Nur über diesen wahrgenommenen und dauerhaften Entwicklungsprozess bleibt die Unternehmung letztendlich konkurrenzfähig und damit „wirtschaftlich“.
Jede Unternehmung ist in einem Umweltnetzwerk aus unterschiedlichen sozialen Systemen und Gruppierungen integriert. Dieses Umweltnetzwerk besteht aus verschiedenen sozialen Systemen und Gruppierungen sowie den im Folgenden aufgeführten Stakeholdern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung erläutert die zunehmende wirtschaftliche Komplexität und führt in das Ziel der Arbeit ein, das St. Galler Managementkonzept auf seine Relevanz für den Mittelstand zu prüfen.
2 Das St. Galler Managementkonzept: Grundlagen und Entwicklungen: Dieses Kapitel stellt das theoretische Fundament des St. Galler Modells dar, inklusive der Ansätze von Ulrich, Malik und Bleicher.
3 Prüfungsrelevante Merkmale mittelständischer Unternehmen: Hier werden die qualitativen Besonderheiten des Mittelstands definiert und in einem Merkmalskatalog gegenüber Großunternehmen abgegrenzt.
4 Durchführung der Relevanzanalyse des St. Galler Managementmodells für mittelständische Unternehmen: Dies ist der Hauptteil, in dem die theoretischen Teilmodelle kritisch auf ihre praktische Anwendbarkeit und Relevanz in mittelständischen Unternehmen untersucht werden.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei das Modell als Orientierungshilfe für das Bewusstsein betrieblicher Erfordernisse hervorgehoben wird.
Schlüsselwörter
St. Galler Managementkonzept, Mittelstand, KMU, Unternehmensführung, Führungsmodell, Organisationsmodell, strategische Planung, Unternehmensumwelt, Systemtheorie, Fredmund Malik, Knut Bleicher, Integratives Management, Stakeholder, Managementlehre, Organisationsstruktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und Relevanz des bekannten St. Galler Managementkonzepts für die spezifischen Gegebenheiten der Führung mittelständischer Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen des St. Galler Modells (einschließlich der Weiterentwicklungen von Malik und Bleicher) und deren praktische Relevanz für den Mittelstand im Hinblick auf Führung, Organisation und Planung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie das St. Galler Managementkonzept mittelständischen Unternehmen helfen kann, bestehende Defizite – insbesondere in der strategischen Planung und im Controlling – zu beheben.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deduktive Analyse, indem sie die theoretischen Teilmodelle des Managements sukzessive den spezifischen Merkmalen und Charakteristika des Mittelstandes gegenüberstellt und auf ihre Relevanz prüft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte theoretische Darstellung der Konzepte von Ulrich, Malik und Bleicher sowie eine anschließende strukturierte Relevanzanalyse für mittelständische Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind das St. Galler Managementkonzept, Mittelstandsrelevanz, Unternehmensführung, KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) und Strategisches Management.
Warum spielt die Person des Eigentümerunternehmers im St. Galler Konzept eine so wichtige Rolle für den Mittelstand?
Im Mittelstand sind Eigentum, Leitung und Haftung häufig in einer Person vereint. Diese Dominanz macht viele institutionalisierte Prozesse des St. Galler Modells in der Praxis obsolet oder schwer umsetzbar, bietet aber gleichzeitig Vorteile in der Reaktionsschnelligkeit.
Welches Fazit zieht der Verfasser zur Anwendbarkeit des Modells im Mittelstand?
Das Modell ist primär für große Organisationen konzipiert, bietet aber für den Mittelstand einen wertvollen Rahmen zur Etablierung eines Bewusstseins für betriebliche Notwendigkeiten wie Planung und Controlling, auch wenn die methodische Komplexität eine pragmatische Anpassung erfordert.
- Quote paper
- Benjamin Trümpler (Author), 2005, Das St. Galler Managementkonzept. Relevanz für die Führung mittelständischer Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59423