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Selbsthilfe für Pflegende während der Corona-Krise. Möglichkeiten für den selbstfürsorglichen Umgang und Nutzen von Supervision

Titel: Selbsthilfe für Pflegende während der Corona-Krise. Möglichkeiten für den selbstfürsorglichen Umgang und Nutzen von Supervision

Projektarbeit , 2020 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Franziska Misch (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll ein Beitrag für Pflegende leisten, indem Möglichkeiten der Hilfe und Selbsthilfe am Arbeitsplatz aufgezeigt werden. Dabei wird gezeigt, wie ein selbstfürsorglicher Umgang funktioniert und wie man sich vor den Folgen von Erschöpfung, Resignation und Burnout schützen kann. Zu diesem Zweck wird dargestellt, welche Bedeutung unbewusste Beziehungsdynamiken haben. Jedem Menschen liegt auf natürliche Weise die Kraft inne, selbstfürsorglich mit sich selbst umzugehen, doch vor allem frühe Sozialisationsprozesse, Rollenerwartungen, Strukturen in Systemen unter anderem konterkarieren diese oft unbewusst. Die Folge kann sein, dass Menschen über ihre Grenzen gehen, um tiefliegende unerfüllte Bedürfnisse wie beispielsweise Anerkennung, Zuwendung oder Aufmerksamkeit zu bekommen.

Das gesundheitliche Risiko, das aus diesem Verhalten häufig resultieren kann, wird oft nicht oder erst sehr spät wahrgenommen; Fehlen der Ausgleich im Privatleben, ist die Anerkennung individuell zu gering oder die Arbeitsbelastung über eine lange Zeit zu hoch, können Erschöpfung und Burnout die Folge sein. Der Nutzen von Supervision im Allgemeinen im Gesundheitswesen ist an vielen Stellen hin-reichend nachgewiesen, wenngleich Bezüge zur Gesundheit nur indirekt zu ziehen sind und denjenigen, die sie in Anspruch nehmen sollen, zu wenig bekannt. Die Fähigkeit zur Problemlösung und die zur Gefühlsregulierung sind Schlüssel zur Gesundheit sind. Beide können im Rahmen von Supervision Thema sei.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. (Unbewusste) Beziehungsdynamiken

2.2. Gesundheit

2.3. Gesundheitssituation in Deutschland

2.4. Gesundheit und Supervision

3. Die Dynamik verlassen ↔ Gesundheit fördern

3.1. Problemlösung

3.2. Gefühlsregulierung

4. Abschlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Pflegende in Zeiten hoher beruflicher Belastung und Krisen wie der Corona-Pandemie ihre psychische Gesundheit bewahren können, indem sie unbewusste Beziehungsdynamiken reflektieren und Supervision als wirksames Instrument zur Selbsthilfe nutzen.

  • Analyse unbewusster Beziehungs- und Rollenmuster im Pflegekontext (Drama-Dreieck/Trauma-Viereck).
  • Zusammenhang zwischen Arbeitsbedingungen, psychischer Gesundheit und professionellem Rollenverständnis.
  • Supervision als Methode zur Problemlösung und Gesundheitsförderung in Organisationen.
  • Strategien zur Gefühlsregulierung und zur Identifikation hinderlicher Glaubenssätze.

Auszug aus dem Buch

2.1. (Unbewusste) Beziehungsdynamiken

Seit jeher wird im Gesundheitswesen, immer dann, wenn Probleme auftreten, gefragt, wer das zu verantworten hat. Politiker*innen schieben sich öffentlich die Schuld zu, Kostenträger verweisen auf sie oder die Akteure im Gesundheitswesen, Klinikleitungen und Pflegeheimbetreiber suchen schon lange die Verantwortung bei denjenigen, die die Kostendeckelung durch die Fallpauschalen eingeführt und umgesetzt haben oder bei denen, die vollstationäre Pflegeleistungen immer noch in dem Umfang bezahlen, wie sie mit der Einführung der Pflegeversicherung 1995 vereinbart wurden. Und die Pflegenden selbst? Sie suchen die Verantwortung bei den Vorgesetzten, die ihre Arbeit nicht richtigmachen, bei Angehörigen, die zu viel einfordern oder sie suchen die Schuld bei sich selbst. Diese destruktive Auseinandersetzung ist dominant, lösungsorientierte Ansätze sind selten. Ob der Umgang der Akteure in der Corona-Krise ein anderer sein wird, bleibt abzuwarten. Viele Branchen zeigen gerade, dass sie kreative Lösungen umsetzen und auch im Gesundheitswesen sind Ansätze zu beobachten. Über die Langfristigkeit dieser lassen sich derzeit keine Aussagen treffen.

Um die oben benannte Dynamik zu verstehen, ist es hilfreich, auf ein Modell zurückzugreifen, das erklären kann, wie Fragen nach Verantwortung und Schuld auf Menschen wirken. Das Drama-Dreieck der Transaktionsanalyse, das erstmals 1968 von Stephen Karpman beschrieben wurde, erklärt ein Muster menschlicher Aktion und Reaktion und damit verbundene Verhaltensweisen. Demnach spielen die Beteiligten mit dem Hin- und Herschieben von Verantwortung, mit Schuldzuweisungen, Enttäuschungen und dem schlechten Gewissen, unbewusst um Nähe und Distanz zu regulieren. Die Akteure versuchen, damit Anerkennung, Wertschätzung und Aufmerksamkeit zu gewinnen. In der Regel gibt es zwei rollentragende Personen, die sich in den Rollen Opfer, Retter*in, Verfolger*in hin und her bewegen und zwischen denen bestimmte Regeln (Rollenerwartung) gelten. Diese Rolle wird durch die Rollenträger unbewusst durch die Wahl einer Rolle übernommen, die in jedem Spiel neu verhandelt und vergeben wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die psychische Belastungssituation Pflegender in der Corona-Krise und führt Supervision als präventives Mittel zur Gesundheitsförderung ein.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert unbewusste Beziehungsdynamiken mittels des Drama-Dreiecks, definiert den Gesundheitsbegriff und analysiert die gesundheitliche Lage sowie den Nutzen von Supervision im deutschen Gesundheitswesen.

3. Die Dynamik verlassen ↔ Gesundheit fördern: Hier werden konkrete Ansätze wie Problemlösungskompetenz und Gefühlsregulierung vorgestellt, um destruktive Rollenmuster zu durchbrechen und die eigene Arbeitsfähigkeit zu erhalten.

4. Abschlussbemerkung: Die Autorin reflektiert ihre eigenen Erfahrungen und betont die Notwendigkeit einer bewussten Auseinandersetzung mit inneren Prozessen durch professionelle Supervision.

Schlüsselwörter

Pflege, Supervision, psychische Gesundheit, Corona-Krise, Drama-Dreieck, Selbstfürsorge, Rollenerwartung, Burnout-Prophylaxe, Gefühlsregulierung, Problemlösung, Arbeitsbelastung, Glaubenssätze, Salutogenese, professionelle Rolle, Trauma-Viereck

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die psychische Belastungssituation von Pflegenden und zeigt auf, wie durch die Reflexion unbewusster Rollenmuster und den Einsatz von Supervision eine gesündere Arbeitsweise ermöglicht werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Transaktionsanalyse im Arbeitskontext, die Definition von Gesundheit, die Analyse beruflicher Rollen sowie Strategien zur Burnout-Prävention durch Selbstfürsorge.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Pflegenden Möglichkeiten der Hilfe und Selbsthilfe am Arbeitsplatz aufzuzeigen, damit sie ihre eigene psychische Gesundheit trotz belastender Arbeitsbedingungen bewahren können.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?

Die Autorin stützt sich primär auf das Modell des Drama-Dreiecks (und des Trauma-Vierecks) der Transaktionsanalyse sowie auf die Definition von Gesundheit nach Bernhard Badura.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die unbewusste Drama-Dynamik im Gesundheitswesen, die theoretischen Hintergründe von Gesundheit und Supervision sowie praktische Methoden zur Problemlösung und Gefühlsregulierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Supervision, Pflege, Selbstfürsorge, Drama-Dynamik, psychische Gesundheit und Rollenreflexion.

Wie unterscheidet sich die "Rolle der empathischen Zeugin" von anderen Rollen?

Im Gegensatz zu den Rollen Opfer, Retter oder Verfolger agiert die empathische Zeugin bewusst und reflektiert, wodurch sie sich vor emotionalen Verstrickungen im professionellen Kontext schützen kann.

Warum spielt das Thema "hinderliche Glaubenssätze" eine zentrale Rolle für Pflegende?

Hinderliche Glaubenssätze wie "Ich muss es allen recht machen" führen oft dazu, dass Pflegende eigene Bedürfnisse ignorieren und über ihre persönlichen Belastungsgrenzen gehen, was das Burnout-Risiko signifikant erhöht.

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Details

Titel
Selbsthilfe für Pflegende während der Corona-Krise. Möglichkeiten für den selbstfürsorglichen Umgang und Nutzen von Supervision
Note
1,0
Autor
Franziska Misch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
13
Katalognummer
V594282
ISBN (eBook)
9783346194367
ISBN (Buch)
9783346194374
Sprache
Deutsch
Schlagworte
corona-krise möglichkeiten nutzen pflegende selbsthilfe supervision umgang
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Misch (Autor:in), 2020, Selbsthilfe für Pflegende während der Corona-Krise. Möglichkeiten für den selbstfürsorglichen Umgang und Nutzen von Supervision, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/594282
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Leseprobe aus  13  Seiten
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